Zur Abwechslung bin ich mal richtig verwirrt. Ich setze das Thema mal bewusst hier in das Unterforum, weil es nicht ausschließlich um Mitochondriopathien gehen soll.
Ich hatte heute endlich meinen Termin der Augenklinik/Neuroopthalmologie. War zur Abwechslung mal soweit ganz okay, also kein völliger Reinfall.
Viel schlauer bin ich allerdings auch nicht, und es ist mal wieder ein Befund, den die Ärzte nicht klar einordnen können.
Fest steht jetzt, dass ich tatsächlich eine leichte Blickparese rechts habe, die für die Doppelbilder verantwortlich ist; dann fangen aber schon die Ungereimtheiten und Unklarheiten an.
Die Abduktion des rechten Augen ist betroffen ebenso wie die Adduktion des linken Auges; allerdings ist die Abduktion des rechten Auges stärker betroffen als die Adduktion des linken Augen. Diese Asymmetrie verursacht einen kleinen Schielwinkel und damit wohl auch die Doppelbilder.
Nun könnte man meinen, so die MTA, dass eine internukleäre Opthalmoplegie vorläge. Theoretisch könnte das sein.
Nicht ganz passend dafür habe ich aber mehr Probleme mit der Abduktion statt der Adduktion, und ich habe keinen Nystagmus. Außerdem war ein weiterer Test (geraden Blick nach vorne auf einen Streifen mit Balken fokussieren, während der von der MTA hin- und herbewegt wird), der bei der internukleären Opthalmoplegie normalerweise auffällig ist, negativ. Trotzdem scheint es auch Sonderformen von der internukleären Opthalmoplegie zu geben.
Die Ausfälle passen wohl am wenigsten zu dem Verlauf eines Hirnnerven bzw. einen Defekt im peripheren Nervensystem.
Die externen Augenmuskeln könnten noch das Problem sein (gerade angesichts der Ptosis, die in meinem Falle auch nicht durch eine Schädigung des vom Sympathikus innervierten Augenmuskels bedingt sein kann; der Sympathikus funktioniert gut bzw. sein Tonus ist übersteigert, der Parasympathikus schwächelt), auch wenn es dafür wiederum atypisch wäre, dass (bisher?) nur der rectus lateralis rechts und der rectus medialis links betroffen ist. Außerdem lässt sich der Abduktiondefekt zwar nicht ganz, aber zum Teil mit dem vestibookulären Reflex überwinden, was man wiederum nur bei Defekten, die ihre Ursache vor den Hirnnervenkernen haben, und nicht bei infranukleären Ursachen (Neuropathie, Myopathie) sieht.
Alles in allem: von allem etwas, nichts passt zu 100%.
Ich soll jetzt ein neues Kopf-MRT bekommen, mit besonderem Fokus auf den Hirnstamm. Auf der Überweisung steht jetzt "V.a. supranukleäre Bickparese", aber diese kann ich mir nicht vorstellen, und ich frage mich, ob das ein Flüchtigkeitsfehler ist und es eigentlich V.a. auf internukleäre Opthalmoplegie heißen sollte. Oder sie meinte damit ganz allgemein eine pränukleäre Läsion, also bspw. auch eine internukleäre Opthalmoplegie.
Wie auch immer: Oberärztin wie MTA sind sich unsicher und meinten beide, dass auch eine beginnende infranukleäre Läsion (dann am ehesten Myopathie) möglich sein könnte. Mglw. werde man nur anhand des klinischen Verlaufs eine Differenzierung vornehmen können.
Klaus, hast du eine Ahnung, was das sein könnte?
Könnte es nicht auch eine Kombination aus bspw. Myopathie und ZNS-Läsion sein? Ich meine, in meinem restlichen Körper scheinen sich ja auch (Neuro)-Myopathie und Auswirkungen einer ZNS-Affektion zu kombinieren.
Internukleäre Opthalmoplegien können wiederum nicht nur bei MS auftreten, sondern auch bei einigen genetischen bedingten neurodegenerativen Erkrankungen; einige davon haben auch eine starke mitochondriale Komponente.
Im letzten MRT war ja der Kortikospinaltrakt supratentoriell leicht signalverstärkt in T2.
Ich hatte heute endlich meinen Termin der Augenklinik/Neuroopthalmologie. War zur Abwechslung mal soweit ganz okay, also kein völliger Reinfall.
Viel schlauer bin ich allerdings auch nicht, und es ist mal wieder ein Befund, den die Ärzte nicht klar einordnen können.
Fest steht jetzt, dass ich tatsächlich eine leichte Blickparese rechts habe, die für die Doppelbilder verantwortlich ist; dann fangen aber schon die Ungereimtheiten und Unklarheiten an.
Die Abduktion des rechten Augen ist betroffen ebenso wie die Adduktion des linken Auges; allerdings ist die Abduktion des rechten Auges stärker betroffen als die Adduktion des linken Augen. Diese Asymmetrie verursacht einen kleinen Schielwinkel und damit wohl auch die Doppelbilder.
Nun könnte man meinen, so die MTA, dass eine internukleäre Opthalmoplegie vorläge. Theoretisch könnte das sein.
Nicht ganz passend dafür habe ich aber mehr Probleme mit der Abduktion statt der Adduktion, und ich habe keinen Nystagmus. Außerdem war ein weiterer Test (geraden Blick nach vorne auf einen Streifen mit Balken fokussieren, während der von der MTA hin- und herbewegt wird), der bei der internukleären Opthalmoplegie normalerweise auffällig ist, negativ. Trotzdem scheint es auch Sonderformen von der internukleären Opthalmoplegie zu geben.
Die Ausfälle passen wohl am wenigsten zu dem Verlauf eines Hirnnerven bzw. einen Defekt im peripheren Nervensystem.
Die externen Augenmuskeln könnten noch das Problem sein (gerade angesichts der Ptosis, die in meinem Falle auch nicht durch eine Schädigung des vom Sympathikus innervierten Augenmuskels bedingt sein kann; der Sympathikus funktioniert gut bzw. sein Tonus ist übersteigert, der Parasympathikus schwächelt), auch wenn es dafür wiederum atypisch wäre, dass (bisher?) nur der rectus lateralis rechts und der rectus medialis links betroffen ist. Außerdem lässt sich der Abduktiondefekt zwar nicht ganz, aber zum Teil mit dem vestibookulären Reflex überwinden, was man wiederum nur bei Defekten, die ihre Ursache vor den Hirnnervenkernen haben, und nicht bei infranukleären Ursachen (Neuropathie, Myopathie) sieht.
Alles in allem: von allem etwas, nichts passt zu 100%.
Ich soll jetzt ein neues Kopf-MRT bekommen, mit besonderem Fokus auf den Hirnstamm. Auf der Überweisung steht jetzt "V.a. supranukleäre Bickparese", aber diese kann ich mir nicht vorstellen, und ich frage mich, ob das ein Flüchtigkeitsfehler ist und es eigentlich V.a. auf internukleäre Opthalmoplegie heißen sollte. Oder sie meinte damit ganz allgemein eine pränukleäre Läsion, also bspw. auch eine internukleäre Opthalmoplegie.
Wie auch immer: Oberärztin wie MTA sind sich unsicher und meinten beide, dass auch eine beginnende infranukleäre Läsion (dann am ehesten Myopathie) möglich sein könnte. Mglw. werde man nur anhand des klinischen Verlaufs eine Differenzierung vornehmen können.
Klaus, hast du eine Ahnung, was das sein könnte?
Könnte es nicht auch eine Kombination aus bspw. Myopathie und ZNS-Läsion sein? Ich meine, in meinem restlichen Körper scheinen sich ja auch (Neuro)-Myopathie und Auswirkungen einer ZNS-Affektion zu kombinieren.
Internukleäre Opthalmoplegien können wiederum nicht nur bei MS auftreten, sondern auch bei einigen genetischen bedingten neurodegenerativen Erkrankungen; einige davon haben auch eine starke mitochondriale Komponente.
Im letzten MRT war ja der Kortikospinaltrakt supratentoriell leicht signalverstärkt in T2.

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