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Weserberglandklinik in Höxter

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    Weserberglandklinik in Höxter

    Hallo alle zusammen,

    ich (MD Gliedergürtel, 40, m) möchte Anfang 2006 wieder (endlich!) nach Höxter zur WBK fahren. Ich war das letzte Mal vor rund 2 Jahren dort und war begeistert.

    Die aktuellen Nachrichten, die man von verschiedener Seite hört, sind leider höchst unterschiedlich und mehrheitlich negativ. Es wird teilweise von einem Niedergang der Klinik gesprochen. War von Euch jemand in letzter Zeit in der WBK? Welche Erfahrungen konntet Ihr dort machen?

    Ansonsten ein schönes Wochenende

    #2
    Hallo,

    also ich (17, FSH-Muskeldystrophie) war von August bis September in Höxter.
    Ich war zwar das erste mal in Höxter, somit weiß ich nicht, wie es vorher war, als es noch ein Krankenhaus war.

    Mir hat es in der Klinik recht gut gefallen. Einer der Nachteile waren nur die weiten Wege (ich bin mit meinem Rolli täglich ca. 10-15 km gefahren).
    Das Essen ist nun normal im Casino und nicht mehr in den Zimmern, wobei es da auch Ausnahmen gibt.
    Frühstück und Abendessen ist in Form eines Buffets, das Personal ist aber hilfsbereit.

    Die Therapien waren bei mir auch gut und haben auch gewirkt. Mein CK (welcher irgendwie nicht wirklich hoch ist) ist von 117 auf 97 gesunken.

    Das einzigste negative, was ich mitbekommen habe ist, dass sehr viel Pflegepersonal (alle bis auf 35 Pflegekräfte) gekündigt wurden zum Jahresende, ebenso einige Therapeuten.

    Ich persönlich hoffe, dass es die Klinik nächstes Jahr noch gibt, oder eine neue Klinik gefunden wird, die das Myoprogramm macht.

    Gruß Benjamin

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      #3
      Hallo,
      als FSHD-Patient war ich im Juli wieder in der WBK. Die rückläufigen Patientenzahlen
      haben die Klinik zu einer Entlassungswelle gezwungen,die m.E.aber keine negativen Folgen für die Patienten hat.Es gibt meines Wissen keine bessere Schwerpunkt-Klinik für Muskelkranke.Das in der Weserbergland-Klinik soviel Betten leer stehen,daran ist auch die DGM schuld!Wenn Du Dich nämlich dort nach einer Klinik für Muskelkranke imformieren willst,dann bekommst Du eine riesen List von allen möglichen und unmöglichen Kliniken.Darunter unter fernerliefen auch die Weserbergland-klinik.Ich habe beim DGM nachgefragt warum sie nicht intensiver auf die Weserbergland-Klinik hinweisen.Da kann man nur denn Kopf schütteln.
      Gruss zilli

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        #4
        Hallo zusammen,

        Als Selbsthilfeorganisation kann die DGM nicht einzelne Kliniken in den Vordergrund stellen, sondern wir bemühen uns, umfassend über Rehabilitationseinrichtungen, die fundierte Therapien für Muskelkranke anbieten, zu informieren. Zu diesem Zweck haben wir eine Liste von Kliniken erstellt, die grundlegende Kriterien erfüllen: u.a. Erfahrung in der Behandlung Muskelkranker, breites Therapieangebot, das für Muskelkranke geeignet ist, Hilfsmittelausstattung, bauliche Voraussetzungen.

        In Deutschland haben sich Rehabilitationskliniken in der Regel nicht auf einzelne Muskelerkrankungen spezialisiert, dafür treten diese Erkrankungen zu selten auf. Allgemeine Empfehlungen für eine Klinik werden Muskelkranken, die eine Reha-Klinik suchen nicht gerecht, da für jeden Patienten individuelle Grundmerkmale wichtig sind: Größe der Klinik, Art des therapeutischen Angebotes, persönliche Beziehung zum Personal, durchschnittliches Patientenalter, Ausstattung der Zimmer, geographische Lage, mögliche Kostenträger oder ein ganzheitlicher Ansatz, usw. Wir empfehlen deshalb mit möglichen Kliniken Kontakte aufzunehmen (Homepage, Prospekte anfordern) und die Angebot der gewählten Klinik im Vorfeld mit den eigenen Wünschen und Bedürfnissen zu vergleichen.

        Die derzeitige Entwicklung der Weserbergland-Klinik, die uns von vielen Patienten rückgemeldet wird, verfolgen wir kritisch und mit großem Interesse.
        Fragen an die Sozialberatung: 07665 / 9447 - 30
        E-Mail: franz.stefan@dgm.org

        Mit freundlichen Grüßen
        Franz STEFAN
        DGM Sozialberatung

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          #5
          Hallo zusammen,
          klar können sich Reha-Kliniken nicht auf einzelne Muskelkrankheiten spezialisieren.Wichtig ist Therapeuten zu finden ,die durch ihren täglichen Umgang mit allen möglichen Muskelkrankheiten Erfahrung haben,wo die Grenze zwischen zu wenig und zu viel Belastung der Muskulatur sind.Es gibt in Deutschland keine Reha-Klinik die täglich soviele Muskelkranke betreut wie die Weserbergland-Klinik.Die Tatsache,das Muskelkrankeiten nicht so sehr verbreitet sind und gleichzeitig die Existenz dieser Fachklinik so wenig bekannt ist, brachte Sie u.a. in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Ich kann nur empfehlen diese einzigartige Reha-Therapie in der WBK entweder als Berufstätiger über den Rentenversicherungsträger oder als Erwerbsunfähiger über die Krankenkasse zu beantragen.

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            #6
            Hallo,
            da für unseren Sohn (18, DMD) nun durch die BfA eine Reha genehmigt wurde, allerdings nicht wie von uns gewünscht in Höxter ( dort war er schon 3 mal) sondern in Bad Oeynhausen, suche ich nach Informationen, ob diese Klinik das gleiche leisten kann wie die WBK.
            Wir werden auf jeden Fall Widerspruch einlegen, denn so wie ich diesen Beitrag verfolge gibt es wohl derzeit keine besser geeignete Reha-Stätte als Höxter.
            Hat jemand denn schon Erfahrungen mit den Johannitern in Bad Oeynhausen gemacht? Wäre über Informationen dankbar.

            Gruß Papahumanis

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              #7
              Hallo Papahumanis,

              ich war letzen Herbst in den Johanniter Ordenshäuser, in Oeyhausen.
              Bitte versuch alles , dass dein Sohn dort nicht hinkommt!!!!!!!!!!!!!!!!!!
              Die Klinik hat fast nur alte Schlaganfallpatienten ( Ø 75 J.) und sie haben kaum Erfahrung mit Muskelschwundleuten.
              Also ich war heilfroh nach 4 Wochen heimzukommen. Das Personal ist sehr nett, aber die haben kaum Therapieerfahrung mit uns. Bitte leg Widerspruch ein, lass ihn dort nicht hin!!!Diese Klinik ist völlig falsch.

              Wenn du mehr wissen willst, maile einfach ( siehe Profil).
              Gruss Rosenblatt

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                #8
                Hallo,
                auch ich habe einen Rehaantrag bei der BFA gestellt mit dem Hinweis das ich nach Hoexter moechte. Vor 2 Tagen habe ich nun meinen Bescheid bekommen, allerdings gehe ich nun in die Klinik Hohen Meißner. War schon einmal jemand von euch in dieser Klinik?

                Gruss Isi

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                  #9
                  Hallo Rosenblatt12,
                  danke für deine prompte Antwort, ich werde also nicht locker lassen, bis Höxter das Ziel wird. Ich habe in Bad Oeynhausen auch schon den Termin abgesagt und gefragt inwieweit sie dort auf Mauskelpatienten eingestellt sind. Antwort war: Im Monat so eine bis zwei Patienten mit Muskelerkrankungen. Aber da unser Sohn schon 3 mal in Höxter war und beste Erfahrungen gemacht hat, werden wir darauf bestehen.
                  Danke naochmal.

                  Gruß Papahumanis

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                    #10
                    Hallo Papahumanis,

                    ich habe Ende der 90er Jahre auch einmal über die BfA eine Reha beantragt. Mein Arzt hatte zwei spezielle Kliniken empfohlen (weiß nicht mehr genau welche). Jedenfalls hat mich die BfA nach Bad Orb geschickt. Das wollte mein Arzt nicht und ich habe Widerspruch eingelegt. Der Widerspruch wurde abgelehnt, jegliche weitere Kontaktaufnahme mit den Bürokraten in Berlin war ebenfalls ohne Erfolg. In Bad Orb war ich dann wirklich fehl am Platz. Mit einem Muskelkranken konnten die Therapeuten dort nichts anfangen.
                    2003 war ich für knapp 4 Wochen in der Weserberglandklinik. Per Einweisung durch den Hausarzt. Das ging problemlos entgegen der Aussage weiter oben, dass dies nur bei Erwerbsunfähigen geht. Ich selbst war und bin noch erwerbsfähig und arbeite auch Vollzeit. Ich weiß natürlich nicht, ob dies aktuell auch noch so funktioniert. Einfach mal in der Klinik telefonisch nachfragen.
                    Siehe auch: http://www.asklepios.com/hoexter/Kom...ex_hoexter.htm
                    Ich kann jedenfalls nur raten, den Weg über die Einweisung durch den Hausarzt (Krankenkasse als Kostenträger) zu wählen, anstatt eine Reha über die BfA zu beantragen.
                    Bezüglich der angebotenen Therapie kann ich die Weserberglandklinik nur empfehlen.

                    Übrigens zilli, die Weserberglandkinik arbeitet sehr eng mit der Dt. Muskelschwundhilfe zusammen und wird zum Teil von dieser auch finanziert. Kann durchaus sein, dass die DGM deswegen nicht verstärkt auf die Weserberglandklinik hinweist. Schließlich sind beide Organisationen in gewisser Weise Konkurrenten im Bemühen um Spendengelder.

                    Gruß
                    Erik

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                      #11
                      Zitat:"Übrigens zilli, die Weserberglandkinik arbeitet sehr eng mit der Dt. Muskelschwundhilfe zusammen und wird zum Teil von dieser auch finanziert. Kann durchaus sein, dass die DGM deswegen nicht verstärkt auf die Weserberglandklinik hinweist. Schließlich sind beide Organisationen in gewisser Weise Konkurrenten im Bemühen um Spendengelder."

                      Hallo,
                      das ist definitiv nicht so. Auch die DGM arbeitet intensiv mit der WBK in Höxter und den dort tätigen Therapeuten zusammen. Aus Sicht der DGM ist es einfach so, dass die WBK in Höxter gute Arbeit leistet (geleistet hat?), aber nicht die einzige Einrichtung ist, auf die das zutrifft. Wir sind nicht der Meinung, dass alle Muskelkranken nach Höxter müssen. Es gibt genügend Erfahrungsberichte, die einerseits andere Einrichtungen für ebenso geeignet halten, andererseits gibt es auch Muskelkranke, die in Höxter nicht zurecht kommen. Eine qualifizierte Beratung sehen wir daher dann gegeben, wenn man sich differenziert mit der Fragstellung auseinander setzt und nicht pauschal urteilt. Unsere Berater stehen jederzeit für konkrete Auskünfte zur Verfügung.
                      Freundliche Grüße
                      Horst Ganter
                      DGM Geschäftsführer

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                        #12
                        Hallo alle zusammen,
                        ich hatte mich ebenfalls für eine Reha-Maßnahme über meinen Neurologen und der BfA,jetzt Deutsche Rentenversicherung, in Höxter beworben. Die vielen positiven Meinungen haben mich dazu bewogen. Höxter wurde abgelehnt. Ich wollte erst einen Widerspruch einlegen habe es aber dann sein lassen.
                        Ich habe mich davon leiten lassen, das ich vielleicht doch zu weit entfernt wohne und eine Reha-Klinik in der Nähe es auch tut.
                        Ich fahre im Januar nach Bad Klosterlausnitz. Ich werde berichten wie es dort ist.
                        Viele Grüße
                        Christine

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                          #13
                          Zitat Horst Ganter DGM:"Wir sind nicht der Meinung das alle Muskelkranke nach Höxter müssen".
                          Lieber Herr Ganter,
                          dann nennen Sie uns doch einmal eine Klinik die ständig mehr als 20 Muskelpatienten das ganze Jahr über betreut.Die damit verbundenen sehr hohen Erfahrungswerte der Krankengymnasten suchen seines Gleichen in ganz Deutschland.Außerdem sind viele der hochqualifizierten Physiotherapeuten gleichzeitig Dozenten der angeliederten Schule für Physiokalische Therapie.Sie solltem im Interesse Ihrer Mitglieder die Distanz zur WBK ,die Sie vielleicht im Zusammenhang mit der Muskelschwundhilfe entwickelt haben,aufgeben.
                          Mit freundlichen Grüssen
                          Zilli

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                            #14
                            Hallo,
                            gerne nennen wir bei einer Beratung auch andere geeignete Kliniken. Ich habe Zilli direkt per PN geantwortet.
                            Freundliche Grüße
                            Horst Ganter

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                              #15
                              Hallo leckerpommes,

                              ich war im bis Sonntag in der WBK in Höxter zur Reha und ich kann die Klinik nur empfehlen. Sie sind wirklich sehr gut auf Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen eingestellt.
                              Pflege und medizinische Betreuung fand ich bestens. Bisher war ich zweimal zur Reha und immer in einer anderen Klinik. Keine dieser Kliniken konnte mir ein so gut aufeinander abgestimmtes Therapieprogramm bieten und ich hatte auch nie zuvor so viele Anwendungen am Tag.
                              Was für mich auch sehr wichtig war, die Klinik ist völlig barrierefrei. Bei meiner letzten Reha in Heiligenstadt konnte ich zum Beispiel keine Bäder bekommen, da ich mit dem Rolli nicht einmal durch die Tür passte usw..
                              Außerdem konnte ich mich neben der Reha in der WBK von erfahrenen Fachleuten mit einem neuen Stürzkorsett versorgen lassen. Man sah an jedem Handgriff, dass die Orthopädiemechaniker, aufgrund der Zusammenarbeit mit der WBK, viel Erfahrung darin hatten. In meinem Umkreis fehlen da leider die Erfahrungen mit schwersten Skoliosen bei Muskelerkrankungen bei den Orthopädietechnikern.
                              Noch dazu habe ich viele nette ebenfalls Muskelkranke kennengelernt und einen großen Erfahrungsaustausch genossen.
                              Es war für mich die erste Reha in der WBK, aber sicher nicht die Letzte.
                              Meiner Krankenkasse habe ich mit dem Antrag ein persönliches Schreiben mit Begründung zur Wunschklinik WBK beigelegt. Wenig später führte ich noch ein Telefongespräch mit der Sachbearbeiterin und dann ging es eigentlich ohne Probleme.
                              Alles Gute, Daniela.
                              Herzliche Grüße,
                              Daniela alias Zwara.

                              central core disease, 41 Jahre

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