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    Persönliche(r) Assistent(in)

    Gestern war ich bei einem Vortrag über "Persönliche Assistenz". Das ist ein noch recht neues Modell, wo behinderte Menschen einen oder mehrere Assistenten für sich angestellt haben. Ein gravierender Unterschied zur Pflege ist, dass der Assistent nicht nur pflegerische Tätigkeiten wahrnimmt und auch nicht zu festen Zeiten vorbeischaut, sondern sich um die konkreten Bedürfnisse des Assistenznehmers kümmert, zu Zeiten, die vom Bedürftigen, also vom Assistenznehmer festgelegt werden. Der Assistenznehmer muss sich bei diesem Modell praktisch als Arbeitgeber sehen. Er muss dem Assistenten sagen, was wie wann gemacht werden soll und er muss sich um dessen Versicherung kümmern etc. Also tatsächlich wie in einem Beschäftigungsverhältnis.
    Der kritische Punkt solcher Modelle ist natürlich wie überall die Finanzierung. Es gibt diverse Möglichkeiten, wie die Mittel dazu vergeben werden. Es gibt einkommensunabhängige (z.B. Pflegeversicherung) und einkommensabhängige (alle möglichen Ämter)Möglichkeiten, die Assistenz finanziert, oder teilfinanziert zu bekommen. Was für eine Finanzierung der Assistenz in Frage kommt, hängt auch von der Beurteilung der Behinderung durch die entsprechenden Begutachter ab.

    Insgesamt ist das ein ganz schöner Dschungel. Ich kann den jetzt hier im Forum nicht entwirren. Aber ich möchte jedem Interessierten empfehlen, sich darüber zu informieren. Ein gute Adresse dazu ist z.B. der Verein: Selbstbestimmt Leben e.V. der bietet auch ein Beratungstelefon zu diesem Thema an: Beratungstelefon zum persönlichen Buget: 0180 2216621. Die Beratung ist kostenlos und zum Ortstarif.

    Vielleicht hat hier ja schon wer Erfahrung mit Persönlicher Assistenz gemacht und wie es sich mit dem Persönlichem Buget dazu verhält. Wäre toll, was dazu zu lesen.

    Liebe Grüße, Guido.
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