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    Skoliose

    Hallo!
    Unser Sohn (Muskeldystr. Duchenne) muß im Januar zur Untersuchung wegen Skoliose. Da wir vermuten, dass uns eine Operation geraten wird, interessiert es uns wie es bereits operierten Jungs geht, vorallem nach 2-3 Jahren nach der OP. Wie lange hat die ganze Aktion (OP und Erholung) gedauert? Hat es sich aus Sicht des Betroffenen gelohnt?
    Danke für eure Bemühungen und schöne Weihnachtsfeiertage. Fam. Rannnenberg

    #2
    Hallo,

    bei mir wurden 1989, im Alter von 16 Jahren, Harrington-Stäbe implantiert. Damals wusste man (unbegreiflicherweise) noch nicht, dass eine Myopathie die Ursache meiner sich rasch verschlechternden Skoliose war.

    Nach der Operation hatte ich offenbar, wie mir meine Eltern sagten, sehr starke Schmerzen. Darauf wurden mir derart hoch dosiert Mittel gegeben (vermutlich Morphium), dass ich mich an die ersten drei Tage nach der Operation nicht erinnern kann. Seither hatte ich eigentlich nie Rückenschmerzen (hatte ich aber auch vor der Operation nicht), mit Ausnahme von zeitweise "verspannten Muskeln".

    Die OP dauerte 6 1/2 Stunden, Krankenhausaufenthalt 2 Wochen, Erholung eigentlich keine. Nach der OP wurde aber empfohlen, während 3 Monaten längere Zeit am Tag liegend zu verbringen. Ich konnte jedoch schon sehr bald wieder zur Schule gehen.

    Ob es sich gelohnt hat? Nun, die Skoliose hat sich seither weiter verschlechtert, v.a. im nicht versteiften Teil, allerdings vermutlich viel weniger stark, als wenn ich nicht operiert worden wäre. Das hätte vermutlich die Atmung noch stärker eingeschränkt, als sie jetzt schon ist. So gesehen hat sich die OP höchstwahrscheinlich sehr gelohnt.

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      #3
      Hallo, Fam. Rannenberg
      Hallo, Alexander!
      Zum Thema Operation (ja oder nein) kann und will oder darf ich Ihnen oder Euch keinen Tip geben.
      Jedoch zum Thema Skoliose hätte ich den Rat, sich bei einem guten orthopädischen Fachbetrieb mal beraten zu lassen zum Thema Korsettversorgung im allgemeinen.
      Mit Korsett oder einer ähnlichen Versorgung kann ne Menge erreicht werden, bevor man dann zum wohl letzten Mittel der Operation greift. Aufrichtung des Rumpfes, Extension (Streckung) der Wirbelsäule, Erhaltung des Atemvolumens, Verbesserung der Magen- Darm- Funktion, Stabilität beim Sitzen und Laufen, etc..
      Ich bin nicht Betroffener sondern Orthopädietechniker und gebe deshalb diesen Tip aus dieser, meiner Sichtweise. Habe in meiner Laufbahn schon einige "Muskel-Patienten" erfolgreich versorgt und deren LebensQualität konnte gehalten oder verbessert werden. Wenn Interesse besteht, könnt Ihr mich erreichen unter denis.pietsch@orfo.de .
      Liebe Grüße und alles Gute!!!
      Denis.

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