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Krebs und Muskelzerfall

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    Krebs und Muskelzerfall

    Hallo,

    meine Schwiegermutter hat vor 7 Jahren Darmkrebs bekommen, der damals erfogreich mit Chemotherapie bekämpft wurde. Sie war von da an zu allen regelmäßigen Untersuchungen, auch weil ihre CK-Werte sehr hoch waren. Die Ärzte haben nix gefunden.

    Vor etwa drei Jahren machte sich ein Muskelzerfall bemerkbar, wo die Ärzte keine Ursache fanden (bis heute nicht). Sie bekam Medikamente (u.a. am Schluss Cortison), wo auch ein Medikament gegeben wurde, welches dem Körper Calcium entzieht. Leider wurde dabei versehentlich vergessen, ein Calciumpräparat dazu zu verordnen. Jedenfalls wurde daraus so eine Art Ostheoporose, welche so schlimm wurde, dass fünf Rückenwirbelkörper gebrochen sind. Diese wurden in einer OP mit so einer Art "Zement" wieder aufgefüllt und stabilisiert. Sie konnte sich recht normal danach wieder bewegen.

    Seitdem ist der Muskelzerfall kontinuierlich schlechter geworden, erst sehr schleichend aber seit etwa einem halben Jahr sehr schnell. Zusätzlich sind vor mehreren Monaten wieder Metastasen gefunden worden. Die Chemo hat nicht angeschlagen, im Moment gibt es Bestrahlungen (seit 4 Wochen). Meine Schwiegermutter hatte teilweise sehr starke Muskelschmerzen, weshalb sie mehrere Tage Morphinpräparate nehmen musste um die Schmerzen lindern zu können (ihre vorhergehenden Schmermittel halfen nichts mehr).

    Seit letzter Woche liegt sie im Krankenhaus, da sie nach einer Bestrahlung plötzlich eine starke Muskelschwäche und Atemprobleme bekam. Außerdem haben die Muskeln in der Speiseröhre nicht mehr gearbeitet. Sie hat mittlerweile so ziehmlich alle Untersuchungen durch. Die Ärzte sind sich wohl sicher, dass die Muskelgeschichte nicht mit dem Krebs zusammhängt aber sonst können sie nichts sagen.
    Meine Schwiegermutter ist ehemalige Krankenschwester. Sie versteht als etwas von den Untersuchungen und hinterfragt auch viel. Trotzdem sind die Ärzte in drei verschiedenen und eigentlich guten Kliniken nicht in der Lage auch nur den Hauch eines Ansatzes zur Behandlung zu finden.


    In den ganzen Jahren waren die CK- Werte nur ein einzigstes mal beim Normalwert: Als meine Schwiegermutter eine schwere Lungenentzündung und damit zusammenhängende Blutvergiftung in der Lunge hatte. Damals hatte sie sehr hohe Dosen Antibiotika bekommen.



    Was mich so irritiert ist, dass alle Untersuchungen ergebnislos sind. Meine Schwiegermutter kann doch nicht die Einzigste sein, wo sowas ist. Gibt es irgendwelche Ansatzpunkte oder Erfahrungen, die vielleicht noch hilfreich sein könnten?

    #2
    Hallo Katjas Odin,

    das ist eine schlimme Geschichte und deine Schwiegermutter scheint eine starke Frau zu sein, bei dem, was sie bislang durchgemacht hat.

    Was für Untersuchungen wurden denn bezüglich der Muskelerkrankung gemacht?
    Wurde eine Muskelbiopsie gemacht?
    War sie auch in einer Klinik, der ein Muskelzentrum angeschlossen ist?
    Möglicher Weise weist die Antibiotika- Kur auf ein bakterielles Geschehen hin, gibt es dazu Untersuchungen?

    Generell gibt es leider immer wieder mal Muskelerkrankungen, die medizinisch nicht zugeordnet werden können und bei denen der Grund für die Erkrankung unerkannt bleibt. Das ist für die Betroffenen natürlich immer schwer auszuhalten, nichts zu wissen und nur zuschauen zu können, wie die Erkrankung weiter voranschreitet. Häufig ist das mit einem deprimierenden Ärztemarathon verbunden, der zu nichts führt. Das ist manchmal das ganz harte Los, mit dem die Betroffenen leben müssen.
    Wichtig erscheint mir, wenn es diagnostisch bei deiner Schwiegermutter nicht weiter geht, dass eine gute Schmerzlinderung gewährleistet ist.

    Tut mir leid für diese ernüchternden Worte, ich wünsche euch baldige Fortschritte und Klarheit über die Situation deiner Schwiegermutter.

    Liebe Grüße
    Guido

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