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Missempfindungen / Kaliummangel / kongenitale Myopathie

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    Missempfindungen / Kaliummangel / kongenitale Myopathie

    Wenn hier schon bei banalen Dingen, wie persönlichen Meinungen ohne Beleidigung, gelöscht wird. Dann löscht doch alles !
    Zuletzt geändert von EStella; 29.02.2020, 11:23.
    Verbringe jeden Tag einige Zeit mit dir selbst. (Dalai Lama)

    #2
    Naja, du könntest schon schauen, ob du für ein paar Tage aufgenommen werden kannst bis das abgeklärt ist. Ist ja auch kein Zustand, wenn du deshalb Angst hast umzufallen.

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      #3
      Da sollte man vll. mal eine periodische hypokaliämische Paralyse ausschließen.

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        #4
        Wie sah denn der Blutzucker aus? Starker Durst und Wegsacken der Beine könnte auch zu einer Unterzuckerung passen.

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          #5
          Wirst du auch bewusstlos oder zumindest in deiner Wahrnehmung eingeschränkt? Dann könnte man auch an Epilepsie denken.
          Außerdem könnte man mal bei dem nächsten Anfall eine BGA, ggf auch MRT machen....bei dir besteht ja offenbar eine V.a. Mito...

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            #6
            Deutet eigentlich Alles auf die von Bill angesprochene Unterzuckerung hin.
            Ich würd mich da mal auf Diabetes untersuchen lassen (beim Endo?)
            Erste Hilfe könnte da Traubenzucker sein wenn das wieder auftritt.

            Au0erdem könnte man täglich so 2-3 Bananen essen gegen den Kaliummangel.

            Auf Mito würde ich da nun nicht kommen.
            It's a terrible knowing what this world is about

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              #7
              Also was du da beschreibst kann bis auf "Dann hats mich hin und her geschmissen, die Beine die Arme haben unkontroliert gezuckt." auch zu einer Panikattacke passen. Das schnelle Atmen und das Kribbeln und die Atemnot. Das habe ich gelegentlich auch und das ist definitiv nicht angenehm.
              Ansonsten passt wie gesagt Diabetes ziemlich gut. Das würde ich auf jeden Fall mal gründlich checken lassen. Wenn du eine Möglichkeit hast selbst den Blutzucker zu messen, würde ich das öfters mal machen und die Wert notieren. Interessant wären vor allem die Werte wenn du dich nicht gut fühlst.
              Dass es dir in der Notaufnahme nicht besser gegangen ist, könnte evtl. daran liegen, dass du sowohl unterzuckert warst als auch eine Panikattacke hattest. Wenn auf Grund der Unterzuckerung plötzlich der Körper komische Sachen macht, kann man natürlich auch panisch werden. Das kann auch noch anhalten, wenn der Zucker wieder im normalen Bereich ist.

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                #8
                So wie du diese Episoden zuletzt beschreibst, war es also kein akut verminderter Muskeltonus (wie bei einer episodischen Paralyse), sondern ein Zustand mit erhöhter Erregbarkeit der sensiblen und auch der motorische Nerven, also Verkrampfungen.
                Ferner klingt es nicht nach Sauerstoffmangel im Blut, sondern nach einer (eher reaktiven) Hyperventilation (infolge einer zentralnervalen und/oder metabolischen Störung), die die Erregbarkeit der Nerven/Muskeln natürlich noch weiter erhöht. Die kann unterschiedliche Gründe habe: bspw. Zuckerentgleisung, Krampfanfall/epileptischer Anfall (manches, was du als unmittelbare Vorläufer der Symptomatik beschreibst, könnte man als Aura bewerten), oder eben auch akute Episoden metabolischer Azidose im Rahmen einer Mito. Mit der BGA kann man den Säure-Basen-Status plus Laktat checken - eigentlich sollte bei einer derartigen Symptomatik eine BGA gelaufen sein. Den erniedrigten Kaliumwert halte ich eher für ein Folge der akuten Situation und nicht für einen Ausdruck eines generellen Mangels, auch der leicht erhöhe Glucose-Wert (falls nüchtern abgenommen) würde ich dem zuordnen.
                MRT zum Ausschluss von schlaganfallähnlichen Episoden.
                Zum Ausschluss eines Diabetes OGTT - der HbA1c ist nicht immer ausreichend.
                Ein unbehandelter Diabetes kann allerdings nicht zum Unterzucker führen, sondern nur zur Hyperglykämie.
                Patienten mir metabolischen Myopathien können jedoch zu Hypoglykämien neigen, wobei mir die akute Symptomatik nicht unbedingt danach klingt.
                Zuletzt geändert von pelztier86; 22.10.2019, 23:35.

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                  #9
                  Nein, ein Kältegefühl habe ich nicht. Ganz im Gegenteil. Bei einer Panikattacke kann mir richtig heiß werden.

                  Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                  Ein unbehandelter Diabetes kann nicht zum Unterzucker führen, sondern nur zur Hyperglykämie.
                  Stimmt, eigentlich logisch.

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                    #10
                    Mit der Diabetes hat Pelztier recht. War ein Schnellschuss von mir.
                    Unterzuckerung (und das ist es wohl, wenn Traubenzucker hilft) kann aber auch durch ein Insulinom in der Bauchspeicheldrüse ausgelost werden. Es könnte auch eine Unterfunktion der Nebennieren vorliegen.
                    Durch das Ereignis bist Du wohl zusätzlich in Panik geraten auf der Notaufnahme.

                    Ein erhöhter Zucher- und Kohlehydratebedarf liegt häufig bei Myopathien vor. Ich hatte solche Ereignisse auch schon einige Male. Vielleicht liegt es daran, dass die Muskeln die noch funktionieren am Anschlag arbeiten? Beim ersten Mal hatte ich auch den Notarzt, der mir eine Riesenspritze Traubenzuckerlösung verpasst hat.
                    DEn Rat Deines Arztes auf Kohlehydrate versteh ich da ehrlichgesagt nicht. Vielleicht hat ihn vorgenanntes zu dem Trugschluss geführt, dass Dein Körper Kohlehydrate nicht verwerten kann.
                    Die Unterzuckerung könnte auch durch den Verzicht auf Kohlehydrate bedingt sein (kombiniert mit ielen Ballaststoffen) bedingt sein.

                    Den Ansatz mit Unterzuckerung durch Mito kann ich irgendwie überhaut nicht nachvollziehen. Mitos sind doch in erster Linie für die Energiegewinnung aus Sauerstoff zuständig. Glycolyse spielt da nur eine kleine, untergeordnete Rolle. Die Energiegewinnung aus Zucker findet doch an anderer Stelle statt. Wo soll da denn der Zusammenhang sein?
                    Zuletzt geändert von KlausB; 23.10.2019, 01:31.
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                      #11
                      Zitat von KlausB Beitrag anzeigen
                      Ein erhöhter Zucher- und Kohlehydratebedarf liegt häufig bei Myopathien vor. Ich hatte solche Ereignisse auch schon einige Male. Vielleicht liegt es daran, dass die Muskeln die noch funktionieren am Anschlag arbeiten? Beim ersten Mal hatte ich auch den Notarzt, der mir eine Riesenspritze Traubenzuckerlösung verpasst hat.
                      Schon wieder etwas gelernt. Dann mache ich ja dadurch, dass ich zu jeder Mahlzeit Nudeln esse, mit meiner Gliedergürtelmuskeldystrophie schon alles richtig ohne es gewusst zu haben :-)

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                        #12
                        Eine Nebenniereninsuffizienz könnte man noch ausschließen.
                        Im Übrigen können gerade diese Schnelltests auf Blutzucker gerne mal falsche Werte liefern. Insofern ist ein Glucosewert, der im KH-Labor bestimmt wurde, sicherlich verlässlicher.

                        Ein erhöhter Zucher- und Kohlehydratebedarf liegt häufig bei Myopathien vor.
                        Häufig würde ich jetzt nicht unbedingt sagen, und mir ist auch nicht bekannt, dass es einen generellen, über alle Myopathietypen hinweg bestehenden Mechanismus dbzgl. gibt.
                        Eher ist es so, dass auch Patienten mit Myopathien einen genetisch bedingt unterschiedlich "fordernden" Stoffwechsel, der sich entweder besser oder weniger gut oder gar nicht anpassen kann, bzw. eine unterschiedliche Fähigkeit der Nahrungsverwertung (auch bei normaler Darmfunktion) aufweisen.
                        In letzterem Fall braucht der Patient tendenziell mehr Kalorien und v.a. auch Kohlenhydrate, im ersten Fall eher weniger als der durchschnittliche Mensch. Entsprechend wirkt sich das auf das Gewicht aus. In der Tat scheint es bei den Patienten mit NME, insb. Myopathien, hauptsächlich zwei Patientengruppen zu geben: diejenigen Patienten, die sehr dünn, fast schon kachektisch sind (trotz eigentlich ausreichender Nahrungsaufnahme), die auch bei hochkalorischer, ja sogar künstlicher Ernährung kaum zunehmen (auch wenn keine weiteren potenziell beeinflussenden Faktoren wie Darmfunktionsstörungen und endokrine Störungen vorliegen), und solche, die aufgrund des red. Grundumsatzes bei Muskelatrophie und Stoffwechselanpassung schnell zunehmen.
                        Zuletzt geändert von pelztier86; 23.10.2019, 03:21.

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                          #13
                          welche (Verdachts)Diagnose einer NME hast du denn eigentlich?
                          eine kongenitale Myopathie? Warum steht Mito im Raum?

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                            #14
                            Ist das evtl. eine metabolische Myopathie?
                            It's a terrible knowing what this world is about

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                              #15
                              Wenn Cortison die Anfälle unterdrückt, dann ist es entweder ein entzündliches oder (pseudo)tumoröses Geschehen im Gehirn - oder aber es wirkt, weil es einen erniedrigten Kortisolspiegel und/oder Blutzucker ansteigen lässt (bei Vorliegen eines Morbus Addison und/oder Unterzucker).
                              Zuletzt geändert von pelztier86; 26.10.2019, 17:57.

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