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    Was war das? Jemand eine Idee?

    Hatte heute morgen ein sehr merkwürdiges Erlebnis, das ich nicht richtig einzuordnen weiß.
    Ich schlafe zur Zeit mal wieder echt schlecht, war also wach gelegen, obwohl noch ziemlich müde.
    Aus dem Nichts spürte ich dann mein Herz so heftig wie noch nie zuvor (nicht einmal wie unter Belastung - ich bin ziemlich unsensibel, was hohe HF angeht). Es fühlte sich an, als ob es aus meinen Brustkorb springen wollte.
    Ich kann aber nicht sagen, ob es sich tatsächlich um eine Tachykardie handelte oder nicht (was für mich auch atypisch ist).
    Gleichzeitig fühlte ich mich sehr benommen und fast wie gelähmt. Mir kam noch der Gedanke, dass ich unfähig sei mich jetzt irgendwie bemerkbar zu machen und es jetzt zu Ende sein könnte, jedoch ohne Angst.
    Ich bin mir recht sicher, dass wenn ich zu dem Zeitpunkt gestanden hätte, ich zusammengesackt wäre.
    Zudem hatte ich das Gefühl (auch nur annähernd sicher kann ich mir da aber natürlich nicht sein), als ob sich die Augäpfel nach links oben verdreht hätten.
    Nach vll. 30 Sekunden (schwer zu sagen, weil ich kein wirkliches Zeitgefühl mehr hatte, aber ich glaube nicht, dass es viel länger gewesen sein kann) war der Spuk wieder vorbei.

    Hat einer Idee, was das gewesen sein könnte?
    Mir kam als DD Herzrhythmusstörung oder aber doch eher etwas neurologisches, ein kleiner Epilepsie-Anfall/Absence...

    #2
    Kann auch ne Panikattacke sein, in den psychic Forum findest du 100 derte ähnlicher Beiträge, oft auch ohne Angstgefühl. Absencen äußern sich anders, kannst den Beitrag ja ins Epi Forum posten, Rhythmusstörungen machen auch andere Beschwerden, ein hoher Puls kann aber bei Panikattacke vorkommen. War das nach dem Aufwachen? Dann könnte es ein Albtraum gewesen sein oder dir ist der O2 runtergesackt, habe ich einen starken Abfall O2 dann habe ich am morgen auch beschleunigten Puls und Atmung, ist aber auch bei Albträumen öfter beschrieben worden, Puls bis über 200. Herzrhythmusstörung kann man natürlich noch mit EKG ausschließen. Sonst wäre eine Dystonische/ Spastische Phase (Attacke) auch möglich, aber das passt auch nicht zu den anderen Beschwerden. Die Benommenheit am Morgen würde zu einem höheren pCO2 passen. Falls du schon länger wach warst, hab nochmal drübergelesen, dann wäre das mit dem o2 Abfall eher unwahrscheinlich oder mit dem Alptraum, da hättest du die Probleme gleich beim Aufwachen. Im übrigen das mit dem Herzklopfen ist sehr typisch bei psychogenen Attacken, da hier der Herzschlag viel intensiver wahrgenommen wird als bei somatischer Erhöhung des Blutdruckes/ Puls, das Gefühl zu sterben ist mit und ohne Angst auch typisch. Denke nicht, dass das eine gefährliche somatische Attake war, du kannst aber mal ein Pulsoxy über die Nacht mitlaufen lassen und schauen wie die Sättigung, Atemantrieb usw ist und ein EKG, dann kannst du sicher Auffälligeiten im Schlaf ausschließen.


    Das schlechte Schlafen und die Morgenbenommenheit wäre halt für erhöhten PCO2 typisch, das würde ich eher abklären, da wäre der etCO2 gut bestimmbar, gibt Geräte für 300 die den etCO2 und Atemflow etc präzise messen, halt mit Nasenbrille...
    Zuletzt geändert von DHKW; 09.05.2019, 18:15.
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      #3
      Nein, eine Panikattacke war das definitiv nicht. So gut kenne ich mich. Ich hatte noch nie eine Panikattacke, und bin dafür auch gar nicht der Typ.
      Also DAS kann ich wirklich ausschließen.
      Meine Atmung war auch NICHT verändert, jedenfalls nicht wahrnehmbar für mich.

      Nein, es war nicht nach dem Aufwachen, schon einige Zeit, nachdem ich so müde herumgelegen habe.

      Keine Ahnung, wie pO2 und pCO2-Werte da waren bzw. wie die aktuell im Allgemeinen sind.

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        #4
        Ich dachte auch nicht, dass es jetzt def. aus ist, sondern dass es jetzt zu Ende sein KÖNNTE. Was in mir aber auch keine Angst ausgelöst hat. Ich habe eh keine Angst vor dem Tod.

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          #5
          Panikattake heißt das nur im ICD 10, Angst oder Panik muss aber nicht vorhanden sein, jedenfalls habe ich schon öfter von solchen Anfällen gelesen bei denen dann bis auf Puls und Blutdruck keine Auffälligkeiten vorhanden waren. Vielleicht mag das auch somatisch sein können, aber dann sehr wahrscheinlich nichts gefährliches oder ähnliches.Theoretisch könnte man an ein kleines Gerinsel denken, aber das passt auch nicht von der Intensität und Dauer her. Ein EKG würde aber sicher nicht schaden. (dazu müsstest du aber 7 tage ein 24h EKG machen, um wirklich sicher zu gehen, ein einmaliges reicht nicht aus)

          Eine AD Attake wäre zwar auch möglich, aber die kennst du ja schon... bzgl EEG, hattest du denn mal krampfpotenziale?
          Zuletzt geändert von DHKW; 09.05.2019, 19:06.
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            #6
            Was ist eine AD-Attacke. Wenn du eine Dystonie meinst - nein, die war es nicht, zumindest nicht in der Art, wie die bisher erlebt habe. Ich habe ja gar nicht gekrampft, sondern mit dem Körper meiner Erinnerung nach sehr still gelegen; mir die Augen haben sich glaube ich verdreht.
            Ich hatte mal ein einziges EEG in Aachen, aber nur ein kurzes.
            Da war soweit nichts auffällig, was aber nichts heißen muss.

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              #7
              Autonome Dysfunktion. AD.
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                #8
                Hört sich an wie Vorhofflimmern.
                Hast Du einen Linksschenkelblock. Du sprachst doch mal von einer Kardiomyopathie? Da kann sich sowas im Verlauf entwickeln.

                Schmerzen hattest Du nicht?
                Zuletzt geändert von KlausB; 09.05.2019, 21:19.
                It's a terrible knowing what this world is about

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                  #9
                  Eine kardiale Beteiligung definitiv. V.a. Kardiomyopathie.
                  Linksschenkelblock zumindest nach dem letzten EKG nicht, aber eine Belastung des LA. LA auch leicht erweitert, EF grenzwertig, SV erniedrigt.

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                    #10
                    Nein, autonome Dysfunktion glaube ich jetzt in dem Fall nicht, da ich zu dem Zeitpunkt schon einige Stunden gelegen hatte. Und das würde dann auch nicht zu abrupt enden.

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                      #11
                      Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                      Eine kardiale Beteiligung definitiv. V.a. Kardiomyopathie.
                      Linksschenkelblock zumindest nach dem letzten EKG nicht, aber eine Belastung des LA. LA auch leicht erweitert, EF grenzwertig, SV erniedrigt.
                      Dann wird es daher zu einem Vorhofflimmern gekommen sein. Da sich die Kardiomyopathie sicher eher verschlechtern wird, kann es sein, dass Du das jetzt gelegentlich mal bekommst. Bei Gelegenheit solltest Du diese Symptome beim Kardiologen erwähnen.

                      Da das Grundproblem nicht zu beheben ist, gibt es nur die Möglichkeit das Flimmern selbst medikamentös zu behandeln. Akut lebensbedrohlich ist das aber nicht, solange es nur selten vorkommt.
                      Zuletzt geändert von KlausB; 09.05.2019, 22:00.
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                        #12
                        Vorhofflimmern ist ein akuter medizinischer Notfall wenn er zu klinischen Symptomen führt. Wenn das in solcher Intensität vorliegen sollte, wäre ein Schrittmacher mit Defibrillator Pflicht. Ich bin mal im KH neben einem gelegen der hatte 1x Vorhofflimmern, die Symptomatik war ganz anders aber ev gibts da verschiedene Ausprägungen. Er ist dann zusammengeklappt und war weg, er wäre fast gestorben, als die Rettungskräfte eintrafen war kein Puls mehr für einige Zeit, der hat aber nix gemerkt, im wurde schwindelig, er viel um und das wars. Danach hat man ihm zeitnah einen Defi eingebaut, also einen Schrittmacher mit Defi. Medikamente bringen bei leichten schon was, nicht aber wenn sie so ausgeprägt sind, dass man meint man stirbt (sofern man es nicht übersteigert wahrnimmt), dann ist es immer ein akuter medizinischer Notfall.

                        Die Häufigkeit ist nicht relevant sondern die Intensität, gerade bei bestehender Herzkrankheit sind derartige Entgleisungen nicht wirklich kalkulierbar. Allerdings sollte zuvor objektiv festgestellt werden, dass ein solches Problem vorlag, dazu eignet sich ein längeres EKG oder notfalls ein Heim EKG. Generell sollte bei Herzerkrankungen ein Familienmitglied eine Einschulung in Wiederbelebung haben, sofern man das wünscht.

                        Wobei sich die bisherigen EKGs (sofern richtig interpretiert) nicht sehr gefährlich lesen. Wenn aber nur einmal eins gemacht wurde, ist das nicht gerade sehr aussagekräftig.

                        Es könnten sich aber auch die Herzgefäße akut verkrampft haben ( Verengungen der Herzkranzgefäße), das ist wieder was anderes, aber auch akut und gefährlich. Kommt zB bei Calciumkanalantagonisten vor.

                        Wenn es was mit dem Herz zu tun hätte würde ich am ehesten auf eine akute Verengung der Herzkranzgefäße tippen, ist halt die Frage wodurch ausgelöst, wenn nicht medikamentös indiziert. Ich kenne das eigentlich nur von Medi NW oder eben als Dauererkrankung bei diversen Erkrankungen. Akute Gefäßspasmen des Herzens sind aber durchaus denkbar und könnten eine Erklärung sein.
                        Zuletzt geändert von DHKW; 09.05.2019, 22:21.
                        Bitte keine PN oder nur in seltenen Fällen bei einer Frage die einen direkten Bezug zu einem Beitrag von mir hat, die nicht andere beantworten können. Danke.

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                          #13
                          Zitat von DHKW Beitrag anzeigen
                          Vorhofflimmern ist ein akuter medizinischer Notfall wenn er zu klinischen Symptomen führt. ...
                          Das ist Quatsch. Selbst wenn ein Synkope eintritt ist das kein Notfall.
                          Nicht zu verwechseln mit dem Kammerflimmern. Das endet ohne Intervention meist tödlich.

                          Bei extremem Vorhofflimmern reicht ein Schrittmacher (wenn man das sehr oft hat). Den Defibrillator braucht man beim Kammerflimmern

                          Dein Kollege aus dem KH hatte wohl Kammerflimmern.

                          Die anderen Dinge, die Du aufführst wären mit Schmerzen verbunden.
                          Zuletzt geändert von KlausB; 09.05.2019, 22:39.
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                            #14
                            Zitat von KlausB Beitrag anzeigen

                            Das ist Quatsch. Selbst wenn ein Synkope eintritt ist das kein Notfall.
                            Nicht zu verwechseln mit dem Kammerflimmern. Das endet meist tödlich.

                            Bei extremem Vorhofflimmern reicht ein Schrittmacher. Den Defibrillator braucht man beim Kammerflimmern
                            Genau das gleiche haben sie dem Mann auch erzählt, das Kammerflimmern kann dem Vorhofflimmern im übrigen folgen "könne man ja nicht im Vorfeld wissen" ... meinte dann der Kardiologe bei dem er zuerst war, im anderen KH. Wenn man bewusstlos wird, ist es immer ein Notfall, da das Hirn mit Sauerstoff unterversorgt wird und das Risiko eines Schlaganfalls oder Herzinfakts stark erhöht ist. Generell gilt, dass die Klinik (neurologische Symptome wie Lähmungserscheinungen usw) alleine schon einen Notfall darstellen. Natürlich ist hier nicht von einem leichten unwohlsein die Rede, sondern richtige klinische Beschwerden wie oben beschrieben. (Augen verdrehen, Lähmungserscheinungen usw).

                            Wenn man einen Schrittmacher verpflanzt, was im übrigen mehr oder weniger ein minimal invasiver Eingriff ist, kann man gleich die Defi Version mit dazu nehmen, das ist nämlich genau das gleiche Ding, nur etwa teuer. Der Defi ist im Schrittmacher integriert und geht auch nur an, wenn es notwendig ist. Das AKH Wien ist in dem Bereich übrigens sehr gut, da lag auch der Patient den ich meinte.
                            Bitte keine PN oder nur in seltenen Fällen bei einer Frage die einen direkten Bezug zu einem Beitrag von mir hat, die nicht andere beantworten können. Danke.

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                              #15
                              Im übrigen aus Wiki zu dem Thema:

                              • Zu schneller Puls (Tachykardie) im unbehandelten Zustand. Zwar schützt der AV-Knoten die Herzkammern in der Regel vor Pulsfrequenzen von über 200 pro Minute, aber auch die dann typischen Frequenzen von 100 bis 160 pro Minute sind für das Herz auf Dauer nicht ökonomisch und können bei disponierten Patienten innerhalb von Tagen bis Wochen zu einer ausgeprägten Herzmuskelschwäche mit Herzinsuffizienz (Tachykardiomyopathie) führen. Das echokardiographische Bild ähnelt einer dilatativen Kardiomyopathie (DCM)
                              PZT hat ja mehrfach von einem erhöhten Puls gesprochen und einen episodischen stau der Herzvene. Insofern würde ich das schon zeitnah, ordentlich, abklären lassen, denn im Vergleich zum MRT usw zieht das EKG ggf direkt eine Behandlungskonsequenz nach sich und kann eine deutliche klimische Besserung bewirken, da sich Rhytmusstörungen unterschiedlich auch auf andere Beschwerden wie die AD auswirken können, ohne dass man es merkt.

                              PS: Es gibt eine deutsche Herzstiftung, einfach kurz googeln, die sind sehr kompetent und antworteten früher, ka ob das noch so ist, auch kostenlos auf Anfragen, auch immer ein Prof mit jahrelanger Erfahrung. Da könnte man sicher nochmal nachfragen. Im AKh jedenfalls, so wie es der Arzt sagte, wird bei deutlich erhöhtem Puls immer der Defi verwendet, also der Prof machte das zumindest so, während bei rein zu niederen dieser nicht notwendig ist. Aber am besten bei einem guten Kardiologen das abklären lassen.

                              Wo wir schon beim Thema sind, reicht hier eigentlich ein 3 Kanal EKG um gröbere Anomalien zu erkennen? Ich meine ja nicht? Die Dinger sind nämlich günstig auf Ebay zu haben...
                              Zuletzt geändert von DHKW; 09.05.2019, 22:56.
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