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Myopathologie bei Mito/Muskelbiopsie

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    Myopathologie bei Mito/Muskelbiopsie

    Hier wie versprochen mal ein paar Informationen zu dem Thema, die ich herausgefunden habe.

    Das klassische lichtmikroskopische Zeichen einer mitochondrialen Myopathie wären natürlich ragged red fiber (RRF), die eine Proliferation bzw. Ansammlung von häufig abnormen Mitochondrien darstellen. Diese werden in der Trichrom-Färbung gesehen. Wenn die Ablagerungen noch nicht so umfassend sind, dass sie eine RRF darstellen, dann heißt es oft nur "in der Trichrom-Färbung subsarkolemmale Ablagerungen".
    RRF finden sich weit häufiger bei erwachsenen Patienten (insb. bei Patienten mit syndromatischer Präsentation) als bei Kindern; zum einen braucht es wohl eine gewisse Zeit, bis sich aus den elektronenmikroskopischem Veränderungen lichtmikroskopische Veränderungen entwickeln; zum anderen liegt das jedoch schlicht an der weit höheren Anzahl an nukleär codierten Atemkettendefekten bzw. Mitochondriopathien im Kindesalter.
    Viele der klassischen Syndrome im Erwachsenenalter sind dagegen in der Mehrheit der Fälle direktes Resultat einer Mutation der mitochondrialen DNA. Dazu zählen u.a. MELAS, CPEO, KSS.
    Eine weitere klassische Untersuchung bei Mito ist die COX- und SDH-Enzymhistochemie.
    In der Enzymhistochemie kann eine kompensatorische Proliferation der Mitochondrien auffallen, die sich als vermehrte SDH-Anfärbung darstellt. Häufiger kommt es zu COX-negativen Muskelfasern, also Muskelfasern, die sich in der COX-Reakion nicht anfärben.
    Auch in der Enzymhistochemie gilt (wie generell für Auffälligkeiten in der Muskelbiopsie gilt): i.d.R. sind insb. die (recht mito-spezifischen) Auffälligkeiten bei primären mtDNA-Defekten größer, während es bei den nukleär codierten Mitochondriopathien nicht selten ist in der Histochemie völlige oder weitgehende Normalbefunde zu erhalten, selbst wenn in den biochemischen Analyse (Bestimmung der Aktivitäten der einzelnen Atemkomplexe) ein deutlicher Befund erhoben werden kann; Normalbefunde schließen aber auch hier keine Mito aus.
    Der Komplex-I-Mangel infolge einer Kern-DNA-Mutation führt bspw. nie zu RRF, und auch die Enzymhistochemie ist oft weitgehend normal, ggf. bis auf wenige COX-negative Fasern.
    Die Elektronenmikroskopie kann in diesen Fällen wertvolle Hinweise liefern, da auf der ultrastrukturellen Ebene Veränderungen der Mitochondrien früher zu sehen sind. Allerdings sind diese recht unspezifisch, da sie auch bei anderen Erkrankungen zu finden sein können, so dass an dem elektronenmikroskopischen Befund alleine keine Mito diagnostiziert werden kann.
    Umgekehrt können die beschriebenen mitochondriale Veränderungen alle bis zu einem gewissen Grad bei anderen neuromuskulären Erkrankungen auftreten (insb. bei bestimmten Myositiden und anderen Myopathie-Formen) oder bei muskelgesunden älteren Patienten/Menschen auftreten.

    Typische myopathische Veränderungen (sprich: Zentralisierung der Kerne, Fasernekrosen, Vermehrung des Bindegewebes, deutliche Faserkaliberschwankungen mit sowohl atrophen, normalen wie hypertrophen Muskelfasern....) in der Lichtmikroskopie fehlen im Übrigen häufig oder sind, wenn sie (zum Teil) vorhanden sind, nur gering-mäßig ausgeprägt.
    Von den mypopathischen Kriterien findet sich noch am häufigsten eine leichte-mäßige Kalibervarianz; häufiger wurde auch von einer Typ1-Prädominanz berichtet, zum Teil in Kombination mit einer Typ2-Atrophie, wobei auch variable Kombinationen von Prädominanz- und Atrophie-Typen möglich sind. Atrophe, anguläre Fasern, wie sie sonst eher bei neurogener Atrophie zu finden sind, sind ebenfalls möglich.
    Weitere Veränderungen können meist gering vermehrte Glykogen- und/oder Lipidspeicherung darstellen.

    Das Ausmaß der histochemischen Veränderungen korreliert im Übrigen nicht zwangsläufig mit der klinischen Ausprägung der Myopathie, auch nicht der Multisystemerkrankung, falls vorhanden.

    Praktisch heißt das, dass in einem entsprechenden klinischen Kontext und bei starker Verdachtsdiagnose eine (weitgehend) normale MB eine Mito nicht ausschließt, insb. wenn keine elektronenmikroskopischen und biochemischen Analysen nach einem Normalbefund in der Histologie und und Enzymhistochemie durchgeführt wurden.
    Die MB muss also auch und gerade bei der Mito immer im Kontext der Klinik und anderen Befunden interpretiert werden.
    Das mal so als grobe, allgemeine Einleitung.

    Wer mehr wissen will (und das sollte man imho gerade als Mito-Patient bzw. als jemand, bei dem der V.a. Mito besteht), im Folgenden eine Auswahl an Links, tlw. mit Auszügen daraus.

    Myopathology of adult and pediatric mitochondrial disease

    "...RRF are seen in syndromic presentations of defects in mitochondrial protein synthesis (mtDNA rearrangements and point mutations), being more prevalent in MELAS, MERRF, KSS, and less frequently in CPEO [7,12]. RRF are usually absent in patients with syndromic presentations of defects in mitochondrial protein coding genes (LHON, NARP), however, few RRF may be seen in myopathic forms with isolated defects of CI, CIII and CIV due to mutations in mtDNA genes encoding ND subunits, cytochrome b, and COX subunits respectively [7]. In patients with mutations in nDNA genes encoding subunits or ancillary proteins of the RC, RRF are usually absent...

    Muscle biopsy may appear histologically normal, e.g., in patients with CI deficiency due to recessive mutations in nuclear-encoded subunits, in patients with mild RC defects, or early on in the disease course. Even in cases with heteroplasmic mtDNA mutations, there may be little abnormality apart from the presence of canonical features. Myopathic changes such as increased fibre-size variation and internal nucleation when present are typically of mild-to-moderate severity. Inflammation is absent, and necrosis and regeneration are not seen, except in mitochondrial myopathies presenting with rhabdomyolysis. Rhabdomyolysis has been associated with mutations in CoQ2, mtDNA encoded CIV subunit genes (MT-CO1, MT-CO2, MT-CO3), and tRNA genes (MTT1, MT-TL1 m.3243 A > G MELAS mutation) [109–120]. Even late in the disease course, overtly dystrophic features with necrosis, fibrosis and fatty infiltration are not seen, with the exception of TK2-related myopathic form of mtDNA depletion syndrome [121,122]. Variable slow/type I fibre predominance and fast/type II atrophy may be present..."

    Relationship of primary mitochondrial resp. chain dysfunction to fiber abnormalities in skeletal muscle

    "...Proliferation of type 1 fibers may reflect a muscle compensatory response to decreased energy Enns et al. 344 production in an underlying respiratory chain disorder. Because type 1 fibers normally contain a higher proportion of mitochondria than type 2 fibers, T1FP would result in an increase in tissue mitochondria and therefore a potentially greater capacity for energy production (19)..."

    The diagnostic yield of muscle biopsy in patients with clinical evidence of mitochondrial cytopathy


    Mitochondrial myppathies and the role of pathologist in the molecular era


    Skeletal muscle pathology in mitochondrial disease


    Quantification of musle abnormalities in 18 patients with mitochondrial disease


    Histopathology in OXPHOS disorders (Beispiele von Muskelbiopsie-Resultaten von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Atemkettendefekten, sowohl mit klassischem Syndrom wie ohne)
    Mitochondrial diseases are often hard to diagnose. From the time they were first researched without animal models, patients of mitochondrial diseases were of equal interest to both clinical and basic scientists. With the new research done, this book includes updates on the normal structure, function, and molecular biology of the mitochondrial respiratory chain, information on traditional diagnostical methodologies, and an overview of the diagnostic promise of new technologies. The hypermetabolism of Luft disease, although only seen twice, is also studied. There are critical reviews of symptoms and signs associated with syndromes, as well as updates on the genetic defects of either the mitochondrial or the nuclear genome responsible for many disorders.



    "...the histopathological abnormalities may be very distinctive in mitochondrial diseases. Generally, however,the findings in mitochondrial diseases associated with nDNA defects are bland or nonspecific. Often there is evidence of mild type 2 myofiber atrophy, with no other distinguishing characteristics. RRF are absent with nDNA defects except when the nDNA defects disturbs of the integrity of the mDNA genome...


    Allgemeines zur Myopathologie, nicht auf Mito spezialisiert, um MB-Befunde besser verstehen zu können:
    Childhood neuromuscular disorders differ from adult diseases and require much experience to evaluate. However, most neurologists trained in EMG have little experience evaluating children or infants. This book, written by a stellar list of world-class experts in paediatric neuromuscular diseases, provides clinicians with the knowledge they need to successfully diagnose and treat their paediatric patients.Only paediatric neuromuscular disease book available Provides exposure to the experience and knowledge of world authorities Discusses the entire range of paediatric neuromuscular disorders


    Museie biopsy is a long-established technique in clinical practice having been introduced by Duchenne in 1868 (Arch. Gen. Med. , 11, 5-179). However, the needle method used by Duchenne was not generally adopted, although Shank and Hoagland described a similar technique in 1943 (Science, 98, 592), and open muscle biopsy has for long been preferred in clinical practice, even with the advent of newer needle biopsy methods (Bergstrom, 1962, Scand. J. Clin. Lab. Invest. , 14, Suppl. 68, 1-110). The development of enzyme histochemical techniques has contributed greatly to knowledge of muscle pathology. More recently electron microscopy and immunocytochemistry have also been applied to clinical diagnosis of neuromuscular disease. This book is intended to serve as a practical guide in muscle pathology, particularly for histopathologists, and for those in training. As enzyme histochemistry has become more widely available, formalin-fixed methods have become less frequently used in muscle biopsy work. In this new edition of Muscle Biopsy Pathology we have taken account of the advances in classification and histological technique, and in knowledge of neuromuscular diseases, that have emerged since the first editionwas published in 1984. We hope that this book will continue to be used as a practical guide in the diagnosis and understanding of these disorders. 1. Introduction 1. 1 Generalfeatures of muscle The differentiation of musde into red and white types is a feature of all vertebrates and, indeed, of chordates.


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    Zuletzt geändert von pelztier86; 26.01.2019, 16:09.

    #2
    Ich habe noch einiges mehr gefunden, aber ich denke, das reicht erst einmal für Leute, die sich gerade erst in das Thema einarbeiten.

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      #3
      Wäre noch interessant, wenn du die - die auch bei dir relevanten Studien - zu den Triggern bzw bisherigen Behandlungen bei Mitos zusammenfasst, sofern du meinst, das würde helfen. Denn es gibt hierzu, bei genetisch diagnostizierten, Einzelfälle mit extrem guten Erfolgen, hatte wegen der Affektion der Mitos bei MNE dbzgl mal recherchiert, nur finde ich das PDF nicht mehr bzw habe es nicht mehr und es ist auch recht komplex und je Gendefekt individuell. Ich denke das önnte dir, sofern ne Mito vorliegt, direkt was bringen, neben der Keta. Und die MNE (Beteiligung) ist die sicher ausgeschlossen? Hattest du mal ein MEP? Weil da gehts auch Richtung Apoptose, Neuroregeneration usw. insb auch bei deinem letzten MRT Befund.
      Zuletzt geändert von letzte Frage; 26.01.2019, 16:20.

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        #4
        Und die MNE (Beteiligung) ist die sicher ausgeschlossen
        Nein - wie soll man diese auch ausschließen?
        Abgesehen davon ist zumindest auf der Bahn des 1. MN etwas nicht in Ordnung....sonst hätte ich ja keine Spastik.

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          #5
          Kann man den Faden mal antaggen? Das geht in anderen Foren auch....
          und es wäre schade, wenn ich mir die Mühe schon gemacht habe, wenn der Faden untergeht, wenn er nicht mehr aktuell ist...

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            #6
            Noch vergessen (kann den ersten Beitrag leider aufgrund der Zeichenbegrenzung nicht mehr erweitern):



            "...Unfortunately, most patients with mitochondrial diseases do not show any of the above characteristic muscle changes. Enzymology and molecular genetic studies are often required to establish a definite diagnosis of mitochondrial diseases ..."

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              #7
              Ich habe gerade gemerkt, dass da einige Links nicht funktionieren.
              Das liegt wohl daran, dass einige in ihrer full-text-Form nur als PDF zum Downloaden vorlagen, und der Link dazu zeitlich begrenzt ist oder nur auf dem jeweiligen System funktioniert.
              Da ich aber i.d.R. die Titel der Artikel benannt habe, lässt sich die pdf-full-text-Form einfach über das Eingeben des Titels in google finden.

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                #8
                PZT hattest du mal ein PET und oder ein MR Spektroskopie: https://www.uniklinikum-dresden.de/d...-spektroskopie
                Nein, hatte ich nicht.
                Ich wollte mal eine MR-Spektroskopie machen lassen, da sie ein diagnostisches Hilfsmittel bei Mito sein kann. Aber an diese zu kommen gestaltete sich auch mal wieder sehr schwierig, obwohl sie in der Neuororadiologie der Uniklinik durchgeführt wird, allerdings normalerweise bei Kindern.

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                  #9
                  Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                  Nein, hatte ich nicht.
                  Ich wollte mal eine MR-Spektroskopie machen lassen, da sie ein diagnostisches Hilfsmittel bei Mito sein kann. Aber an diese zu kommen gestaltete sich auch mal wieder sehr schwierig, obwohl sie in der Neuororadiologie der Uniklinik durchgeführt wird, allerdings normalerweise bei Kindern.
                  Hast du den Rest gelesen? Die Prof schaut sich mal meine Bilder an die führend bei uns ist, das PS hab ich ihr aber noch nicht geschickt. Bzgl des MRS frag ich mal ganz unverbindlich.

                  Bzgl PET, hattest du das mal? Kennst du den Diagnostischen Unterscheid, mal abgesehen vom Zuckerstoffwechsel, also rein von Apoptose/ Nekrose? Müsste man ja in beiden gleich sehen?

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                    #10
                    Also um nochmal auf die Frage der Beteiligung des 2 MN hin zu kommen, das interessiert mich nämlich auch. Ich hab mal gelesen, dass man durch MRT Bildgebung eine signifikante involvierung sehen kann, nur weiß ich nicht mehr wie genau das zu verstehen war, da ich den Artikel nicht finde.
                    Wüsste nicht, wie man eine Beteiligung des 2. MN bildgebungstechnisch sicher darstellen soll.
                    Eine relevante Beteiligung des 1. MN dagegen ist oft darstellbar, insb. wenn sie die cerebrale Pyramidenbahn umfasst.
                    Natürlich kann man mit einer entsprechenden Auflösung und Sequenzen die Hirnnerven (also die Axone der Hirnnervenkerne, die eigentlichen unteren/zweiten Motoneuronen im Hirnbereich) evaluieren, und dabei Entzündungen erkennen. Aber das war`s, denke ich. Die Vorderhörner bzw. die Neurone des 2.MN im Rückemmark sind in Bezug auf MN-Pathologie m.E. nicht wirklich sensitiv evaluierbar. Man sieht vermutlich in fortgeschrittenen Stadien eine Atrophie der Vorderhörner, aber dann ist es auch klinisch bzw. ansonsten eindeutig, dass es sich um eine MNE handelt.
                    Zuletzt geändert von pelztier86; 31.01.2019, 15:57.

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                      #11
                      Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                      Wüsste nicht, wie man eine Beteiligung des 2. MN bildgebungstechnisch sicher darstellen soll.
                      Eine relevante Beteiligung des 1. MN dagegen ist oft darstellbar, insb. wenn sie die cerebrale Pyramidenbahn umfasst.
                      Natürlich kann man mit einer entsprechenden Auflösung und Sequenzen die Hirnnerven (also die Axone der Hirnnervenkerne, die eigentlichen unteren/zweiten Motoneuronen im Hirnbereich) evaluieren, und dabei Entzündungen erkennen. Aber das war`s, denke ich. Die Vorderhörner bzw. die Neurone des 2.MN im Rückemmark sind in Bezug auf MN-Pathologie m.E. nicht wirklich evaluierbar. Man sieht vermutlich in fortgeschrittenen Stadien eine Atrophie der Vorderhörner, aber dann ist es auch klinisch bzw. ansonsten eindeutig, dass es sich um eine MNE handelt.
                      Also die Prof hat mir zurück geschrieben, im Fortgeschrittenen Stadium sieht man Veränderungen, wie genau diese dargestellt werden hat sie zwar nicht gesagt, aber ich soll ihr mal die Bilder schicken und sie schaut sie sich an...

                      Wie soll es klinisch eindeutig sein, ob es sich zB um ein MNE oder eine ALS Mimic handeln, wenn das 1 MN nicht involviert ist. Da hat man doch nur ne PNA, also chronisch progrediente Muskelatrophie, woher die kommt, ob nun vom 2 MN oder nicht, lässt sich doch klinisch nicht feststellen...?

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                        #12
                        Wie soll es klinisch eindeutig sein, ob es sich zB um ein MNE oder eine ALS Mimic handeln, wenn das 1 MN nicht involviert ist.
                        Ich habe bewusst geschrieben, dass es dann ohnehin klinisch bzw. ansonsten eindeutig ist, dass es sich um eine MNE handelt.
                        Ich schrieb nichts von ALS.

                        Also die Prof hat mir zurück geschrieben, im Fortgeschrittenen Stadium sieht man Veränderungen, wie genau diese dargestellt werden hat sie zwar nicht gesagt, aber ich soll ihr mal die Bilder schicken und sie schaut sie sich an...
                        Naja, vermutlich, was ich sagte.

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                          #13
                          Aber rein logisch betrachtet lässt sich ja der Hirnstoffwechsel im Gehirn mittels PET darstellen, müsste dann doch auch bei den MN gehen, die benötigen ja ebenso Energie. Wäre die frage inwiefern der chonilerge Stoffwechsel bei den MN eine Rolle spielt und ob es da verlässliche Ref Daten gibt, daran wirds wohl scheitern. Bei Parkinson, Alzheimer usw sieht man ja zB im pet vor der Klinik schon erste spezifische Veränderungen. Eine Apoptose der MN geht ja auch mit verminderten Stoffwechsel dieser, in Aktion, einher...

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                            #14
                            Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                            Ich habe bewusst geschrieben, dass es dann ohnehin klinisch bzw. ansonsten eindeutig ist, dass es sich um eine MNE handelt.
                            Ich schrieb nichts von ALS.


                            Naja, vermutlich, was ich sagte.
                            Ja aber auch klinisch, wie willst du klinisch eine MNE diagnostizieren? Es gibt genug klinische Fehldiagnosen, die erst post mortem, also beim sezieren der MN festgestellt wurden, dass die MN gar nichts hatten. Einzig ne ALS lässt sich bei deutlichem Befall des 1 MN und des 2 MN klinisch relativ sicher diagnostizieren. Eine MNE des reines 2 MN ist da doch ne ganz andere Sache. Da siehst du klinisch Atrophien und Faszis. Mehr nicht. Mehr ist da einfach nicht, ggf noch typische ANzeichen einer akuten und chronischen Denervierung im EMG, und das nicht bei allen und ist nicht 100% Spezifisch.

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                              #15
                              Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                              Naja, vermutlich, was ich sagte.
                              Weiß ich nicht, es gibt da 2 Herangehensweisen, die "evidentere" ist bei MNE/ALS spezifischen Veränderungen im Hirn zu suchen, (spezifische Atrophien) dazu forscht ULM. Von ULM habe ich jetzt nichts gelesen, dass sie direkt die MN darstellen bzw das Vorderhorn, aber ich habe eben auch den Verdacht, dass man da eine Atrophie sehen könnte.

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