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Beatmungsprobleme

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    Beatmungsprobleme

    Hallo,lb.Forumleser.Ich bin beeindruckt von der Vielfalt der Themen u.Tipps dieser Seiten.Vielleicht bekomme ich ja hier auch einen Rat: Seit genau einer Woche praktiziere ich die Heimbeatmung in der Nacht für 6-8 Std. über Nasenmaske. 1. Problem - da ich sowieso sehr druckempfindlich bin, habe ich bereits nach diesen wenigen Tagen starke Druckstellen an der Stirn, neben und unter der Nase. 2. - sobald ich entspannt bin, "flattern" die Lippen auf, ich kann den Mund nicht geschlossem halten; fixieren mit Kinnbinde brachte nichts außer Quetschen u. noch mehr Schmerz. Nun lasse ich den Mund komplett zubinden, nur so ist er dicht. Aber ich gerate damit total in Panik !! - Eine Vollmaske möchte ich nicht, ich denke, man ist damit ähnlich abgeschottet u. Seitenlage soll damit sehr schwierig sein (?) - 3. Ist es normal, dass mir das Kondenswasser innerhalb der Maske in die Nase läuft ?
    Ach, ich hätte noch x Fragen, aber so habe ich mal den Anfang gemacht. Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
    Ich grüße alle, Annette.

    #2
    Hallo Annette,

    wurde deine Beatmungsmaske denn für dein Gesicht angepasst, oder hast Du nur eine Standart- Atemmaske bekommen?

    So, wie Du die Problematik beschreibst, scheint deine Maske nicht angepasst zu sein. Bei einer angepassten Maske wird ein Silikon- Abdruck deines Gesichts als Grundlage der Maske verwendet. Solche angepassten Atemmasken verhindern in der Regel genau das, was Dir gerade passiert, Druckstellen. Mit den Druckstellen ist nicht zu spaßen. Die können bei weiterer Anwendung der Standart- Atemmaske ganz schnell wund werden und erhebliche Entzündungen im Gesicht produzieren.

    Vielleicht machst Du sicherheitshalber ein Foto von den Druckstellen und zeigst dies deinem Arzt. Der muss eine individuelle Maskenanpassung bei der Krankenkasse begründen.
    Ebenso kannst Du dich bei den Herstellern von Atemgeräten erkundigen, ob sie eine Maskenanpassung vornehmen.

    Liebe Grüße
    Guido

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      #3
      Hallo Guido, herzlichen Dank für deine Antwort. Eine angepaßte Maske wurde bereits vom beh.Arzt der Fachklinik als zu teuer u. unnötig erachtet ("man muß sie nur richtig aufsetzen") Ich hatte aber bei der Eingewöhnung in der Klinik schon Druckstellen und wie bereits erwähnt auch das Problem des Mundschlusses. Nun hätte ich natürlich gerne schnellstens eine ange-
      paßte Nasenmaske und werde sie erkämpfen ! Aber was mache ich bis dahin?
      Gruß, Annette

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        #4
        Hallo Anette,

        tja, da weiß ich jetzt leider auch nicht weiter. Ich denke, im ALS- Forum würdest Du vielleicht noch ein paar Tips bekommen. Die kennen sich häufig gut mit Beatmung aus. Vielleicht kennen die noch einige Tricks, wie Du die Standart- Maske improvisorisch besser anwenden kannst. Überhaupt können dir die Leute im ALS- Forum sicher noch ein paar Tips bezüglich der Anschaffung einer angepassten Maske geben. Also schreibe deine Frage vielleicht nochmal ins Als- Forum.

        Was die Arzt- Aussage angeht, da solltest Du eventuell nochmal in einer anderen Beatumgs- Fachklinik nachfragen. Es gibt bundesweit diverse Atem- Fachkliniken. Und der Ober- Atem- Fachexperte, den ich mal dazu habe reden hören, der hatte bezüglich solcher Aussagen, wie Du sie ertragen musstest, wenig Verständnis.
        Ich weiß jetzt nicht dein Wohnort, deshalb kann ich Dir leider keine Klinik- Adresse schreiben. Aber Du kannst auch die DGM in Freiburg anrufen und nach einer passenden Atem- Fachklinik fragen: 07665 / 94470.

        Hier im Forum kannst Du über die Suchfunktion oben auch mal den Begriff Beatumg eingeben und schauen, was so dazu geschrieben wurde.

        Liebe Grüße
        Guido

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          #5
          Hallo Anette,

          meine Mama hatte ALS und zur Beatmung eine Vollmaske. Diese wurde gleich verordnet, weil bei ihr auch das Problem mit dem Mundschluß bestand. Die Seitenlage war mit einem dicken Daunenkissen überhaupt kein Problem. Um Druckstellen vorzubeugen haben wir den Rand der Maske mit Bepanthen eingesalbt. Dazu muss ich sagen, dass es eine Standartmaske war und keine angepaßte.

          Bei deinen beschriebenen Problemen sollte auf jedenfall eine Vollmaske die bessere Wahl sein. Allein die Problematik mit dem Mundschluß rechtfertigt dies.


          Liebe Grüße
          Alex

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            #6
            Beatmungsprobleme

            Hallo Annette!
            Ich habe zwar eine andere Erkrankung die HMSN,habe aber auch eine Heimbeatmung.
            Eine Frage.Bist Du nicht in einer Klinik auf Dein Gerät mit Maske angepasst worden?
            Das mit den Lippen flattern,habe ich wenn ich gegen das Gerät atme.Das heißt die Luft wird ja durch die Nase in Dir reingepustet.Wenn ich aber in dem Moment wo die Luft kommt
            falsch atme gibt es einen Gegendruck.Und dadurch entsteht dieses Lippen
            flattern bei mir.Oder aber wenn die Maske sich mal verschieben sollte im Schlaf habe ich das gleiche Problem.
            Druckstellen hatte ich anfangs auch häufig,vor allen an der Stirn.Da habe ich mir etwas gepolstert mit Watte und Pflaster darüber,ich habe keine Beschwerden mehr.Rund um die Maske mache ich mir etwas Salbe oder Creme,hilft mir auch.
            Du darfst die Maske nicht zu stramm ziehen dadurch entstehen diese Druckstellen.
            Wenn das nicht klappt würde ich Dir raten nochmal einen Arzt aufzusuchen,der Dich darauf angepasst hat.
            Hoffe ich kann Dir vielleicht ein wenig helfen.
            Liebe Grüße Helga

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              #7
              Danke an alle, die mir bisher geanwortet haben, vor allem für die Tipps. - Bei der Eingewöhnung
              an das Atemgerät wurde mir schon in der Fachklinik der Mund zugebunden gegen das Lippen-
              flattern, eine (angepaßte) Vollmaske scheint Sinn zu machen, jedoch bleibt die Panik, voll-
              kommen "abgedichtet" zu sein.
              Momentan lese ich alles, was ich zum Thema finden kann ( ganz schön viel) Auch hier noch-
              mals danke für die Hinweise.
              Gruß Annette

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                #8
                Hallo Annette,

                ich war leider eine Weile nicht hier im Forum.

                Ich selbst muss mich seit drei Jahren beatmen (8-10 h/Tag) und hatte mit der Standard-Maske auch immer Druckstellen.
                Schon in der Klinik wurde versucht den Druckstellen mit einem besonderen Pflaster vorzubeugen. Dieses polsterte etwas ab. Allerdings sollte ich das Pflaster oft dran lassen, da es auch nicht billig ist ... geholfen hat es auch nur wenig, die Haut wird immer gereizt ... Bepanthen-Salbe nutzte ich zusätzlich, damit die Rötungen tagsüber halbwegs zurück gingen ... Sobald ich die Maske etwas lockerer hatte, kam Luft aus verschiedenen Stellen an der Seite oder so heraus, was mir dann auch sehr unangenehm war.
                Abgesehen von den Schmerzen der Druckstellen fühlte ich mich aber auch zusätzlich "entstellt". Wenn man immer angesehen wird, weil man den Rolli benutzen muss ..... daran kann und "muss" man sich mit der Zeit gewöhnen, aber bei zusätzlichen Druckstellen im Gesicht bin ich anderer Meinung. Zumal diese Druckstellen durch eine angepasste Maske wirklich zu verhindern sind.
                Ich habe mir das Rezept für eine "Individualmaske" einfach von meiner Hausärztin ausstellen lassen und allen entgegen eingestellten Meinungen "getrotzt". Denn selbst die Firma, die die Maske herstellt und auch die Standard-Masken vertreibt, war nicht unbedingt dafür, weil die Kasse das "GANZ SICHER" aus Kostengründen ablehnen würde ...
                Sie hat es abgelehnt. Danach legte ich Widerspruch ein und legte Fotos - die ich mir gleich nach dem Absetzen der Standard-Maske von mir machen lies - dem Widerspruch bei. Danach bekam ich die Kostenübernahme von der KK.
                Mit der Individualmaske habe ich keine Druckstellen mehr ! Morgens eine leichte Rötung und man sieht noch etwas den Abdruck der Bänder, aber das geht schnell wieder weg.
                Selbst bei einer Beatmung über den ganzen Tag (bei Erkältung z.B.), stellen sich keine Druckstellen mehr bei mir ein.

                Ich habe eine Nasenmake und hätte wohl mit einer Vollmaske ähnliche Probleme. Zumindest bilde ich es mir so ein.
                Allerdings die Vorstellung, dass man mir den Mund zubindet, lässt dann sofort Panik in mir aufkommen. Was ist, wenn du dich verschluckst oder ähnliches ?
                Ich habe z.B. hohen Speichelfluss, wenn ich schlafe und könnte mir vorstellen, dass der Speichel bei einer Vollmaske dann noch in die Maske laufen kann ....
                Und auch so könnte man die Vollmaske sicher schneller entfernen oder zumindest etwas anheben ...
                Ich stelle mir vor, mit zugebundenen Mund, wäre ich erst recht vollkommen "abgedichtet" ...
                Vielleicht würde es dir helfen, wenn du eine Vollmaske einfach erst einmal tagsüber testest ?
                Eine schwere Entscheidung, die man nur allein mit sich ausmachen kann, aber vielleicht helfen dir meine Überlegungen?
                Herzliche Grüße,
                Daniela alias Zwara.

                central core disease, 41 Jahre

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                  #9
                  Hallo Daniela, hallo an Alle!
                  Leider kann ich mich erst heute wieder melden. Danke Daniela für Deine Antwort, auch, daß du auf meine Panik beim Zugebundensein eingegangen bist. Zwischenzeitlich konnte ich verschiedene (Standart-) Vollmasken aufprobieren - das gleiche ungute Gefühl... Auch eine angepaßte Vollmaske würde das nicht ändern. Der Facharzt meinte, eine Vollmaske wäre auch sowieso zu schwer für mein Gesicht. (?) Nun habe ich seit vier Tagen eine indiv. angepaßte Nasenmaske, zunächst ein "Provisorium" - und habe das Gefühl, jemand steht mit einem Stiefelabsatz auf meiner Nase !... Ich habe noch nie solche Schmerzen gehabt, der Nasenrücken wird in Kürze offen sein...Und jetzt weiß ich auch, was du meinst wenn du von "Anstarren" sprichst! Rot-blaue Dellen, verquollen, schiefe Nase, rote Flecken, Striemen...
                  Sehr chic ! Weil das alles so nicht geht, wird nun doch eine Firma mit der Herstellung einer Maske beauftragt.
                  Positiv an meinem Provisorium ist, daß das Lippenflattern nicht mehr so stark ist, ein Zubinden des Mundes ist nicht unbedingt nötig, wenn meine Werte so gut bleiben. Also habe ich Hoffnung auf wieder bessere Nächte.

                  Eine Frage noch an alle Nasenmasken-Träger: wurde eure indivi. Nasenmaske im Liegen oder Sitzen angepasst ? M.E. sind die Gesichtszüge liegend ganz anders. Oder?
                  Liebe Grüße, Annette

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