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Genehmigung einer med. Reha der DRV trotz unbefr. EU-Rente

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    #16
    Hallo Steffi,
    es ist Quatsch, dass man alle 4 Jahre nur zur Reha kann. Es geht um die Notwendigkeit, und das kann auch heißen, das man mehrmals in einem Jahr zur Reha muss /darf. Also lass die da nichts von der Krankenkasse einreden. Die KK will nicht zahlen und versuchen dich auch durch solche Anrufe unter Druck zu setzen. Bei mir hat die KK angerufen und versucht mich zum Rückzug eines Widerspruches zu "überzeugen". Das habe ich nicht, und jetzt meine Dauergenehmigung für KG durch bekommen. Ob die Drohung auch zu klagen sie zum Einknicken gebracht hat, weiß ich natürlich nicht.
    Dat dir die DGM keine "knallharten Fakten" genannt? Vielleicht solltest du noch in Freiburg nachfragen.
    Meine erste Reha hatte ich letztes Jahr in der Klinik Hoher Meissner und die habe ich gleich durchbekommen. Nächstes Jahr will ich wieder hin. Mir wurde auch schon beim Abschlussgespräch gleich gesagt, dass man Widerspruch einlegen muss und sich nicht davon abbringen lassen soll.
    Meiner Meinung nach ist eine ambulante Rehamaßnahme nicht mit einer stationären Reha zu vergleichen. Dort kannst du dich voll auf dich und deine Krankheit konzentrieren und, ganz wichtig, hast ganz viele andere Patienten, mit denen man sich austauschen kann! Es war auch immer sehr lustig. Das hast du nur bei einer stationären. Was mir besonders gut tat war, einmal aus allem raus zu sein und sich nicht noch um Haushalt und Kindererziehung kümmern zu müssen (natürlich hat mir meine Familie gefehlt) sondern jeden Tag das Bett gemacht zu bekommen, geputzt wurde und ich mich an den Tisch setzen konnte ohne vorher in der Küche zu stehen. Das sind alles Kleinigkeiten, aber die sind auch wichtig. Ich weiß nicht, ob eine statioäre Reha dir auch all die Angebote machen kann wie eine Klinik: dort gab es, neben Physio- und Ergotherapie (Einzel und Gruppe), z.B. Wassergymnastik für Muskelkranke, Wannenbäder, Infrarotkabine, Gespräche, Massage, Fango und und und.
    Lasse dich nicht von der KK abbringen!
    Liebe Grüße
    Frauke

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      #17
      Hallo Frauke,
      vielen Dank, dass Du gleich geantwortet hast!
      Ich habe bereits nach Freiburg eine E-Mail geschrieben, mit der Bitte, mir ein paar Argumentationsbausteine bei einer Formulierung des Einspruches bei Ablehnung zukommen zu lassen, also denke ich mal, das die mir schon ein paar klare Fakten und Argumente schreiben werden.
      Bisher hatte ich noch gar nicht mit Freiburg korrespondiert.
      Mit der Person, mit der ich telefonisch gesprochen habe, war vom Landesverband Sachsen der DGM. Diese Frau macht das ehrenamtlich in einem sogenannten
      "Muskelstammtisch Leipzig", hat aber sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet (persönliche und auch anderer PROMM-Erkrankter, die sie durch ihre ehrenamtliche
      Tätigkeit kennt).
      Aber irgendwie musst Du mich etwas falsch verstanden haben, denn Du schreibst "ob eine stationäre Reha dir auch all die Angebote machen kann wie eine
      Klinik". Was ich beantragt habe, ist eine so genannte stationäre Rehabilitation und das bedeutet Klinikaufenthalt und ich wollte auch Klinik Hoher Meißner in
      Bad Sooden-Allendorf beantragen, aber die haben mich gar nicht so weit kommen lassen und außerdem weiss ich auch nicht ob diese Klinik mit meiner KK
      Vertrag hat. Aber wenn es eine Klinik wäre, die auch in der Behandlung von PROMM versiert wäre, wie auch z.B. die Klinik in Höxter, würde ich das auch
      akzeptieren. Was die ambulante Behandlung angeht, so reicht die mir eben nicht, deshalb wollte ich ja zur stationären Reha und deshalb muss ich nun in Einspruch gehen. Auch die psychische Argumentation hatte ich schon bei meinem vorbereiteten Schriftstück für die KK mit reingeschrieben, aber dieses Schreiben haben sie rundweg abgelehnt.
      Ich war vor vier Jahren schon einmal zur stationären Rehabilitation in der Kiliani-Klinik in Bad Windsheim wegen der PROMM-Erkrankung, auch nicht gerade die beste Wahl.
      Aber das konnte ich mir damals nicht aussuchen. Ich bin zu der Zeit von der BfA aufgefordert worden, im Interesse der Erhaltung meiner Arbeitsfähigkeit, eine Reha in dieser Klinik anzutreten und ich muss sagen, damals war das gar nicht so schlecht und ich habe es auch sehr gut vertragen, hatte aber längst nicht so viele Therapieangebote wie die Klinik Hoher Meißner. Mit dem heutigen Wissensstand, würde ich natürlich versuchen eine bessere Klinik zu bekommen. Das blöde ist wie gesagt bloss immer, dass man nich weiss, mit welchen Kliniken die jeweiligen Krankenkassen Vertrag haben und wenn sie keinen Vertrag mit denen haben, hat man schlechte Karten. Aber ich werden auf jeden Fall dranbleiben und alles versuchen doch noch die stationäre Reha zu bekommen.
      Wenn alle Stränge reissen, dann eben erst in einem halben Jahr wieder, nach einer gewissen Zeit ambulanter Krankengymnastik.
      Wir werden sehen!
      Aber wo man vielleicht konkrete Fakten oder Gesetzmäßigkeiten nachlesen kann, an die sich auch die KK halten muss, weisst Du wohl auch nicht?
      Na vielleicht kann mir Freiburg da weiterhelfen!
      Liebe Grusse
      Steffi

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        #18
        Hallo Steffi,

        ich habe mich verschrieben, ich meinet natürlich, dass eine ambulante Reha nicht so viel kann wie eine stationäre Reha (Klinik).

        Ich habe DM1 und kam mir in der Klinik Hoher Meißner sehr gut aufgehoben vor. Ich weiß allerdings nicht, wie sehr sich die Behandlung von DM1 und PROMM unterscheidet. Vielleicht kann dir da auch die Diagnosegruppe Myotone Dystrophie in der DGM weiterhelfen, die sind für bei Formen da.

        Ich hatte nach der Reha wirklich mehr Kraft als vorher und auch die Ausdauer war besser. Das ist leider meiner Meinung nach alles wieder weg. Ich habe zwei mal wöchentlich Physiotherapie ohne die es noch schlechter wäre, die aber nicht das schaffen kann, was eine Klinik leisten kann: tägliche KG!

        Ich bin mir nicht sicher, ob es eine Rolle spielt, mit welchen Kliniken deine Kasse einen Vertrag hat. Ich bin in einer BKK und es gab keine Probleme mit Bad Sooden-Allendorf. Hast du mit den Kliniken schon mal direkt gesprochen? ich hatte damals dem Antrag der Krankenkasse einen einseitigen Verlauf bzw. Status beigelegt (alles aufgeführt was ich nicht mehr kann und nicht was ich gerade noch kann aufgelistet) und als letzten Satz folgendes geschrieben:

        "Aus all diesem Gründen und dem dringenden Rat des Neuromuskulären Zentrums Rhein-Main in Darmstadt ist eine stationäre Reha-Maßnahme in einer auf diese Krankheit spezialisierten Klinik wie der Reha-Klinik Hoher Meißner in Bad Sooden-Allendorf , Hardtstraße 36, 37242 Bad Sooden-Allendorf (Telefon 05652 55-0) außerordentlich wichtig für mich."

        Bei Wikipedia habe ich folgendes gefunden:
        "Ein Anspruch auf stationäre Leistungen zur medizinischen Rehabilitation nach §
        40 SGB V in Verbindung mit § 39 SGB I besteht dann, wenn Leistungen der
        ärztlichen Behandlung oder ambulante Rehabilitationsmaßnahmen nicht ausreichen,
        um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder
        Krankheitsbeschwerden zu lindern. Durch das GKV-WSG wurde ab 1. April 2007 gemäß
        § 40 Abs. 2 SGB V aus einer Ermessens- eine Pflichtleistung der gesetzlichen
        Krankenkassen. Nach § 40 SGB V Abs. 3 Satz 4 können stationäre Leistungen nicht
        vor Ablauf von vier Jahren nach Durchführung solcher oder ähnlicher Leistungen
        erbracht werden, deren Kosten aufgrund öffentlich-rechtlicher Vorschriften
        getragen oder bezuschusst worden sind, es sei denn, eine vorzeitige Leistung ist
        aus medizinischen Gründen dringend erforderlich. Eine weitere Voraussetzung ist,
        dass die stationäre Leistung zur Rehabilitation einen Behandlungserfolg erwarten
        lässt. Insoweit müssen vorab Rehabilitationsbedarf, Rehabilitationsziel und
        Rehabilitationspotenzial gegeben sein, die vom Leistungsträger (gesetzliche
        Rentenversicherung, Krankenkasse bzw. in deren Auftrag der Medizinische Dienst
        der Krankenkassen) bewertet werden."

        Da ist es wieder mit den 4 Jahren die aber bei uns ja nicht zutreffen, da die Reha ja medizinisch notwendig ist.
        Vielleicht hilft dir das weiter.
        Viele Grüße
        Frauke
        Zuletzt geändert von Suppengrün; 28.09.2013, 18:29.

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          #19
          Hallo Stefi,

          dieser Satz wird der springende Punkt sein:
          wenn Leistungen der
          ärztlichen Behandlung oder ambulante Rehabilitationsmaßnahmen nicht ausreichen,
          Mein Hausarzt hat für mich die Reha beantragt und auf meinen Wunsch BSA empfohlen. Kurz darauf rief die KK an, ließ sich meinen Wunsch bestätigen, sah sich den Internetauftritt an und nach ihrem Telefonat mit BSA hatte ich umgehend die Zusage. Aber das Wichtigste fiel in einem Nebensatz: meine ambulanten Möglichkeiten waren ausgeschöpft, weil ich 2 x p.W. zur PNF-Physio ging (und nach wie vor gehe).

          Alle 4 Jahre Reha trifft für uns nicht zu. Ich habe in BSA viele (auch PROMM-)Patienten getroffen, die jedes Jahr dorthin fahren. Darunter waren auch welche, die nicht berufstätig waren. Ich selbst gelte als Hausfrau, bin familienversichert und habe keinen Rentenanspruch. Nächstes Jahr werde ich wahrscheinlich wieder eine Reha beantragen und hoffe, dass sie durchgeht.

          LG Marlie

          Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

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            #20
            Hallo Frauke,
            vielen Dank, dass Du Dir extra so viel Mühe gemacht hast und die Gesetzmäßigkeiten rausgesucht hast.
            Heute geht es mir schon wieder viel besser und ich habe schon wieder einen klaren Kopf.
            Ich habe mir jetzt auch eine neue Strategie zurecht gelegt.
            Wenn die Absage für die stationäre Reha kommt, und die kommt 100prozentig, gehe ich auf jeden Fall erst einmal in Einspruch.
            Den Entwurf für den Einspruch habe ich mir auch schon vorbereitet. Vielleicht kann mir Freiburg noch ein paar nützliche Tipps für den Einspruch geben?! Ich habe auch an den vorbereiteten Einspruch eine Liste mit allen Verschlechterungen meines Gesundheitszustandes in der letzten Zeit angehangen, den auch vorher schon meine Neurologin erhalten hatte.
            Ich nehme zwar an, das die auch nach dem Einspruch keine Bewilligung erteilen, weil die immer auf den
            vorher notwendigen ambulanten Maßnahmen rumreiten, aber ich sehe auch nicht ein, dass ich mich so einfach
            kampflos ergebe. Die sollen ruhig merken, dass sie bei mir auch "Gegenwind" zu erwarten haben.
            Da meine Neurologin mir schon ein Rezept für Krankengymnastik zugeschickt hat, werde ich nun erst einmal
            ca. ein halbes Jahr, zweimal die Woche, KG machen und nützlich ist das auf jeden Fall.
            Nach Ablauf des halben Jahres erhält dann meine Krankenkasse von mir einen neuen Antrag auf stationäre Rehabilitation. Eine ambulante Reha will meine Neurologin ablehnen, da das zu einer Überforderung führen kann.
            Soweit bin ich mir schon mit meiner Neurologin einig, dass wir bei einer Absage, spätestens nach einem halben Jahr einen erneuten Antrag auf stationäre Reha stellen.
            Und dann können sie nicht mehr mit dem Argument, ambulante Maßnahmen geht vor stationärer Reha, kommen.
            Im Frühjahr zur Reha zu fahren, ist auch ganz schön.
            Viele Grüsse
            Steffi
            Zuletzt geändert von Steffi Brumm; 28.09.2013, 17:16.

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              #21
              Hallo Marlie,
              sorry, ich habe versehentlich gleich auf die E-Mail-Benachrichtigung geantwortet, anstatt im Forum zu schreiben.
              Ich hoffe Du hast die E-Mail trotzdem bekommen, sonst melde Dich doch bitte noch einmal.
              LG Steffi

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                #22
                Hallo Steffi,

                ich habe keine Mail von Dir...??

                LG Marlie

                Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

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                  #23
                  Hallo Marlie,
                  hier der Text, den ich Dir schreiben wollte und versehentlich als Mail abgeschickt habe!
                  Das wird wahrscheinlich erst einmal als Mail bei der DGM landen und Dir dann noch einmal zuschickt werden.

                  Wie ich mir schon dachte, die wollen auf jeden Fall erst die ambulanten Möglichkeiten auslasten. Ich habe jetzt meine Strategie geändert und werde auf jeden Fall erst einmal 2 x p.W. zur Krankengymnastik gehen und dann ca. nach einem halben Jahr ambulanter Therapie wieder einen Antrag auf stationäre Reha stellen, denn ausreichen werden ambulante Maßnahmen bei uns auf jeden Fall nicht. Ich weiss allerdingst nicht, ob meine Krankenkasse mir dann auch Sooden-Allendorf
                  gewährt, auf jeden Fall wollen wir (meine Neurologin und ich) als Klinik-Wunsch BSA angeben.
                  Sag mal, wie Du das so schreibst, scheint es vielleicht doch gerechtfertigt zu sein, dass die noch keine stationäre Reha gewähren, bevor ambulante Maßnahmen erfolgt sind, denn in der letzten Zeit hatte ich tatsächlich nichts mehr offizielles gemacht (nur privat, wie Schwimmen gehen o.ä.)
                  Du hast doch auch schon auf diesem Gebiet Erfahrung und ich bin beim Umgang mit den Behörden wegen dieser Erkrankung noch Neuling, was würdest Du an meiner Stelle machen? In Einspruch gehen, oder den Einspruch lassen und in einem halben Jahr, wenn ich bis dahin 2 x p.W. KG gemacht habe, noch einmal einen Antrag auf stationäre Reha stellen.
                  Ich bin mir nach Deinen Zeilen eigentlich gar nicht mehr so sicher, ob die Krankenkasse nicht doch Recht hat und ich mich unnötig aufgeregt habe.
                  Vielleicht kannst Du mir mal Deine Meinung schreiben!
                  Übrigens, was heißt eigentlich PNF-Physio? Ist das etwas anderes als KG?
                  LG Steffi

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                    #24
                    Hallo Steffi,

                    ich würde an Deiner Stelle auch ein halbes Jahr abwarten und in dieser Zeit Physio(-therapie) machen. Ich habe gerade ein neues Rezept hier liegen, darauf steht:
                    Diagnose: G 82.0 Muskeldystrophie (PROMM); Bewegungsstörung von Extremitäten, Rumpf- und Kopfmuskulatur z.B. Hemi-, Tetra-, Paraplegieparese (ich nehme an, der Text wurde automatisch unter der Kennnummenr aus dem Computer übernommen)
                    Verordnungsmenge: 10 KG ZNS (=Zentralnervensystem) (Bobath, Vojta, PNF)

                    Hier kannst Du PNF und Bobath nachlesen: http://www.physio-verband.de/patient...zepte/pnf.html
                    Es ist wichtig für uns, dass wir neurologisch ausgebildete Physiotherapeuten finden, selbst die stehen oftmals hilflos vor uns. Ich habe mich mit meiner Dame gut zusammengerauft.
                    Ich gehe 1-2 x p.W. hin und sage immer zuerst, welche Baustelle mir gerade wichtig ist. Ein Großteil meiner Beschwerden und Schmerzen, z.B. 30 Jahre Rücken- und Hüftschmerzen, kommt von der PROMM-typischen Muskelverkürzung. Ich werde also hauptsächlich gedehnt und gestreckt, mache das auch zu Hause. Mit dem Erfolg, dass es mir schmerztechnisch so gut geht wie schon sehr lange nicht mehr.
                    Mehr Kraft bekomme ich nicht, aber durch spezielle Übungen stehe und laufe ich wesentlich stabiler. Manchmal werde ich auch massiert, aber viel sanfter und spezieller als bei anderen Patienten. Oft sind es die Sehnenansätze, die mit Vibrationsmassage behandelt werden, machmal bekomme ich Fango oder Magnetfeld. Mir tut es wirklich sehr gut, das ist ganz anders als die übliche Krankengymnastik.

                    Ich drücke Dir die Daumen, dass Du auch jemanden findest, der Dich regelmäßig verwöhnt! In der Reha gibt es viele andere Maßnahmen, die man ambulant überhaupt nicht nutzen könnte, aber durch die Physio zeigst Du der Krankenkasse erstmal, dass Dir die Verbesserung Deiner Gesundheit wichtig ist. Und dass Du etwas dafür tutst, den angestrebten rehaerfolg auch so gut wie möglich zu erhalten.

                    Liebe Grüße
                    Marlie

                    Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

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                      #25
                      Hallo Marlie,

                      du hast geschrieben, das Du PNF als Therapieform bekommst und darauf hin habe ich mich einmal sachkundig gemacht!
                      Eine Therapeutin in meiner Physiotherapiepraxis ist auch auf PNF ausgebildet.
                      Meine Therapeutin hat vorgeschlagen ein Mix aus leichter KG und PNF als Therapie anzuwenden.
                      Vielleicht kannst Du mir auf Grund Deiner Erfahrung sagen, ob man PNF auch anwenden kann oder sollte, wenn der Krankheitsverlauf
                      der DM 2 noch nicht so sehr weit forgeschritten ist,wie z.B. bei Dir, oder man in meiner Situation doch lieber bei KG bleiben sollte!
                      Nicht das ich hier zu weit vorpresche und durch meine Eigeninitiative Fehler mache.
                      Bei mir ist es noch nicht ganz so schlimm, wie bei mach anderen, denn ich kann noch eine gewisse Strecke laufen, wenn auch mitlerweile instabil.
                      Aber eigentlich klang die Anwendung von PNF generell bei neuromuskulärer Erkrankung sehr sinnvoll, oder ?

                      Liebe Grüsse
                      Steffi

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                        #26
                        Hallo Steffi,

                        dann hast Du genauso großes Glück wie ich, PNF-Therapeuten sind nicht soo häufig. Meine ist auch nur 5 Rolliminuten entfernt! Der Punkt ist, dass sie PNF machen und abrechnen darf, weil sie entsprechende Fortbildungen gemacht hat. Ein PNF-Rezept wird teurer abgerechnet als normale KG. Das heißt aber nicht, dass sie immer nur PNF bei Dir anwenden muss.

                        Hier habe ich einen informativen Bericht gefunden... Du kannst Deiner Therapeutin auch mal die DM-Broschüre geben, die Du von der DGM bekommen kannst (oder schon hast). Da steht auch einiges zur Physiotherapie drin. Sie wird Dich voraussichtlich seehr lange behandeln, denn wir bekommen ja Dauerrezepte. Meine Alex sieht oft schon auf den ersten Blick, was gerade angesagt ist. Wie oben schon beschrieben, sieht die Behandlung immer anders aus. Je nach Baustelle halt.

                        Ein guter Anfang ist tatsächlich das Stabilitätstraining. Im Laufe der Zeit sieht sie selbst, was Dir gut tut. Ich empfinde es inzwischen als wirklichen Luxus, dass ich ein- bis zweimal pro Woche in den Genuss einer Behandlung komme. Sogar Fußmassagen hat sie drauf! *schwärm*

                        Liebe Grüße
                        Marlie

                        Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

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                          #27
                          Hallo Marlie,

                          noch einmal vielen Dank für Deine wertvollen Informationen!
                          Das Wichtigste und Wissenswerteste für meine Physiotherapeutin habe ich ihr kopiert (auch den Artikel über ambulante Physiotherapie von DM 2).
                          Wegen den Rezepten, muss ich wohl bei Gelegenheit noch einmal mit meiner Neurologin reden, damit meine Physiotherapeutin auch Ihre Leistungen
                          richtig abrechnen kann (sie ist nämlich gleichzeitig die Inhaberin der Praxis).
                          Du hast mir ein ganzes Stück weitergeholfen und mich gleichzeitig um einiges erfahrener auf diesem Gebiet gemacht.
                          Gut, dass man sich in diesem Forum mit erfahrenen "Prommi`s" austauschen kann!

                          LG Steffi

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                            #28
                            Hallo Steffi,
                            ich glaube PNF ist sehr gut. Ich bekomme KG nach Bobath und genau das muss im Rezept stehen. Bei mir ist wie bei Marlie auch jedes mal die jeweilige Baustelle dran.
                            Inzwischen kennt er mich so gut, das er sehr schnell sieht, was jetzt gut wäre. Da ich einmal in der Woche (ich habe 2 mal Physio) vorher noch Feldenkais mache, ist es dann immer etwas entspannendes. Aber er spricht auch jedes mal mit der Feldenkrais-Lehrerin was wir gemacht haben und stimmt meine Behandlung damit ab. Dass jedes mal eine "Therapieanpassung" gemacht wird, mussten wir mühsam der KK klarmachen. Aber jetzt habe ich meine Dauergenehmigung und muss nicht jedes mal vorher das Rezept zur "Genehmigung" hinschicken... Das macht es leichter.
                            LG
                            Frauke

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                              #29
                              Hallo Frauke,

                              dann hast Du ja auch eine optimale Therapie bei der Physio!
                              Ich mache jetzt auch 2 x pro Woche und jeweils einen Mix aus KG und PNF.
                              Das geht aber bisher nur, weil sich die Physiotherapeutin bereiterklärt hat, obwohl nur KG auf dem Rezept steht auch mit PNF zu machen.
                              Das muss ich dann beim nächsten Rezept noch mit meiner Neurologin klären, aber ich glaube das dürfte kein Problem sein.
                              Bisher habe ich nur ein Rezept über 10 x KG, aber das ist auf jeden Fall erst einmal ein Anfang, denn im letzten halben Jahr hatte ich erst einmal gar keine
                              Physio.
                              Ich lese jetzt schon zum zweiten Mal, das es ein Dauerrezept für Physiotherapie gibt! Wie funktioniert denn das, dass man so etwas von der KK bekommt?
                              Sicher nur mit extra Genehmigung und vorheriger Antragstellung bei der KK. Sonst muss man wohl laufend Rezepte bei der KK genehmigen lassen?
                              So eine Sondergenehmigung ist aber nicht so etwas von der Wertigkeit wie eine ambulante Reha, oder?
                              Ich frage nur, weil ich später noch einmal einen Antrag auf stationäre Reha stellen möchte und die mir das vielleicht, wenn ich so eine Sondergenehmigung erhalte, nicht mehr genehmigen würden.
                              Bisher soll ich drei Mal 10 Behandlungen bekommen und wie das dann anschließend weitergeht, weiss ich noch gar nicht!
                              Aber ich geh mal davon aus, das meine Neurologin schon wissen wird, wie sie das dann weiter ausschreiben kann.
                              Ich weiss nicht was und wie viel die KK genehmigen, dass mit dem 3 x 10 Behandlungen für den Anfang weiss ich nur von meiner behandelnden
                              Neurologin. Die sagte aber, dass ich auf jeden Fall erst einmal mindestens ein halbes Jahr 2 x pro Woche Physio machen soll.
                              Erst einmal rankommen lassen, irgendwie werde ich mich schon durchbeissen!
                              Wenn das alles noch neu ist, kommt das einem immer so kompliziert vor, oder vielleicht mache ich mir auch viel zu viele Gedanken!
                              Mein Mann sagt schon immer, ich mache mich zu sehr verrückt!

                              LG Steffi

                              Kommentar


                                #30
                                Hallo Steffi,
                                erst mal ganz entspannt sein. Ich habe auch über ein Jahr keine Dauergenehmigung gehabt.
                                Die Sache mit der Dauergenehmigung ist so: Nach den ersten 10 Behandlungen brauchst du ein neues Rezept, da muss dann die Sache mit der PNF stehen. Mit hat der Physiotherapeut damals ein Rezept so aufgeschrieben, wie es der Arzt machen muss. Also eine Art Vorlage. Nach danach kommt dann das 3. Rezept für 10 mal. Das ist alles noch normal. Alle kommenden Rezepte sind die sog. "Verordnungen außerhalb des Regelfalls". Der Unterschied zu den ersten 30 ist das Kreuz an der Stelle "außerhalb des Regelfalls" und das das Rezept vorher von der KK genehmigt werden muss. Wir hatten mit der KK ausgehandelt, dass der Physiotherapeut es Faxt und das Original nachgereicht wird. Das genehmigt die KK so weit ich weiß immer (zumindest habe ich hier noch nie gehört, dass jemand damit Probleme hat). Ich habe jetzt eine "Dauergenehmigung", das heiß, dass ich nicht jedes Rezept vorher genehmigen lassen muss. Das gilt jetzt erst mal für ein Jahr (das ist auch die
                                Mindestlänge, also mindestens für ein Jahr soll die Therapie so wie sie jetzt ist fortgeführt werden). Außerdem muss dein Arzt dich einmal im Quartal sehen. Mein jetzt laufenden Rezept ist für (ich glaube) 26 Einheiten. Diese "großen" Rezepte kann der Arzt glaube ich auch ohne Dauergenehmigung ausstellen. Aber das machen Ärzte nicht gerne, denn das geht alles auf Budget. Mit der Dauergenehmigung aber nicht mehr. Daher ist es dann ganz einfach so ein "großes" Rezept bzw. Verodnung zu bekommen.
                                Das alles hat mit einer Reha gar nichts zu tun. Ich würde sagen, dass du mit konsequenter Physio ja zeigst, dass du dich bemühst. Außerdem kann dir dein Therapeut auch eine Bescheinigung für die Notwendigkeit eine Reha schreiben, die du dann der Beantragung beilegst. Ich habe von meinem schon einige bekommen, die ich z. B. für den Schwerbehindertenausweis, die Reha und die Dauergenehmigung brauchte.
                                Reha und KG haben nichts miteinander zu tun. Egal ob mit Dauergenehmigung oder ohne. Allerdings ist eine Reha ohne ambulante KG wohl nicht zu bekommen, da du die Möglichkeiten vor Ort ja noch nicht genutzt hast
                                Also locker bleiben und die KG genießen!
                                LG Frauke

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