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Zunehmende Muskelschwäche und starke Erschöpfung

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    Zunehmende Muskelschwäche und starke Erschöpfung

    Hallöchen ,

    ich stell mich mal kurz vor. Bin weiblich, gerade 50 geworden und meine Beschwerden fingen vor ca 3 Jahren an.

    Erstmals ist mir die Muskelschwäche vor ca. 3 Jahren aufgefallen, als ich mal wieder einen Vertrag im Fitness Studio abgeschlossen hatte. An manchen Tagen konnte ich die Übungen einigermaßen gut ausführen, an anderen Tagen ging es überhaupt nicht. Ja, man kann sagen es ist tagesformabhängig, aber es war schon sehr auffällig. Außerdem hatte ich Probleme mit dem Gleichgewicht. Ich nehme derzeit Schilddrüsenhormone weil mein TSH Wert zu hoch war.

    Letztes Jahr im April bekam ich chronischen Durchfall, der sich als kollagene Kolitis herausstellte - also eine chronische DArmerkrankung. Fast zeitgleich bekam ich starke Schmerzen in der Bein-Hüftregion und konnte nur noch schwerlich laufen. Laut MRT die Folge eines Bandscheibenvorfalls in L5 s1. Leider half keine Physio und ich bin auf starke opiode Schmerztabletten eingestellt ..worden.
    Letztlich wurde eine Schleimbeutelentzündung am Oberschenkel, Hüftbereich festgestellt. Kortisonspritzen ins Gelenk verbesserten die Schmerzen nur kurzfristig.

    Ich muss dazu sagen, dass ich eine Kyphose im Brustwirbelbereich, aufgrund eines Scheuermanns habe, eine Skoliose und eine Lordose im LSW.

    Schon im zarten Alter von 14 Jahren, bekam ich meinen ersten Hexenschuss. War immer unsportlich, sehr dünn und sehr wenig Muskulatur, vor allem im Rückenbereich. Konnte nie in meinem Leben 1000 Meter laufen im Sportunterricht.

    Meine derzeitigen Beschwerden fasse ich mal zusammen:

    ---- starke Erschöpfung nach kleinsten Anstrengungen
    ---- Muskelschwäche in den Armen, Beinen und im Rücken
    ---- starke Muskelverhärtung im Rücken, Schulter Nacken
    ---- komme sehr schwer aus der Hocke wieder hoch
    ---- brennende Muskeln in den Beinen beim Treppen steigen ( nach 5 Stufen)
    ---- Schwäche in den Armen, bei leichten Tätigkeiten
    ---- starke Schmerzen beim Laufen im linken Oberschenkel beim Laufen und drauf liegen
    ---- Armmuskeln werden immer kleiner
    ---- Probleme aufrecht zu sitzen, selbst angelehnt geht nicht lange
    ---- kann nur kurze Zeit stehen
    ---- komme morgens kaum aus dem Bett hoch, und habe Probleme mit anzuziehen
    ---- morgens wie gerädert, und nie ausgeschlafen
    ---- muss mich tagsüber oft hinlegen
    ---- Haushaltsarbeiten kann ich nur sehr eingeschränkt ausführen
    ---- Bekomme sehr leicht blaue Flecken
    ---- Schmerzen im linken Sprunggelenk, bzw. Sehnenschmerzen bis ins Schienbein
    ---- große Schmerzempfindlichkeit beim Anstoßen irgendwo, und berühren

    Meine Hausärztin sieht in sämtlichen Blutwerten keine Auffälligkeiten.
    Beim Rheumatologen war ich auch schon - kein Rheuma.

    Im Dezember habe ich einen Termin bei einer Neurologin, um die Muskelschwäche abzuklären.
    Ich bin echt fix fertig, und mittlerweile abhängig von Schmerzmitteln. Ohne würde es aber auch nicht gehen.

    Gibt es Muskelerkrankungen, die erst im Erwachsenenalter auftreten??

    Gibt es im Raum Hannover, Braunschweig oder Berlin Ärzte, die sich auf Muskelerkrankungen spezialisiert haben.
    Weiß wirklich nicht mehr weiter, und habe Angst vor jedem Tag und wie ich ihn durchstehen soll.

    Liebe Grüße
    Tanja
    Zuletzt geändert von Mörchen11; 05.11.2019, 20:47.

    #2
    Die Frage ist, ob Du wirklich eine Muskelerkrankung hast oder ob Du an den Folgen organischer Probleme leidest.
    Wenn ich lese, dass Du mit dem Darm Probleme hast, Durchfälle hattest, denke ich sofort an Mangelerscheinungen.
    Ich würde bei solchen Beschwerden immer erst Vitamine und Mineralstoffe untersuchen lassen. Womöglich stellt sich doch der eine oder andere gravierende Mangel heraus.

    Wenn ich lese, dass das TSH zu hoch ist oder war, dann denke ich daran, dass man dann stets müde, erschöpft ist, denn zuviel TSH bedeutet eine Unterfunktion der Schilddrüse.
    Wenn ich lese, das Du leicht blaue Flecken bekommst, dann sieht das so aus, als sei Deine Blutgerinnung gestört. Das kann heißen, dass Du eine Gerinnungsstörung hast , die evtl. angeboren ist oder Du hast etwas mit der Leber. Sind denn die Leberwerte tatsächlich völlig normal und auch nicht grenzwertig?
    Oder aber, ich lese das gerade, das könnte die Folge der Schmerzmittel auch sein- falls die blauen Flecken erst seit den Schmerzmitteln auftreten.
    Angenommen Du hast ein leichtes "von Willebrand-Syndrom" (die häufigste Gerinnungsstörung) und nimmst dann Schmerzmittel, das könnte sich nicht vertragen.
    Überhaupt sind Schmerzmittel auch mit einigen Nebenwirkungen verbunden wie Du sicher weißt.

    Also ich halte es für denkbar, dass bei Dir das eine Problem das nächste verursacht.
    Hast Du Dir die Blutwerte von der Hausärztin mal geben lassen und weißt Du, was sie überhaupt überprüft hat? Bei so vielen Beschwerden kann ich mir nicht vorstellen, dass nicht der eine oder andere Blutwert aus der Norm ist.

    Natürlich kann ich nicht sagen, ob Du nicht doch eine Muskelerkrankung haben kannst.
    Aber angesichts der Vorgeschichte würde ich zuerst die organischen Krankheiten verdächtigen.

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