Hallo zusammen
Kurz zu mir ...
Mein Name ist Benjamin, ich bin 34 Jahre alt, Vater von zwei wundervollen Kindern (10, 5), Informatiker (ehemals Krankenpfleger) und verheiratet und lebe in der schönen Schweiz (bin aber aus Deutschland).
Vorweg noch ..., ich leide seit ca. 4 Jahren unter einer schweren Angst- und Somatisierungsstörung welche sich bereits in mehreren "schweren Krankheitsbildern" manifestiert hat.
Mein Cooping bisher waren immer ärztliche Abklärungen was die Situation jeweils entspannt hat.
Mein jetziger Leidensweg hat Mitte Mai 2019 begonnen.
Ich hatte von einer Minute auf die andere Faszikulationen im rechten Daumenballen welche sich über Tage hielten.
Mein Verdacht war eine Überreizung oder dergleichen und das sich das sicher wieder geben würde.
Realtiv schnell haben sich die Faszikulationen, zu meinem Erschrecken aber vom Daumenballen auf den gesamten Körper ausgebreitet.
Wie so oft in meiner "Laufbahn" als Hypochonder habe ich idiotischerweise Dr. Google zu Rate gezogen.
Natürlich mit dem Ergebniss einer Motoneuronenerkrankung.
Aufgrund meiner Anstellung in einem der grössten Krankenhäuser in der Schweiz (Bern), bekamm ich recht zeitnah einen Termin in der Neuromuskulären Sprechstunde.
Hier wurde ein 1. EMG und ein Neurostatus durchgeführt (Anfang Juni 2019), welches bis auf einige Faszikulationen in allen untersuchten Muskeln, ergebnislos blieb.
Zudem habe ich wohl recht lebhafte Reflexe am ganzen Körper. KEINE Pyramidenbahnenzeichen.
Leider ist mir schon kurz nach der Untersuchung bewusst geworden, dass dies nicht reicht und ich weiterhin wahnsinnig verunsichert bin.
Ziemlich zu Beginn der Faszikulationen habe ich auch bereits gespührt, dass mein linkes Bein beim Treppenabsteigen und beim Kuppeln im Auto sich sehr schnell "instabil" anfühlt und anfängt zu zittern.
Auch hatte ich das Gefühl, dass sich dieses im allgemeinen schwächer anfühlt als das rechte Bein.
Also ging es für mich Ende Juli 2019 erneut in die neuromuskuläre Sprechstunde.
Selbe Ärztin, selbes Ergebniss beim Neruostatus, selbes Ergebniss beim EMG (einige Faszikulationen / KEINE Spontanaktivität).
Es wurden noch Nervelleitgeschwindigkeiten am linken Bein gemessen, welche auch ohne Befund waren.
Zusätzlich wurden noch diverse Blutuntersuchungen durchgeführt, welche auch allesamt ohne Befund blieben.
Mitte Oktober durfte ich dann nochmals vorstellig werden um einen Verlauf zu haben.
Auch diesemal wurde wieder ein EMG durchgeführt ..., laut Ärztin wäre dieses nicht nötig ..., es diene nur zu meiner Beruhigung.
Auch hier wieder alles sauber (bis auf einige Faszikulationen).
Soweit so gut ...
Mein typisches hypochondrisches Verhalten hat mich dazu bewegt, noch einen anderen Neurologen aufzusuchen um eine "Zweitmeinung" einzuholen.
Dieser Termin war am 12.11.2019.
Auch dieser konnte beim Neurostatus keine Auffälligkeiten fesstellen.
Ausser der bekannten, lebhaften Reflexe und einen essentiellen Tremor.
Ich empfinde den Tremor eher als kleinere Myoklonien, welche sich vorallem beim Schreiben auf der Tastatur mit ausschlagenden Fingern und beim halten vom Handy mit zittenden Fingern bemerkbar machen.
Auch er hat sich überreden lassen, ein EMG durchzuführen.
Im linken Oberschenkel (Musculus Semitendinosus), dort wo ich das "Schwächegefühl" und auch einen Schmerz verspühre wenn ich auf harten Sitzflächen sitze, einen degenerativen Umbau OHNE Denervierungszeichen gefunden.
Für ihn sei dies erstmal ein komplett unspezifischer Befund, da die Denervierung fehlen würde.
Ich solle im Februar 2020 nochmals vorstellig werden.
Seit nun ca. 3 Wochen habe ich neu ein Gefühl der Schwäche im rechten Oberarm (fühlt sich an wie der Tag nach einer Impfung).
Einen Kraftverlust kann ich durch leichtes Hanteltrainig nicht feststellen (seitengleiche Wiederholungen möglich) und auch eine Atrophie kann ich am Arm nicht ausmachen.
Einzig beim Versuch Liegestütze zu machen, treten in der rechten Schulter sehr bald Gelenkschmerzen auf, die mich dann dazu zwingen die Übung abbrechen zu müssen.
Auch knackt das Schultergelenk rechts bei Bewegungen.
Seit ca. 1 Woche bin ich fast nicht mehr in der Lage auf dem linken Bein zu hüpfen, da ich auf der Innenseite Wadenbein starke Schmerzen entwickle.
Es ist also nicht ein Problem von Schwäche, sondern von Schmerzen, denke und hoffe ich zumindest.
Die Faszikulationen sind mittlerweile lange nicht mehr so ausgeprägt wie noch zu Beginn, sondern viel feiner und teilweise wie eine Entladung von vielen Faszikulationen nacheinander an verschiedensten Stellen.
Eine optisch ersichtliche Atrophie sehe ich meines Erachtens am rechten Brustmuskel. Dieser ist weniger ausgeprägt als der linke.
Der Neurologe meinte nur, "er ist da ..., er funktioniert und wir sind nunmal nicht symetrisch gebaut!".
Auch habe ich in den letzten Wochen immer mehr das Problem, dass mir die Beine und Arme sehr schnell einschlafen.
Vorallem Nachts schlafen mir stets und ständig die Arme ein.
Auch hier war der Neurologe der Meinung, dass dies mal so gar nichts mit ALS zu tun hätte ....
Eine Gewissheit, dass es nach 4 EMGs ohne Denervierungszeichen keine Motoneuronenerkrankung ist, gibt es ja leider nicht, richtig?
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mein Körper immer mehr und mehr Symptome entwickelt und ich nicht weiss wieso?!?!
Hat hier noch jemand eine Idee?
Danke das es euch hier gibt und ihr allen so tatkräftig zur Seite steht.
LG aus der Schweiz
Benny
Kurz zu mir ...
Mein Name ist Benjamin, ich bin 34 Jahre alt, Vater von zwei wundervollen Kindern (10, 5), Informatiker (ehemals Krankenpfleger) und verheiratet und lebe in der schönen Schweiz (bin aber aus Deutschland).
Vorweg noch ..., ich leide seit ca. 4 Jahren unter einer schweren Angst- und Somatisierungsstörung welche sich bereits in mehreren "schweren Krankheitsbildern" manifestiert hat.
Mein Cooping bisher waren immer ärztliche Abklärungen was die Situation jeweils entspannt hat.
Mein jetziger Leidensweg hat Mitte Mai 2019 begonnen.
Ich hatte von einer Minute auf die andere Faszikulationen im rechten Daumenballen welche sich über Tage hielten.
Mein Verdacht war eine Überreizung oder dergleichen und das sich das sicher wieder geben würde.
Realtiv schnell haben sich die Faszikulationen, zu meinem Erschrecken aber vom Daumenballen auf den gesamten Körper ausgebreitet.
Wie so oft in meiner "Laufbahn" als Hypochonder habe ich idiotischerweise Dr. Google zu Rate gezogen.

Natürlich mit dem Ergebniss einer Motoneuronenerkrankung.
Aufgrund meiner Anstellung in einem der grössten Krankenhäuser in der Schweiz (Bern), bekamm ich recht zeitnah einen Termin in der Neuromuskulären Sprechstunde.
Hier wurde ein 1. EMG und ein Neurostatus durchgeführt (Anfang Juni 2019), welches bis auf einige Faszikulationen in allen untersuchten Muskeln, ergebnislos blieb.
Zudem habe ich wohl recht lebhafte Reflexe am ganzen Körper. KEINE Pyramidenbahnenzeichen.
Leider ist mir schon kurz nach der Untersuchung bewusst geworden, dass dies nicht reicht und ich weiterhin wahnsinnig verunsichert bin.
Ziemlich zu Beginn der Faszikulationen habe ich auch bereits gespührt, dass mein linkes Bein beim Treppenabsteigen und beim Kuppeln im Auto sich sehr schnell "instabil" anfühlt und anfängt zu zittern.
Auch hatte ich das Gefühl, dass sich dieses im allgemeinen schwächer anfühlt als das rechte Bein.
Also ging es für mich Ende Juli 2019 erneut in die neuromuskuläre Sprechstunde.
Selbe Ärztin, selbes Ergebniss beim Neruostatus, selbes Ergebniss beim EMG (einige Faszikulationen / KEINE Spontanaktivität).
Es wurden noch Nervelleitgeschwindigkeiten am linken Bein gemessen, welche auch ohne Befund waren.
Zusätzlich wurden noch diverse Blutuntersuchungen durchgeführt, welche auch allesamt ohne Befund blieben.
Mitte Oktober durfte ich dann nochmals vorstellig werden um einen Verlauf zu haben.
Auch diesemal wurde wieder ein EMG durchgeführt ..., laut Ärztin wäre dieses nicht nötig ..., es diene nur zu meiner Beruhigung.
Auch hier wieder alles sauber (bis auf einige Faszikulationen).
Soweit so gut ...
Mein typisches hypochondrisches Verhalten hat mich dazu bewegt, noch einen anderen Neurologen aufzusuchen um eine "Zweitmeinung" einzuholen.
Dieser Termin war am 12.11.2019.
Auch dieser konnte beim Neurostatus keine Auffälligkeiten fesstellen.
Ausser der bekannten, lebhaften Reflexe und einen essentiellen Tremor.
Ich empfinde den Tremor eher als kleinere Myoklonien, welche sich vorallem beim Schreiben auf der Tastatur mit ausschlagenden Fingern und beim halten vom Handy mit zittenden Fingern bemerkbar machen.
Auch er hat sich überreden lassen, ein EMG durchzuführen.
Im linken Oberschenkel (Musculus Semitendinosus), dort wo ich das "Schwächegefühl" und auch einen Schmerz verspühre wenn ich auf harten Sitzflächen sitze, einen degenerativen Umbau OHNE Denervierungszeichen gefunden.
Für ihn sei dies erstmal ein komplett unspezifischer Befund, da die Denervierung fehlen würde.
Ich solle im Februar 2020 nochmals vorstellig werden.
Seit nun ca. 3 Wochen habe ich neu ein Gefühl der Schwäche im rechten Oberarm (fühlt sich an wie der Tag nach einer Impfung).
Einen Kraftverlust kann ich durch leichtes Hanteltrainig nicht feststellen (seitengleiche Wiederholungen möglich) und auch eine Atrophie kann ich am Arm nicht ausmachen.
Einzig beim Versuch Liegestütze zu machen, treten in der rechten Schulter sehr bald Gelenkschmerzen auf, die mich dann dazu zwingen die Übung abbrechen zu müssen.
Auch knackt das Schultergelenk rechts bei Bewegungen.
Seit ca. 1 Woche bin ich fast nicht mehr in der Lage auf dem linken Bein zu hüpfen, da ich auf der Innenseite Wadenbein starke Schmerzen entwickle.
Es ist also nicht ein Problem von Schwäche, sondern von Schmerzen, denke und hoffe ich zumindest.

Die Faszikulationen sind mittlerweile lange nicht mehr so ausgeprägt wie noch zu Beginn, sondern viel feiner und teilweise wie eine Entladung von vielen Faszikulationen nacheinander an verschiedensten Stellen.
Eine optisch ersichtliche Atrophie sehe ich meines Erachtens am rechten Brustmuskel. Dieser ist weniger ausgeprägt als der linke.
Der Neurologe meinte nur, "er ist da ..., er funktioniert und wir sind nunmal nicht symetrisch gebaut!".
Auch habe ich in den letzten Wochen immer mehr das Problem, dass mir die Beine und Arme sehr schnell einschlafen.
Vorallem Nachts schlafen mir stets und ständig die Arme ein.
Auch hier war der Neurologe der Meinung, dass dies mal so gar nichts mit ALS zu tun hätte ....
Eine Gewissheit, dass es nach 4 EMGs ohne Denervierungszeichen keine Motoneuronenerkrankung ist, gibt es ja leider nicht, richtig?
Trotzdem habe ich das Gefühl, dass mein Körper immer mehr und mehr Symptome entwickelt und ich nicht weiss wieso?!?!
Hat hier noch jemand eine Idee?
Danke das es euch hier gibt und ihr allen so tatkräftig zur Seite steht.
LG aus der Schweiz
Benny

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