Hallo zusammen,
ich möchte eigentlich niemandem auf die Nerven gehen, bin aber inzwischen etwas ratlos und hoffe, dass ich hier vielleicht ein bisschen Klarheit bekommen kann.
Ich bin knapp 29 Jahre alt und weiß seit ein paar Tagen nicht mehr, wie ich meine Beschwerden einzuordnen habe.
Sollte jemand Zeit und Lust haben, sich durchzulesen, womit ich mich rumschlage, dann hier eine sehr lange Zusammenfassung:
Vorgeschichte:
Anfang/Mitte Oktober:
- Schwere in den Beinen, Schwere beim Treppenabstieg, leichte Kurzatmigkeit
- gelegentlich Spannungskopfschmerz oder Schulterschmerz
Mitte November:
- Kurzatmigkeit etwas schlimmer, muss beim Sprechen oft sehr tief einatmen
- Beine beginnen beim Treppenabstieg stark zu zittern
- sichtbare Zuckungen in Oberarmen > Unterarmen > Oberschenkel > Waden > andere Stellen Rumpf
Ende November:
- beide Hände beginnen zu zittern, wenn ich Muskelspannung halte (in Bewegung und Ruhe normal); z.B. Hand ausstrecken, Löffel oder Tasse zittert
- Durchschlafstörungen, alle 1,5 - 3 h wach (kein Harndrang, kein hoher Puls, kein Husten); keine Einschlafprobleme
- vor allem die rechte Körperseite kraftloser und zittriger
- Zuckungen gleich geblieben, vor allem im Sitzen oder Liegen
Anfang Dezember:
- stark zitternde Arme bei Belastung (Wäschekörbe tragen, Arme länger über Kopf einsetzen, Blumentöpfe von Fensterbank heben)
- Zittern der Hände weiter verschlimmert, v.a. bei Halten von Spannung (z.B. bei ausgestreckte Hand, Daumen bei Handynutzung, Tippen auf Tastatur, zitternde Knie beim Aufheben)
- vermehrte Muskelzuckungen, langsam und unregelmäßig (Oberarmen, Schultern > Unterarmen > Oberschenkeln, Waden > Gesäß)
- 70% Lungenvolumen: Asthma bronchiale mit Cortisonspray behandeln, geringer Effekt bisher
Mitte Dezember:
- Gangunsicherheit rechtes Bein:
--> kann das Bein nicht ordentlich belasten, als wäre ich deswegen "nach links" verschoben; beim Versuch "mittiger" zu laufen Schwanken nach rechts
--> wenn ich über die Straße gehe und nach links und nach rechts gucke habe ich das Gefühl, dass ich meinen rechten Fuß nicht mehr in der graden Spur halte
--> wie Gleichgewichtstörung durch Fehlbelastung Bein
- rechtes Knie unbeweglicher, steifer
- Vibration nach Bewegung oder Kälte im rechten Oberschenkel
- Feinmotorik Hände gestört, v.a. rechts
Ende Dezember:
- vermehrte Faszikulationen: häufiger, mehrere Stellen gleichzeitig am ganzen Körper - mal leicht, oberflächlich, kleines Gebiet, eher flimmernd und unregelmäßig, aber sichtbar; mal intensiver und rhythmischer ( Oberschenkeln, Schienbeine, Waden, Fußsohle > Oberarmen, Schultern > Unterarmen > Gesäß)
- Vibrationsgefühl auch in Ruhe und in beiden Oberschenkeln, Waden, Füßen und Unterarmen
- häufiger Belastungs- und Ermüdungsschmerzen Knie, Oberschenkel, Lendenwirbelsäule, Fuß nach kurzer und leichter Belastung
- häufiger Verkrampfungen rechter Fuß und rechte Hand, leichte Wadenkrämpfe links und rechts, anbahnende Krämpfe rechte Oberschenkelrückseite
Anfang Januar:
- Zuckungen rechtes Handgelenk und rechter Daumen, manchmal auch mit Bewegung
- Zuckungen in Extremitäten immer noch da, treten insbesondere im Sitzen oder Liegen auf
- oft Muskelkatergefühl und Erschöpfungsgefühl rechter Arm und rechtes Bein
- Mund, Hals/Kopf zittern bei Lächeln/Grinsen/Gähnen oder Schulterblick - immer, wenn ich Muskelspannung halte
- ständig das Gefühl, meine Arme und Beine zu "spüren", vor allem rechts
- rechter Unterarm, rechter Oberschenkel sehen schmaler aus; Muskeln des rechten Armes und Beines fühlen sich weicher an als links (obwohl rechts der dominante Arm ist)
Seit Oktober habe ich 4-5 kg abgenommen.
Keine der Beschwerden hat sich seit dem gebessert. Ich habe es Ende November mit anderthalb Wochen 600 mg Magnesium versucht und im Dezember mit 2 Wochen 250 mg Magnesium. Das konnte zwar ein "Nachkrampfen" der Oberlippe beseitigen, aber hat sonst nichts gebracht.
Bis zur Gangstörung habe ich versucht, an einen Magnesiummangel oder Müdigkeit zu denken, aber die Beschwerden haben sich nicht gebessert und werden eher schlimmer. Inzwischen habe ich naütlich große Sorgen.
Bisherige Befunde:
Im Juni hatte ich eine leichte chemische Gastritis, was mit 80 mg Pantoprazol pro Tag für 4 Wochen behandelt wurde. Im August und September hatte ich eine leichte Durchfallerkrankung, weshalb ich eine Darmspiegelung und ein Oberbauch-CT mit Kontrastmittel hatte. Auch wurden Nierenultraschall, Gallenblasenultraschall, Blasenultraschall gemacht. Das war alles befundfrei, weshalb die Diagnose Reizdarm heißt. Zwischen August und Mitte September habe ich 8 kg abgenommen.
Ein kleines Blutbild von September war auch völlig in Ordnung, bis auf einen leicht erhöhten Bilirubinwert.
Im November waren Kalium, Natrium, Blutzucker- und Schilddrüsenwerte völlig in Ordnung, ebenso Gerinnungswerte.
Ein Kurzzeit-EKG war auch in Ordnung.
Im Dezember stellte mein Lungenfacharzt fest, dass ich nur 70% Lungenvolumen habe, allerdings hatte ich als Kind Asthma und bin auch nicht sehr sportlich, gehe aber jeden Tag ca. 4 - 5 km.
Mein Hausarzt hat einen B12- oder Magnesiummangel ausgeschlossen, weil mein Blutbild von September insbesondere im Bezug auf Erythrozyten und Eisenwerte unbedenklich war und ich auch kaum Krämpfe und nahezu keine Schmerzen habe.
Daher wurde ich mit Gangstörung, Muskelschwäche, Faszikulationen zum Neurologen überwiesen.
Die Ärztin in der Praxis hat mich körperlich untersucht: Fersengang, Zehenspitzengang, Glühbirnen drehen, auf und ablaufen, auf einem Bein stehen und hüpfen, Reflextests an Knien und Ellbogen.
Bis auf mittelmäßige Körperhaltung war das unbedenklich.
Danach hat sie noch eine Elektroneurographie an Händen und Beinen gemacht, die befundfrei war und eine Nervenleitgeschwindigkeit von 50 m/s ergab.
Zuletzt gab es noch eine Elektromyographie vom lateralen Oberschenkelmuskel im rechten Bein und vom rechten Daumenballen.
Ich habe den Arztbericht leider noch nicht gesehen, aber direkt nach der Untersuchung sagte sie, die Potentiale seien schön groß und sie konnte keine Spontanaktivität feststellen.
Sie tippt auf ein orthopädisches Problem und sagte, dass ich sicher nichts neurologisches habe.
Beim Orthopäden war ich heute. Der hat die ähnliche Bewegungstest gemacht und sagte mir, dass das kein orthopädisches Problem sei und ich zum Neurologen muss.
Leider hat mich das sehr irritiert und ich bin überfragt und wollte gleich morgen zu meinem Hausarzt gehen. Leider habe ich natürlich Dr. Google zur Rate gezogen und bin verunsichert und habe jetzt ein paar Fragen an Menschen, die mir vielleicht helfen können, die Situation zu entspannen:
- Hat die Neurologin mit der Untersuchung wirklich alles Neurologische ausgeschlossen, wie sie sagt? Natürlich habe ich Berichte von neurodegenerativ Erkrankten Menschen gefunden, bei denen schon mit mehr Beschwerden EMG und ENG unauffällig waren. WIe wahrscheinlich ist sowas?
- Sollte ich weitere Untersuchungen in diese Richtung verfolgen, z.B. Bluttests, MRT oder ein weiteres EMG in ein paar Wochen? Die Ärztin hielt das aus einer neurologischen Sicht nicht für nötig. Wäre eine neuromuskuläre Ambulanz, z.B. in der Uni-Klinik Köln, sinnvoller gewesen und sollte ich da ggf. nochmal vorstellig werden?
- Ich habe zwischenzeitig Magnesium mit Vitamin E eingenommen (1 Woche 600 mg pro Tag (1x 400 abends, 1 x 200 morgens; 2 Wochen 250 mg morgens) - leider hat das nur meine zuckende Oberlippe beruhigt, sonst hat sich nichts verändert.
Sollte ich mich dennoch auf einen Magnesiummangel untersuchen lassen?
- Kommen andere Mängel, z.B. Vitamin B12 oder Vitamin D in Frage? Oder andere Ungleichgewichte im Elektrolythaushalt (Kalium war ja im Normbereich)? Das hatten die Neurologin und mein Hausarzt eher für unwahrscheinlich gehalten, weil die Beschwerden nicht so drastisch für schwere Mängel seien und mein Hausarzt das Blutbild, abgesehen von Bilirubin, für völlig in Ordnung hält.
- Kennt jemand rein orthopädische Beschwerden sich derart auf Muskelkraft in allen Gliedmaßen und besonders halbseitig und mit Gangstörung auswirken - mit Schwäche, Zittern und Faszikulationen?
Meine Frau sagt mir, dass ich jetzt endlich daran glauben kann, dass ich kein ALS oder eine andere neurologische Erkrankung habe - die letzten Tage war ich sehr unruhig und aufgelöst und fürchte, dass ich in ein paar Wochen oder Monaten schlimmere Symptome habe und man doch was feststellt.
Leider muss ich einsehen, dass ich keine Ahnung habe, nur weil ich einige Erfahrungsberichte und Differentialdiagnosen gelesen habe und mich auf diversen Medizin-Info-Seiten getummelt habe.
Vielleicht kann mir hier jemand die ein oder andere Frage beantworten.
Vielen lieben Dank für alle, die es bis hierher geschafft haben und mir eventuell die ein oder andere Frage beantworten können/wollen.
ich möchte eigentlich niemandem auf die Nerven gehen, bin aber inzwischen etwas ratlos und hoffe, dass ich hier vielleicht ein bisschen Klarheit bekommen kann.
Ich bin knapp 29 Jahre alt und weiß seit ein paar Tagen nicht mehr, wie ich meine Beschwerden einzuordnen habe.
Sollte jemand Zeit und Lust haben, sich durchzulesen, womit ich mich rumschlage, dann hier eine sehr lange Zusammenfassung:
Vorgeschichte:
Anfang/Mitte Oktober:
- Schwere in den Beinen, Schwere beim Treppenabstieg, leichte Kurzatmigkeit
- gelegentlich Spannungskopfschmerz oder Schulterschmerz
Mitte November:
- Kurzatmigkeit etwas schlimmer, muss beim Sprechen oft sehr tief einatmen
- Beine beginnen beim Treppenabstieg stark zu zittern
- sichtbare Zuckungen in Oberarmen > Unterarmen > Oberschenkel > Waden > andere Stellen Rumpf
Ende November:
- beide Hände beginnen zu zittern, wenn ich Muskelspannung halte (in Bewegung und Ruhe normal); z.B. Hand ausstrecken, Löffel oder Tasse zittert
- Durchschlafstörungen, alle 1,5 - 3 h wach (kein Harndrang, kein hoher Puls, kein Husten); keine Einschlafprobleme
- vor allem die rechte Körperseite kraftloser und zittriger
- Zuckungen gleich geblieben, vor allem im Sitzen oder Liegen
Anfang Dezember:
- stark zitternde Arme bei Belastung (Wäschekörbe tragen, Arme länger über Kopf einsetzen, Blumentöpfe von Fensterbank heben)
- Zittern der Hände weiter verschlimmert, v.a. bei Halten von Spannung (z.B. bei ausgestreckte Hand, Daumen bei Handynutzung, Tippen auf Tastatur, zitternde Knie beim Aufheben)
- vermehrte Muskelzuckungen, langsam und unregelmäßig (Oberarmen, Schultern > Unterarmen > Oberschenkeln, Waden > Gesäß)
- 70% Lungenvolumen: Asthma bronchiale mit Cortisonspray behandeln, geringer Effekt bisher
Mitte Dezember:
- Gangunsicherheit rechtes Bein:
--> kann das Bein nicht ordentlich belasten, als wäre ich deswegen "nach links" verschoben; beim Versuch "mittiger" zu laufen Schwanken nach rechts
--> wenn ich über die Straße gehe und nach links und nach rechts gucke habe ich das Gefühl, dass ich meinen rechten Fuß nicht mehr in der graden Spur halte
--> wie Gleichgewichtstörung durch Fehlbelastung Bein
- rechtes Knie unbeweglicher, steifer
- Vibration nach Bewegung oder Kälte im rechten Oberschenkel
- Feinmotorik Hände gestört, v.a. rechts
Ende Dezember:
- vermehrte Faszikulationen: häufiger, mehrere Stellen gleichzeitig am ganzen Körper - mal leicht, oberflächlich, kleines Gebiet, eher flimmernd und unregelmäßig, aber sichtbar; mal intensiver und rhythmischer ( Oberschenkeln, Schienbeine, Waden, Fußsohle > Oberarmen, Schultern > Unterarmen > Gesäß)
- Vibrationsgefühl auch in Ruhe und in beiden Oberschenkeln, Waden, Füßen und Unterarmen
- häufiger Belastungs- und Ermüdungsschmerzen Knie, Oberschenkel, Lendenwirbelsäule, Fuß nach kurzer und leichter Belastung
- häufiger Verkrampfungen rechter Fuß und rechte Hand, leichte Wadenkrämpfe links und rechts, anbahnende Krämpfe rechte Oberschenkelrückseite
Anfang Januar:
- Zuckungen rechtes Handgelenk und rechter Daumen, manchmal auch mit Bewegung
- Zuckungen in Extremitäten immer noch da, treten insbesondere im Sitzen oder Liegen auf
- oft Muskelkatergefühl und Erschöpfungsgefühl rechter Arm und rechtes Bein
- Mund, Hals/Kopf zittern bei Lächeln/Grinsen/Gähnen oder Schulterblick - immer, wenn ich Muskelspannung halte
- ständig das Gefühl, meine Arme und Beine zu "spüren", vor allem rechts
- rechter Unterarm, rechter Oberschenkel sehen schmaler aus; Muskeln des rechten Armes und Beines fühlen sich weicher an als links (obwohl rechts der dominante Arm ist)
Seit Oktober habe ich 4-5 kg abgenommen.
Keine der Beschwerden hat sich seit dem gebessert. Ich habe es Ende November mit anderthalb Wochen 600 mg Magnesium versucht und im Dezember mit 2 Wochen 250 mg Magnesium. Das konnte zwar ein "Nachkrampfen" der Oberlippe beseitigen, aber hat sonst nichts gebracht.
Bis zur Gangstörung habe ich versucht, an einen Magnesiummangel oder Müdigkeit zu denken, aber die Beschwerden haben sich nicht gebessert und werden eher schlimmer. Inzwischen habe ich naütlich große Sorgen.
Bisherige Befunde:
Im Juni hatte ich eine leichte chemische Gastritis, was mit 80 mg Pantoprazol pro Tag für 4 Wochen behandelt wurde. Im August und September hatte ich eine leichte Durchfallerkrankung, weshalb ich eine Darmspiegelung und ein Oberbauch-CT mit Kontrastmittel hatte. Auch wurden Nierenultraschall, Gallenblasenultraschall, Blasenultraschall gemacht. Das war alles befundfrei, weshalb die Diagnose Reizdarm heißt. Zwischen August und Mitte September habe ich 8 kg abgenommen.
Ein kleines Blutbild von September war auch völlig in Ordnung, bis auf einen leicht erhöhten Bilirubinwert.
Im November waren Kalium, Natrium, Blutzucker- und Schilddrüsenwerte völlig in Ordnung, ebenso Gerinnungswerte.
Ein Kurzzeit-EKG war auch in Ordnung.
Im Dezember stellte mein Lungenfacharzt fest, dass ich nur 70% Lungenvolumen habe, allerdings hatte ich als Kind Asthma und bin auch nicht sehr sportlich, gehe aber jeden Tag ca. 4 - 5 km.
Mein Hausarzt hat einen B12- oder Magnesiummangel ausgeschlossen, weil mein Blutbild von September insbesondere im Bezug auf Erythrozyten und Eisenwerte unbedenklich war und ich auch kaum Krämpfe und nahezu keine Schmerzen habe.
Daher wurde ich mit Gangstörung, Muskelschwäche, Faszikulationen zum Neurologen überwiesen.
Die Ärztin in der Praxis hat mich körperlich untersucht: Fersengang, Zehenspitzengang, Glühbirnen drehen, auf und ablaufen, auf einem Bein stehen und hüpfen, Reflextests an Knien und Ellbogen.
Bis auf mittelmäßige Körperhaltung war das unbedenklich.
Danach hat sie noch eine Elektroneurographie an Händen und Beinen gemacht, die befundfrei war und eine Nervenleitgeschwindigkeit von 50 m/s ergab.
Zuletzt gab es noch eine Elektromyographie vom lateralen Oberschenkelmuskel im rechten Bein und vom rechten Daumenballen.
Ich habe den Arztbericht leider noch nicht gesehen, aber direkt nach der Untersuchung sagte sie, die Potentiale seien schön groß und sie konnte keine Spontanaktivität feststellen.
Sie tippt auf ein orthopädisches Problem und sagte, dass ich sicher nichts neurologisches habe.
Beim Orthopäden war ich heute. Der hat die ähnliche Bewegungstest gemacht und sagte mir, dass das kein orthopädisches Problem sei und ich zum Neurologen muss.
Leider hat mich das sehr irritiert und ich bin überfragt und wollte gleich morgen zu meinem Hausarzt gehen. Leider habe ich natürlich Dr. Google zur Rate gezogen und bin verunsichert und habe jetzt ein paar Fragen an Menschen, die mir vielleicht helfen können, die Situation zu entspannen:
- Hat die Neurologin mit der Untersuchung wirklich alles Neurologische ausgeschlossen, wie sie sagt? Natürlich habe ich Berichte von neurodegenerativ Erkrankten Menschen gefunden, bei denen schon mit mehr Beschwerden EMG und ENG unauffällig waren. WIe wahrscheinlich ist sowas?
- Sollte ich weitere Untersuchungen in diese Richtung verfolgen, z.B. Bluttests, MRT oder ein weiteres EMG in ein paar Wochen? Die Ärztin hielt das aus einer neurologischen Sicht nicht für nötig. Wäre eine neuromuskuläre Ambulanz, z.B. in der Uni-Klinik Köln, sinnvoller gewesen und sollte ich da ggf. nochmal vorstellig werden?
- Ich habe zwischenzeitig Magnesium mit Vitamin E eingenommen (1 Woche 600 mg pro Tag (1x 400 abends, 1 x 200 morgens; 2 Wochen 250 mg morgens) - leider hat das nur meine zuckende Oberlippe beruhigt, sonst hat sich nichts verändert.
Sollte ich mich dennoch auf einen Magnesiummangel untersuchen lassen?
- Kommen andere Mängel, z.B. Vitamin B12 oder Vitamin D in Frage? Oder andere Ungleichgewichte im Elektrolythaushalt (Kalium war ja im Normbereich)? Das hatten die Neurologin und mein Hausarzt eher für unwahrscheinlich gehalten, weil die Beschwerden nicht so drastisch für schwere Mängel seien und mein Hausarzt das Blutbild, abgesehen von Bilirubin, für völlig in Ordnung hält.
- Kennt jemand rein orthopädische Beschwerden sich derart auf Muskelkraft in allen Gliedmaßen und besonders halbseitig und mit Gangstörung auswirken - mit Schwäche, Zittern und Faszikulationen?
Meine Frau sagt mir, dass ich jetzt endlich daran glauben kann, dass ich kein ALS oder eine andere neurologische Erkrankung habe - die letzten Tage war ich sehr unruhig und aufgelöst und fürchte, dass ich in ein paar Wochen oder Monaten schlimmere Symptome habe und man doch was feststellt.
Leider muss ich einsehen, dass ich keine Ahnung habe, nur weil ich einige Erfahrungsberichte und Differentialdiagnosen gelesen habe und mich auf diversen Medizin-Info-Seiten getummelt habe.
Vielleicht kann mir hier jemand die ein oder andere Frage beantworten.
Vielen lieben Dank für alle, die es bis hierher geschafft haben und mir eventuell die ein oder andere Frage beantworten können/wollen.

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