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ALS trotz unauffälligen EMG Befund?

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    kadan Spannend! Auch bei den sit-ups ist es genauso bei mir. Nach ein paar Mal fängt zwar der Rücken an zu brennen und zu überlasten, aber das Rattern hört auf.
    Mich sorgen in erster Linie diese unguten Einschlafzuckungen sowie diese Art Koordinationsprobleme beim Arbeiten mit Armen/Händen. Es ist wie wenn man furchbar nervös wäre und dadurch schusselig was ich aber nicht bin.

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      Hustinettenbaer,

      ich sehe bei dir einfach keinen Grund zur größeren Sorge. Du hast Zuckungen, Belastungsintoleranz und diesen Rigor. Neurologisch ist bei dir nichts, aber auch rein gar nichts gefunden worden.
      Damit ist ALS und Co vom Tisch.
      Wie schon gesagt, in einer solchen Konstellation ist SFN naheliegend, das einzige was dagegen spricht, ist die völlige Abwesenheit von sensiblen Symptomen.
      In deinem Fall hilft nur abwarten, ob sich weitere Symptome zeigen. Vielleicht geht das auch wieder weg, wer weiss.

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        kadan danke du hast Recht. ALS etc halte ich auch für maximal unwahrscheinlich. Hab irgendwie trotzdem noch die Befürchtung dass es was gröberes im Hirn ist und dass diese Zuckungen und Koordinationsprobleme der Beginn von Ataxie und Myoklonie sind.

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          Solange du den Finger-Nase-Versuch und den Knie-Hacke-Versuch hinbekommst, würde ich mir über Ataxie gar keine Gedanken machen

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            Ja diese Tests sind derzeit noch kein Problem. Allerdings wird ja eine Ataxie, sofern sie nicht von etwas plötzlichem wie Schlaganfall ausgelöst wird, auch mit schleichend zunehmenden Symptomen wie vermehrte Ungeschicklichkeit beginnen. Deshalb war auch meine gestrige Frage, ob der NFL Wert für eine Degeneration einen Hinweis geben könnte.

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              Eurer Wahrnehmung des "Ratterns" scheint ein grundsätzliches Missverständnis darüber zugrunde zu liegen wie die Ansteuerung der Muskeln durch das Gehirn funktioniert.

              Wenn man versucht einen Bewegungsablauf unter hoher Muskelbelastung bewusst langsam auszuführen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das nicht ganz flüssig gelingt relativ hoch.
              Ich gehe mal davon aus, dass Ihr das versucht.
              Das liegt einfach daran, wie die Nerven die Muskeln ansteuern.
              Das erfolgt nicht analog, also in einer stufenlosen Steigerung der Muskelkraft, sondern digital, also in kleinen Einzelschritten.
              Wenn man bewusst (oder unbewusst) dem Muskel mitteilt in welche Endstellung er sich bewegen soll erfolgen die Einzelschritte mit einer hohen Geschwindigkeit, so das der Eindruck einer gleichmäßigen, flüssigen Zunahme der Muskelbewegung entsteht.
              Versucht man das bewusst langsam werden mit zunehmender Muskelanspannung die Einzelschritte sichtbar.

              Ich hoffe das war einigermaßen verständlich.
              It's a terrible knowing what this world is about

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                KlausB ich verstehe was du meinst. Allerdings habe ich das Rattern/Zittern auch bei völlig normalen Alltagsbewegungen wie Kopfnicken, Tasse abstellen usw. Wenn ich diese Bewegungen ganz langsam ausführe, dann ist das Zittern gar nicht mehr sichtbar.

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                  ich stimme Klaus B zu. Ich würde noch ergänzen das Bewegungen nicht isoliert in einem Muskel initiert werden. Es sind in aller Regel Bewegungsmuster.
                  Dazu benötigt man die agonistischen und die antagonistischen Muskeln.Alle wohl orchestriert um zu einer fließenden, leichten Bewegung zu kommen.
                  Gerade bei Anspannung und zu hohem antagonitischem Tonus werden Bewegungen `ratternd`` und fühlen sich mühselig an.Vieleicht hilft da ein Bewegungstraining in Form einer langsamen bewußten Bewegungsdurchführung wie bei der Feldenkraismethode oder auch Yoga. Zumindest wäre das ein Weg mit den Beschwerden umzugehen.

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                    KlausB

                    ich verstehe schon, wie das mit den Muskeln funktioniert. Aber es ist trotzdem nicht so, wie du sagst.
                    Mein Rattern beim Strecken der Arme kam von einem auf den anderen Tag. Bis dato konnte ich die Bewegung flüssig ausführen, ob langsam oder schnell, mit Gewicht oder ohne. Nach einem Bizepsztraining fingen die Armmuskel an, ganz fürchterlich zu zittern in einer Form, die ich bis dato nie erlebt habe. Das Zittern dauerte über eine halbe Stunde und fortan war das Ruckeln da. Und das Ruckeln ist umso stärker, je weniger Gewicht ich bewege und nicht wie du schreiibst mit mehr Gewicht.

                    Wenn man versucht einen Bewegungsablauf unter hoher Muskelbelastung bewusst langsam auszuführen, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass das nicht ganz flüssig gelingt relativ hoch.

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                      Ist das in etwa so:
                      "Der Sportler beschreibt den Muskel als rigide, unelastisch und verkürzt"
                      It's a terrible knowing what this world is about

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                        Würde ich nicht sagen. Es fühlt sich alles normal an, abgesehen vom Rattern beim Strecken.

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                          Und das Rattern ist deutlich von außen sichtbar, nicht nur gefühlt.

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                            Bei mir ist es genauso wie von kadan beschrieben.

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                              Obwohl ich tatsächlich sagen muss, das auch dieses Symptom bei mir besser (also schwächer) geworden ist, in dem Maße, in dem es mir insgesamt besser geworden ist.

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                                Zitat von kadan Beitrag anzeigen
                                Würde ich nicht sagen. Es fühlt sich alles normal an, abgesehen vom Rattern beim Strecken.
                                Trifft das nicht die Beschreibung "rigide und unelastisch"?
                                Also so als ob Du in der Bewegung Widerstände überwinden musst.
                                Zuletzt geändert von KlausB; 30.01.2023, 11:53.
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