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Muskelzuckungen rauben mir den Schlaf

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    Muskelzuckungen rauben mir den Schlaf

    Hallo,

    ich melde mich hier nochmal, da ich wirklich am verzweifeln bin.

    Ich habe jetzt seit 4 Wochen Muskelzuckungen am ganzen Körper. Ich hatte diese früher auch, aber vlt 1x im Monat mal am Augenlid oder nach dem Sport.
    Angefangen haben diese ohne ersichtlichen Grund für mich, ich kann diese auch nicht wirklich provozieren.
    Tagsüber wenn ich arbeite lässt sich ganz gut davon ablenken, aber sobald ich mich setze oder Abends auf die Couch/ ins Bett gehe rauben sie mir die Nerven. Alle 5-10 Sekunden zuckt es irgendwo, manchmal nur 1-2 kurze kontraktionen am Oberschenkelmuskel, dann kurz Ruhe, dann der Oberarm, dann Bauch etc. Gibt eigentlich kein Körperteil bis auf Gesicht (abgesehen des augenlids) und Zunge, das nicht betroffen ist. Füße auch recht selten.
    Gestern hatte ich beidseitig Krämpfe in den Unterarmen, was ich allerdings auch mein vorangegangen Rückentraining im Fitnessstudio schieben würde. Was mich allerdings stutzig gemacht hat war, dass man den Krampf "sehen" konnte, wie der Muskel kontrahiert und wieder loslässt, wie ein pulsieren, das kenne ich von Krämpfen so gar nicht.
    Generell ist mir aufgefallen, dass die Zuckungen nach einem anstrengenden Training oder körperlicher Arbeit noch einmal deutlich in Ihrer Frequenz zunehmen.
    Zudem leide ich unter extremer Tagesmüdigkeit und morgens unter Muskelsteifheit, die nach und nach während der Arbeit besser wird.

    Blut und Urin waren unauffällig, habe Mineralien und Elektrolyte testen lassen und Magnesiummangel oder ähnliches auszuschließen, Werte sind gut.
    Vor 2 Wochen war ich beim Neurologen der die üblichen Reflex und Krafttests durchgeführt hat und anschließend die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen hat. Von Kopf nach Fuß war alles in Ordnung, im Oberarm jedoch wurde beidseitig ein Sulcus Ulnaris Syndrom festgestellt, was allerdings vor Jahren schon von meinem Hausarzt vermutet wurde und nichts mit den Muskelzuckungen zu tun hat, auf diese ist die Neurologin leider gar nicht weiter eingegangen und meinte nur, wir sehen uns in 3 Monaten wenn es nicht besser geworden ist.
    Eine Blutprobe hat sie noch genommen, CK ist unauffällig.

    Nun rauben mir diese Faszikulationen wirklich den Schlaf, wann immer ich zur Ruhe kommen oder schlafen möchte zuckt es überall und teilweise wache ich sogar davon auf, da auch größere Zuckungen vorkommen, bei denen es sich anfühlt als würde sich der komplette quadrizeps oder Trizeps kurz "schütteln"

    Ich weiß wirklich nicht mehr weiter und mache mir natürlich auch Gedanken, ob dies der erste Hinweis auf eine Erkrankung des Nervensystems sein könnte.

    Bin um jeden Ratschlag dankbar.
    Zuletzt geändert von Superhero; 05.08.2023, 21:20.

    #2
    Hallo!
    Lies dich mal durch die vielen Beiträge in diesem Forum, dann wirst du feststellen, dass es ganz vielen so geht wie dir.
    Gebetsmühlenartig versuchen wir euch zu überzeugen, dass Faszikulationen ohne weitere neurologischen Symptomen zwar lästig, aber bedeutungslos sind und auf nichts spezielles hinweisen. Das kann wieder vergehen oder es kann dir bleiben und du musst dich damit arrangieren.
    Aber scheinbar ist es wie bei kleinen Kindern, Erfahrungen muss man selber machen und kann man nicht weitergeben.

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      #3
      Hallo,

      danke erstmal für deine zügige Antwort.

      Ich verstehe, dass es für viele hier im Forum sicher lästig ist solche Beiträge zu lesen oder zu beantworten.
      Ich habe mich allerdings schon durch einige Beiträge hier geklickt und auch sonst einiges gelesen und habe eben auch mitbekommen, dass Faszikulationen und/oder Krämpfe als erstes Symptom aufgetreten sind, eben noch vor der klinischen Schwäche eines oder mehrere Muskeln, deshalb denke ich jeder, der diese Fasizikulationen neu bemerkt und diese über Wochen nicht weggehen, wird sich Gedanken machen und Rat suchen.
      Natürlich hoffe ich, dass du recht hast, und diese nichts zu bedeuten haben, können Sie aber theoretisch scheinbar.

      Darf ich fragen, was deine erste Symptome waren?

      Weiterhin einen schönen Abend

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        #4
        Also ich kenne niemanden, der zu Beginn nur Faszikulationen hatte und bei dem um späteren Verlauf dann erst weitere Symptome hinzukamen.
        Bei mir waren ziemlich zeitgleich Faszikulationen und raschere muskuläre Ermüdung inkl Zittern die ersten Symptome.

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          #5
          Inwiefern hat sich raschere muskuläre ermüdung bei dir geäußert?

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            #6
            Stiegen steigen fühlen sich nach 3 Stockwerken an, als wäre ich 10 hochgegangen, Arme machen beim Schwimmen nach 2 Längen platt wo es früher 10 waren, selbst das längere Halten eines Regenschirms wird mittlerweile anstrengend. Auch belastungsabhängige Schmerzen an Waden und Rücken waren lange Zeit vorhanden, die sind aber besser geworden. Es gibt aber auch andere begleitende Symptome, wie zeitweise extreme Tagesmüdigkeit und Schlafprobleme wegen der Atmung, die den Alltag erschweren. Die Faszikulationen waren am Anfang lästig und sogar häufiger als heute, mittlerweile sind sie meine geringste Sorge.

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              #7
              Tut mir Leid das zu hören, hast du denn schon eine gesicherte Diagnose?

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                #8
                Ich hab gar keine Diagnose. Solange du keine klinische Schwäche hast oder anders ausgedrückt, solange du noch essen, atmen und gehen kannst bekommst du auch keine.

                Kommentar


                  #9
                  Schau mal bei Facebook in die Gruppe: BFS Recovery - Benign Fasciculation Syndrome -Support Group d
                  da sind viele dabei, bei denen es schon über Jahrzehnte zuckt.....

                  aber Deine Angst verstehe ich definitiv....geht mir nicht anders....bei mir zuckt es jetzt auch mehr oder weniger permanent seit Anfang des Jahres....unwillkürlich und überall (wobei 80-90% in den Waden sind)
                  Die Ängste ausblenden ist auch bei mir schwierig und kommen immer wieder hoch.

                  Es wäre vll. mal interessant zu wissen, wie tatsächlich der Verlauf bei ALS Patienten war....wann genau die Zuckungen aufgetreten sind etc.

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                    #10
                    Zitat von Basti84 Beitrag anzeigen
                    Es wäre vll. mal interessant zu wissen, wie tatsächlich der Verlauf bei ALS Patienten war....wann genau die Zuckungen aufgetreten sind etc.
                    Es gibt hier keine Regel. Bei vielen zuckt es erst später, bei anderen von Beginn an.

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                      #11
                      Bei meinem Mann (ALS) traten die Zuckungen erst auf, als er schon sehr eingeschränkt mit rechtem Arm und Bein war. Und auch dann waren es eher leichte Zuckungen, wie sie fast jeder Mal hat.
                      Vor den ersten Einschränkungen hatte er vermehrt Wadenkrämpfe. Aber auch im normalen Bereich. Es kann daher auch Zufall gewesen sein und nicht zwingend ein erstes Zeichen der schlimmen Erkrankung.

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                        #12
                        Zitat von Collien78 Beitrag anzeigen
                        Bei meinem Mann (ALS) traten die Zuckungen erst auf, als er schon sehr eingeschränkt mit rechtem Arm und Bein war. Und auch dann waren es eher leichte Zuckungen, wie sie fast jeder Mal hat.
                        Vor den ersten Einschränkungen hatte er vermehrt Wadenkrämpfe. Aber auch im normalen Bereich. Es kann daher auch Zufall gewesen sein und nicht zwingend ein erstes Zeichen der schlimmen Erkrankung.
                        Und waren die Zuckungen dann auch nur an der einen Seite oder auch völlig quer durch den Körper verteilt

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                          #13
                          Hauptsächlich auf der zuerst betroffenen Seite. Als die andere auch schwächer wurde, kamen dort aber keine stärkeren Zuckungen dazu. Seit er nicht mehr gehen konnte (12/22) waren sie vollständig verschwunden.

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von Collien78 Beitrag anzeigen
                            Hauptsächlich auf der zuerst betroffenen Seite. Als die andere auch schwächer wurde, kamen dort aber keine stärkeren Zuckungen dazu. Seit er nicht mehr gehen konnte (12/22) waren sie vollständig verschwunden.
                            Und mit Einschränkungen meinst Du schon Schwächen im Sinne von Kraftverlust, Gegenstände aus der Hand fallen, Stolpern etc oder?

                            also kamen die Zuckungen tatsächlich erst nachdem man merkte, dass irgendwas nicht stimmt?!

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                              #15
                              Ja genau. Als die Zuckungen auftraten, konnte er mit der rechten Hand nicht mehr gut greifen. Den Arm nicht mehr vollständig heben. Die Schulter war atrophiert. Den rechten Fuß konnte er nicht mehr richtig heben. Auch Aufstehen von tiefer Couch war zu der Zeit schon anstrengend.
                              Mein Mann hatte einen sehr schnellen Verlauf. Vom ersten Symptom bis Tod nur 1,5 Jahre. Die Zeit der Muskelzuckungen betrug geschätzt nur 3-4 Monate und auch nur phasenweise.

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