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Angst vor ALS

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    #16
    Bei einer Krankheit wie bei ALS haste es permanent und ab und zu ziemlich heftig. habe mir Videos von kranken angeschaut auf youtube und das ist kein Vergleich was ich oder andere haben
    Das ist eben so nicht richtig und ein paar Videos von Youtube sind keine seriöse Quelle. Die Zuckungen bei ALS sind genauso sehr verschieden, wie bei denen, die kein ALS haben. Es gibt sogar ALS-PAtieneten, da zuckt es gar nicht oder so gut wie gar nicht.

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      #17
      Da hat Kadan gem. meinen Infos (ALS Fachneurologen, Direkt Betroffene) absolut recht

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        #18
        Kann der Neurologe in einer Ultraschalluntersuchung der Muskeln erkennen, ob es sich um gutartige Zuckungen handelt oder diese von einer möglichen ALS kommen könnten?

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          #19
          Kommt darauf an. Lies mal hier und dann bist du gut informiert:

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            #20
            Und am besten liest du auch mal hier, um endlich deine irrationale Angst in den Griff zu kriegen

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              #21
              Guten Morgen, die Angst ist aufgrund der Symptome da. Trotzdem muss diese natürlich behandelt werden, weshalb ich mit meinen Ärzten in Absprache bin. Hab es zunächst mit Sertralin probiert, was ich leider nach 3 Tagen abbrechen musste, weil gar nichts mehr ging. Aktuell nehme ich ein pflanzliches Mittel, nämlich Laif 900. Ansonsten steht noch Opipramol aus, was ich probieren könnte.

              Bin kein Profi und hier gibt es definitiv viele die unbegründete Ängste haben und kerngesund sind. Ich kann, wie viele andere hier, aber nicht glauben, dass die Symptome von meiner Psyche kommen....denn alles läuft perfekt in meinen Leben, bis auf diese scheiß körperlichen Symptome.

              Bin aufgewacht heute morgen und habe total steife Finger in rechten Hand gehabt. Zudem hat der Muskel zwischen Daumen und Zeigefinger öfter gezuckt. Dann kommt die Angst und ich bilde mir Muskelschwund an dieser Stelle ein (?)...War gestern mal wieder 2 km joggen, wozu ich mich gezwungen habe. Habe das Gefühl meine Muskeln machen 0,0 mit.

              Was will ich mit diesem Post bezwecken? Einerseits hab ich Angst ALS im Frühstadium zu haben, weil ich 0,0 fit bin und die Symptome da sind, die eben da sind. Andererseits suche ich ähnlich Betroffene, mit welchen man sich austauschen kann, die Tipps für mich haben und das man zusammen nach einer Lösung oder Möglichkeiten findet, damit es einem mal wieder besser geht.

              Könnte ich auch mit dem Rücken Probleme haben oder macht das absolut keinen Sinn? Im Rücken selbst habe ich eigentlich keine Schmerzen.

              Ich wünsche allen eine schöne Osterzeit

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                #22
                Danke lieber kadan für deine Zeit und deine Antworten

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                  #23
                  xxTxx,

                  ich habe schon den Eindruck, dass du zur Angststörung neigst, wie ausgeprägt die ist, lässt sich natürlich aus der Ferne schlecht beurteilen. Es mag sein, dass dein Leben ansonsten perfekt ist, aber vielleicht hats du auch eine übersteigerte Angst, dass dieses "perfekte Leben" gestört wird.

                  Es ist eben einfach nicht normal, dass ein Mensch mit ein paar neurologischen Symptomen nach einer Untersuchung beim Facharzt, immer noch an ALS (einer extrem unwahrscheinlichen Krankheit) glaubt und immer noch eine solche Angst verspürt und letztlich auch kein Vertrauen in den Arzt hat. DAs ist eben typisch für eine Somatisierungsstörung.

                  Ich kann verstehen, dass es beunruhigend ist, dass der Neurologe trotz der Symptome nichts findet. Das ist aber leider sehr häufig. Du musst dich von der Vorstellung befreien, dass man mal eben diese Symptome erklären kann. Es gibt das BFS (benignes Faszikulationssyndrom), was keine eigene Krankheitsentität ist, aber einen Komplex von Symptome zusammenfasst, die gutartig sind, aber eben nicht kausal erklärbar sind.

                  Google mal nach about.bfs.com, da findest du Tausende mit deiner oder ähnlichen Symptomatik. Es gibt sogar eine Studie der Mayo-Klinik, wo man ganz viele BFS-Patienten über viele Jahre beobachtet hat und keiner hat ALS entwickelt.

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                    #24
                    Hier mal ein interessanter Artikel zu BFS

                    Das benigne Faszikulationssyndrom (BFS) ist durch Faszikulationen (Zuckungen) von willkürlichen Muskeln im Körper gekennzeichnet.[1] Die Zuckungen können in jeder willkürlichen Muskelgruppe auftreten, sind aber am häufigsten in den Augenlidern, Armen, Händen, Fingern, Beinen und Füßen zu beobachten. Auch die Zunge kann betroffen sein. Die Zuckungen können gelegentlich oder kontinuierlich auftreten.[2] Das BFS muss von anderen Erkrankungen unterschieden werden, die Muskelzuckungen beinhalten.

                    Anzeichen und Symptome
                    Das Hauptsymptom des benignen Faszikulationssyndroms ist eine fokale oder weit verbreitete unwillkürliche Muskelaktivität (Faszikulation).[1] Die benignen Zuckungen haben normalerweise einen konstanten Ort.[2]
                    Weitere häufige Symptome sind generalisierte Müdigkeit oder Schwäche, Parästhesien oder Taubheitsgefühle und Muskelkrämpfe oder -spasmen.[1] Muskelsteifheit kann ebenfalls vorhanden sein; wenn nicht auch Muskelschwäche vorhanden ist und die Krämpfe schwerer sind, kann die Steifheit stattdessen als Krampf-Faszikulationssyndrom kategorisiert werden.[3] Die Krampf-Faszikulation ist eine Variante des BFS, die sich mit Muskelschmerzen und Belastungsintoleranz präsentiert.[2][4]
                    Die BFS-Symptome werden typischerweise nicht von einer schweren Muskelschwäche begleitet und treten typischerweise auf, wenn sich der Muskel in Ruhe befindet. Personen mit BFS können eine wahrgenommene Schwäche haben, die das Gefühl einer ermüdeten Gliedmaße vermittelt, aber keine echte klinische Schwäche ist. Faszikulationen können von einem Körperteil zum anderen wandern [medizinisches Zitat].
                    Ursachen
                    Die genaue Ursache des BFS ist unbekannt.[5] Es ist nicht bekannt, ob es sich um eine Erkrankung der motorischen Nerven, der Muskeln oder der neuromuskulären Verbindung handelt.[medizinisches Zitat benötigt]
                    Eine Gesundheitsangststörung kann eine Ursache bei Personen sein, die sich Sorgen machen, dass sie eine Motoneuronenerkrankung haben; diese anhaltende Sorge ist ein psychiatrischer Zustand, der vor allem bei medizinischem Fachpersonal und Ärzten beobachtet wird.[1] Ein Zusammenhang mit dem Angstniveau ist nachgewiesen;[1][6] BFS wird Berichten zufolge bei "ängstlichen Medizinstudenten" und Klinikern unter 40 Jahren gefunden,[3] und dieses als "Faszikulationsangstsyndrom" bekannte Phänomen wird durch den Zugang zu Informationen im Internet verstärkt.[4]
                    Faszikulationen können durch intensive und lange Perioden täglicher Bewegung verursacht[4] oder verschlimmert werden.
                    BFS kann auch durch die langfristige Einnahme von Anticholinergika verursacht werden,[4] und Faszikulationen können durch den Konsum anderer Drogen oder die Exposition gegenüber Steroiden, Nikotin, Koffein, Alkohol, Insektiziden und Pestiziden verursacht werden.[2] Auch Schilddrüsenerkrankungen können ähnliche Symptome verursachen.[3]
                    Diagnose
                    Das benigne Faszikulationssyndrom ist eine Ausschlussdiagnose, das heißt, andere mögliche Ursachen für die Zuckungen müssen ausgeschlossen werden, bevor die Diagnose BFS gestellt werden kann. Die Diagnose umfasst Bluttests, eine neurologische Untersuchung und eine Elektromyographie (EMG).[2]
                    Ein weiterer Schritt bei der Diagnose von BFS ist die Überprüfung auf klinische Schwäche oder Auszehrung, die bei ernsthafteren Erkrankungen gefunden werden.[4][2] Das Fehlen klinischer Schwäche zusammen mit normalen EMG-Ergebnissen (bei denjenigen, die nur Faszikulationen haben) schließt ernstere Erkrankungen weitgehend von der möglichen Diagnose aus. 2][3] Bei jüngeren Menschen, die nur Faszikulationen der unteren Motoneuronen (LMN), keine Muskelschwäche und keine Schilddrüsenanomalien aufweisen, stellen Turner und Talbot (2013) fest, dass "Personen unter 40 Jahren beruhigt werden können, ohne auf die Elektromyographie (EMG) zurückzugreifen, um die kleine, aber sehr schädliche Möglichkeit von falsch-positiven Ergebnissen zu vermeiden".[3]
                    Nach Kincaid (1997) wird die Diagnose gestellt, wenn es keinen klinischen Befund einer neurogenen Erkrankung gibt; er beruhigt die Patienten zunächst, dass keine "ominöse Erkrankung vorzuliegen scheint", und sagt: "Ich schlage vor, dass Patienten wie diese ein Jahr oder länger mit klinischen und elektromyographischen Untersuchungen in etwa 6-monatigen Abständen verfolgt werden, bevor man sich der Diagnose sicher ist, dass die Faszikulationen wirklich gutartig sind. "[7] Andere Publikationen empfehlen eine Nachbeobachtung für vier oder fünf Jahre, bevor man den Zustand als gutartig einstuft, obwohl der Prozentsatz der Personen, die zu einem ernsteren Zustand fortschreiten, sehr gering ist.[2]
                    Klassifizierung
                    Das benigne Faszikulationssyndrom und die Variante Krampf-Faszikulationssyndrom "können als Teil eines größeren Krankheitsspektrums betrachtet werden, das auch die erworbene Autoimmun-Neuromyotonie einschließt."[4]
                    Differentialdiagnosen
                    Weitere schwerwiegende Erkrankungen, die abgegrenzt werden müssen, sind Motoneuronenerkrankungen (MND) wie die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS),[3] Neuropathie,[4] und Rückenmarkserkrankungen.

                    Nach Turner und Talbot (2013) "treten die Faszikulationen bei MND oft abrupt und weit verbreitet bei einem Individuum auf, das zuvor in der Jugend nicht von Faszikulationen betroffen war. Der Ort der Faszikulationen, z. B. die in den Waden gegenüber dem Bauch, hat sich nicht als Unterscheidungsmerkmal für eine gutartige Erkrankung erwiesen. Es gibt widersprüchliche Belege dafür, ob sich der Charakter der Faszikulationen bei MND neurophysiologisch unterscheidet."[3] Es ist "außerordentlich selten, dass Patienten, bei denen später ALS diagnostiziert wird, nur Faszikulationen aufweisen", und ALS wird bei einem normalen EMG und keinem Hinweis auf Muskelschwund ausgeschlossen.[2]

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                      #25
                      PS Eingeklemmte Nerven, Diskus Bulging und Protrusionen machen übrigens auch die ‚lustigsten‘ Symptome inkl Steiffigkeit und Faszis - kenn ich aus eigener Erfahrung

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                        #26
                        Interessanter Artikel auf jeden Fall. Ich versuche mir die Angst auch aus dem Kopf zu schlagen, was schon sehr gut geklappt hat in letzter Zeit.

                        Ich werde es bei einem Orthopäden nochmal ansprechen und meinen Wunsch äußern ein MRT der Wirbelsäule zu machen. Vielleicht bekomme ich meine Erklärung für meine Probleme.

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                          #27
                          Einen kleinen Nachtrag für Leser mit ähnlichen Problemen möchte ich geben.

                          Meine Muskeln zittern innerlich, was von außen gar nicht zu sehen ist. Desweiteren hab ich oft Schmerzen (wie ein kribbeln) in meiner linken Ferse.

                          Es ist wirklich zum kotzen

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                            #28
                            Es werden sich wahrscheinlich weitere Symptome dazugesellen. Man wird abwarten müssen. Kribbeln ist das erste sensible Symptom.
                            Oft steckt hinter BFS eine Small-Fiber-Neuropathie. Die ist nur über eine Hautbiospie diagnostizierbar. Aber dazu ist es viel zu früh.
                            Lass ein wenig Zeit vergehen, ohne Panik zu bekommen. Noch ist alles sehr unspezifisch

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                              #29
                              Panik hab ich keine, bin aber dauerhaft ungewollt am zittern. Und das beeinträchtigt mich extrem. Bin aktuell unterwegs und weiss echt nicht wohin mit mir. Die meisten Probleme machen mein linkes Bein/Fuß und meine rechte Hand. Das ist eher untypisch???

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                                #30
                                untypisch für was?

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