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    seit längerem wieder hier - immer noch ohne!

    Hallo Zusammen!

    ach, ich war länger nicht hier. Und bin doch keinen Schritt weiter. Meine Geschichte geht schon seit über zwei Jahren. Es gab unzählige Symptome, die ich gar nicht aufzählen kann...Nur den Anfang vielleicht: Schmerzen und Zucken der kleinen Finger. Das heißt, eigentlich fing es schon 2011 mit einer Meralgia Parestetica an. Das ist ein Nervenengpass-Syndrom.
    Mittlerweile habe ich ein Sulcus Ulnaris Syndrom links, lt. Uni Düsseldorf auch doppelseitig, laut einiger Ärzte auch gar keines. Das kommt sehr stark auf die Interpretation der Ergebnisse an.

    Meine aktuellen Beschwerden: Faszikulationen im linken Fuß (seit 18 Monaten, immer auch mal an anderen Stellen, aber hauptsächlich da. Aber nicht immer.), Vibrieren linker Fuß. Mal wochenlang, dann wieder eine Weile nicht, jetzt wieder permanent. Ich haue den Fuß auch immer mal irgendwo an. Außerdem phasenweise starke neuropathische Schmerzen im Sulcus Ulnaris Bereich beider Arme. Im Moment ist es auch wieder schlimm. Die entsprechenden Muskeln in den Händen sind auch sehr schmal geworden. Da ich aber regelmäßig Handübungen mache und immer noch Kraft habe, wollen die Neuros nicht von Atrophie sprechen. Auch wenn ich finde, meine Hände sehen schon sehr skinny aus. Ich kämpfe mittlerweile auch gegen Schwäche in den Beinen. Die setzte recht spontan ein, nachdem mein linker Fuß mit dem Kribbeln anfing. Ich schlucke seitdem hochkonzentriertes Eiweiß und trainiere trainiere...es hilft. Aber es muss ja eine Ursache für das alles geben. Da meine Nerven involviert sind, tippe ich auf was neuromuskuläres. Das sagen auch meine Therapeuten. Aber die Neurologen wollen davon nichts wissen. Ich habe auch GM1 Antikörper, aber da die unterhalb des Signifikanzniveaus liegen, winken die meisten Neuros ab. Ich werde oft als "Psycho" abgetan. Aber die schmerzenden Dellen auf der Unterseite der Handgelenke (symmetrisch) sind ganz bestimmt nicht psychsisch! Mein Neurologe glaubt mir zwar, hat aber einfach keine Idee, was es sein könnte.

    Meine CK Werte sind immer normal. Ich habe ein Hashimoto, also eine Autoimmunerkrankung. Vieles deutet in diese AI Richtung (u.a. Raynaud Syndrom gelegentlich). Aber man findet nichts. Seit geraumer Zeit bin ich auch sehr kurzatmig geworden und hatte für einige Wochen massive Lungenprobleme (Druckgefühl, leichtes Husten). Ich nehme jetzt ein Asthmaspray...Eine Cortison-Stoßtherapie hat mir in jeder Hinsicht geholfen. Kurzatmig bin ich aber geblieben. Und was nützt mir das, wenn man nichts findet? Ich war schon in mehreren neuromuskulären Ambulanzen. Erst gestern wieder...dort wurde zwar ein Test auf Hereditäre Neuropathie mit Neigung zu Drucklähmung gemacht. Aber Lähmungen habe ich zum Glück noch keine. Sonst fiel der Ärztin nichts ein, außer der Frage, wie ich mit zwei Kindern noch so viel Zeit hätte so auf mich selbst zu achten. Die neurologischen klinischen Untersuchungen sind ja immer in Ordnung. Schluck!! Ach ja, Schluckstörungen habe ich auch immer mal wieder gehabt. Zu ganz schlechten Zeiten. Aber da sie bisher immer wieder verschwunden sind, sorge ich mich dann nicht so dolle. Trotzdem geht es in gewissen Zirkeln bergab. Zwischendurch geht es dann mal wieder, aber die Phasen werden eindeutig kürzer. Den Muskelabbau (besonders der linken Hand) konnte ich immer wieder bekämpfen. Aber dauerhaft verliere ich diesen Kampf dann doch, scheint mir. Und dann schießt scheinbar mein Immunsysem immer wieder quer und ich fühle mich totkrank (dann hilft nur Ibuprofen).

    Ich habe auch zahlreiche Degenerationen der Wirbelsäule (auch einen ganz seltenen BV in der Brustwirbelsäule, aber den merke ich eigentlich nicht). Beginnende Arthrosen (mit 44) und einen Kniebinnenschaden links. Also viel zu viel Verschleiß für mein Alter.

    Was um alles in der WElt kann das sein???? Mein Allergologe meint, ich ziehe seltene Dinge an. So hatte ich meinen Zwanzigern eine Aquagene Urtikaria. Davon gibt es weltweit nur 35 Fälle. Ich frage mich (und auch der Allergologe), ob a doch ein Gen querschießt und mir all diesen Mist beschert? Fällt jemandem denn noch was ein?? Die Ärzte jedenfalls sind vollends ratlos. Ich habe noch 2 Termine in neuromuskulären Zentren, wo ich noch nicht war, hier in meinem Bundesland...Ob es dort den Durchbruch gibt? Es hat noch niemand die Indikation für eine Muskelbiopsie gesehen (klinische Untersuchungen sind weitgehend in Ordnung, gelegentliche EMGs bestätigen zwar das Sulcus Ulnaris Syndrom, aber mehr wurde nicht gefunden...und jetzt muss ich ja wohl erstmal diesen aussichtslosen Gentest abwarten. Sonst streikt sicher die Kasse, oder?

    Wer hilft mir mit einem Rat?? Ich weiß echt nicht mehr weiter.....

    Gruß, Mara

    #2
    Hallo Mara,

    alles was ich dir raten kann ist nicht den Kopf in den Sand zu stecken. Ich weiß das dies leicht gesagt ist, zumal ich selber in einer tiefen Krise stecke.
    Bei mir hat man Arthrose im Alter von 41 festgesellt und nie hat einer was gemacht.
    Warst du mal in einer Muskelamblanz?
    Ich hab Jahre gebraucht, bis ich ne Diagnose hatte.
    Gib nicht auf!

    lG
    Kathrin

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      #3
      Hallo Kathrin,

      Ich war bereits in 4 Muskelambulanzen (davon in 2en zweimal). Erst gestern wieder...."Wie schaffen Sie es, sich bei zwei Kindern noch so auf sich selbst zu konzentrieren..?" Ich war begeistert über diese Aussage.

      Noch ein Gentest auf eine neuromuskuläre ERkrankung, die ich selbst für nicht wahrscheinlich halte, wurde gemacht..
      Nein, ich gebe nicht auf. Aber mittlerweile verkrafte ich es immer schlechter, wenn man mich nicht ernst nimmt.. Ich habe jetzt noch ein Muskelzentrum auf der Liste, wo ich als Selbstzahler hingehe...
      Was ich mittlereile habe, ist eine Verdachtsdiagnose auf ein Ehlers-Danlos-Syndrom. Der Gentest zeigte eine heterozygote Veränderung. Das heißt soviel wie...kann...muss aber nicht. Hilft mir auch nicht so viel. Nichts geht über eine wasserdichte Diagnose...
      Darf ich Fragen, ob du eine Muskelamublanz empfehlen kannst?

      lg, pink

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        #4
        hallo Mara,
        ich kann Kathrin nur zustimmen, gib nicht auf... der tag wird kommen an dem deine Diagnose gefunden wird. daran musst du ganz fest glauben. ich weiß selber wie schlimm es ist wenn man nichts genaues weiß und ich stelle es mir sehr schlimm vor wenn man nicht ernst genommen wird . ich wünsche dir viel kraft für deinen weiteren weg ...
        ich war übrigens auch in mehreren muskelzentren ehe man endlich die richtige spur hatte, das erste war auf der falschen fährte, das zweite hat von dem 1.nur abgeschrieben, das 3. verlief sich in eine Sackgasse und gab dann auf und das 4. hatte auf anhieb den richtigen riecher . nicht aufgeben .

        @Kathrin
        auch dir wünsche ich viel kraft um aus deine krise wieder schnell heraus zu kommen.

        Lg Daniela

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          #5
          Hallo Mara

          nicht aufgeben!!!!
          Bei mir hat es fast 10 Jahre gedauert bis man etwas gefunden hat. Zuerst hieß die Sache Osteoporose und ich wurde auch nicht ernst genommen. Erst vor etwa 5 Jahren der Neurologe nahm mich ernst und suchte und suchte. Jetzt heißt die ganze Sache Spinale Muskelatrophie.

          Hanni

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            #6
            Da kann ich mitsingen...

            Vor 30 (DREISSIG!) Jahren war ich schon ständig wegen schlimmer Rückenschmerzen in Behandlung mit unterschiedlichen Diagnosen und habe die abstrusesten Therapien bekommen, einschließlich 3 Rehaaufenthalte. Mit 40 wurde mir wegen schlimmer Hüftschmerzen eine Arthrose bescheinigt sowie zwei neue Hüften in Aussicht gestellt, sobald ich "alt genug" dafür sei.

            Meine Erkrankung ist erst seit 1994 bekannt. Seit 8 Jahren war ich ständig wegen zunehmender Schwäche beim Arzt, 2012 (mit 53 J.) kam endlich die Diagnose. Meine ständigen Schmerzen kamen von den zur Krankheit gehörenden Sehnenverkürzungen, dank spezieller Physiotherapie 2 x p.W. und Rollstuhl bin ich schmerzfrei und genieße mein Leben.

            Nicht aufgeben!

            LG Marlie

            Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

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              #7
              Hallo Marlie

              so ähnlich ging es bei mir auch.
              Arthrose , Osteoporose, Skoliose und und und.... Reha und immer mehr Schmerzen.
              Auf eine Muskelerkrankung kam keiner.
              Erst vor 5Jahren fing man dann an zu suchen.
              Diagnose hab ich erst seit letzten September. Ich bin diesen Monat 68 Jahre.
              Laufen geht noch mit 2 Stöcken und die Schmerzen sind auch nur noch wenig.

              Gruß Hanni

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                #8
                Hallo Ihr Lieben,
                vielen Dank für Eure Antworten! Ich bin wirklich geschockt, wie lange die Diagnose dauern kann. Ich habe zwei kleine Kinder und weiß gar nicht, wie es so weiter gehen soll...Die Neurologen haben mich zum großen Teil in die Psycho-Ecke gestellt. Aber ich weiß, dass etwas ganz gewaltig nicht stimmt. Nur das Sulcus Ulnaris-Syndrom kann es nicht sein. Dauerkribbeln im linken Fuß ist sicher nicht normal. Zumal mir irgendwie das Gefühl für dieses Bein abhanden kommt. Nur messbar war eben nicht. Dass jetzt auch noch bei der Gendiagnostik ein mildes Ehlers-Danlos-Syndrom herausgekommen ist, hilft auch nicht. Das kann es nicht alleine sein...Ich trainiere meine Muskelkraft. Ich habe aber überhaupt keine Ausdauer mehr und fühle mich immer irgendwie krank...Und die Hashimoto alleine kann das auch nicht sein. Besonders das linke Bein und die linke Hand machen mir Angt...Ich denke dann zwischendurch immer wieder an das Schlimmste...Das nimmt mir jede Lebensqualität. Ich weiß ja nicht, wie lange ich noch laufen kann. Wenn man weiß, woran es liegt, kann man vielleicht mit solchen Ausfällen besser umgehen, als wenn man nicht weiß wohin die Reise geht...Ich weiß mittlerweile nicht mehr, wie ich weiterleben soll...Tut mir leid für so viel Verzweiflung. Ich bin erst seit gut 2 Jahren auf der Suche. Und von Verdacht auf Vaskulitis und Kollagenose bis ALS ist alles schon dagewesen. Nichts hat sich bisher bestätigt...Zum Teil natürlich gut. Andererseits ist das auch kein Zustand..

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                  #9
                  Hallo mara,

                  da hilft wirklich nur dranbleiben.

                  Bei mir dauerte es neun Jahre. Ärzte sämtlicher Fachrichtungen, viele Fehldiagnosen, ebenso viele Fehlbehandlungen.

                  Zwischendurch habe ich auch immer wieder kapituliert. Aber aufgegeben hatte ich nicht. Irgendwann war es dann soweit. Kann man zwar auch nicht behandeln....aber ich weiss jetzt wenigstens weitesgehend, was mir Probleme bereitet.

                  Nicht Aufgegeben, notfalls eben wieder den Arzt wechseln. Ich weiss, das nervt, aber anders kommt man nicht zu einer Diagnose. Schliesslich kennen wir alle unseren Körper am besten und wissen, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Also lass dir auch nichts einreden.

                  Lg Claudia

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                    #10
                    Ja, ist ja richtig..letztendlich mache ich ja auch schon fast nichts anderes mehr, als Arzttermine wahrzunehmen ;-( Die Therapeuten sagen immer, ich müsse Geduld haben. Irgendwann würde sich die Krankheit schon so deutlich zeugen, dass man sie auch findet. Aber wenn es nun etwas ist, was man behandeln könnte? Und wenn rechtzeitig, dann besser? Mein Physio hat schon vor vier Jahren gesagt, ich hätte sicher was Systemisches. Und es hat sich mir noch nicht offenbart....Das erste Mal hatte ich Probleme mit den Muskeln und Gelenken schon vor zwei Jahrzehnten. Nach einem Virusinfekt. Das ganze verlief schubweise und in den Schüben hatte ich immer das Gefühl, ich muss sterben und keiner weiß warum. Totale Fatigue, starkes Krankheitsgefühl, null Konzentration, Blackouts, Muskelzucken, Gelenkschmerzen. Heute ist es ein wenig anders, da auch Muskelabbau und Nervenbeschwerden dazu gekommen sind, dafür nicht ganz so starke Schwächegefühle und Konzentrationslöcher, aber es ähnelt der Sache damals zumindest in der Muskelbeteiligung (Zucken, Schmerzen) und ich fühle, es gibt einen Zusammenhang...Und das war schon damals so schlimm, dass ich immer Angst hatte, es holt mich wieder ein. Kein Arzt hat je rausgefunden, was es war.. Und siehe da....jetzt immer noch nicht. Aber...ja ich bleibe dran. Leider fällt mir das Leben nebenher schwer....
                    Zuletzt geändert von MaraMai; 12.01.2015, 18:57.

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