Bei Ihrem ersten Besuch, lesen Sie sich am besten die FAQ durch. Sie müssen sich im Forum registrieren,
bevor Sie Beiträge schreiben können. Zur Ansicht von Beiträgen,
wählen Sie einfach eines der nachstehenden Foren aus.
Der Großzehenheber z.b. endet im mittleren Teil des Fußrückens in seiner Sehne, die wiederum am Endglied der Großzehe ansetzt.
Ähnliches gilt für die Strecker der kleinen Zehen. Insofern können "Kuhlen", die nur oder hauptsächlich im vordersten Bereich nahe dem Ansatz der Endglieder der Zehen zu sehen sind, nicht von einer Muskelatrophie stammen, nur von einer Abnahme des Bindegewebes und/oder Fettgewebes, was die sehnen sichtbarer werden lässt.
Und bzgl. der Hand:
Die meisten intrinsischen Muskeln der Hand befinden sich in der Tat mehr oder weniger palmar (also auf der Handinnenseite): die hypothenare und thenare Muskulatur, die vier lumbricales (je ein Muskel für einen der vier Finger, die die Sehnen verbinden), und die zwischen den Fingern, allerdings mehr zur Handinnenseite als zur Handoberfläche gerichtet gelegenen interossei palmares.
Es gibt allerdings eine Ausnahme:
Die interossei dorsales ziehen sich, wie der Name schon sagt, von der Oberseite der Finger (auf der Höhe der Mittelgelenke) bis hin zur Rückseite der Hand (=dorsal) wo über ihnen die Sehnen der Fingerstrecker liegen.
Bei einer Atrophie der interossei dorsales heben sich also die Sehnen stärker hervor ("Gruben" zwischen den Sehnen). Allerdings kann derselbe Effekt bzw. ein sehr ähnliches Aussehen entstehen, wenn keine Atrophie der interossei dorsales vorliegt, aber das Fett/Bindegewebe am Handrücken zurückgeht, wie es häufig im Alter (senile Hände) zu beobachten ist. Oder eben bei anderen Erkrankungen wie dem Marfan-Syndrom, EDS, oder auch einfach nur anlagebedingt (oftmals junge, große und schlacksige Männer oder zierlich gebaute junge Frauen)
Dann gibt es noch die extrinsische Muskulatur, die sich im Unterarm befinden, und vor allem für die "gröberen" Handbewegungen (insbesondere Beugung/Streckung des Handgelenks) zuständig ist, wohingegen die intrinsische Muskulatur für die Feinmotorik verantwortlich ist.
Und auf die interossei dorsales bezieht sich auch der Effekt, den ich in meinem Thread beschrieb und den man bei einer Schwäche der interossei oft als Kompensationsmechanismus beobachten kann: um die (vollständige) Öffnung der Hand (Streckung der Fingergrundglieder) zu erreichen, beugt man unwirklich leicht das Handgelenk, so dass der Zug auf den extensor digitorum communis, einem Strecker im Unterarm, erhöht wird. Allerdings trägt dieser Mechanismus zur Ausbildung einer Krallenhand bei.
Ganz einfach ausgedrückt: kommt es zu einem Abbau der Muskeln auf dem Handrücken sieht man die Sehnen stärker.
Ausser ma ist gross und schlacksig (bin ich nicht ) und hat ein Hypermobilitässyndrom☺
Beides sind keine Optionen für mich.
So oder so nicht :-(
Danke trotzdem
Wie Pelztier beschrieben hat enden die Muskeln im mittleren Teil, da wo diese Gnubbel sind.
Anatomisch handelt es sich bis dahin noch um das Fußgelenk.
medien_wiens Link ist eine Ansicht von der Innenseite des Fußes. Der dort sichtbare Muskel im Vorderfuß ist der Großzehenstrecker (vergleichbar mit dem Muskel am Daumen).
Hier eine übersichtliche Draufsicht des Fußes: http://images.google.de/imgres?imgur...24AXUQ9QEIHjAA
Im Prinzip sind Fuß und Hand gleich aufgebaut. Sowohl an Handoberseite, wie an der Fußoberseite ("Vorderfuß") sitzen daher keine Muskeln.
@medien_wien
Da hast Du Pelztier missverstanden: Die Musculi interossei dorsales liege seitlich, eher unten am 1. Fingerglied und enden in höhe des Grundgelenks. Also verlaufen nicht im Bereich des Handrückens. Außerdem sind die echt klein, weil auch nur für das Spreitzen der Finger zuständig sind.
Medien_wien
nein, das hast mich falsch verstanden, wenn du diesen Schluss daraus ziehst. Ausgeprägte Sehnen auf dem Handrücken sind ziemlich häufig, und haben in den wenigstens Fälle ihre Ursache in einer Atrophie der Interessen dorsales - und in letztgenannten Fällen findet man dann eben auch eine (in jedem Fall zumindest leichte) Schwäche.
Wie du also anhand meiner Aussage darauf kommst, dass bei dir eine Atrophie vorliegen müsse, weil keine der genannten Optionen auf dich zutreffen könne, erschließt sich mir nicht. Du hast doch selbst irgendwo gesagt, dass du schon immer sehnig gewesen seist. Dann ist das bei dir schon einmal anlagebedingt, auch wenn du nicht groß und schlacksig bist. Und warum du so vehement ein EDS un Co ausschließt, erschließt sich mir ebenso wenig, warum du dich so an auf eine Atrophie fokussierst.
Und wegen der Schwäche der interossei habe ich auch Schwierigkeiten selbst mit dem genannten "Trick" den kleinen Finger und den Ringfinger vollständig zu strecken (das gelingt mir allenfalls nur etwa 1-2 Sekunde lang), meist beugen sie sich im Mittel- und Endgelenk.
Diese "Kuhle" zwischen Daumen und Zeigefinger entsteht infolge einer Atrophie des ersten intraosseus dorsales und des abductor pollicis brevis (Daumenballens).
die haben mit der Streckung wenig zu tun.
Die Kraft zur Streckung kommt von einem Muskel im Unterarm der die Kraft über Sehnen vermittelt.
Die Finger haben besonders im Mittel- und Endgelenk aber auch im Frundgelenk eine leichte Vorspannung zur Krümmung ((bedingt durch die Ruhelänge der Beuger). Um die Finger vollständig zu strecken muss der Muskel im Unterarm Arbeit leisten.
Sie Abduktion (Spreitzung) ist die Hauptfunktion.
An der Krümmung sind die kaum, eher unbeabsichtigt bzw. kompensatorisch bei Schwäche des Streckers beteiligt.
Das merkt man auch: Bei geschlossenen Fingern lassen sich die Finger nur in einer geraden Linie strecken.
Wenn man dann die Finger Spreizt, also die besagten Muskeln aktiviert erfolgt eine Überstreckung der Finger.
Die leichte Überstreckung der Hand ist keine Kompensation. In geringem Maße ist das physiologisch bedingt durch die leichte Vorspannung des Beugers. Wenn der Beuger Kraft verliert verkürzt er sich auch, daher muss das nach oben Abwinkeln des Handgelenks stärker ausfallen.
Die Krallenhand hat auch einen Zusammenhang mit diesem Muskel, ist aber ein komplexeres Phänomen in dem andere Muskeln mitbeteiligt sind.
Flexikon macht es sich da etwas sehr einfach
Ja, hauptsächlich die Abduktion der Fingergrundgelenke, aber sie sind auch für die Beugung der Fingergrundgelenke und die Streckung der Fingermittel/endglieder.
Wie auch immer: wenn ich diesen Pinzettengriff machen soll, dann beugt sich der Daumen genauso wie der Zeigefinger am Interphangealgelenk, und der Griff ist nicht stark genug, um ein Blatte Papier gegen Widerstand festzuhalten.
Zuletzt geändert von pelztier86; 27.08.2016, 02:43.
Ich kann schon lange kein schwereres Einkaufssackerl mehr tragen, weil mir die Kraft in den Fingern fehlt.
Oder wegen dem Raynold oder der Hypermobilität oder wegen was auch immer:-(
Und die Füsse werden auf der Fussohle auch immer dünner.
Es ist wie es ist.......
Fett, Kollegen oder Muskeln - irhendws vertschüsst sich aber tatsächlich!
Nütze tut mir die ganze Diskussion leider auch nichts, ich wollte einfach nur wissen, ob für euch die Finger verändert aussehen.
Kommentar