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Auf die reinen instrumental stehe ich momentan nicht so, sowas ist aber auf Psychodelika echt nice.
Das find ich nett: https://www.youtube.com/watch?v=jW7VhkNqjnc
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Als was hast du denn gearbeitet, wenn ich fragen darf? Das liest sich fast so ein bisschen wie die Agenda zu einem innerlich und äußerlich perfekten Menschen. Also eigentlich etwas Unerreichbares.
Eine Weltreise machen - tja, das wollte ich vor grauer Urzeit auch mal. Fremde Länder und Kulturen kennenlernen. Bücher schreiben, bildnerische Kunst praktizieren. Und ich wollte irgendetwas "in der Welt bewegen", mit dem, was ich am besten konnte, mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln, insbesondere meiner Intelligenz. Ich wollte nach meine Studium im Ausland in die universitäre Forschung gehen, daneben aber auch viele eigene Projekte in Bereichen, die mich interessierten, am Laufen haben oder in entsprechende Projekte einsteigen/investieren. Sport hatte ich lange Zeit nicht gemocht bis gehasst und war darin auch nicht besonders gut bis eher schlecht, aber irgendwann entdeckte ich für mich die traditionellen chinesischen Kampfkünste (und nicht Kampfsport) und fand darin meinen "Sport", weil sie auch zu einem nicht unerheblichen Teil den Geist einschlossen. Leider konnte ich diese aufgrund der zunehmend schweren Magen/Darmprobleme nicht viel länger als 2 Jahre ausüben
Anyways...ich meine, du solltest dich zu diesem Zeitpunkt noch nicht darauf fixieren, dass nichts mehr von deinen Zielen machbar sei. Sonst läufst du auch die Gefahr, dass du plötzlich vor dem emotionalen Nichts stehst, wenn wider deiner Erwartung der Zeitpunkt kommen sollte, an dem du merkst, dass dir die Erkrankung nicht alle Möglichkeiten nehmen wird und längst nicht so schwer verläuft, wie du glaubtest.
Und angeblich beherbergt eine persönliche Ausnahmesituation/Krise nicht nur das Risiko des Scheiterns und des Sich-Verlierens, sondern auch die Chance zur Selbstfindung und zur Erlangung von einer "Weisheit", die andernfalls nicht möglich wäre.
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Das Bestreben ein perfekter Mensch zu sein hatte ich nie, aber ich wollte ein intensives und sehr zufriedenstellendes Leben. Ich war in allem was ich machte entweder extrem gut, oder extrem schlecht, eine Mitte hatte ich nie. Ich mag Falco, er hatte das in einem Interview ebenfalls mal gesagt. Das reichte vom Moped frisieren über's Soziale, bis hin zum Meditieren, ich konnte tagelang so intensiv meditieren, als wäre ich auf LSD, die meisten schaffen keine 5 Minuten richtig zu meditieren. Ein normales Leben war für mich irgendwie immer eine Verschwendung der Lebenszeit, quasi ein Verrat am Leben. Jetzt musste ich mich Anfang des Jahres von solchen Träumen hin zu einem normalen Leben bis auf ein ... naja, du weißt ja welches, umstellen. Da hatte ich dann 1.) (weil ich immer bis zum Ende denke, die ersten Ziele hatte ich mit 15...) immer das Ende im Kopf und 2.) natürlich sofort den Gedanken, dass so ein Leben für mich nie lebenswert sein könnte. Ich glaube auch nicht, dass sich diese Einstellung noch ändern kann. Das ist ganz tief in mein Gehirn eingebrannt.
Projekte hatte ich von A-Z verschiedene in Arbeit, reichte von Kooperationen mit Partnern, hin zu selbst entwickelte Notfallarmbändern (mit einem Freund), eigene Literatur und noch einige weitere, wäre eine lange Liste, aber eigentlich gar nicht relevant. Ich war nur immer so perfektionistisch und nicht so aufs Geld aus, dass ich fast nichts umgesetzt (bzw. online gestellt) hatte, es war alles noch im Reifungsprozess.
Mein Spendenprojekt würde ich unter normalen Umständen gar nicht so aufmachen, das ist deutlich unter dem Niveau, was ich normal pflegte. Die Halbherzigkeit mit der ich das mache kann ich natürlich lesen und weiß sie auch zu deuten, ist vielleicht gar nicht so verkehrt.
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Daher eben auch meine Faszination von Nietsches Gedanken zum freien Tod, quasi wenn ich schon Sterben muss, dann wenigstens das noch richtig. Wobei ich unter richtig sterben eigentlich die Kryonik verstehe, ich lebte einfach viel zu gerne, als die Chance auf ein ganzes Leben ohne Kampf aufzugeben.
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Das passt wieder bezogen auf das Thema: https://www.youtube.com/watch?v=ESZXquW2jVs
Falsches Lied. Egal.
Hast du die FdE gelesen? Hab ich als PDF auf die Seite geladen. Das wäre meine Sicht zum Sinn des Lebens, wobei ich persönlich noch etwas von den Epikureismus zumischen würde, ich kannte Epikur schon bevor ich mich mit dem eigenen Tod so intensiv beschäftigte und merkte da viele Parallelen zu meinem Denken (wie bei Nietsche).Zuletzt geändert von letzte Frage; 08.11.2016, 02:39.
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Aber diese Alles-oder-nichts-Einstellung kann ich in der Tat nachvollziehen; ging mir auch schon immer so, obwohl diese das Leben nicht unbedingt einfach(er) macht.
Entweder Leute/Lehrer etc pp fanden mich ziemlich gut, oder sie hielten mich für arrogant und asozial bzw. ein Problem mit Autoritäten habend...dazwischen gab's nichts.
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Ich denke es ist etwas subjektives, da kommt eben dann der Verweis zum Epikureismus zum tragen, wenn eine ehrliche Bilanz für das Leben spricht, dann stellt sich die Frage nicht, wenn das aber nicht mehr der Fall ist, dann würde ich mich lieber verabschieden, solange diese Umstand natürlich unumkehrbar ist. Meine subjektive Sicht will ich aber keinen aufschwatzen, also erlaube ich mir auch so provokante Gedanken.
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Nur kurz überflogen. Mir fällt das Lesen von längeren Texten am Stück, die man nicht nur einfach "konsumieren" sollte, inzwischen nicht mehr so leicht aufgrund der Schmerzsituation.Hast du die FdE gelesen? Hab ich als PDF auf die Seite geladen.
Ich selbst hatte mich lange Zeit ganz gut wiedergefunden in Camus, vor allem in dessen Mythos des Sisyphos. Aber auch Nietzsche und Heidegger waren interessant.
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Ich mochte Nietsche seit den ersten Zeilen die ich von ihm las, er hatte einfach gnadenlos die großen Geister der Philosophie, die immer noch blind verehrt werden, Sokrates, Plato etc vom Sockel gestoßen. Nicht, dass ich sie nicht hoch intelligent finde, aber sie waren unfrei im Denken (besonders auch Kant, der eig. gegen sich selber argumentiert ohne es trotz immensen Intellekt zu merken). Vielleicht mag ich Nietsche auch deshalb, weil er immer schrieb was er dachte, er hatte sich ein Tabuthema geschnappt und dies dann völlig frei durchdacht.
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Auch das fehlt mir, das Lesen solcher Texte. Aber zum einen fällt es mir aufgrund meiner körperlichen Verfassung zunehmend schwer (primär ein Konzentrationsproblem); zum anderen habe ich aber auch das Gefühl (zu Recht oder zu Unrecht, weiß ich nicht), dass nichts mehr Bezug zu meiner Wirklichkeit hat. Leider...
Die ewige Lüge...
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