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    #31
    "Das Problem an der ganzen Sache ist eigentlich das die Antikörper sehr lange brauchen können um sich abzubauen bzw. kann sogar eine Seronarbe (Lebenslang Antiköprer) enstehen"

    Daher kann man auch mit dem Western Blot bestenfalls feststellen ob irgendwann eine Infektion mit Borrelien erfolgt ist. Ob es akut ist kann man nur im Zusammenhang mit den Symptomen feststellen, mit allen damit verbundenen Unsicherheiten.

    Das RKI schreibt dazu: "Eine negative Serologie schließt im Frühstadium eine Lyme-Borreliose nicht aus. Das Erythema migrans ist sogar in etwa 50% der Fälle seronegativ. Andererseits können hohe IgG-Antikörper-Titer nach einer früheren, möglicherweise klinisch inapparenten, Infektion über Jahre persistieren. Außerdem besteht die Möglichkeit des Auftretens falsch-positiver Reaktionen auch bei anderen Krankheiten..."

    Eine akute Infektion kann man eher mit dem Liquor/Serum-Index für die Antikörper feststellen (Vergleich Western Blot von Liquor und Serum vom gleichen Tag).
    Ganz sicher ist nur die Kultivierung von Borrelien aus dem Serum (Sehr arbeitsintensiv und daher teuer, da viele einzelne Kulturen (nicht auf jeder wächst was) angelegt und mehrere Wochen bebrütet werden müssen, bevor diese mikroskopisch asgewertet werden).
    Das macht kein Mensch/Arzt weil es sicher entsprechend teuer ist. In Einzelfällen wird es aber wohl gemacht.
    It's a terrible knowing what this world is about

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      #32
      Darf ich Dich fragen wie schnell der Muskelabbau bei Dir vorangeht?
      Also von gestern auf heute seh und merke ich wieder deutlich, dass sich was getan hat.
      Zwischen Daumen und Zeigefinger ist nun von oben gesehen auch ein Loch, an beiden Händen. Das kann doch nicht sein dass das, so schnell geht?! Beunruhigt mich schon.

      Hey Sandmann,
      ich formuliere es mal so. Bis zur Diagnose einer Muskelerkrankung durch die Muskelbiopsie war ich felsenfest davon überzeugt weder eine Mito zu haben, noch irgendeine andere Erkrankung der Muskulatur zu haben. Nachdem mir aber mein Neuro etwas anderes erzählte war ich geschockt. Richtig geschockt und hab' dann erst angefangen meinen Körper genauer anzuschauen bzw. zu beobachten (mir ist zwar zuvor schon etwas an den Beinen aufgefallen, weshalb ich ja dann auch zum Doc ging, aber wirklich geglaubt hab' ich es ja trotzdem nicht) und war erschrocken über meine Arme, Hände, Schulter.... wieviel Muskeln an diesen Stellen auch geschrumpft sind.
      Jedes noch so kleines Löchelchen hab' ich sofort gesehen und Panik geschoben. Heute glaube ich..... es ist eine völlig normale menschliche Reaktion. Da muss man wohl erstmal durch. Mittlerweile bin ich wieder die "alte" , hab' mich wieder beruhigt und ist es nicht mehr ganz so tragisch. Ich glaube auch, das die Psyche gerade in der "Entdeckungzeit" einem auch so einiges vorgaukelt und "Löcher" die vielleicht zuvor schon da waren...... vielleicht schon immer da waren! Nur hat man nicht darauf geachtet? Also ich habe weder meine Arme noch die Hände in meinen ganzen 53 Jahren so oft angesehen, gedrückt, getan und gemacht wie in den paar Wochen kurz nach meiner Diagnose.
      Ehrlich, man macht sich selbst zusätzlich verrückt aber wie gesagt diese Phase gehört wohl auch dazu. Ich kann dir nicht sagen wie schnell es tatsächlich von statten ging weil ich es nicht weiß. Eine Zeitlang hab' ich versucht mit Training dagegen zu wirken, das hatte nur noch mehr Schmerzen zur Folge. Dann Physiotherapie - habe ich auch abbrechen müssen weil ich meine Arbeiten zu Hause nicht geregelt bekam und meinen Job hab' ich auch aufgeben müssen. Ich bin trotzdem zufriedener als kurz nach der Diagnose weil ich mittlerweile auch die Schmerzen "unter Kontrolle" habe. Denn die waren am schlimmsten...
      Mach dich nicht verrückt und versuch' deinen Körper weder zu Schaden, noch verkrampft nach "Löchern" abzusuchen
      Lg, Sharon
      Zuletzt geändert von Gast; 08.12.2016, 17:00.

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        #33
        Ich glaube diese Resktion auf die Diagnosestellung ist ganz normal.

        Wenn jemand die Diagnose Darmkrebs bekommt wird er wahrscheinlich beim erste Pups denken das er stirbt.
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          #34
          Außerdem besteht die Möglichkeit des Auftretens falsch-positiver Reaktionen auch bei anderen Krankheiten:
          "Autoimmunerkrankungen, bakteriell bedingte Erkrankungen wie Syphilis und viral bedingte Krankheiten wie Epstein-Barr- und andere Herpes-Virus-Infektionen"

          Die Bestimmung der Titer ist absolut unzuverlässig. Damit trifft nicht nur die Borrelien, sondern so ziemlich alles was eine Immunreaktion hervorruft. Wenn der genaue Borrelientyp nicht bereits nachgewiesen sind kann man sich das auch sparen.

          Kann man bei länger zurückliegenden Infektionen im Liquor feststellen was alt und neu ist, oder wie oft man Kontakt zu einem Erreger hatte? Kann man nicht.

          Bei einer latenten Infektion kann es auch sein, dass man im Liquor gar nichts findet.
          Zuletzt geändert von KlausB; 08.12.2016, 21:51.
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            #35
            "Bei einer latenten Infektion kann es auch sein, dass man im Liquor gar nichts findet."

            Und was wäre dann zuverlässiger?

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              #36
              Hatte ich schon geschrieben:

              Ganz sicher ist nur die Kultivierung von Borrelien aus dem Serum (Sehr arbeitsintensiv und daher teuer, da viele einzelne Kulturen (nicht auf jeder wächst was) angelegt und mehrere Wochen bebrütet werden müssen, bevor diese mikroskopisch asgewertet werden).
              Das macht kein Mensch/Arzt weil es sicher entsprechend teuer ist. In Einzelfällen wird es aber wohl gemacht.

              Alle anderen Methoden sind recht unzuverlässig. Am besten ist wohl noch Westernblot, obwohl das auch erhebliche Unsicherheiten hat und Spielraum für Interpretationen lässt. Da das Westernblot nicht standardisiert ist wird dieser Spielraum zudem noch von Labor zu Labor unterschiedlich genutzt.
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                #37
                Machen die das so? http://www.deutsches-chroniker-labor.de/de/

                Was ist bei dir teuer? 600€ oder deutlich mehr? Ich bin am überlegen ob es sich bei mir lohnt, aber ich hab keine Schmerzen und die NLG ist auch bei den sensiblen Nerven gut. Das klassische Borreliose Bild sieht ja doch etwas anders aus? Mich würden vorallem auch andere Infektionen interessieren, z.B. habe ich viel weißen Zungebelag und die Zunge blutet manchmal. Das könnte doch auch Richtung Infektion / Pilz gehen? Gibt es da andere Möglichkeiten wie nur einen Abstrich der Zunge?

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                  #38
                  Moin zusammen,

                  @Klaus
                  . Wenn jemand die Diagnose Darmkrebs bekommt wird er wahrscheinlich beim erste Pups denken das er stirbt.
                  Ohaaaa, Klaus.....du hast ja Humor ))))))

                  @Sandmann

                  . Du meinst, ich soll den Ball flach halten?
                  Richtig. Kannst doch eh nichts daran ändern wenn es so sein soll, wie es vielleicht sein wird....wenn du Glück hast, hast du eventuell ein gutes Umfeld, wenn nicht, musst du allein schauen wie du damit klar kommst bzw. dir anderweitig Zuspruch oder Hilfe holen. Der einzige Vorteil daran ist, das man dann tatsächlich erfährt wer Freund oder doch Feind ist...
                  Lg, Sharon

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                    #39
                    Guten Morgen Angelika,
                    oh man, ich mag mir gar nicht ausmalen welche Ängste du durchstehen musstest . Ich bin froh das die Lähmungen sich schnell wieder zurückgebildet haben und es dir zumindest körperlich wieder besser geht.
                    Weiß man denn wieso und weshalb das so aufgetreten ist ?
                    Ich wünsche dir weiterhin alles gute und vor allem das du das erlebte psychisch gut verarbeitet bekommst.

                    Ganz liebe Grüße
                    Dannie

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                      #40
                      Das es dir psychisch gut geht ist schon einmal sehr erfreulich und auch ziemlich wichtig :*. Oh je, das taubheitsgefühl ist aber sicherlich auch sehr unangenehm, ich hoffe das dies noch verschwinden wird .

                      Ich drücke dich mal von hier aus ganz fest.

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                        #41
                        Zitat von Sandmann
                        Guten Morgen,
                        erst mal ein ganz herzliches Danke an die, die an mich gedacht haben! Meine Tochter, mein Schwiegersohn und Koni!
                        Was sich ereignet hat:
                        Dienstag Mittag beim Arzt ein Wegsacken der Beine. Bis der Notarzt kam, Extremitäten gelähmt, sprechen konnte ich noch.
                        Im KH auf der Intensivstation angekommen, konnte ich auch nicht mehr sprechen und die Augen nicht mehr bewegen. Gehört und gerade aussehen konnte ich. Körpertemperatur 35,0° Grad, Schüttelftrost, Herz o. k. , Puls Blutdruck niedrig aber noch o. k., Sättigung 102 %. Konnte dann auch bald darauf die Beine wieder bewegen und der Rest kam auch so langsam. Über Webcam an meinem Bett versuchte man dann eine Verbindung nach Heidelberg herzustellen, das leider gescheitert ist, dumm gelaufen!!!!! Was dann kam, war einfach nur unglaublich bis unverschämt! Diese Woche hat mich aber nur stärker gemacht und ich gehe meinen Weg weiter in ein hoffentlich bald wieder normales Leben. Das ist mein Ziel und das werde ich auch nicht aus den Augen verlieren!
                        Liebe Grüße an ALLE, Angelika
                        Ich wünsche dir gute Besserung!
                        LG
                        M

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                          #42
                          Gute Besserung auch von mir!
                          Drück die Daumen, dass es schnell weiter bergauf geht.
                          LG
                          Matt

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                            #43
                            Ich schließe mich an und wünsche dir eine schnelle gute Besserung.
                            LG
                            Gisela

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                              #44
                              Wie ich bereits schon einmal sagte, würde ich eine periodische Paralyse ausschließen lassen wollen - wurde der Kaliumwert bestimmt?
                              Handelte es sich um eine schlaffe Parese, oder waren die Reflexe trotz Lähmung vorhanden oder gar gesteigert?
                              Wurde ein MRT vom Schädel gemacht?
                              Sättigung 102 %.
                              Das ist ein Zeichen für eine Hyperventilation (= erniedrigter PCO2), und zwar eine, die nicht reaktiv auf eine Hypoxämie entsteht (es liegt sogar zu viel O2 vor/erhöhte Sättigung)
                              Da gäbe es im Wesentlichen bei den unzureichenden Angaben folgende Möglichkeiten:
                              1. psychogene Hyperventilation bei Panikattacke u.ä.
                              2. ventilatorische Kompensation einer metabolischen Azidose (dann hätte eine BGA, sofern sie gemacht wurde, einen Mangel an Basen gezeigt)

                              Vor allem aber zeigt es, dass deine Ganzkörperlähmung keine Ganzkörperlähmung im eigentlichen Sinne gewesen sein konnte, denn die Atemmuskulatur war ebenso wie die oropharyngeale Muskulatur offensichtlich nicht betroffen oder zumindest nicht so weit betroffen, als dass es zu einer relevanten Einschränkung der Atemmuskulatur/Atmung und einer ventilatorischen Insuffizienz gekommen wäre.
                              Zuletzt geändert von pelztier86; 05.02.2017, 17:33.

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                                #45
                                Nein, die Atemmuskulatur war nicht betroffen, habe ich aber auch nicht geschrieben.
                                Dann war es aber per definitionem keine Ganzkörperlähmung.
                                Dass ich in diesen Momenten Angst hatte, ist ja wohl normal!
                                Habe ja auch nichts Gegenteiliges behauptet. Es wäre nur interessant die BGA-Werte zu wissen, wenn diese abgenommen wurden.

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