Hallo,
da ich jetzt sehr viele Arztbesuche durch habe, hier einige Gedanken.
1.) Nach dem ersen Schock warten, wenn es möglich ist.
Wenn man eine Muskelkrankheit bei sich vermutet und nicht zu den Verdrängern gehört, wird man sehr beunruight sein, man hat Angst und der Arzt erkennt das sofort. Sobald der Arzt merkt, dass der Patient auch psychisch betroffen ist, wird er sehr schnell dazu verleitet die Hypochonder Schublade zu öffnen. Wenn es also nicht zu dringend ist, sollte man etwas warten, bis man den ersten Schock verdaut hat. Wenn das Warten nicht möglich ist, z.B. weil ein drigender MS Verdacht besteht, ist dieser Tipp hinfällig.
2.) NIE eine Vermutung abgeben!
Ganz wichtig, sagt niemals ich denke ich habe dieses oder jenes. Es ist zwar verlockend zu einer bestimmten Krankheit eine Meinung des Arztes zu bekommen, aber sobald er merkt ihr habt im Internet gelesen, geht wieder die Schublade auf. Wenn ihr schon einen Rat zu einer bestimmten Krankheit haben wollt, dann frage verdeckt ala "ich kennen einen Arzt der meinte man sollte Richtung ALS schauen, aber ich glaube nicht das ist das habe, oder? Was ist das überhaupt?"
3.) Keine Fachbegriffe verwenden!
Sagt lieber es zuckt da und dort, nicht, ich habe hier und da Faszikulationen oder sehen sie den Tremor? Wenn ihr einmal einen harten Befund habt, so dass es außer Frage steht, dass ihr etwas organisches habt, könnt ihr immer noch Fachbegriffe verwenden, aber solange die Schublade noch nicht zu und fest verschloßen ist, gebt dem Arzt keinen Grund sie zu öffnen.
4.) Objektivieren was möglich ist!
Am besten per Fotos oder ihr lasst beim Sportmediziner die Kraftwerte messen. Alles was sich irgendwie objektivieren lässt, sollte objektiviert werden. Ihr könnt sonst auch Zeugen mitnehmen, die den Muskelabbau beobachten könnten, oder auch Veränderungen in der Sprache etc.
5.) Sucht euch gute Ärzte!
Am besten immer privat zu einem OA oder Primar gehen, sieht dieser eine Phatologie wird er euch in sein KH überweißen und er genießt die Betreuung eines privaten Patienten. Das kostet zwar zwischen 150-250 €, aber es lohnt sich! Der Arzt nimmt sich Zeit und sieht so auch schnell wenn etwas nicht stimmt.
6.) Wechselt den Arzt wenn nötig, aber nicht öfter.
Solange ihr der Meinung seit der Arzt nimmt euch nicht ernst oder es wäre keiner der genau schaut, würde ich den Arzt wechseln. Jeder Wechsel hat aber auch den Nachteil, dass der Verlauf nicht kontrolliert werden kann. Man sollte also abwägen und ggf. nochmal zu einen gehen, der einen schon vor Monaten / Jahren gesehen hat. Am besten ihr erkundigt euch zuerst welcher Arzt wirklich gut ist, so könnt ihr euch das selber suchen sparen.
7.) Macht alle Untersuchungen die möglich sind!
Fragt auch mal nach einen MEP nach und wenn ihr eine Lumbalpunktion oder Biopsie angeboten bekommt, dann macht die Untersuchungen! Nicht alles ist angenehm, aber je mehr Infos, desto eher bekommt ihr eine korrekte Diagnose! Die Risiken einer Lumbalpunktion sind auch nicht so groß, wie man meinen möchte. Die Ärzte erklären aber eh alles sehr ausführlich und gehen auch auf alle Fragen ein.
8.) Erkundigt euch nach alternativen Untersuchungen.
Es ist sinvoll auch andere Ansätze zu verfolgen, auch wenn die Chance nicht hoch sein sollte, dass man etwas findet. Ein guter Test auf Borreliose hätte so manchen Ärztemarathon verhindert. Auch nach Schwermetallen sollte gesucht werden, oder nach anderen Krankheiten, die Muskelprobleme verursachen können. (Krebs, Blutkrankheiten, Schilddrüse, Vitamine)
9.) Besser eien Zweitmeinung einholen.
Man sollte immer min. 2 gute Ärzte kontaktieren, ein Arzt kann immer etwas übersehen, auch wenn es ein guter ist. Sobald also etwas objektiviert wurde, schadet es nicht nochmal zu einem Spezialisten zu gehen.
10.) Legt den Ärzten nicht immer den Vorbefund vor.
Viele Ärzte schreiben einfach ab, wenn ihr eine verlässliche Zweitmeinung wollt oder aber wenn ein Arzt mal eine Somatisierungsstörung diagnostiziert hat, sagt einfach nicht, dass ihr schon einmal beim Doc wart. Ihr könnt nachträglich immer noch einen Vorbefund vorlegen, wen es notwendig wäre.
Habt ihr noch mehr Tipps? Einfach posten.
da ich jetzt sehr viele Arztbesuche durch habe, hier einige Gedanken.
1.) Nach dem ersen Schock warten, wenn es möglich ist.
Wenn man eine Muskelkrankheit bei sich vermutet und nicht zu den Verdrängern gehört, wird man sehr beunruight sein, man hat Angst und der Arzt erkennt das sofort. Sobald der Arzt merkt, dass der Patient auch psychisch betroffen ist, wird er sehr schnell dazu verleitet die Hypochonder Schublade zu öffnen. Wenn es also nicht zu dringend ist, sollte man etwas warten, bis man den ersten Schock verdaut hat. Wenn das Warten nicht möglich ist, z.B. weil ein drigender MS Verdacht besteht, ist dieser Tipp hinfällig.
2.) NIE eine Vermutung abgeben!
Ganz wichtig, sagt niemals ich denke ich habe dieses oder jenes. Es ist zwar verlockend zu einer bestimmten Krankheit eine Meinung des Arztes zu bekommen, aber sobald er merkt ihr habt im Internet gelesen, geht wieder die Schublade auf. Wenn ihr schon einen Rat zu einer bestimmten Krankheit haben wollt, dann frage verdeckt ala "ich kennen einen Arzt der meinte man sollte Richtung ALS schauen, aber ich glaube nicht das ist das habe, oder? Was ist das überhaupt?"
3.) Keine Fachbegriffe verwenden!
Sagt lieber es zuckt da und dort, nicht, ich habe hier und da Faszikulationen oder sehen sie den Tremor? Wenn ihr einmal einen harten Befund habt, so dass es außer Frage steht, dass ihr etwas organisches habt, könnt ihr immer noch Fachbegriffe verwenden, aber solange die Schublade noch nicht zu und fest verschloßen ist, gebt dem Arzt keinen Grund sie zu öffnen.
4.) Objektivieren was möglich ist!
Am besten per Fotos oder ihr lasst beim Sportmediziner die Kraftwerte messen. Alles was sich irgendwie objektivieren lässt, sollte objektiviert werden. Ihr könnt sonst auch Zeugen mitnehmen, die den Muskelabbau beobachten könnten, oder auch Veränderungen in der Sprache etc.
5.) Sucht euch gute Ärzte!
Am besten immer privat zu einem OA oder Primar gehen, sieht dieser eine Phatologie wird er euch in sein KH überweißen und er genießt die Betreuung eines privaten Patienten. Das kostet zwar zwischen 150-250 €, aber es lohnt sich! Der Arzt nimmt sich Zeit und sieht so auch schnell wenn etwas nicht stimmt.
6.) Wechselt den Arzt wenn nötig, aber nicht öfter.
Solange ihr der Meinung seit der Arzt nimmt euch nicht ernst oder es wäre keiner der genau schaut, würde ich den Arzt wechseln. Jeder Wechsel hat aber auch den Nachteil, dass der Verlauf nicht kontrolliert werden kann. Man sollte also abwägen und ggf. nochmal zu einen gehen, der einen schon vor Monaten / Jahren gesehen hat. Am besten ihr erkundigt euch zuerst welcher Arzt wirklich gut ist, so könnt ihr euch das selber suchen sparen.
7.) Macht alle Untersuchungen die möglich sind!
Fragt auch mal nach einen MEP nach und wenn ihr eine Lumbalpunktion oder Biopsie angeboten bekommt, dann macht die Untersuchungen! Nicht alles ist angenehm, aber je mehr Infos, desto eher bekommt ihr eine korrekte Diagnose! Die Risiken einer Lumbalpunktion sind auch nicht so groß, wie man meinen möchte. Die Ärzte erklären aber eh alles sehr ausführlich und gehen auch auf alle Fragen ein.
8.) Erkundigt euch nach alternativen Untersuchungen.
Es ist sinvoll auch andere Ansätze zu verfolgen, auch wenn die Chance nicht hoch sein sollte, dass man etwas findet. Ein guter Test auf Borreliose hätte so manchen Ärztemarathon verhindert. Auch nach Schwermetallen sollte gesucht werden, oder nach anderen Krankheiten, die Muskelprobleme verursachen können. (Krebs, Blutkrankheiten, Schilddrüse, Vitamine)
9.) Besser eien Zweitmeinung einholen.
Man sollte immer min. 2 gute Ärzte kontaktieren, ein Arzt kann immer etwas übersehen, auch wenn es ein guter ist. Sobald also etwas objektiviert wurde, schadet es nicht nochmal zu einem Spezialisten zu gehen.
10.) Legt den Ärzten nicht immer den Vorbefund vor.
Viele Ärzte schreiben einfach ab, wenn ihr eine verlässliche Zweitmeinung wollt oder aber wenn ein Arzt mal eine Somatisierungsstörung diagnostiziert hat, sagt einfach nicht, dass ihr schon einmal beim Doc wart. Ihr könnt nachträglich immer noch einen Vorbefund vorlegen, wen es notwendig wäre.
Habt ihr noch mehr Tipps? Einfach posten.

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