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bulbäre ALS oder doch was anderes?

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    bulbäre ALS oder doch was anderes?

    Hallo,

    ich lese mich hier schon eine geraume Zeit überall durch, bin mir aber nicht so ganz schlüssig.

    Ich kann mir auch vorstellen das es nervtötend ist wenn ständig jemand denkt an ALS erkrankt zu sein.
    Da ich keine Diagnose habe erstelle ich diesen Threat hier im Forum ohne Diagnose, da ich grad voll verzweifelt bin.

    zu meiner Person: mänlich, 40jahre, verheiratet und 2 Söhne 

    zu meinem Problem:

    Angefangen hat alles vor ein paar Jahren, wo ich auf einmal eine komische Taubheit in meinem Mund am rechten Oberkiefer festellte. Aber wie es so ist aus den Augen aus dem Sinn. 
    Dann kam es eine Weile nicht mehr, auf einmal war es wieder da und da fiel mir ein " ups da war ja mal was".襤
    Seid dem kam es dann immer sporadisch öffter. Diese Taubheit hält/ hielt nur ca. 1-max.5min an.
    Anfang diesen Jahres wurde ich krank (Erkältung/Grippe) und seid dem geht es bei mir nicht mehr richtig Bergauf. 
    Als ich dann mal wieder bei meiner Hausärztin war hab ich diese Taubheit mal Angesprochen und sie sofort grosse Augen gemacht und ein MRT veranlasst, welches negativ auf irgendwelche Entzündungen im Hirn noch auf Schlaganfall ausfiel. 
    So, darauf hin gab sie mir eine Überweisung zum Neuro. Aber da nen Termin zu bekommen bei uns in der nähe ist unmöglich. Also hab ich mich an die Kasse gewendet und die haben innerhalb von 14Tagen einen Termin bei einem Neuro machen können der allerdings 50km entfernt ist. 
    In der Zwischenzeit war ich dann mal beim HNO da meine Frau meinte ich scharche extrem. Daraufhin bekam ich über Nacht ein Messgerät wo das Ergebnis anders war als gedacht und zwar hab ich in dieser Nacht seelenruhig geschlafen.
    Und weil ich einmal da war hab ich ihn gleich mal auf meine ständige Müdigkeit und Heiserkeit angesprochen. Er hat mich Untersucht und gemeint ist nix schlimmes, ich bekomm nur "zu gut" Luft beim Atmen durch die Nase und das reizt immer den Kehlkopf und die Stimmbänder ein wenig. So hab ich es dann auch hingekommen.

    Am Tag des Termins mit allen Unterlagen hin, in der Hoffnung das er mir sagen kann was das ist.
    Was soll ich sagen, ich war keine 5min bei ihm im Sprechzimmer und bekam ohne Körperliche Untersuchungen oder EEG die Diagnose Epilepsie die mit einem Medikament behandelt werden sollte. 
    Tabletten ( Lamotrigin ) nahm ich einschleichend, doch nach den ersten Tagen bekam ich ein fühlbares Unwohlsein mit leichter Benommenheit und leichten Muskelkrämpfen sowie fühlbare Schwäche.
    Beim Neuro angerufen und es ihm geschildert. Antwort: lies dir nicht vor Einnahme die Nebenwirkungen durch, das war dann wohl nen Panikanfall bzw. Angstattacke.
    Als ich ihm dann sagte das ich mir die NW erst durchgelesen habe als ich die Symptome hatte, meinte er dann verlangsamen wir mal das einschleichen und sehen uns Mitte Juli wieder.

    Jetzt hab ich seid einiger Zeit Schluckprobleme und bin fast ( oder zumindest das Gefühl) an einer kleinen Nudel erstickt die irgendwo beim Kehlkopf hängen geblieben war, womit ich dann wieder beim HNO war der sich das anschaute auch weil ich ihm sagte das ich seid geraumer Zeit Probleme mit dem Speichel schlucken habe und irgendwie permanent nen Klossgefühl habe.
    Er meinte ist nix schlimmes nur ein so genanntes Globusgefühl das vergeht mit der Zeit wieder, falls nicht weg in 2-3 Monaten dann nochmal vorbei kommen. Es kann aber auch an Verspannungen im Nackenbereich liegen, einfach mal zu nen Orthophäden gehen.
    Gesagt getan. Orthopäde alles geschildert von Schmerzen in Fingern die ein permanentes Spannungsgefühl machten beim versuch die Finger zu Strecken bis hin zu den Schluckbeschwerden. Daraufhin gab er mir eine Überweisung zum MRT der HWS mit Verdacht auf HWS syndrom und BSV. MRT Termin bekam ich dann jetzt zu Ende Juni.
    2 Wochen später oder besser gesagt vorige wurden die Schluckbeschwerden schlimmer und zwar so das ich kaum noch feste oder krümelige Nahrung runter bekomme ohne sie mehr oder weniger runterwürgen zu müssen bzw aufpassen muss das ich mich nicht verschlucke.
    Falls ich es geschluckt bekomme verbleibt immer ein Bruchteil irgendwo im Rachen den ich dann mit Über-oder Unterdruck wieder in den Mund zurück saugen kann.
    Damit war ich dann wieder beim HNO, da mich das sehr beunruhigte und auch Panik in mir hoch kam, yer wiederum alles kontrollierte und nix auffälliges finden konnte. 
    Daraufhin machte er persönlich einen Termin zum Schluckröntgen, welcher selbst auf seine Dringlichkeit hin erst Anfang Juli ist. 
    Am nächsten Tag ( Freitag) das selbe mit Melonenstückchen die nicht runter wollten. Also ab in die Notaufnahme wo mich eine junge HNO Ärztin gründlich Untersuchte aber auch nichts grossartig auffallendes finden konnte, ausser das mein Zungengrund ( besteht angeblich aus Lymphgewebe) leicht geschwollen sei. Ich solle mal meine Schilddrüse überprüfen lassen.

    Also ab zu meinem Hausarzt ( nebenbei Fachärztin für Kardiologie und Innere) ihr das so gesagt und sie hat sofort ein Ausführliches Ultraschall meiner Schilddrüse und nebenher auch gleich vom Bauchraum gemacht. 
    Ergebnis: Schilddrüse unauffällig aber Leber dafür vergrößert. 襤
    Blutwerte gestern ausgewertet und bis auf ein Schilddrüsenwert der leicht erhöht ist, was sie beobachten will, ist angeblich alles ok.
    Was mir zu Hause aufgefallen ist, ist das der Harnstoff im Blut zu niedrig ist was sie wohl nicht für wichtig hielt da sie es nicht erwähnte. 樂

    wurde auch schon gefragt ob ich viel Stress habe oder psychische Probleme 襤

    Desweiteren hab ich folgende Symptome:

    - mittlerweile hat sich die Taubheit von Oberkiefer auf Zunge und Rachen bzw. Gaumen ausgebreitet
    ( nicht permanente Taubheit sondern sporadisch immer öffter)
    - Muskelzucken am unteren Augenlied welches auch mit Magnesium nicht weg geht
    - Verspannungen im ganzen Körper vorallem Nacken und Schulterbereich
    - für mich fühlbare und sichtbare Muskelzuckungen am rechten Oberam und an linker Schulter

    Hätte nicht Doc Google befragen sollen nach Symptomen, aber was sollte ich machen wenn keiner ne Ahnung hat was es sein könnte und man schon an Psychoschiene denkt.
    Ich selbst hab auch schon an Boreliose gedacht. Wäre das auch eine Möglichkeit?

    Kann mir bitte jemand erklären was und wie genau die Symptome bei der bulbären ALS sind und ob meine Symptome auf diese passen würde oder doch eher auf was anderes?

    So und jetzt erstmal gute Nacht 

    #2
    Hallo,

    klassische ALS Verläufe findest du über Google genügend. Ich schrieb es schon an anderer Stelle, deinen Fall kann hier niemand einschätzen, wenn du nicht Videos oder hilfreiche Befunde einstellst. Selbst mit kommt gerade in diesem Forum oft viel Unsinn in die Threads, sie zb die Einschätzungen die ich hier erhalten habe, also würde ich mich stark fragen wie viel Wert du den Beiträgen hier beimessen willst. Wirklich kompetent sind mMn nur meine und die von Pelztier, wobei wir auch beide ab und an Fehler gemacht haben, aber sosnt gibts hier fachlich nicht viel, ev Klaus bei einigen MRT Sachen, aber da stimmt auch öfter mal einiges nicht.

    In den US Foren gibts öfter mal gute Beiträge, dort herrscht nicht die Mentalität "nur Arzt hat Hirn" aber 99%$ der guten Beiträge befassen sich mit der Forschung im ALS Bereich, Diagnostik ist dort auch sehr rar.

    Besser du googelst selber ordentlich, da kommst du weiter. Zumindest weiter wie hier in den Threads.
    Zuletzt geändert von letzte Frage; 15.06.2017, 03:27.

    Kommentar


      #3
      Hallo,

      ich bin zwar auch noch auf Diagnosesuche aber das mit der Taubheit im Gesicht, dem Globusgefühl und den Schluckstörungen,sowie Muskelzuckungen kenne ich auch. Renne seit 10 MOrnaten von einem Arzt zum nächsten, aber bislang nichts Konkretes.

      Kommentar


        #4
        Moin swenne,

        von Dessau eine gute Autostunde...

        Charité – Universitätsmedizin Berlin

        Campus Virchow-KlinikumCharitè Berlin
        Neurologische Poliklinik
        Ambulanz für ALS und andere Motoneuronenerkrankungen
        Postadresse: Augustenburger Platz 1
        13353 Berlin



        "...Bevor Sie unsere Sprechstunde besuchen, ist eine Voruntersuchung beim niedergelassenen Neurologen oder in einer neurologischen Klinik und eine Empfehlung zum Besuch unserer Sprechstunde erforderlich..."

        Lass das googeln ;-) Letztlich musst du dir überlegen, wem du dein Vertrauen schenkst & mit wem du deine Befunde teilst.

        Ich wünsche dir alles Gute,
        nautilus

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          #5
          Hallo nautilus,

          danke für deine Adresse

          leider hab ich diesen Post zu spät gelesen komme grad von meinem Neuro.

          Bin da ganz spontan heute hin mit meinen Beschwerden da es mir keine Ruhe lies. Am Anfang wollten mich die Schwestern abwimmeln mit heute ist keine Sprechstunde nur Diagnostk. Bin hartnäckig geblieben und nach guten 3 1/2h durfte ich dann zum Doc rein.

          Hab ihm dann alles geschildert.

          Ergebnis ist wir setzen die Lamotrigin gegen die angebliche Epilepsie ab und nehmen dafür jetzt Citralopram gegen die Ängste.

          Auf mein Verdacht bzw meine Frage wegen ALS meinte er nur, hab ich geahnt das sie darauf anspielen wollen.
          Sie sind aber noch viel zu jung um mit 40 an ALS zu erkranken und wenn Sie ALS hätten wäre es mir schon aufgefallen.
          Aber wie ohne Körperliche Untersuchung?

          Somit werd ich wohl keine Überweisung nach Berlin in die Ambulanz bekommen.

          Man könnte die Aussage und Handlung jetzt natürlich von 2 Seiten sehen!
          Zuletzt geändert von swenne; 15.06.2017, 13:46.

          Kommentar


            #6
            Das mit dem Alter haben mir die inkompetenten auch erzählt, die kompetente Prof (die es bei mir für gut möglich hält) wusste es aber besser, es wurden schon Fälle ab 10 Jahren beschrieben.

            Zitat von swenne Beitrag anzeigen
            Hallo nautilus,

            danke für deine Adresse

            leider hab ich diesen Post zu spät gelesen komme grad von meinem Neuro.

            Bin da ganz spontan heute hin mit meinen Beschwerden da es mir keine Ruhe lies. Am Anfang wollten mich die Schwestern abwimmeln mit heute ist keine Sprechstunde nur Diagnostk. Bin hartnäckig geblieben und nach guten 3 1/2h durfte ich dann zum Doc rein.

            Hab ihm dann alles geschildert.

            Ergebnis ist wir setzen die Lamotrigin gegen die angebliche Epilepsie ab und nehmen dafür jetzt Citralopram gegen die Ängste.

            Auf mein Verdacht bzw meine Frage wegen ALS meinte er nur, hab ich geahnt das sie darauf anspielen wollen.
            Sie sind aber noch viel zu jung um mit 40 an ALS zu erkranken und wenn Sie ALS hätten wäre es mir schon aufgefallen.
            Aber wie ohne Körperliche Untersuchung?

            Somit werd ich wohl keine Überweisung nach Berlin in die Ambulanz bekommen.

            Man könnte die Aussage und Handlung jetzt natürlich von 2 Seiten sehen!

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              #7
              ..Sie sind aber noch viel zu jung um mit 40 an ALS zu erkranken..
              Oh, cool ich bin 42 und mit der Aussage dann wohl geheilt! Geiler Typ...

              Bleib dran.
              Sei es "nur" als Differentialdiagnose oder um die Psyche zu beruhigen.

              In Magdeburg gibt es einen ALS-Gesprächskreis für Betroffene und Angehörige google mal & schau auf https://www.dgm.org
              Vielleicht können die dir einen besseren Neurologen nennen.

              Viel Erfolg

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                #8
                @ Nautilus: Was nimmst Du eigentlich für Medis? Und wie ist Dein Verlauf?

                Mir geht es täglich schlechter, meine Lippen werden schwach u ich habe brennende, beißende Schmerzen im Gesicht, Hände u Füße.Di ALS Ambulanz Dr. Grehl ...
                Sehr guter Arzt!!!

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                  #9
                  Mein Arzt Tipp! ALS Ambulanz Essen...oder St. Joseph Uniklinik Bochum.

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                    #10
                    Hier wird einem das Gefühl vermittelt, normale Neurologen wären ungeignet.
                    Zuletzt geändert von Baal; 16.06.2017, 16:42.

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                      #11
                      Dr Grehl arbeitet in einer ALS Ambulanz.

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                        #12
                        Hätte ich auf meine Neurologie vertraut, wäre ich vollgepumpt mit Mirtazapin und Atosil daheim. Sorry, gibt bestimmt sehr gute Neurologen, aber da fühle ich mich mit meinen neuromuskulären Symptomen bzw neuropathischen Schmerzen zZ bei Spezialisten besser aufgehoben. Jeder hat sein Spezialgebiet und das finde ich bei schwierigen Fällen ganz hilfreich.

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                          #13
                          Hallo

                          und danke für die Zahlreichen Antworten.

                          Zum Thema neuer Neuro was soll ich sagen ausser das diese wohl eine elendig lange Wartezeit haben.

                          Wie fühlen sich die Fazis eigentlich genau an wenn ich fragen darf?

                          Bei mir ist es so das sie ja nicht permanent sind sondern sporadisch auftreten. Sie kündigen sich mit einem Gefühl des Herzschlags an den besagten Stellen an und dann fängt es an zu zucken.
                          Desweiteren habe ich jetzt ein zittern der rechten Hand, kann natürlich auch an innerlicher Unruhe liegen.
                          Und seid längerem musste ich feststellen das ich an grossem Nachtschweiss leide. Also so das ich Nachts aufwache uny total durchgeschwitzt bin.

                          Als ich beim Neuro war klebte da ein Zettel auf meiner Akte mit SEP und VEP am 3.7.17, also hat er wohl doch eine Vermutung und wollte es mir bloss nicht sagen.

                          In diesem Sinne erstmal allen ein schönes Wochenende

                          Kommentar


                            #14
                            Das hatte ich auch. Der Nachtschweiss tritt mitlerweile nur noch sporadisch auf, dein Facharzt sollte ein MEP machen, das ist aussagekräftiger bei deinen Beschwerden und kann bereits im Frühstadium auf eine ALS, MS uvm.hindeuten.
                            Es ist mir unverständlich, warum die Fachärzte Patienten mit unnützen Untersuchungen belasten, wenn eine aussagekräftige MEP zur Verfügung steht.
                            Zuletzt geändert von Baal; 17.06.2017, 15:50.

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                              #15
                              aussagekräftige MEP
                              Die MEP (ins. alleine) ist aber gar nicht so aussagekräftig. Ein negatives MEP schließt keinesfalls eine ALS oder MS aus.
                              Selbst ein Patient mit klinisch evidenter Spastik kann u.U, ein normales MEP haben.
                              Es gibt keine einzige apparative Untersuchung in der Neurologie, die für sich genommen etwas sicher ausschließen oder umgekehrt sicher diagnostizieren könnte. Es wäre sicherlich Zeit für eine Weiterentwicklung in der Diagnostik, aber so ist es bis jetzt.
                              Und Nachtschweiß ist dermaßen von unspezifisch, dass es alles andere als glücklich ist, einem ohnehin schon sehr besorgten User zu vermitteln, dass das ein "weiteres" Anzeichen für ALS sei. Noch dazu interessiert Nachtschweiß medizinisch gesehen nur, wenn der Patient wirklich triefnass ist und seine durchtränkte Kleidung wechseln muss - nicht, wenn man mal ein bisschen durchgeschwitzt ist.
                              Zuletzt geändert von pelztier86; 17.06.2017, 16:03.

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