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Episode Hyperviskusität des Blutes

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    #46
    Der Hb gibt ja nur Auskunft über den Anteil der zellulären Bestandteile des Blutes.
    Wenn der vorher infolge einer Anämie/Überwässerung/Hämolyse.... geringer war als normal, dann führt eine relative Erhöhung des Anteils auch infolge einer massive Dehydration nicht zu einem erhöhten Wert.

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      #47
      die laut Lehrbuch unmöglich sind
      Im Lehrbuch (insb. den deutschsprachigen Lehrbüchern) stehen oft furchtbare Verallgemeinerungen und es werden häufig Phänomene als allgemeingültiger Fakt dargestellt, ohne den dahinterstehenden Pathomechanismus zu beschreiben, auch wenn prinzipiell bekannt sein sollte bzw. ihn man sich auch leicht erschließen kann, wenn man ein bisschen Hintergrundwissen und Intelligenz besitzt und logisch denken kann.
      Angehende Ärzte lernen aber seit einiger Zeit nur noch, dass a (immer) bei b vorliegt, und wenn a nicht vorliegt, kann es b nicht sein.
      WARUM a meist (aber eben nicht immer) bei b vorliegt, wissen sie nicht und können es sich auch nicht ableiten; andernfalls verstünden sie, dass b sehr wohl vorliegen kann, wenn a nicht vorhanden ist, und könnten sich die Fälle, in denen das passiert, vorstellen.
      Manchmal braucht es wirklich nur einfachste Mathematik bzw. Logik.
      So wie zuweilen bei der Beurteilung von Veränderungen von Blutwerten und wie bspw. im vorliegenden Fall.
      Zuletzt geändert von pelztier86; 12.07.2018, 17:47.

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        #48
        Ich überleg das Blut mit einem Kapillarviskusimeter messen zu lassen, wenn ich die Blutviskusität vom Blut und Plasma bestimmen kann, wenn das Blut zu dick ist, dann würde ich ja sehen ob das Blut durch Aktivierung von Gerinnungsfaktoren verdickt ist, oder ob das Plasma verdickt ist (natürlich würde HB/Hkt zuvor bestimmt werden).

        Hast du noch mehr Ideen?

        Was auch auffällig ist, ist, dass ich bei normalen Blutdurck und HB/Hkt Zeichen einer Anämie habe, also blasse Haut, Muskelschwäche, Kurzatmigkeit. Die Gefäße der Hände und Füße sind aber zu. Ich könnte mir schon auch vortellen, dass eine leichte Anämie durch Ausschüttung von Adrenalin maskiert wird. Aber das ist auch ziemlich spekulativ.

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          #49
          Wenn man laienhaft von zu dickem Blut spricht, dann ist das fachlich gesehen nie eine Hyperkoagulopathie im Sinne einer verstärkten primären oder sekundären/plasmatischen Gerinnung.
          Auch Blutverdünner "verdünnen" das Blut im eigentlichen Sinne nicht; es handelt sich, wie der fachliche Name auch aussagt, um Antikoagulanzien.
          Zu dickes Blut im eigentlichen Sinne tritt bei Hämokonzentration - entweder infolge der Abnahme des Plasmas (Dehydration) oder aber infolge einer Vermehrung der festen Bestandteile (insb. Erythrozyten) - auf.
          Eine Hyperviskosität (Änderung der Fließeigenschaft des Blutes) wiederum ist nicht gleichbedeutend mit einer Hyperkoagulopathie und auch nicht mit einer Hämokonzentration, wobei eine Hyperviskosität infolge der relativen Blutstase häufig zu einer gewissen gesteigerten Gerinnbarkeit führt, und die Hämokonzentration eine Hyperviskosität zur Folge haben kann. Eine Hyperviskosität wiederum kann Folge eines erhöhten Erythrozyten- und/oder Leukozytenanteils im Blut oder aber einer Produktion von abnormen Eiweißen mit zu großen Molekülen (Paraproteine) sein sein.
          Zuletzt geändert von pelztier86; 12.07.2018, 18:07.

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            #50
            Bei normalem Hkt trotz massiver Deyhdrierung liegt natürlich per definitonem keine absolute Hämokonzentration vor, aber eine relative Hämokonzentration, die unter Umständen bereits Auswirkungen (Minderdurchblutung von Geweben) haben und eine große Veränderung der rheologischen Eigenschaften verglichen mit dem Ursprungszustand bedeuten kann.

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              #51
              Das stimmt natürlich alles, aber diagnostisch bringt es mir nichts. Hast du eine Idee was man diagnostisch noch machen könnte, außer eben Routinelabor? Meine Haut ist auch extrem weiß, wenn ich die Hände unters Wasser halte werden sie noch schlechter durchblutet, der Hkt Wert ist kapillar oft bei 23 uä Werte, aber in der Vene normal. Hast du darauf einen Reim? Was mir halt neben einem Kapillarleck einfällt wäre eine Anämie, wenn sich eben die Gefäße verengen kann man eine Anämie haben, ohne, dass der Blutdruck zu sehr fällt. Aber wie soll man das Diagnostizieren? Ev nochmal bei der Angio die Durchblutung messen, hier müssten dann ja niedere Ampiluten zu finden sein und Labortechnisch ein hoher Adrenalinspiegel.

              Was mir also einfällt:

              Wenn du Muskeln steif:

              Nochmal normales Blutbild mit Gerinnung, natürlich mit HB/ Hkt. Zudem Adrenalin und Kortison, sowie Hämolyseparameter.
              Wenn die Muskeln schlaff und schwach nochmal das Blut von oben.
              Wenn das Blut gefühlt dick, ich schreibe hier bewusst dick, da ich ja nicht Beurteilen kann, wodurch dieser klinische Zustand zustande kommt, Candida und Sepsis PCR (mir ist klar, dass die Chance hier was zu finden gegen 0 geht) sowie wie oben das Blut kontrollieren lassen.
              Wenn Blut sehr dünn, nochmal das wie bereits genannte Blut anschauen lassen.

              Zudem natürlich noch den Zucker, Blutdruck und Raumtemperatur, sowie zugeführte Flüssigkeit / Nahrung protokollieren.

              Zudem schleichen wir gerade Lamo ein wegen den Epi Potenzialen, mal sehen ob das was wird.

              Was meinst du zu den Vorgehen. Bleiben wir mal ganz praktisch bei der Problemfindung/ Lösung, hast du noch mehr Ideen was man da machen könnte?

              MCV - MCHC - Retikulozyten würde ich ev noch dazu machen.

              Aber sonst hätte ich alle, oder fällt jemanden noch was wichtiges ein?
              Zuletzt geändert von letzte Frage; 12.07.2018, 18:35.

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                #52
                Um das mit der eingeschränkten Durchblutung wegen einer erhöhten Viskosität ein für alle Mal zu klären wäre eine MR-Angiographie vielleicht eine Möglichkeit.

                Wenn es da wirklich ein Problem gibt würde sich as doch wohl als erstes in den Gefäßen der Netzhaut bemerkbar machen. . Müsste dann ein Augenarzt mit einer Fluoreszens-Angiographie relativ einfach feststellen können. Immerhin würde das dann ja zur Erblindung führen. Z.B. beim Spritzen von Fillern und Eigenfett kommen solche Fälle vor, wenn auch selten.
                It's a terrible knowing what this world is about

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                  #53
                  Danke, endlich mal ein hilfreicher Tipp.

                  Ich glaub aber sowas wird nicht akut gemacht? Die Viskosität ist ja nur Schubweise erhöht, ka jetzt zB habe ich eher Anämie Zeichen, kreidebleiche Haut, Muskeln schwach (massive Skoliose) und ziemlich brennende Augen, es brennt aber auch der Schädelknochen und der Mund ist stark trocken...

                  Morgen schau ich mal wieder zum HA, aber der wird auch wieder keinen Plan haben und ist auch nicht sehr interessiert. Jetzt plötzlich wollen alle in meine Muskeln schneiden, wo ich die massiven Hautprobleme habe, und vor 1 Jahr wo ich jedes mal gefragt hatte wollte es keiner machen... aber ich glaube die wird sowieso nur Unspezifisches zeigen.

                  Ev sollte ich nochmal zum Onkiologen wegen meinen Lympfknoten die hart und schmerzlos sind, aber ich glaub auch nicht, dass Krebs so eine fluktuierende Problematik macht, in meiner Familie hatten aber viele Krebs, insb Leukämie.

                  Ka Blut werde ich morgen nochmal anschauen lassen, bin über jeden Tipp dankbar. Insb würde mich interessieren, wie man eine Anämie bei normalen HB abklären kann. Der Hb Wert ist zwar normal, aber Kapillar am Finger oder am Ohr kommt fast kein Blut raus. Wenn die kleinen Gefäße dicht machen könnte das doch eine Anämie maskieren. Meint ihr nicht?

                  Beim Augenarzt war ich schon als ich den starken Kopfdruck hatte, der stellte asyncrone Pupillen fest die am nächsten Tag, geringerer Druck, viel geringer waren. Sonst nur leichte Doppelbilder und eine leichte Sehverschlechterung. Aber was der genau gemacht hat kann ich nicht sagen, der Befund ist noch ausstehend. Im Bauch ist es übrigens ganz war, wie wenn die Blase einen Defekt hätte oder es zu kleinen Einblutungen kommt.

                  Das Problem ist, immer wenn es mir akut schlecht geht kann ich nicht ruhig alles Durchlesen, dazu geht es mir dann zu schlecht und noch weniger kann ich elektiv irgend welche Termine ausmachen und in der Notaufnahme sitzen lauter Assistenzärzte. Da muss ich mir was anderes einfallen lassen.

                  Die Beine kribbeln übrigens beide wen der Bauch warm wird, was ja auch komisch ist...
                  Zuletzt geändert von letzte Frage; 12.07.2018, 20:13.

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                    #54
                    Irgendwie habe ich auch das Gefühl dass die Brennschmerzen mit den KH zusammen hängen könnten, zumindest habe ich jetzt wieder am ganzen Körper Brennschmerzen nachdem ich Nudeln gegessen habe. Allerdings kann das Zufall sein, zuvor war mir total kalt obwohl es wohl recht warm sein soll.

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                      #55
                      Bei den Brennscherzen schau ich ev noch Histamin und DAO an und IgG.

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                        #56
                        Dein Blutzucker ist in Ordnung?
                        Hast Du mal den HbA1c bestimmen lassen?
                        It's a terrible knowing what this world is about

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                          #57
                          Naja weitgehend, aber er ist schon oft leicht erhöht (auch wenn ich mal 2 tage nichts gegessen habe) und wenn er mal mehr erhöht ist, zB 150, dann habe ich deutliche Symptoem einer Überzuckerung, auch habe ich bei 70 zB deutliche Symptoem einer Unterzuckerung. Vom OA für Hämatologie wurde eine Stoffwechselkrankheit mit einer Zuckerintoleranz vermutet, aber das ist halt auch wieder nur eine von an die 10 Verdachtsdiagnosen die ich bisher habe.

                          Ich kann nur nicht engmaschig messen, weil oft einfach nichtmal 1 Tropfen Blut aus den Fingern kommt zum messen.

                          Das Problem mit dem Zucker habe ich aber eigentlich erst, seitdem ich mit dem 2000er CK und dem hämolytischen Blut im KH gelegen bin, zuvor köntne ich mich nie an solche Probleme erinnern. Irgendwas ist da wohl kaputt gegangen. Da hatte ich auch die 10 Liter pro Tag getrunken.

                          HbA1c wurde sicher mal bestimmt muss ich suchen.

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                            #58
                            Allerdings lassen sich meine Muskelversteifungen auch durch Zucker triggern, was ja durchaus auch relevant ist und doch in Richtung Gllykosespeicherkrankheit gehen könnte.

                            Ich habe mir heute einen sehr genauen Speiseplan erstellt, der soll den Blutzuckerspiegel konstant halten:

                            Morgen: Müsli mit wenig KH
                            Vormittag: Jogurt mit Scheibe Brot
                            Mittag: Hühnchen / Fisch mit etwas Kartoffelsalat oder Reis, zusammen mit Magenschutz und DAO
                            Abend: Scheibe Brot mit Putenschinken
                            Nacht: Magerqaurk

                            Zudem je 1 EL Öl um die Verdauung zu verlangsamen. (TCM)

                            Dann kann ich den Faktor Zucker weitestgehend ausschließen. Danach muss ich noch die Temperatur ausschließen.

                            Achja als das Blut besonders dick war, hatte ich auch die Probleme mit dem urinieren, das ich zB 2 -3 tage nicht urinieren konnte. (Es war auch kein Urin im Ultraschall oder nur wenig) Das lag aber nicht an dehydration, da ich soviel trinken konnte wie ich mochte, es kam einfach nichts raus. Seltsamerweise wurde dann das Blut wieder dünn und dann ging auch das urinieren wieder. Ein Sammelsurium an Rätselhaftigkeiten. Leider wurde das damals als es klinisch wirklich über längere Zeiträume war nicht ordentlich abgeklärt, nur mal wieder Rotuinelabor und den Spruch ich könne ja nie soviel trinken, sonst wäre mehr Urin in der Blase. Aber, bei Hyperviskusität ist die Nierenfunktion oft eingeschränkt.

                            Bzgl Zucker, hab mal nachgeschaut, Ketogene waren mal im Harn, den anderne Wert habe ich noch nicht gefunden, er wurde aber in Wien mal bestimmt als ich im AKH war.
                            Zuletzt geändert von letzte Frage; 12.07.2018, 21:51.

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                              #59
                              Wenn Du mit Hämolyse im KH warst könnte das von einer Bauchspeicheldrüsenentzündung gekommen sei.
                              In der Drüse gibt das einige wenige spezielle Zellen (der Name ist mir grad entfallen) die für die Regulierung des Blutzuckers unerlässlich sind.
                              Wenn die bei solch einer Entzündung kaputt gehen ist es vorbei mit der Blutzuckerregulation.
                              Da kannst Du dann mit Ernährung auch nicht mehr viel machen.

                              Engmaschige Blutzuckermessungen sind da nicht unbedingt nicht nötig, wenigstens nicht für die Diagnostik.
                              Dafür zieht man besser den HbA1c heran. Der gibt Aufschluss über den Blutzucker der letzten 8 Wochen.
                              It's a terrible knowing what this world is about

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                                #60
                                Ich glaub aber, dass die Bauchspeichenentzüme damals gemessen wurden, aber eine Schädigung kann auch ohne klassische Entzündung vorkommen, den Verdacht hatte ich auch schon. Man könnte ja auch nochmal die Amylase im Stuhl messen lassen.

                                Den HbA1c kann ich ja vom HA nochmal checken lassen.

                                Was mir auch aufgefallen ist, ist, dass wenn die Augen brennen auch ein Asthma typisches Geräusch beim Atemen vorkommt und der Peak Flow reduziert ist, ich sollte wohl auch mal zum AQllergologen. Ev habe ich ja ne starke Allergie die zu den Kapillarproblemen führt... ?

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