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Schwäche & Muskelatrophie nach Infektion und chronischer Gastritis

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    Schwäche & Muskelatrophie nach Infektion und chronischer Gastritis

    Einleitung: Muskelatrophie beider Oberschenkel (eventuell auch Hüftmuskulatur) im Sommer 2017 nach einer,
    durch eine starke chronische Magenschleimhautentzündung verursachten, Gewichtsabnahme (67kg auf 60kg).
    Trotz schrittweiser Gewichtszunahme auf annährend Normalgewicht, dauerhaft atrophierte Oberschenkelmuskulatur.
    Seit Sommer 2018 nur noch leichte chronische Gastritis, dafür aber zunehmende Schwäche der Beine.
    Zusätzlich Schmerzen im Bereich der Lendenwirbelsäule und Muskelzuckungen im ganzen Körper.
    Seit ca. 2 Monaten auch Kraftverlust und gelegentliche Schmerzen im rechten Arm.


    Kurzinfos zu mir:

    • 28 Jahre
    • männlich
    • Student
    • vor März 2017 ca. 67kg Normalgewicht, aktuell 65kg
    • schlanker Körperbau
    • keine Muskelerkrankungen in der Familie bekannt, wobei Krankengeschichte des leiblichen Vaters meiner Mutter unbekannt
    • Autoimmunität von der Mutter „geerbt“, sie hat selbst Hashimoto, Fibromyalgie, chronische Magen/Darmprobleme



    Gesundheitliche Vorgeschichte:
    • Als Kind Zeckenbefall, bin mir nicht sicher ob ich jemals auf Borreliose getestet wurde
    • In der Symptomatik unveränderte, leichte Dysphagie (Schluckstörung) seit dem 10. Lebensjahr, laut Radiologie muskuläre Dysbalance der Schluckmuskulatur als Ursache
    • Hashimoto Thyreoditis (Autoimmunerkrankung Schilddrüse) seit dem 16. Lebensjahr
    • Vitiligo (Autoimmunerkrankung Haut) seit dem 19. Lebensjahr
    • über die Jahre hinweg lästige Beschwerden durch Hashimoto
      • Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung
      • Blutdruckschwankungen
      • aus meiner Sicht verminderte Muskelkraft und Regeneration, dazu gefühlte „Steifigkeit“ bzw. geringere Flexibilität
      • ab 2013/14 nochmals verminderte muskuläre Regeneration (nach 2 Jahren Training im Fitnessstudio gemerkt, Mitte 2014 mit Fitness aufgehört)
      • Muskulatur in den Händen/Unterarmen/Waden macht relativ schnell „dicht“, z.B. beim Autowaschen/Joggen

    • Damals habe ich schon vermutet, dass die Symptomatik möglicherweise auch Teil anderer, nicht diagnostizierter Erkrankungen sein könnte. Kann aber auch theoretisch alles mit Hashimoto zusammenhängen (sehr breites Spektrum an möglichen Symptomen)
    • Laut Blutwerten EBV in 2015
    • Ein Termin beim Rheumatologen in 2016 war ergebnislos, abgesehen von deutlich erhöhten Schilddrüsenantikörpern (Thyreoglobulin-AK)
    • selbst vermutete Histaminintoleranz: nach Verzehr von Lebensmitteln aus Konserven verstärkt knackende Gelenke, insbesondere Handgelenke




    • Mitte März 2017:
      • durch eine Lebensmittelinfektion (Bakterium Campylobacter Jejuni) verursachte Gastroenteritis
      • mehrtägiger Krankenhausaufenthalt
      • massive Bauch und Darmkrämpfe, blutige Durchfälle, keine Antibiotikagabe



    • Ende April 2017:
      • nach Abklingen der Infektion plötzliches Auftreten einer starken, akuten Gastritis ohne erkennbaren Auslöser
      • Übergang der akuten in eine chronische Gastritis
      • Behandlung der Gastritis mit Protonenpumpenhemmern (40mg Esomeprazol)
      • Trotz medikamentöser Behandlung weiterhin Beschwerden. Dazu neue Beschwerden entsprechend dem Bild des Reizdarmsymptoms
      • Magenspiegelung zeigt eine starke Gastritis ohne genauen Befund (kein Helicobacter Pylori)



    • In der Zwischenzeit:
      • Gewichtsverlust von 7kg (67kg ->60kg)
      • Auffällig: Muskelatrophie an beiden Oberschenkeln (eventuell auch Hüftmuskulatur)



    • August 2017:
      • Erneute Magenspiegelung zeigt eine chronische Gastritis
      • Darmspiegelung unauffällig
      • Reduzierung der PPI Dosis (40mg -> 20mg) => Gewichtszunahme auf 63-64kg
      • Muskulatur an den Oberschenkeln weiterhin sichtbar reduziert
      • Erneuter Stuhltest auf Campylobacter Jejuni negativ



    • In der Zwischenzeit:
      • mehrmaliger, erfolgloser Absetzungsversuch der Protonenpumpenhemmer, Beschwerden sind nach wenigen Tagen nicht mehr auszuhalten
      • trotz medikamentöser Behandlung weiterhin massive Beschwerden
      • unauffälliges MRT der Oberbauchorgane
      • negativer Test auf Dünndarmfehlbesiedlung
      • auf eine autoimmunbedingte Gastritis wurde nie getestet, da man ehe „nichts machen kann“



    • Juni 2018:
      • erneute Magenspiegelung zeigt weiterhin eine chronische Gastritis
      • unerklärlicherweise erfolgreiche Absetzung der Protonenpumpenhemmer -> eindeutige Verbesserung der Symptomatik
      • Gewichtszunahme auf 65kg



    • Ab Juli 2018:
      • Weiterhin leichte chronische Gastritis => Magen deutlich empfindlicher, reizbarer als vor März 2017
      • Oberschenkelmuskulatur immer noch atrophiert, nicht sicher ob die Atrophie weiter voranschreitet
      • temporär immer wieder Schmerzen/Druck im Bereich der Lendenwirbelsäule (falsche Bewegung/geringe Belastung führt zu Problemen)
      • zunehmende Schwäche in den Beinen (vorher mehr Kraft, trotz Atrophie seit Sommer 2017)
      • Sich immer weiter ausbreitende Muskelzuckungen, teils kuriose Stellen, unter den Augen, Intimbereich, seitlich am Hals…
      • generell aber mittlerweile über den ganzen Körper verbreitete, teilweise auch recht „aggressive“ Zuckungen, manchmal wache ich beim Einschlafen sogar auf
      • Gefühl, dass längeres Stehen direkt auf die Knie geht (Knieschmerzen)
      • Spannungsgefühl auf der Rückseite der Oberschenkel (als wäre die Muskulatur verkürzt)
      • Beine fühlen sich generell weniger belastbar und schlapp an
      • im Vergleich zu vorher unsicherer Gang und Stand
      • Beinmuskulatur phasenweise wirklich „platt“ /“wie Blei“
      • Leichts Krafttraining mit Eigenwicht (Kniebeugen) eher kontraproduktiv, Oberschenkelmuskulatur hinterher noch kraftloser, seltsamer „Muskelkater“ in den Tagen danach



    • November 2018:
      • stationärer Aufenthalt in der Neurologie (ergebnislos, Bericht und Blutwerte im Anhang)
      • laut eigener Aussage des Assistenzarztes kann Campylobacter Jejuni zu Autoimmunerkrankungen führen
      • Bakterium gilt ebenfalls als Auslöser für das Guillain-Barré-Syndrom
      • Antikörper negativ, 100%ige Sicherheit?



    • Aktuell:
      • seit ca. 10 Wochen auch Probleme im rechten Arm: Kraftverlust beim Heben, oft seltsames Druck-/Spannungsgefühl im Bereich der Unterarmmuskulatur/des Oberarms, bis in die Schulter ziehend, selten Schmerzen, Kraftverlust kommt gefühlt aus dem Schulterbereich
      • Raynaud-Syndrom gefühlt stärker als vor einigen Jahren
      • in letzter Zeit verstärkt angespannte/harte Waden, wache morgens oft mit harten Waden auf
      • die Zehen des linken Fußes sind relativ häufig geschwollen
      • manchmal habe ich das Gefühl, dass mittlerweile auch andere Körperpartien atrophiert sein könnten (Rückenmuskulatur, komisches Loch seitlich unterhalb des rechten Bizeps bei Muskelkontraktion), Vergleichsfotos aus Anfang/Mitte 2018 bestätigen den Eindruck aber eher nicht (bezüglich des Rückens, Arm kann ich nicht einschätzen)




    • Ende Februar 2019:
      • Termin bei der neurologischen Sprechstunde im Bergmannsheil




    Wie man unschwer erkennen kann, schlage ich mich seit meiner Jugend mit einer zunehmenden Anzahl an chronischen Erkrankungen rum.
    Bis Anfang 2017 konnte man den Zustand noch als „hinnehmbar“ beschreiben.
    Das heißt, dass meine gesundheitlichen Probleme mich zwar in Studium, Sport, etc. zurückgeworfen haben,
    aber ich hatte aus meiner Sicht noch so etwas wie eine Lebensperspektive.
    Seitdem hat sich die ganze Situation aber in eine Art lebendigen Albtraum entwickelt.

    Nochmal Danke fürs Lesen.
    Vielleicht hat jemand ja eine Idee, welches Schicksal mich ereilt haben könnte.


    Beste Grüße

    Mike
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    #2
    Hallo Mike,

    Du scheinst - wie viele von uns - ein schwieriger Fall zu sein. Ich kann Dir nicht sagen, was Du hast. Dein Blutbild ist - abgesehen von Deiner Schilddrüsenkrankheit - völlig unauffällig. Was aber unwahrscheinlich ist, dass die Atrophien irgendwie mit EBV zusammenhängt. Dass Antikörper gegen EBV im Blut sind, ist nicht ungewöhnlich. Fast alle Menschen hierzulande hatten schon mal mit dem Virus zu tun. Borrelien können eine Polyneuropathie auslösen, der Verlauf wie Du ihn beschreibst, wäre aber eher untypisch dafür. Wenn Du hier auf Nummer sicher gehen willst, dann führe einen sogenannten Westernblot durch. Der gewöhnliche ELISA-Test, welchen die Ärzte standardmäßig bei einem Borreliose-Verdacht machen, kann falsch negativ sein. Sollte man zur Sicherheit abklären, da in der Regel gut behandelbar.

    Bei Deiner Vorgeschichte glaube ich aber eher an ein autoimmunes oder neuroimmunologisches Geschehen. Die Autoimmunantikörperwerte stehen ja noch aus, die sollte man noch abwarten, wobei CRP und BSG ja schonmal nicht erhöht. Das Ganze sieht am ehesten nach einer Polyneuropathie aus, beim Guillain-Barré-Syndrom hättest Du wahrscheinlich größere Probleme. Dieses tritt im weiteren Verlauf mit starken Schmerzen und Lähmungen auf, meist wird ein Rollator gebraucht, wenn nicht sogar bettlägerig (für eine gewisse Zeit). Außerdem ist es meist symmetrisch.

    LG
    SF

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      #3
      Eine Vitamin12- Diagnostik sehe ich jetzt auf die Schnelle nicht.
      Die sollte man nachholen, wenn nicht geschehen, insb. bei der Vorgeschichte mit der Gastroenteritis.
      Die Diagnostik auf eine autoimmune Gastritis ist sicherlich nicht verkehrt wegen der Vorgeschichte und familiären Vorbelastung in Richtung Autoimmunität.
      Infektionen, insb. gastrointestinaler Art, können natürlich gerne mal latente Autoimmunprozesse manifest machen oder Autoimmunerkrankungen auslösen. Insofern ist nicht auszuschließen, dass so etwas auch in deinem Fall passiert ist; allerdings glaube ich weniger, dass es sich dabei um eine NME im eigentlichen Sinne handeln würde. Eine CIDP oder eine andere Form von autoimmuner Neuropathie halte ich für sehr unwahrscheinlich; die Elektrophysiologie (auch wenn man die nicht zu ernst nehmen sollte) liefert dbzgl. keinerlei Hinweise, auch wenn die Messung der F-Wellen fehlt, die man mglw. doch noch nachtragen sollte. Aber auch klinisch passt eine CIDP-(Form) weniger.
      Denkbar ist dagegen eine Ausdehnung der Autoimmunität im internistischen Bereich. Läge eine autoimmune Gastritis vor, könne man bei bestehendem Hashimoto an eine Art polyglanduläres Autoimmunsyndrom denken. Die Funktion der Nebenschilddrüse könnte man in diesem Zusammenhang ebenfalls überprüfen, da eine Dysfunktion zu muskulären Beschwerden führen kann.

      Auch wenn einige Antikörper noch ausstehen, glaube ich nicht, dass hier etwas auffällig sein wird.
      Grundsätzlich könnte allein dein Hashimoto für den verstärkten Muskelabbau bei Gewichtsverlust innerhalb kurzer Zeit verantwortlich sein, zumal er offensichtlich seitdem nicht weiter fortgeschritten ist. Es gibt auch eine Hashimoto-Myopathie, wobei endokrine Myopathien häufig keine EMG-Veränderungen verursachen.
      Insgesamt glaube ich aber wie gesagt nicht an eine relevante NME.

      Dass es dir nach Absetzen der PPI sogar besser ging, ist nicht verwunderlich; bei längerer Einnahme sind PPI oftmals (auch bei weiter bestehender leichter Gastritis) kontraproduktiv.
      Wurde eigentlich mal eine Darmspiegelung mit histologischer Aufarbeitung von Proben gemacht?

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        #4
        Hi,

        danke für die versierten Antworten.

        Ich gehe auch nicht davon aus, dass die EBV Infektion hier eine Rolle spielt. Die Blutdiagnose und der Beginn der Atrophie liegen knapp 1.5 Jahre auseinander. Ich habe EBV nur der Vollständigkeit halber erwähnt. EBV-Capsid IgG LIA lag bei 243 (regulär bis 20), EBV-Capsid IgM LIA bei 160+ (regulär bis 20) und EBV-Nucleus-1 IgG war negativ. Das war im September 2015.

        Vitamin B12 wurde November 2017 beim Hausarzt gecheckt und lag bei 652 (regulär >400). Damals habe ich noch 20mg Esomeprazol eingenommen, bei vollen Beschwerden bezüglich des Magens. Ich weiß ja nicht wie lange es dauert bis der Spiegel absinkt, aber da wurde ich schon gute 6 Monate mit Protonenpumpenhemmern therapiert. Außerdem kam die Muskelatrophie mehr oder weniger zeitgleich mit meinem Gewichtsverlust. Auf Fotos von Juli 2017 waren meine Oberschenkel bereits atrophiert.
        Leider habe ich aber keine eindeutigen Vergleichsfotos von vor der Atrophie. Falls Zweifel an der Atrophie bestehen sollten, kann ich aber verschiedene Fotos hochladen.
        Meiner Ansicht nach handelt es sich aber definitiv nicht um eine Inaktivitätsatrophie. Ich habe mich normal bewegt und nicht im Rollstuhl gesessen. Nachdem ich 2014 mit dem Krafttraining aufgehört hatte, sind gute 5-6 kg Muskelmasse verloren gegangen. Danach hat sich meine Physis - bis zur Infektion - kein Stück verändert.

        Laut MRT des Oberbauches sind die Nebennieren Dezember 2017 "normal groß und regelrecht konfiguriert" gewesen. Keine Ahnung welche Rückschlüsse das auf die Blutwerte zulässt, wahrscheinlich keine.

        Den Bericht zu meiner Darmspiegelung findet ihr im Anhang.

        Mitte 2018 habe ich als Selbstzahler zwei weitere Werte bestimmen lassen. Die Vermutung bestand darin, dass möglicherweise andere, an der Verdauung beteiligte Organe ursächlich für meine Magenprobleme sein könnte. Calprotectin war mit 55mg ( Norm: =<50) leicht erhöht und die Pankreatische Elastase 1 (EIA) lag bei 500+ ( Norm: >200).


        Ich behaupte nach wie vor, dass die chronische Gastritis und womöglich auch die muskulären Probleme (zumindestens die Atrophie) ursächlich mit der Infektion zu tun haben.
        Vielleicht sind die muskulären Probleme ja auch eine indirekte Folge meiner Magenprobleme, wer weiß.
        Man sollte auch in Betracht ziehen, dass hier vielleicht mehrere Erkrankungen zusammen kommen und so kein eindeutiges Muster ergeben.

        Wahrscheinlich ist die Info nicht wirklich relevant, aber Juli 2018 habe ich mich nach 3 Jahren Beziehung von meiner damaligen Freundin getrennt. Das mit den gesundheitlichen Problemen war einfach zu viel für uns. Ich erwähne es trotzdem, weil mein Hashimoto damals in der Schule unmittelbar nach Problemen mit Mobbing angefangen hatte (potenziell Psychischer Auslöser).

        Wie schon beim 1. Beitrag: Vielen Dank fürs Lesen

        Grüße

        Mike
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          #5
          Hallo Mike,

          danke für die neuen Infos. Aus diesen ergeben sich für mich aber keine neuen Hinweise, aus denen man nun eindeutig etwas schließen könnte.

          Wie schon gesagt vergesellschaften sich Autoimmunerkrankungen gerne mal, so ist das z. B. mit Deinem Vitiligo und Hashimoto eine nicht seltene Kombination. Wie Pelztier glaube ich aber auch nicht, dass bei den noch ausstehenden Tests mehr bei rauskommt. Es gibt natürlich Muskelerkrankungen, die sich nur auf Oberschenkel und Hüfte beschränken können, das passt aber bei Dir alles nicht so.

          Es sieht momentan am ehesten nach einem endrikonologischem Problem aus, wobei mir Muskelschwund in Form einer richtigen Atrophie auch nicht bekannt ist.

          Dass Du das mit Deiner Freundin erwähnst ist okay, glaube bei Dir aber nicht an eine psychische Sache. Richtig ist zwar, dass psychische Belastungen so etwas verstärken können, Du hattest ja aber viele Deiner Beschwerden schon vorher.

          Es tut mir Leid, dass diese Antwort für Dich nicht befriedigend ausfällt, kann Dir im Moment aber zu nichts weiter raten, als Deinen Termin in der neurologischen Sprechstunde abzuwarten.

          LG
          SF

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            #6
            Zitat von Mike91 Beitrag anzeigen
            Hi,

            danke für die versierten Antworten.

            Ich gehe auch nicht davon aus, dass die EBV Infektion hier eine Rolle spielt. Die Blutdiagnose und der Beginn der Atrophie liegen knapp 1.5 Jahre auseinander. Ich habe EBV nur der Vollständigkeit halber erwähnt. EBV-Capsid IgG LIA lag bei 243 (regulär bis 20), EBV-Capsid IgM LIA bei 160+ (regulär bis 20) und EBV-Nucleus-1 IgG war negativ. Das war im September 2015.

            Vitamin B12 wurde November 2017 beim Hausarzt gecheckt und lag bei 652 (regulär >400). Damals habe ich noch 20mg Esomeprazol eingenommen, bei vollen Beschwerden bezüglich des Magens. Ich weiß ja nicht wie lange es dauert bis der Spiegel absinkt, aber da wurde ich schon gute 6 Monate mit Protonenpumpenhemmern therapiert. Außerdem kam die Muskelatrophie mehr oder weniger zeitgleich mit meinem Gewichtsverlust. Auf Fotos von Juli 2017 waren meine Oberschenkel bereits atrophiert.
            Leider habe ich aber keine eindeutigen Vergleichsfotos von vor der Atrophie. Falls Zweifel an der Atrophie bestehen sollten, kann ich aber verschiedene Fotos hochladen.
            Meiner Ansicht nach handelt es sich aber definitiv nicht um eine Inaktivitätsatrophie. Ich habe mich normal bewegt und nicht im Rollstuhl gesessen. Nachdem ich 2014 mit dem Krafttraining aufgehört hatte, sind gute 5-6 kg Muskelmasse verloren gegangen. Danach hat sich meine Physis - bis zur Infektion - kein Stück verändert.

            Laut MRT des Oberbauches sind die Nebennieren Dezember 2017 "normal groß und regelrecht konfiguriert" gewesen. Keine Ahnung welche Rückschlüsse das auf die Blutwerte zulässt, wahrscheinlich keine.

            Den Bericht zu meiner Darmspiegelung findet ihr im Anhang.

            Mitte 2018 habe ich als Selbstzahler zwei weitere Werte bestimmen lassen. Die Vermutung bestand darin, dass möglicherweise andere, an der Verdauung beteiligte Organe ursächlich für meine Magenprobleme sein könnte. Calprotectin war mit 55mg ( Norm: =<50) leicht erhöht und die Pankreatische Elastase 1 (EIA) lag bei 500+ ( Norm: >200).


            Ich behaupte nach wie vor, dass die chronische Gastritis und womöglich auch die muskulären Probleme (zumindestens die Atrophie) ursächlich mit der Infektion zu tun haben.
            Vielleicht sind die muskulären Probleme ja auch eine indirekte Folge meiner Magenprobleme, wer weiß.
            Man sollte auch in Betracht ziehen, dass hier vielleicht mehrere Erkrankungen zusammen kommen und so kein eindeutiges Muster ergeben.

            Wahrscheinlich ist die Info nicht wirklich relevant, aber Juli 2018 habe ich mich nach 3 Jahren Beziehung von meiner damaligen Freundin getrennt. Das mit den gesundheitlichen Problemen war einfach zu viel für uns. Ich erwähne es trotzdem, weil mein Hashimoto damals in der Schule unmittelbar nach Problemen mit Mobbing angefangen hatte (potenziell Psychischer Auslöser).

            Wie schon beim 1. Beitrag: Vielen Dank fürs Lesen

            Grüße

            Mike
            Hallo Mike ,

            die von dir genannten Beschwerden hinsichtlich Atrophien könnte ich nicht mit Rückschlüssen auf den Hashimoto beziehen , meine Mutter hat ebenfalls Hashimoto und viele Probleme,keiner davon allerdings Muskelbezogen,wobei ich davon schon gelesen habe.
            Muskelschwächen können garantiert entstehen,aber eine Atrophie könnte ich mir eigentlich nicht vorstellen.
            Hast du die Bilder der Atrophien mal hochgeladen ? Rückschlüsse auf den Magen/Darmtrakt könnte ich ebenfalls nicht ziehen,außer wie die erwähnten Mangelzustände,die aber wie von dir schon erwähnt trotz der Beschwerden gut über der Norm lagen.

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              #7
              Hallo Zusammen,

              lustigerweise habe ich heute Post vom Krankenhaus bekommen.
              Es sind die noch ausstehenden Blutwerte, siehe Anhang.
              Laut Arzt sind die Antikörper schwach positiv, und sollten nach 2 Monaten, also praktisch demnächst nochmal kontrolliert werden.

              Liebe Grüße

              Mike
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                #8
                Hallo Mike,

                das ist grundsätzlich interessant, für sich allein aber noch nicht aussagekräftig genug. Ein erhöhter ANA-Titer von 1:640 ist noch mit dem Hashimoto zu vereinbaren. Wichtig wird sein, ob sich z. B. aus dem ENA-Muster nicht etwas ergibt. Die Sache aber in zwei Monaten zu verfolgen, ist absolut sinnvoll bei Deiner Vorgeschichte.

                LG
                SF

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                  #9
                  Solange nur der ANA-Titer auffällig ist, kann man daraus nichts machen, da diese Erhöhung allein dem Hashimoto geschuldet sein kann.

                  Kommentar


                    #10
                    Gut, dann bleibt mir erstmal nichts anderes übrig als den Termin in Bochum abzuwarten.

                    Ich hoffe immer noch, dass sich das Ganze irgendwie therapieren lässt, bzw. die Atrophie reversibel ist.
                    Nach gut 1.5 Jahren muss man aber leider eher dazu tendieren nicht davon auszugehen.
                    Ironischerweise gehörte meine Oberschenkelmuskulatur, trotz meines eher schmächtigen Körperbaus, immer zu meinen Stärken.
                    Auch auf Krafttraining haben die Oberschenkel immer extrem gut angesprochen.

                    Was mir Angst macht, ist die Verschlimmerung seit dem letzten Sommer. Von Mitte 2017 bis Mitte 2018 "lediglich" atrophiert und dann auf einmal eine deutliche Schwäche in den Beinen, die Muskelzuckungen von morgens bis abends und jetzt auch noch seit 2 Monaten der Kraftverlust im Arm.

                    Vielleicht handelt es sich ja auch um eine Art Stoffwechselstörung.

                    Auf die Gefahr hin, dass ich mich hier lächerlich mache, aber mir ist noch was aufgefallen.
                    Ich hatte ja bereits erwähnt, dass meine Zehen des linken Fußes öfters geschwollen, heiß und gerötet sind.
                    Auffällig ist auch, dass meine Augenlider im unteren Bereich dauerhaft leicht rötlich verfärbt sind.
                    Eigentlich ist meine Augenpartie durch Vitiligo fast vollständig depigmentiert.
                    Ein Bild findet ihr im Anhang.

                    Beste Grüße

                    Mike
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                    Kommentar


                      #11
                      Hast du die atrophie der Oberschenkel mal hochgeladen ? Also hinsichtlich der Augen würde ich mir erstmal keine Gedanken machen ,objektiv gesehen ist es bei den kälteren Temperaturen normal ,vorallem da du ja selber sagst du normalerweise weiß bist und die haut dementsprechend wie auch die schleimhäute empfindlicher

                      Kommentar


                        #12
                        Ich hatte ja bereits erwähnt, dass meine Zehen des linken Fußes öfters geschwollen, heiß und gerötet sind.
                        dann solltest du vll. mal eine Kapilarmikroskopie machen oder wiederholen lassen.
                        die ist bei sekundärem Raynaud insb. infolge rheumatologische Erkrankungen oft auffällig, und kann dann ein Hinweis für die DD sein.

                        Kommentar


                          #13
                          Und google mal Bilder, die chillblains zeigen...ob das deine Läsionen an den Zehen sein könnten...

                          Kommentar


                            #14
                            Hi,

                            nein sind keine Chillblains. Bei mir sind wenn dann nur die Kuppen der Zehen betroffen. Seit ein paar Tagen bin ich in der Hinsicht aber auch beschwerdefrei.
                            Deshalb versuche ich jetzt am besten da nicht noch mehr reinzuinterpretieren.

                            Das Raynaud habe ich nie abklären lassen. War wenn dann eher kurzzeitig unangenehm, sodass ich das nicht als ernsthafte Erkrankung wahrgenommen habe.
                            Der Zusammenhang zu rheumatologischen Erkrankungen ist allerdings interessant.

                            Auch wenn es vielleicht naheliegend erscheint, aber eine Verbindung zum Hashimoto halte ich für eher unwahrscheinlich.
                            Eine deutliche Muskelatrophie und die Beschwerden jetzt, passen so gar nicht zu den Symptomen die ich vor 2017 hatte.
                            Die Autoimmunwerte gleichen auch denen von 2016.
                            Aber wer weiß, vielleicht hat die Infektion ja die Autoimmunität einmalig oder dauerhaft "getriggert".

                            Darüber bin ich nach kurzer Suche gestolpert:
                            Hashimoto thyroiditis (HT) is an autoimmune disease of the thyroid gland. Patients may present or not a hypothyroid state, and frequently have manifestations of myopathy. The present work was aimed to assess the clinical symptoms and signs of skeletal muscle alterations in HT, describe the muscular &#8230;


                            Fragt sich nur, ob die Myopathien tatsächlich durch Hashimoto verursacht werden, oder vielmehr Begleiterkrankungen darstellen.

                            Just 4 fun hatte ich auch mal geguckt ob es einen möglichen Zusammenhang zu den Protonenpumpenhemmern gäbe.
                            Tatsächlich gibt es einen dokumentierten Fall, bei dem Esomeprazol eine Rhabdomyolyse verursacht hat.
                            Gehe ich jetzt aber mal eher nicht von aus.

                            Kann man nach längerer Zeit eigentlich noch feststellen ob tatsächlich Muskelgewebe unumkehrbar zerstört wurde? Also bleiben sichtbare "Reste" zurück?


                            Beste Grüße


                            Mike

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                              #15
                              Es können bei CB auch nur die Kuppen betroffen sein...würde jedenfalls aktuell am meisten Sinn machen im Kontext des Raynaud.

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