Hallo zusammen,
ich stelle mich mal kurz vor. Ich heiße Ivo, bin 36 Jahre alt, männlich. 178 cm groß, 72 kg schwer. Vor mittlerweile mehr als 5 Jahre bin ich an Hodenkrebs erkrankt, aber zum Glück alles gut überstanden (OP und Chemo). Leider hat sich seitdem meine Psyche verändert und bin (aus meiner Sicht) zu Hypochonder geworden. Durch diese 5 Jahre bin ich mehrmals zum Arzt gelaufen, weil ich Magenschmerzen, veränderte Muttermale, Darmprobleme usw. hatte. Im August 2018 habe ich aufgrund einer Auslandsreise Tollwut Impfung gekriegt. Wahrscheinlich deswegen haben sich bei mir 3 Lymphknoten links supraclaviculär gezeigt (sogenn. Virchow Lymphknoten). Das hat mich wieder im Angst versetzt, aber nach mehrere Untersuchung habe ich mich beruhigt. Die Lymphknoten werden wahrscheinlich auch so bleiben. Es kamen auch meine Kopfschmerzen auf der rechte Seite, die mehrere Monate lang in unterschiedlichen Abständen sich zeigten. Am 03.01.2019 hatte ich so starke Kopfschmerzen, dass ich in der Notaufnahme gegangen bin. Neurologische Untersuchung unauffällig, CT Schädel auch unauffällig, Reflexe gleichseitig mittellebhaft, Kraft beidseitig 5/5, Tandemgang, Zehenspitzen- und Fersengang unauffällig. Am 07.01.2019 hatte ich am Morgen (beim Autofahren) starke Muskelzuckungen im rechten Oberschenkel und auch im rechten Oberarm. In den nächsten drei Tagen hatte ich die Zuckungen jeden Tag vormittags. Im Büro hat sich alles im Laufe des Tages verbessert. Ab dem vierten Tag hatte ich deutlich leichtere Muskelzuckungen, dafür aber an unterschiedliche Stellen und mehrmals am Tag, abends/nachts waren die deutlich ausgeprägter. Aber nicht dauerhaft, sondern eher sporadisch. Dann habe ich den großen Fehler gemacht im Internet nach Muskelzuckungen zu suchen. Nach noch 1-2 Tage kam auch Muskelschwäche in die rechte Hand und rechten Bein. Wobei in die rechte Hand habe ich schon lange das Gefühl nicht so viel Kraft zu haben. Ich bin übrigens Rechtshändler. Dann ist mir auch aufgefallen, dass meine rechte Ober- und Unterschenkel dünner sind als die linken. Jeweils etwa 1 cm weniger Umfang beim Oberschenkel bzw. Unterschenkel. Dazu muss ich aber sagen, dass der rechte Bein bei mir auch länger ist, was vielleicht dazu beitragen kann, dass der linke durch die unterschiedliche Belastung bisschen kräftiger ist. An dieser Stelle bin ich endgültig in Panik geraten und habe mich am 14.01.2019 gegen 16:30 wieder in der Notaufnahme vorgestellt. Leider gab es da paar echte neurologische Notfälle (Schlaganfälle usw.), so dass ich 12 Stunden in der Notaufnahme warten musste. Am 15.01.2019 gegen 4:20 morgens war ich endlich an der Reihe. Der Neurologe hat sich vergleichsweise viel Zeit (für eine Notaufnahme zumindest) für mich genommen. Nach einem langen Arbeitstag und die 12 Stunden in der Notaufnahme war ich so erschöpft, dass mir kalt war, ich schon unter leichte Panikattacke litt und total am Zittern war. Der Neurologe hat mich untersucht. Tandemgang, Fersen und Zehenspitzengang unauffällig. Es wurde sogar ein MRT vom Schädel gemacht. Unauffällig. Diesmal waren meine Reflexe aber lebhaft, statt mittellebhaft, dafür aber wieder beidseitig gleich. Ich vermute aber, dass daran lag, dass mir wirklich kalt war und ich unter Stress stand. Auch die Kraft hat er als 5/5 beidseitig eingetragen, wobei ihm auch ein leichter Unterschied aufgefallen ist zwischen der linken und rechten Hand. Und zwar sollte ich auf beide Seiten mit meinem kleinen Finger und den Daumen seine Hand festhalten und dann hat er gezogen. Dabei konnte ich mit dem linken deutlich länger seine Hand halten. Er meinte aber, dass das zu vernachlässigen ist, obwohl ich Rechtshändler bin. Wegen des Beinumfangunterschieds, meinte er dass mein CK Wert im Norm sei und es keine Hinweise für einen Muskelschwund gibt. Er hat mich dann nach Hause geschickt mit der Empfehlung EMG und EEG bei einem niedergelassenen Neurologen machen zu lassen. Termin dafür habe ich jetzt am 25.01.2019. Wenn da nichts Auffälliges erscheint oder die Beschwerden schlimmer werden, kann ich mich auch gern bei der Klinik für Muskelkrankheiten an der Uni Kliniken Düsseldorf vorstellen. Nach dem zweiten Besuch in der Notaufnahme am 14.01.2019 habe ich auch eine Steifigkeit im rechten Oberschenkel und ich kann diese nicht zu eine bestimmter Tätigkeit zuordnen. Meistens tritt diese aber beim Laufen auf. Um mich zu beruhigen, versuche ich zu glauben, dass diese Steifigkeit von einem Bandscheibenvorfall im LWS kommt. So einer ist noch nicht diagnostiziert, aber ich habe seit paar Wochen einen leichten Schmerz im unteren Rücken, der auch leicht in Richtung rechte Po Backe ausstrahlt. Zusätzlich habe ich seit zwei Tage das Gefühl, dass beim Essen und Trinken immer etwas in meine Luftröhre reinkommt und ich danach aushusten muss. Wegen der Muskelzuckungen nehme ich seit etwa 10 Tage Magnesium, aber so richtig besser ist es noch nicht geworden.
Ich hoffe, dass ich einfach der Nächste hier bin, der Hypochonder ist und Angst und Respekt vor eine schwere Erkrankung hat, wollte es aber trotzdem rauslassen.
Das war erstmal von mir, ich werde weiterhin berichten wie es am Freitag bei der Neurologin alles ausgegangen ist.
Viele Grüße,
Ivo
ich stelle mich mal kurz vor. Ich heiße Ivo, bin 36 Jahre alt, männlich. 178 cm groß, 72 kg schwer. Vor mittlerweile mehr als 5 Jahre bin ich an Hodenkrebs erkrankt, aber zum Glück alles gut überstanden (OP und Chemo). Leider hat sich seitdem meine Psyche verändert und bin (aus meiner Sicht) zu Hypochonder geworden. Durch diese 5 Jahre bin ich mehrmals zum Arzt gelaufen, weil ich Magenschmerzen, veränderte Muttermale, Darmprobleme usw. hatte. Im August 2018 habe ich aufgrund einer Auslandsreise Tollwut Impfung gekriegt. Wahrscheinlich deswegen haben sich bei mir 3 Lymphknoten links supraclaviculär gezeigt (sogenn. Virchow Lymphknoten). Das hat mich wieder im Angst versetzt, aber nach mehrere Untersuchung habe ich mich beruhigt. Die Lymphknoten werden wahrscheinlich auch so bleiben. Es kamen auch meine Kopfschmerzen auf der rechte Seite, die mehrere Monate lang in unterschiedlichen Abständen sich zeigten. Am 03.01.2019 hatte ich so starke Kopfschmerzen, dass ich in der Notaufnahme gegangen bin. Neurologische Untersuchung unauffällig, CT Schädel auch unauffällig, Reflexe gleichseitig mittellebhaft, Kraft beidseitig 5/5, Tandemgang, Zehenspitzen- und Fersengang unauffällig. Am 07.01.2019 hatte ich am Morgen (beim Autofahren) starke Muskelzuckungen im rechten Oberschenkel und auch im rechten Oberarm. In den nächsten drei Tagen hatte ich die Zuckungen jeden Tag vormittags. Im Büro hat sich alles im Laufe des Tages verbessert. Ab dem vierten Tag hatte ich deutlich leichtere Muskelzuckungen, dafür aber an unterschiedliche Stellen und mehrmals am Tag, abends/nachts waren die deutlich ausgeprägter. Aber nicht dauerhaft, sondern eher sporadisch. Dann habe ich den großen Fehler gemacht im Internet nach Muskelzuckungen zu suchen. Nach noch 1-2 Tage kam auch Muskelschwäche in die rechte Hand und rechten Bein. Wobei in die rechte Hand habe ich schon lange das Gefühl nicht so viel Kraft zu haben. Ich bin übrigens Rechtshändler. Dann ist mir auch aufgefallen, dass meine rechte Ober- und Unterschenkel dünner sind als die linken. Jeweils etwa 1 cm weniger Umfang beim Oberschenkel bzw. Unterschenkel. Dazu muss ich aber sagen, dass der rechte Bein bei mir auch länger ist, was vielleicht dazu beitragen kann, dass der linke durch die unterschiedliche Belastung bisschen kräftiger ist. An dieser Stelle bin ich endgültig in Panik geraten und habe mich am 14.01.2019 gegen 16:30 wieder in der Notaufnahme vorgestellt. Leider gab es da paar echte neurologische Notfälle (Schlaganfälle usw.), so dass ich 12 Stunden in der Notaufnahme warten musste. Am 15.01.2019 gegen 4:20 morgens war ich endlich an der Reihe. Der Neurologe hat sich vergleichsweise viel Zeit (für eine Notaufnahme zumindest) für mich genommen. Nach einem langen Arbeitstag und die 12 Stunden in der Notaufnahme war ich so erschöpft, dass mir kalt war, ich schon unter leichte Panikattacke litt und total am Zittern war. Der Neurologe hat mich untersucht. Tandemgang, Fersen und Zehenspitzengang unauffällig. Es wurde sogar ein MRT vom Schädel gemacht. Unauffällig. Diesmal waren meine Reflexe aber lebhaft, statt mittellebhaft, dafür aber wieder beidseitig gleich. Ich vermute aber, dass daran lag, dass mir wirklich kalt war und ich unter Stress stand. Auch die Kraft hat er als 5/5 beidseitig eingetragen, wobei ihm auch ein leichter Unterschied aufgefallen ist zwischen der linken und rechten Hand. Und zwar sollte ich auf beide Seiten mit meinem kleinen Finger und den Daumen seine Hand festhalten und dann hat er gezogen. Dabei konnte ich mit dem linken deutlich länger seine Hand halten. Er meinte aber, dass das zu vernachlässigen ist, obwohl ich Rechtshändler bin. Wegen des Beinumfangunterschieds, meinte er dass mein CK Wert im Norm sei und es keine Hinweise für einen Muskelschwund gibt. Er hat mich dann nach Hause geschickt mit der Empfehlung EMG und EEG bei einem niedergelassenen Neurologen machen zu lassen. Termin dafür habe ich jetzt am 25.01.2019. Wenn da nichts Auffälliges erscheint oder die Beschwerden schlimmer werden, kann ich mich auch gern bei der Klinik für Muskelkrankheiten an der Uni Kliniken Düsseldorf vorstellen. Nach dem zweiten Besuch in der Notaufnahme am 14.01.2019 habe ich auch eine Steifigkeit im rechten Oberschenkel und ich kann diese nicht zu eine bestimmter Tätigkeit zuordnen. Meistens tritt diese aber beim Laufen auf. Um mich zu beruhigen, versuche ich zu glauben, dass diese Steifigkeit von einem Bandscheibenvorfall im LWS kommt. So einer ist noch nicht diagnostiziert, aber ich habe seit paar Wochen einen leichten Schmerz im unteren Rücken, der auch leicht in Richtung rechte Po Backe ausstrahlt. Zusätzlich habe ich seit zwei Tage das Gefühl, dass beim Essen und Trinken immer etwas in meine Luftröhre reinkommt und ich danach aushusten muss. Wegen der Muskelzuckungen nehme ich seit etwa 10 Tage Magnesium, aber so richtig besser ist es noch nicht geworden.
Ich hoffe, dass ich einfach der Nächste hier bin, der Hypochonder ist und Angst und Respekt vor eine schwere Erkrankung hat, wollte es aber trotzdem rauslassen.
Das war erstmal von mir, ich werde weiterhin berichten wie es am Freitag bei der Neurologin alles ausgegangen ist.
Viele Grüße,
Ivo

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