Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

hilflos in Diagnostik verstrickt

Einklappen
X
 
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

    hilflos in Diagnostik verstrickt

    Hallo!
    2004 begann alles aus dem Nichts: Oberschenkelkrampf über eine Woche -> Rhabdomyolyse mit CK von 76.000 -> Muskelbiopsie: o.p.B. -> Verschwinden der Symptome; 2 Jahre uneingeschränkte sportliche Aktivität; Mai 06: Crampi, CK 13.500 -> Biopsie etc: o.p.B., weitere Diagnostik...
    Seit Mai 2006 befindet sich mein 29-jähriger Mann in der Diagnostik-Schleife; mittlerweile kümmert sich die dritte Uni um ihn... Er hat sein Studium unter-/ abgebrochen, ist fast nur zu Hause in Schonhaltung, da jede isometrische Bewegung kaum möglich ist, hat jeden Tag Crampi + Faszikulationen v.a. in der gr. Muskulatur, Muskelschmerzen und Schlafstörungen. Die Thoraxmobilität ist schon eingeschränkt, das Becken ist verschoben durch die muskuläre Imbalance und auch die Schultermuskulatur-Verspannungen führen zu Bewegungseinschränkung (Arm hängt öfters). Die Neurologen haben den V.a. mitochondriale Myopathie, was sich aber in den 2 Biopsien nicht bestätigen ließ. Wir warten auf weitere Färbungen... Es wird alles immer schlimmer... Die Lebensqualität ist aus dem Nichts heraus massiv gefallen... Anfang Mai ist er einen Fahrradmarathon gefahren, Ende Mai begonnen die Crampi. Nach 8 Monaten wissen wir nicht mehr, wie wir das aushalten sollen. Unsere ganze Lebensplanung ist einfach so in sich zusammengefallen: Beruf, Kinder, Zukunft... Was für Hilfsangebote gibt es ohne Diagnose? Welches ist das beste Muskelzentrum? Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt?

    #2
    Hallo nib311,
    nach zwei Biopsien keine eindeutige Aussage ist schon bitter. Ich habe lange auf mein Ergebniss warten müssen. Mein Muskelgewebe ist über die MH Hannover zur Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gebracht worden, weil die MH Hannover nichts festgestellt hatte und die Neurologische Klinik Hannover darauf bestanden hatte das Muskelgewebe dorthin zu schicken. Die MLU konnte dann den Gendefekt feststellen und damit war die Muskelkrankheit bestimmbar. Vielleicht ist das in eurem Fall auch so. Veranlasst doch die Zustellung des Gewebes vielleicht an die MLU Halle-Wittenberg.
    Bis dahin, wenn nicht schon selbst durchgeführt, empfehle ich warme Wannen-bäder und lasse Dir von deinem betreuenden Neurologen ein Rezept mit zwanzig Anwendungen "ausserhalb des Regelfalles" für dreimal/Woche für die Physiotherapie ausstellen. Ausserhalb des Regelfalles deshalb, damit Du dauerhaft für das ganze Jahr die Anwendungen verordnet bekommst. Alle Krankenkassen stimmen bei Muskelkranken dieser Regelung zu, ohne einen Antrag stellen zu müssen. Suche Dir einen guten Physiotherapeuten, der auch Geräteübungen durchführen kann. Auch sollte der Therapeut Erfahrungen mit neuromuskulären Erkrankungen haben.
    Ich wünsche Dir/Euch viel Erfolg und baldige eindeutige Diagnosen. In all den schweren Stunden wünsche ich Euch Gottes Beistand; möge Gott Euch Kraft und Geduld geben, diese Last aufzunehmen und gemeinsam durchzustehen.
    Mit freundlichen Grüssen
    Horst W aus G.

    Kommentar

    Lädt...
    X