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Totale Überreiztheit - keiner weiß Rat

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    Zitat von KlausB Beitrag anzeigen
    @letzte Frage
    Kann es sein, dass Du Neuroleptika und Antiepileptika hier als dasselbe verstehst?

    Das sind zwei ganz unterschiedliche Medikamentengruppen für ganz verschiedene Anwendungen.
    Nein. Zum Thema Seroquel und Atmunskette hatten wir schon ne Diskussion. Es gibt nicht viel Studien aber eine in der das direkt postuliert wird und einige indirekte.

    Zum "Streit" hier, also PZT kann man ihm Ton nichts vorwerfen, sie schreibt schon manchmal etwas "härter" aber hat niemals die Intension igw zu beleidigen oder sonstiges, und helfen tut sie mit den Infos auch immer.

    Bzgl Bellas Reaktion kann ich mir auch gut eine Reitzbarkeit durch den Entzug vorstellen, das ist nämlich ganz klassisch bei allen Entzügen.

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      Zitat von letzte Frage Beitrag anzeigen

      Bzgl Bellas Reaktion kann ich mir auch gut eine Reitzbarkeit durch den Entzug vorstellen, das ist nämlich ganz klassisch bei allen Entzügen.
      Das würde mir beim Nikotinentzug auch schon so gehen.
      It's a terrible knowing what this world is about

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        Boah, bin ich froh das du für das Verhalten von Bella so viel Verständnis aufbringst bzw. gleich noch sowas wie 'ne Erklärung parat hast. Wäre ja furchtbar wenn man ihr auch noch nach sagen würde, " sie wäre zu hart"...hahaha. Echt witzig.

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          Jetzt mal Butter bei die Fische.

          Die Mito-Diagnose bei Bella steht ja wohl eher auf wackligen Füßen. CFS/ME trifft es wohl eher auch nicht ganz.
          Nach allem was sie schildert und der Medikamente die sie nimmt sieht es für mich eher nach eher Bach einer Psychose oder einer psychotischen Erkrankung aus. Das ist eine hirnorganische Störung. Könnte natürlich auch durch eine Mito bedingt sein (das würde dann aber eine schlechte Krankheitsprognose bedeuteten). Die schnelle Erschöpfung und der gestörte Tag/Nacht-Rhythmus wären da passende Symptome.

          Liege ich da richtig Bella?

          @Smoykie
          Wenn das der Fall wäre wären Deine Ratschläge nach dem Motto "reiß Dich mal zusammen" wirklich unangebracht.
          Psychosen sind schwere Erkrankungen und haben überhaupt nichts mit mangelnder Disziplin zu tun.
          Im Gegenteil, viele haben ein übersteigertes Verlangen nach persönlicher Perfektion und leiden daher selber um so stärker an der eigenen Unfähigkeit.

          Wahrscheinlich würdest Du einem Rollstuhlfahrer auch sagen: "Stell Dich nicht so an. Steh auf und lauf ein paar Schritte"

          Das solche Reaktionen wie Deine und das Gefühl nicht verstanden zu werden die Betroffenen wütend machen ist da nur ein Rest von Normalität.
          Zuletzt geändert von KlausB; 23.10.2017, 20:20.
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            An eine psychotische Komponente hatte ich auch schon gedacht, sowas kann aber auch infolge einer Mito wie auch zB einer ALS kommen, zur ALS hatte ich gerade eine Studie dazu gelesen, viele Menschen mit ALS haben dazu noch Shizophrenie. Das hängt halt auch mit dem Glutamat-Stoffwechsel zusammen, dass dann Antipsychotiker wirken ist auch naheliegend.

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              @LF
              Die Formen, die Du beschreibst sind leider zudem noch Therpieresistent.
              Psychotherapien sind da Wirkungslos, sogar kontraproduktiv. Man kann nur versuchen die Symptome medikamentös im Zaum zu halten.
              Eine Psychoedukation wäre da ratsam, damit der Patient lernt mit den Symptomen umzugehen und den Beginn eines Schubes selber rechtzeitig zu erkennen und Bedarfsmedikamente zu nehmen. Dazu würden in dem Fall auch Benzos gehören. Im Idealfall als hohe Einzeldosis aber auf jeden Fall nur für einen kurzen (Tage, 1-2 Wochen) Zeitraum. Werden die ständig eingenommen verlieren die ihre Wirkung und man verliert ein hochwirksames Medikament, dass über akute Phasen (die man auch mit einem Neuroleptikum nicht verhindern kann) hinweg helfen kann.
              It's a terrible knowing what this world is about

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                Kann Bella nicht auch einfach "nur" Nebenwirkungen von den Hochdosis-Medikamenten haben? Das wäre für mich sehr logisch bei den hohen Dosierungen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Medikamente nicht einen (erheblichen) Teil der (psychischen) Beschwerden von Bella ausmachen.
                Von daher könnte es ihr nach einem Entzug vermutlich besser gehen, als wenn sie diese Hochdosis-Therapie weiter fortführt.
                Natürlich sehe ich die Problematik, dass ein Entzug schwer ist und mit enormen Entzugserscheinungen verbunden ist.
                Deswegen scheint auch die Rückfallgefahr hoch zu sein. Doch mit viel Willenskraft sollte der Entzug doch möglich sein.
                Aber ich würde dies als Chance sehen, auf eine langfristig höhere Lebensqualität.

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                  @Klaus
                  soweit ich weiß sind bei Psychosen, Schizophrenie und anderen hirnorganischen Syndromen Psychotherapien immer nutz- bzw. sinnlos, es sei denn, es liegt ein Trauma vor, was die Manifestation der Erkrankung triggerte.

                  Ich finde es allerdings auch etwas zu weit gehend jemandem allein wegen seiner Medikamenteinnahme (es gibt auch off-label-use), undurchsichtiger Aussagen und etwas auffälligem Verhalten eine Psychose zu attestieren.
                  Wir können das letzten Endes hier nicht beurteilen, was bei Bella vorliegt, und Spekukationen darüber bringt hier niemanden weiter. Was man festhalten kann ist lediglich, dass eine Mito-Diagnose in ihrem Fall nicht gesichert und auch ziemlich fraglich ist.

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                    Was die Benzos angeht, gebe ich Dir Recht. Aus den vorgenannten Gründen.

                    Was das Neuroleptikum angeht hat sie sicher Nebenwirkungen, wie Gewichtszunahme und verminderten Antrieb.
                    Insgesamt scheint sie das aber gut zu vertragen.
                    Sollte sie allerdings tatsächlich eine psychotische Erkrankung haben sind ihre Nebenwirkungen das kleinere Übel.
                    Wegen der NW nimmt die Niemand gerne und häufig werden die eigenmächtig abgesetzt. Wenn die Krankheit dann aber wieder voll durchbricht, werden dann meist doch lieber die NW in kauf genommen.

                    Es spricht aber eigentlich nichts dagegen die Dosis langsam so weit zu reduzieren wie die Krankheitssymptome z.B. Ängste und ggfs. Wahrnehmungsstörungen gerade noch erträglich sind. Das Krankheitsbild verändert sich im Laufe der Zeit immer wieder in seiner Intensität, daher ist eine gelegentliche Dosisanpassung auch sinnvoll. Das sollte man dann mit seinem Psychiater in den regelmäßigen Terminen absprechen. Abhängig von der individuellen Konstitution acht man das dann stationär oder auch der Betroffene eigenständig (wobei bei der ambulanten Variante Teilnehmer einer Psychoedukation sicher im Vorteil sind).
                    Zuletzt geändert von KlausB; 23.10.2017, 22:21.
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                      Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                      @Klaus
                      soweit ich weiß sind bei Psychosen, Schizophrenie und anderen hirnorganischen Syndromen Psychotherapien immer nutz- bzw. sinnlos, es sei denn, es liegt ein Trauma vor, was die Manifestation der Erkrankung triggerte.
                      Das ist so nicht ganz richtig. Es sei denn Du verstehst unter Trauma nicht nur psychische, sondern auch einmalige Körperliche Ereignisse wie z.B. Infektionen oder Läsionen im Cortex eine Veränderung des Hirnstoffwechsel getriggert haben. Es ist nachgewiesen, das eine Psychotherapie auch den Hirnstoffwechsel nachhaltig positiv verändert Im Gegensatz zu Medikamenten wie Neuroleptika sogar dauerhaft. Die Einschränkung der Wirksamkeit allein auf psychische Traumata als Verkaufsargument für Psychopharmaka) ist eindeutig widerlegt.
                      Bei hirnorganischen Störungen aufgrund einer weiter bestehenden Grunderkrankung sieht das natürlich anders aus.

                      Der Verdacht beruht nicht auf ihrem Verhalten, sondern auf den Symptomen, die sie selber beschreibt. Der Verdacht "Psychose" soll sie auch nicht irgendwie persönlich angreifen denn das ist eine ernsthafte Erkrankung, genau wie Muskelerkrankungen oder Mito für die niemand irgendetwas kann.
                      Der off-label-use ist da aber sehr begrenzt. Das einzige was mir da einfällt ist dauerhafter lebensbedrohlicher Brechreiz.
                      Und solange sich Bella nicht dazu äußert, warum sie die Medis verschrieben bekommen hat, bleiben nur Spekulationen.
                      Zuletzt geändert von KlausB; 23.10.2017, 22:23.
                      It's a terrible knowing what this world is about

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                        Von einer psychogenen Komponente habe ich. soweit ich mich erinnern kann, gesprochen. Attestieren will ich damit niemanden etwas, es würde aber die WIrkung des Seroquels, neben den anderen mechanismen, erklären. Das wiederum würde es ermöglichen mal ein anderen Medi in der Gruppe mit weniger NW zu testen, diese Übersensibilität wie sie Bella be schreibt haben zB auch shizophrene. Ich halte es ohnehin für Blödsinn ne Schizophrenie als psychische Krankheit zu deklarieren, da es ja eine Hirnstoffwechselstörung ist.

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                          Ich habe keine Psychose, nur weil ich ein Neuroleptika einnehme.

                          Dies war ein krasser Fehler, da Neuroleptikas kaum wieder los zu bekommen sind und es Jahre dauert, bis man wenn überhaupt einen normalen

                          Hirn/-Stoffwechsel hat.

                          Ich bekam sie wegen dem Tod einer Person und Ängsten, sowie Suizidprobleme die daraus resultierten.

                          Ich habe eine Mito. Da ich auch belastungabhängige Muskelschwächen habe. Der Rest sollte ja im November geklärt werden,

                          was nun nicht geht.

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                            Mito. Da ich auch belastungabhängige Muskelschwächen habe. De
                            diese Begründung ist aber unsinnig, weil es sehr viele Erkrankungen und Zustände gibt, die eine belastungsabhängige Muskelschwäche machen, u.a. CFS.

                            Kommentar


                              diese Begründung ist aber unsinnig, weil es sehr viele Erkrankungen und Zustände gibt, die eine belastungsabhängige Muskelschwäche machen, u.a. CFS.
                              Also jetzt ist mir das zu dumm pelztier86, um in deinen Worten zu schreiben.

                              Ich habe Mito und CFS.

                              Tschüss.

                              geändert: Zitat pelztier86 eingefügt vom 24.10.2017 00:12
                              Zuletzt geändert von Bella2; 25.10.2017, 00:55.

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                                @KlausB

                                .Wahrscheinlich würdest Du einem Rollstuhlfahrer auch sagen: "Stell Dich nicht so an. Steh auf und lauf ein paar Schritte"
                                Das solche Reaktionen wie Deine und das Gefühl nicht verstanden zu werden die Betroffenen wütend machen ist da nur ein Rest von Normalität.

                                Meine Reaktion??? Ich glaube, da verwechselst du ein bisschen was. Denn nicht ich war der Grund für Bellas Wutausbruch, sondern Pelztier..
                                Was ich wahrscheinlich tun würde, kannst du nicht im geringsten Beurteilen weil du mich nicht mal ansatzweise kennst, also lass' solche dummen Bemerkungen. Danke.

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