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    Intelligenzminderung

    Hallo zusammen
    ... was mir echt Sorgen macht, ist meine abnehmende geistige Flexibilität. Ich produziere dauern Fehlleistungen und erhalte von meinem Gegenüber auch entsprechende Rückmeldungen. Denkfehler bei der Arbeit, grosse Mühe, logische Schlussfolgerungen zu ziehen und auch zunehmende Vergesslichkeit. Das schöne daran, ich kann auch mal einen Film zweimal anschauen und er ist beide Male wie "neu" Aber wirklich lustig ist dies nicht. Habt Ihr ähnliche Erfahrungen gemacht oder gehört dies (mit 48 Jahren) ganz einfach zum Alterungsprozess?

    HeGrü, Erich
    ------------------------------------------------
    Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
    Franz von Assisi

    #2
    Hallo Tegasari,

    Ich habe seit ca. einem Jahr ähnliche Symptome. Vor allem Vergesslichkeit. Ich bin mir aber nicht sicher ob das zunimmt. Meine Neurologin bespricht sich jetzt mit Spezialisten (Prof. Schoser, FBI München). Sie weiß nicht, ob es mit der PROMM zusammen hängt, mit Depressionen oder um Spätwirkungen meiner Alkoholkrankheit (seit 35 Jahren trocken) oder um alles zusammen. Bin gespannt was da raus kommt und wie sich dieses Thema weiterentwickelt.

    Viele Grüße Thomas

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      #3
      Hallo,

      ich habe mal im Internet gelesen das DM1 betroffene häufiger an Demenz leiden und auch bevor man alt ist. Wenn man Neurologen fragt wissen die allerdings nichts davon, aber die wissen ja meißtens sowieso nichts von uns.
      Das macht mir jetzt aber echt Angst, daß es scheinbar stimmt. Und ich hab doch gerade eine Umschulung beantragt

      LG Sara

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        #4
        Liebe Sara, lieber Thomas
        Habe heute meine Neurologin ebenfalls darauf angesprochen. Bin übrigens seit heute für 30 Tage wegen Überlastung arbeitsunfähig geschrieben. Die Neurologin meinte, es sei bei Curshman eine mögliche (organische) Entwicklung, wobei sie dies in meiner speziellen Situation nicht im Vordergrund sehe.
        Was ich hier auch schon gelesen habe und was ich nur zu wahr finde: Durch unsere Mobilitätseinschränklung müssen wir uns viel achtsamer bewegen als gesunde Mitmenschen. Sprich: Bewegung fordert unsere Sinne enorm stark. Dass allein dies zu einer allgemeinen Überforderung führt, erklärt sich von selbst.
        Speziell an Dich, lieber Thomas: Welche Veränderung bemerkst Du im Bezug auf Dein Kurzzeitgedächnis nach einer längeren Ruhephase? Gelingt es Dir leichter, Dir Zahlen oder Wörter zu merken oder ist dies unabhängig von Deiner körperlichen Anspannung?
        Ich freue mich darauf, von Euch zu lesen.

        Herzlichst, Erich
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        Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
        Franz von Assisi

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          #5
          Hallo Erich,

          Ich denke, die Kurzzeitgedächtnislücken sind bei mir unabhängig von meiner körperlichen Anstrengung oder von Stress. Hauptsächlich vergesse ich irgendwelche kleinen Erlebnisse des Tages, ein Telefonat zum Beispiel.
          Wenn es doch zu scheinbaren Verbesserungen nach oder in Ruhephasen kommt, liegt das meines Erachtens schlicht daran, dass man in solchen Zeiten sehr viel mehr Aktivitäten/Erlebnisse selber initiiert. Ich erinnere mich leichter an Sachen, die ich selbst beginne, als an Sachen, die ich von aussen "aufgedrückt" bekomme.

          Viele Grüße Thomas

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            #6
            Lieber Thomas
            Das geht mir genau so: Äussere Einflüsse/Eindrücke und Aufgaben nehme ich viel weniger deutlich war, bzw. vergesse diese viel leichter. Es gibt auch viele Sachen, die ich gesagt zu haben glaube, was mein Umfeld dann bestreitet. Also, ich denke, Spätfolgen von Alk kannst Du beruhigt ausschliessen. Obwohl ich jetzt kein Mediziner bin. Wieso ich zu diesem Schluss komme: Ich mag keine alkoholischen Getränke und habe diese eigentlich immer vermieden. Und trotzdem erleben wir im Bezug auf unser Kurzzeitgedächnis Ähnliches. Es kann also durchaus mit unserer MD zusammen hängen. Bitte informiere mich, wenn Du mehr darüber erfährst. HeGrü, Erich
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            Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
            Franz von Assisi

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              #7
              Hallo,

              mir ist aufgefallen, daß ich Dinge die man mir scheinbar wirklich erzählt hat, völlig vergessen habe. Es ist wie ausradiert. Anfangs hab ich geglaubt die anderen Können sich nicht errinnern, daß sie es mir nie erzählt haben aber so langsam denke ich, es liegt doch an mir, da es jetzt schon häufiger vorkam.
              Ich kann mir Wörter übrigens sehr gut merken. Es gibt doch dieses Gehirntraining wobei man sich in 1 oder 1,5 Minuten eine bestimmte Anzahl von Wörtern merken muß, da schneide ich immer ziemlich gut ab.

              LG Sara

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                #8
                Hallo all

                So ganz vom Tisch fällt für mich nicht, dass wir auf Reize bzw. Infos von aussen anders reagieren. Dies scheinen wir ziemlich gemeinsam zu haben. Ob, wie Thomas sagt, effektiv kein Unterschied zwischen Aktivitäts- und Ruhephasen besteht, kann ich im Moment noch nicht bestätigen. Ich stecke gedanklich immer noch sehr stark in der hektischen Arbeitsweit und kann noch nicht richtig "loslassen." Werde aber schauen, was sich bei mir in den nächsten Tagen verändert.

                Habe aber für mich ein paar Lösungsansätze gebastelt, indem ich Dinge 'von aussen', die ich mir merken muss oder die zu erledigen sind, gedanklich mit einem Bild verbinde. Das ist eine praktische NLP-Anwendung, die eigentlich ganz gut funktioniert. Wie das geht, schreibe ich Euch gerne, wenn Ihr mögt.
                Herzliche Grüsse, Erich
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                Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
                Franz von Assisi

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                  #9
                  Hallo Sara, Hallo Erich,

                  Mich hat schon immer interessiert, wie man sich zu merkende Dinge mit Bildern verbindet und sich so eine Eselsbrücke baut. Was sind das dann für Bilder? Haben sie inhaltlich was mit den zu merkenden Sachen zu tun? Oder eher nicht. Woher "nimmt" man dann ein Bild?

                  Das man mir sagt, das man mir schon was bestimmtest gesagt hat und ich hätte es nur vergessen, passiert mir oft. Ich bin dann absolut verwirrt und unsicher, weil ich eigentlich der Meinung bin, es wurde mir noch nicht erzählt und ich andererseits aber auch weiß, das ich zunehmend mehr vergesse. Aber auch mein Gegenüber vergisst ja mal was bzw. denkt er hätte was gesagt/getan, was nicht er eben nur glaubt getan zu haben. Solche Situationen machen mir sehr zu schaffen.

                  Liebe Grüße
                  Thomas

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                    #10
                    Hallo,

                    ich gebe es nur ungern zu, aber das kenne ich auch. Ich vergesse so manches und bin auch ganz oft absolut überzeugt, dass man mir das eine oder andere nicht gesagt hat. Manchmal habe ich auch Wortfindungsstörungen und suche einen Begrif, der mir eine Minute vorher noch glatt über die Lippen ging.
                    Ich werde auch schwerfälliger, wenn es z.B. darum geht, Bedienungsanleitungen von technischen Geräten zu verstehen. Als hätte mein Hirn Aufnahmestopp.

                    Bisher habe ich das darauf geschoben, dass der natürliche Zahn der Zeit an mir beginnt zu nagen. Die Erklärung wäre mir lieber. Wer gibt schon gerne zu, dass er langsam doof wird...

                    LG Marlie
                    Zuletzt geändert von Marlie; 09.03.2013, 23:58.

                    Diagnosen: PROMM/DM2 u. Polyneuropathie

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                      #11
                      Hallo Thomas

                      Das mit den Bildern ist reine Übungssache: Für eine Einkaufsliste nehme ich eigentlich immer den Grundriss meiner Wohnung und deponiere gedanklich die einzelnen Artikel an auffäligen Orten. Dabei ist wichtig, dass ich beim Deponieren bewusst übertreibe und mir das Bild mit einem Schmunzeln vorstellen kann. Beispiel: Ich brauche Milch, Käse, Butter, Eier, ein Brathähnchen, Chilipulver, Klohpapier.

                      Nun stelle ich mir vor, ich stehe in der Küche: Auf dem Küchentisch liegt ein Laib Käse, auf dem ein Brathähnchen verzweifelt versucht, das Gleichgewicht zu halten. Der Käselaib ist mit Butter überzogen und deshalb sehr rutschig. Vor lauter Aufregung legt das Brathähnchen nun auch noch ein Ei und muss auch dieses mitballancieren. Nun öffnet sich die Türe des Kühlschranks und eine Kuh schaut mich vorwurfsvoll an. An einem Strohhalm nuckelt sie an einem Glas Milch. Ihre Augen sind rot und geschwollen. Der muss wohl Chili in die Augen geraten sein! Um ihr zu helfen, greife ich nach einer Rolle Klopapier und wischst ihr damit die Augen aus.

                      Also: Ende des phantastischen Märchens Probiers' einfach mal aus! Je ausgefallener die Bilder sind, die Du erfindest, desto besser kannst Du sie Dir auch merken. Ich werde Dich so in einem halben Jahr mal fragen, was ich heute auf Deine Einkaufsliste geschrieben hatte

                      Herzlichst, Erich
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                      Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
                      Franz von Assisi

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                        #12
                        Hallo Marlie

                        Das mit dem Wechselstabenverbuchseln (Buchstabenverwechslungen) kenne ich sehr gut. Im besten Fall kommt etwas Ulkiges dabei raus, im schlechtesten Fall etwas völlig Absurdes. Habe mir auch schon überlegt, ob diese Aphasie jetzt ein Überlastungssymptom ist oder effektiv zu DM1 gehört.
                        Früher war ich immer sehr stolz, Versicherungsbedingungen (v. a. Lücken in den Bedingungen) und holprig übersetzte Gebrauchsanweisungen gut und schnell zu begreifen. Heute sitze ich vor dem Fernseher und weiss oft lange nicht, wie der Funktionsbeschrieb im Handbuch gemeint ist...

                        Erich
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                        Gib' mir die Kraft, die Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Gelassenheit, das Unabänderliche zu ertragen, und die Weisheit, zwischen diesen beiden Dingen die rechte Unterscheidung zu treffen.
                        Franz von Assisi

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                          #13
                          Hallo,
                          ich merke oefters, dass ich manches zweimal sage, weil ich einfach vergessen habe es schon erwaehnt zu haben, gibt dann ziemlich oft dumme Kommemtare. Das dies mit DM 1 zu tun haben kann wusste ich noch nicht.
                          Marianne

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                            #14
                            Hallo Erich,

                            dann fehlt mir wohl ein gehöriges Maß an Kreativität. Ich wäre ewig lange damit beschäftigt mir solche Bilder zu entwickeln und sie mir auch noch merken. In der Zwischenzeit habe ich das mehrmals auf einen Zettel geschrieben oder meinem Smartphone diktiert.
                            Das mache ich tatsächlich seit einiger Zeit, weil ich schon ewig ein iPhone benutze zum Schreiben auf den (virtuellen) und mir da die Notizen mache. Seit es Siri gibt, sage ich einfach "Milch und Eier auf den (Einkaufs-) Zettel. Im Supermarkt sage ich dann "Was muss ich einkaufen?" Und los geht's.
                            Das ist die Methode für die völlig unkreativen :-)

                            Viele Grüße
                            Thomas

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                              #15
                              Hallo Thomas
                              Wieso nur für die Unkreativen? Der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel Jeder Mensch hat eine eigene Lernpräferenz (visuell, braucht Bilder, auditiv, muss etwas hören/erzählen, kinästhetisch, muss etwas anfassen, um es zu begreifen). Ich tippe mal darauf, dass Du eher ein auditiver Mensch bist. Und so gesehen machst Du das völlig richtig.

                              Ich freue mich, dass Du einerseits wahrnimmst, wo eine Einschränlung vorhanden sein könnte und anderseits auch bereits Möglichkeiten und Strategien entwickelt hast, um damit umzugehen.

                              Herzlichst, Erich
                              ------------------------------------------------
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                              Franz von Assisi

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