Hallo Liebe DGM Forum Mitleser,
nach reiflicher Überlegung und dem Lesen unzähliger Beiträge habe ich mich entschieden hier meine Probleme zu schildern.
Es begann etwa vor 2 Jahren mit Sensibilitätsstörungen an beiden Händen (Zeigfinger rechts und links) und beiden Füßen (äußere Fußkanten und die kleinen Zehen).
Mein Orthopäde überwies mich an einen Neurologen der damals Polyneuropathie diagnostiziert was mich erstmal nicht sonderlich beunruhigt hatte.
Ich lebte also einfach weiter und kümmerte mich nicht weiter um diese Störungen.
Bis etwa von 8-9 Wochen als meine Odyssee begann.
Ich bekam plötzlich Muskelzucken. Erst 8-9 mal am Tag und auch nur an Beinen und Armen das steigerte sich dann aber in den nächsten Tagen rasant in der Frequenz und ging auf alle Bereiche meines Körper über. Es zuckte überall.
Ein paar Tage später bemerkte ich eine Muskelschwäche in den Armen (hatte plötzlich Probleme meiner Tochter die Haare zu kämmen wenn sie auf dem Stuhl stand und ich konnte kein 2 Wasser Sixpacks mehr tragen) und in den Beinen (es strengte mich plötzlich sehr an in den 4. Stock zu laufen)
Dies war schon sehr beängstigend also ging ich zum Hausarzt der ein paar neurologische Tests mit mir machte und mich dann ins Krankenhaus überwies.
Im Krankenhaus wurden wieder ein paar Neurolgische Test gemacht und ich wurde erstmal mit der folgenden Diagnose heimgeschickt: Polyneuropathie bislang unklare Genese
Zudem sollte ich eine Mrt vom Schädel machen (war unauffällig) und unzählige Blutwerte ermitteln lassen (alles unauffällig), sowie Röntgen Thorax (unauffällig)
Ich solle wiederkommen falls es schlimmer wird.
Ein paar Tage später wurde es schlimmer. Ich konnte nur noch 3 Liegestützen machen und war danach völlig erschöpft und zitterte am ganzen Körper zudem gesellten sich auch noch Schluckbeschwerden und ein Globusgefühl im Hals dazu das nicht mehr weggehen wollten.
Zudem hatte ich mittlerweile 4,5 kg abgenommen und das bei normaler Ernährung.
Ich ging wieder ins Krankenhaus:
Diesmal machte man wieder die üblichen Neuro. Tests und noch folgende Zusatzdiagnostik:
Motorische Neurographie:
es gab kaum Auffälligkeiten außer peroneus links DML mäßig verlängert
Sensible Neurographie:
es gab kaum Auffälligkeiten außer, suralis (sens) links SNLG leicht reduziert,
medianus (sens) rechts SNLG leicht reduziert
ulnaris (sens) rechts SNLG mäßig reduziert
ulnaris (sens) links SNLG mäßig reduziert
Elektromyographie:
es gab kaum Auffälligkeiten außer, delloideus links, Polyphasische und vergrößerte MUAPs
Ich wurde mit folgender Diagnose entlassen: Distal symmetrische sensible demyelisieerende Polyneuropathie bislang unklare Genese
Ich solle wiederkommen falls es schlimmer wird.
Also ging ich 2 Wochen später wieder hin weil zudem, nach dem ganzen Muskelzucken, meine Haut an den oberarmen plötzlich schlaff nach unten hing. Ich kann sie etwa 2.5-3 cm lang ziehen. Zudem nehme ich weiter ab. Mittlerweile 5,5 kg und das bei einer Größe von 160cm.
Man machte wieder:
Motorische Neurographie:
Sensible Neurographie:
Elektromyographie:
Beurteilung:
Bei den aktuell untersuchten Muskeln kein sicherer Hinweis auf chronisch-neurogene oder myogene Veränderungen.
Im Klinikum kam dann noch der Logopäde mit der Diagnose: Funktionelle Dysphagie
Dann wurde ich wieder entlassen.
Mittlerweile lässt sich bei mir die Haut an den Armen, Oberschenkeln, Waden, Hals, Gesicht, Bauch, Hände und Füße regelrecht lang ziehen. 1.5 cm am Handrücken, 3 cm unten am Oberarm. Das ist unglaublich beängstigend.
Meine Muskeln fühlen sich an wie Pudding, besonders mein Bizeps ist wahnsinnig geschrumpft und weich.
Muskelzucken habe ich jeden Tag immer wieder aber nicht durchgehend.
Die Schluckbeschwerden und das Globusgefühl ist auch geblieben.
Alle Muskeln fühlen sich an als würden sie kleine Muskelkater haben.
Mittlerweile habe ich 6 kg abgenommen und es geht immer weiter runter.
Ich nehme Vitamin B12, Vitamin D und Magnesium Tabletten.
Schmerzen habe ich gar keine.
Ich bin jetzt auch immer müde und habe manchmal Gleichgewichtsstörungen beim gehen.
Als nächste habe ich ein CT vom Thorax, Gastroskopie, Koloskopie.
Das alles ist in 8 Wochen passiert.
Ich versuche jetzt auch einen Termin in einer ALS- Ambulanz zu bekommen.
Hat jemand eine Meinung oder einen Rat zu meinem Fall, ich bin 48 Jahre und es geht mir wirklich sehr schlecht?

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