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    #16
    Ich bin seit Längerem so gut wie nicht mehr hier.
    Eine Anmerkung zu dem Thema möchte ich allerdings machen, nachdem ich mich zwischenzeitlich intensiv mit Psychotraumatologie befasst habe bzw. befassen musste, da ich u.a. im Rahmen meiner langjährigen Krankengeschichte eine schwere Komplextraumatisierung erlitten habe.
    Selbstverständlich gibt es psychosomatische Beschwerden („Konversationssymptome“) im Rahmen psychischer Belastungen und Traumatisierungen - hier liegt keine somatische Erkrankung vor. Die Beschwerden bestehen, sind jedoch lediglich Ausdruck von Funktionsstörungen des jeweiligen Systems. Hinzu können verstärkende Effekte wie durch eine starke Selbstbeobachtung kommen, wenn man eine entsprechende Persönlichkeitsstruktur aufweist (was bei schwer Komplextraumatisierten tendenziell weniger bis nicht der Fall ist)
    Insb. schwere Komplextraumatisierungen können über die Beeinflussung des autonomen Nervensystems (und Immunsystems) somatische Erkrankungen auslösen oder bereits bestehende verschlechtern.
    Und: nicht jede psychische Belastung (auch nicht in der Kindheit) ist gleich ein Trauma. Auch eine Kindheit, die nicht gerade schön war, muss kein Trauma verursachen, wenngleich auch dann psychische Folgen bestehen können.
    Heutzutage wird der Trauma-Begriff tlw. inflationär verwendet, sehr zum Leidwesen derer, die (schwer) komplextraumatisiert sind. Und auch in der Welt der Psychologie gilt im Regelfall: je komplexer der Patient ist, umso weniger wird sich seiner angenommen.
    Zuletzt geändert von pelztier86; 30.08.2022, 01:04.

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      #17
      Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
      Ich bin seit Längerem so gut wie nicht mehr hier.
      Eine Anmerkung zu dem Thema möchte ich allerdings machen, nachdem ich mich zwischenzeitlich intensiv mit Psychotraumatologie befasst habe bzw. befassen musste, da ich u.a. im Rahmen meiner langjährigen Krankengeschichte eine schwere Komplextraumatisierung erlitten habe.
      Selbstverständlich gibt es psychosomatische Beschwerden („Konversationssymptome“) im Rahmen psychischer Belastungen und Traumatisierungen - hier liegt keine somatische Erkrankung vor. Die Beschwerden bestehen, sind jedoch lediglich Ausdruck von Funktionsstörungen des jeweiligen Systems. Hinzu können verstärkende Effekte wie durch eine starke Selbstbeobachtung kommen, wenn man eine entsprechende Persönlichkeitsstruktur aufweist (was bei schwer Komplextraumatisierten tendenziell weniger bis nicht der Fall ist)
      Insb. schwere Komplextraumatisierungen können über die Beeinflussung des autonomen Nervensystems (und Immunsystems) somatische Erkrankungen auslösen oder bereits bestehende verschlechtern.
      Und: nicht jede psychische Belastung (auch nicht in der Kindheit) ist gleich ein Trauma. Auch eine Kindheit, die nicht gerade schön war, muss kein Trauma verursachen, wenngleich auch dann psychische Folgen bestehen können.
      Heutzutage wird der Trauma-Begriff tlw. inflationär verwendet, sehr zum Leidwesen derer, die (schwer) komplextraumatisiert sind. Und auch in der Welt der Psychologie gilt im Regelfall: je komplexer der Patient ist, umso weniger wird sich seiner angenommen.
      Ich hoffe, dir geht es den Umständen entsprechend gut und ich wünsche Dir alles Gute, Pelztier.

      bei mir liegt eine komplexe Traumafolgestörung vor, Emotionale Instabilität und eben die schwere Depression.

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        #18
        Ich hoffe, dir geht es den Umständen entsprechend gut und ich wünsche Dir alles Gute, Pelztier.

        bei mir liegt eine komplexe Traumafolgestörung vor, Emotionale Instabilität und eben die schwere Depression.
        zu 1) ... das wohl nicht, ist auch in der Kombination einer schweren körperlichen Multisystemerkrankung (bei fehlender adäquater Versorgung) mit einer schweren dissoziativen Traumafolgestörung (samt multiplen Komorbiditäten) nicht mehr zu erwarten, dafür wurde über viele Jahre (im Grunde seit meiner Geburt) zu viel Schaden gesetzt.
        zu 2) okay ... in diesem Fall ist es durchaus möglich, dass es sich bei den genannten Befunden (Myositis etc.pp.) um keine Fehlbefunde handelte, sondern um somatische (und nicht allein psychosomatische) Auswirkungen einer komplexen Traumafolgestörung. Dennoch deutete dein damaliger Umgang mit den Beschwerden eine erhebliche psychosomatische bzw. psychische Komponente an, was ich dir gegenüber auch äußerte.

        Dennoch sollte man stets differenzieren. So ist nicht alles gleich Trauma, nicht jede komplexe Traumafolgestörung eine diss. Traumafolgestörung, und nicht jede komplexe bzw. diss. Traumafolgestörung gleich schwer wie die andere; immer existiert ein Kontinuum. Darauf wollte ich hinweisen.

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