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Muskelschwäche, Spastik, völlige Ratlosigkeit....

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    Muskelschwäche, Spastik, völlige Ratlosigkeit....

    Hallo zusammen,
    ich lese schon seit einigen Tagen und hoffe nun, hier ein paar Ansätze, Tipps und Erfahrungen von anderen Leidensgenossinnen zu erhalten, ich bin echt am Ende mit allem, bin sehr ratlos und freue mich einfach auch über einen Austausch
    Meine Geschichte: ich von 45 Jahre alt...
    vor über 15 Jahren habe ich linksseitig eine Schwäche im Oberschenkel links mit sehr lebhaftem Reflex (bei Anspannung repetitive Muskelanspannung) und im linken Arm entwickelt, damals kam nichts raus außer die Psychoschiene - es hatte sich soweit wieder zurück gebildet, aber blieb immer etwas erhalten. Rückenprobleme hatte ich da auch schon.
    Nun kam es vor 8 Monaten zu einer plötzlichen erneuten Muskelschwäche mit den beschriebenen Symptomen im Bein, so dass ich nicht mehr richtig laufen konnte oder kann, ohne dass sich der hintere Oberschenkelmuskel anspannt, wenn ich das linke Bein hochziehe, fühlt sich das an, als spanne ein Gummi dran in der Hüfte, ebenso fällt mir das Radfahren seitdem sehr schwer, weil ich sofort im oberen Oberschenkelmuskel einen Stopp wie ein Brett oder einen Gips drum fühle mit totaler Ermüdung einhergehend. Ebenso kann ich den Oberschenkel nur einige Sekunden anspannen, danach übernimmt quasi die Spastik die Kontrolle, ich schlage dann quasi aus, ich spüre, wie der Pomuskel versucht zu kompensieren, das ist auch beim Radfahren so.... das klingt alles total wirre, ich kann es nicht besser beschreiben. Wenn ich laufe, ermüdet entweder sofort der Oberschenkelmuskel, dann kann ich fast nur noch in abgespreizter Form laufen... Merkwürdig und sehr beängstigend finde ich auch, dass ich die Zehen nur noch mit Mühe rund bewegen kann, nach einigen Versuchen geben sie quasi auf, und der ganze Unterschenkelmuskel schmerzt und sticht, ebenso fängt es an zu kribbeln.....Nun habe ich seit zwei Wochen die Symptome auch rechts, aber mehr aus dem Pomuskel kommend, ebenso fühlt sich der Oberschnenkel an, als würde ein festes Band drum gelegt, ich kann nicht mehr richtig reagieren, das Bein wird instabil, als könnte die Hüfte es nicht halten....
    ich habe neurologisch ENG gemacht ohne Auffälligkeiten, im Kopf gäb es unspezifische Läsionen, die aber altersgerecht seien und keine akuten Herde darstellen würden, in der LWS und HWs gibt es diverse Abnutzungserscheinungen, die aber laut Orthopäde und Neurologe keine dieser Symptome rechtfertigen. EMG steht aus im Oktober, meine größte Angst ist aber natürlich vor ALS wie bei vielen hier....angeblich würde das aber gar nicht passen, da ich noch recht gut Kraft in den Händen habe....
    Faszikulationen treten ab und zu auf, ebenso Kribbeln.
    Könnte das dennoch was Orthopädisches sein, gibt es so was im Hüftbereich, sind das evtl. komische muskuläre Verspannungen, die niemand bislang erkannt hat? Der Orthopäde wollte mir nur für 400 Euro eine Faszientherapie anbieten, davon war ich aber noch nicht so überzeugt....
    Kommt ALS und MS oder Ähnliches in Frage?
    Hatte Antikörper von Borreliose im Blutbild, habe AB dagelegen genommen, keine Veränderung....
    Ich bin total verzweifelt, habe Kinder, kann mich kaum mehr richtig bewegen, würde mir so wünschen, endlich einen Lösungsweg (werde noch mal zur Osteopathin und Physiotherapie gehen) zu finden!!!!!
    Bitte sehr um eure Hilfe und Ansätze!
    LG Anna

    #2
    Gibt es denn niemanden, der eine Idee oder Erfahrungen damit hat oder ähnlichen Symptomen? Würde mich sehr freuen....

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      #3
      Diese „Schwäche „ und „Spastik“ wurden die von einem Neurologen objektiviert? Und die sind verschwunden oder wie soll man das verstehen ?

      Da die AK bei der Borreliose positiv waren würde ich mich mal da irgendwie dranhängen.

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        #4
        Danke für die ersten Fragen - nein, das ist nicht verschwunden, jetzt habe ich noch einseitiges Kribbeln in der linken Hand dazu bekommen.... inwiefern kann das mit der Borreliose weiter verfolgt werden??? An wen müsste ich mich wenden? Ich bin sehr ratlos und inzwischen frustriert, weil immer was dazu kommt....
        Die Spastik wird als lebhafter Reflex beurteilt....

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          #5
          Und das hast du seit 15 Jahren ohne Verschlechterung ? Kannst du „normal „ gehen oder hast du Einschränkungen ?

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            #6
            Ich hatte das mit dem Bein und >Arm latent seit 15 Jahren , vor 8 MOnaten ist es sehr akut geworden mit Verschlechterung und Verkrampfung der Muskulatur beim Laufen - habe schon an orthopädische Probleme gedacht.....

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              #7
              Ja dann wird es was orthopädisches sein. Vor allem 15 Jahre ohne Verschlechterung also deine ALS Angst ist absoluter Quatsch.

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                #8
                Vielleicht ein Problem mit der HWS? Du hast gemeint, schon vor 15 Jahren Rückenprobleme gehabt zu haben? Wurde damals oder jetzt ein MRT gemacht?

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                  #9
                  ALso, ich habe vor 15 Jahren die leichten Schwächen entwickelt, es hat sich leicht zurück entwickelt, am Arm ist es gleich geblieben, diese Spastik, also dass ich bei Anspannung immer gegenspannen muss, ist geblieben - kennt das jemand? Das finde ich so komisch....
                  Nun ist leider plötzlich vor 8 Monaten dieser plötzliche "Rückfall" eingetreten, dass ich beim Laufen den hinteren Oberschenkelmuskel scheinbar anspanne und verspanne und dadurch nicht mehr richtig abrollen kann... und nun rechts in der Hüfte diese Verkrampfung - jede WOche kommt was dazu, seit gestern dieses Kribbeln in den linken Fingern...
                  DIe MRT von Januar besagen, dass ich in der HWS viele Abnutzungen zeige, kurz vor einer Stenose - Abflachungen etc., laut Orthopäde aber nicht so schlimm, im LWS angeblich auch nicht so schlimm, dass es die Schwächen im Bein erklären könnten....
                  Habe an Karpaltunnel gedacht, aber alle diese Dinge wurden beim Neurologen angeblich nicht gesehen...
                  Beim NLG gab es im Knöchel nur eine Seitendifferenz bei der Amplitüde, Reaktionszeichen seien aber normal...
                  Und im Blut fallen die geringen WErte der Leuko/Lymphozyten auf, keine Entzündungen...
                  Ich warte auf eine weitere Runde MRT bis Oktober und den EMG Termin, wo ich dann mehr Sicherheit hätte...
                  Mich beunruhigt aber sehr die stetige Zunahme dieses Kribbelns...
                  Warum spricht das denn gegen ALS oder MS? Da ist das Kribbeln doch ein Leitsymptom??
                  Gibt es das, dass man durch Stress sich so verkrampfen kann muskulär, dass sich systemisch alles so verschlechtert und Symtptome zeigt? Angeblich gibt es ja solche Verspannungen, die BLockaden auslösen?
                  Es ist so kompliziert, ich würde so gerne wieder Sport machen und mit den Kindern unterwegs sein und normal Radfahren, aber ich komme an Grenzen, weiß aber nicht, wo die Ursache ist!
                  Ich freue mich sehr weiter über den Austausch und eure Infos oder Ideen....
                  LG

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                    #10
                    Warum spricht alles gegen ALS, wenn es sich seit 8 Monaten so entwickelt? Und MS kann doch mit dem Kribbeln und Schwäche auch nicht abwegig sein??

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                      #11
                      Nachdem das ganze vor 15 Jahren angefangen hat, ist ALS vom Tisch, unabhängig davon ob vor 8 Monaten eine Verschlechterung aufgetreten ist.
                      Wegen MS, wurde ein MRT des Kopfes gemacht?

                      Warst du wegen der HWS und LWS beim Neurochirurgen? Der Orthopäde kennt sich da nicht aus.

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                        #12
                        Okay, das ist ein guter Hinweis mit dem Neurochirurgen, welche Möglichkeiten haben die - außer zu operieren? Diagnostik, Einschätzung? War selber schon mal auf dem Weg, dachte aber ,da dürfen nur Leute hin, die operiert werden sollen...
                        MRT Kopf ist gemacht worden, dort sind kleine unspezifische Läsionen gesehen worden, das hat mich sehr beunruhigt, Neurologin meinte aber, altersbedingt und nicht krankheitswertig....
                        Und wenn es damals kein ALS war (da wurde auch Liquor entnommen, das scheue ich jetzt noch), und nun seit 8 Monaten? Bin total ängstlich, habe zwei Fälle, das ist sehr viel, im Bekanntenkreis gehabt.....

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                          #13
                          Der Neurochirurg operiert nicht gleich, sondern zunächst wird konservativ behandelt. Nur hat er mehr Ahnung von Wirbelsäulenerkrankungen mit Rückenmarks-/Nervenbeteiligung.
                          Waren die beiden ALS Fälle miteinander verwandt, also eine vererbte Variante?

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                            #14
                            Nein, sie waren nicht verwandt, zwei männliche Bekannte, einer 61 und der andere 70 Jahre alt....
                            Ich stelle mir halt immer die Frage, warum eine evtl. Blockade solche Schwächen und Anspannungen auslöst?
                            Ich habe auch deutlich diese Reizung am Ellbogen auf beiden Seiten, untersucht das auch ein Neurochirurg, ob dort eine Engstelle (an beiden Seiten zwar komisch) vorliegt?
                            Was ich auch komisch finde, dass beide Arme beim Hochhalten (wie beim Melden) anfangen zu kribbeln.... ich fühle mich einfach voller Symptome und Einschränkungen und habe das Gefühl wie viele hier, dass man nicht ernst genommen wird.... und die Angst ist da, dass es immer schlimmer wird....
                            Danke schonmal für die Ratschläge....

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                              #15
                              Was meinst du mit Reizung am Ellbogen?
                              Also Kribbeln beider Arme ist kein typisches Zeichen einer ALS, das kannst du getrost vergessen.
                              Hast du schon Schilddrüsen gecheckt?

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