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Neurologen:"Nur" 5% sind Fehldiagnosen - grundsätzlich wenig

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    Neurologen:"Nur" 5% sind Fehldiagnosen - grundsätzlich wenig


    #2
    Die "Studie" ist aber nicht sehr belastbar. Fakt ist, dass man nur bei wenigen Krankheiten eine hohe Treffquote hat, ein Schlaganfall oder ne MS wird meist gut und kompetent diagnostiziert, ein Post Polio Syndrom ist da ne andere Hausnummer:

    ür die Gesamtheit aller Infektionsverläufe, einschließlich der klinisch charakteristischen, muss beim Post-Polio-Syndrom mit einer Fehldiagnoserate von mehr als 99 Prozent gerechnet werden.
    Fast alle Frühdiagnosen bei neurodegenerativen Krankheiten sind falsch, ca 99% aller Alzheimer, ALS, Parkinson etc Diagnosen die gestellt werden ohne voll ausgeprägter Klinik sind falsch. Die "gute Quote" der neurologen wird einerseits durch klar sichtbare klinische Krankheiten (Schlaganfall, MS, ausgeprägte Krankheiten wir Parkinson) bedingt, andererseits dass die meisten "psychischen" Patienten nie eine andere Diagnose beweisen können, zB wurde mal ein Neuro interview der dauernd psychisch Kranke diagnostisch abklarte und bei 50% ware es eine Nahrugnsmittelunverträglichkeit. Insonfern stellt der Neuro deutlich mehr Fehldiagnosen wie die aller meisten anderen Ärzte.

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      #3
      Wenn man die Zahl der Fehldiagnosen statistisch erfassen wollte, müsste man doch erst gaaanz sicher sein, dass die Diagnose eines Patienten keine Fehldiagnose ist.
      Bei mehr als 5000 seltenen Krankheiten, die es gibt, viele davon im neurologischen Bereich, kann mir keiner erzählen, dass die Zahl der Fehldiagnosen nur bei 5 % liegt.
      Ein Beispiel:
      Beim M. Wilson, einer Schwermetallvergiftung mit meist starken neurologischen Auswirkungen, gehen die darauf spezialisierten Ärzte davon aus, dass nur bei einem Drittel der von dieser Krankheit Betroffenen die Diagnose M. Wilson gestellt wird.
      Bei den übrigen 2 Dritteln werden Fehldiagnosen gestellt, heißt es. Eine häufige Fehldiagnose ist dabei M. Parkinson.

      Wenn schon bei dieser -seltenen- Krankheit die Zahl der Fehldiagnosen 2 Drittel, also rd. 66 %, beträgt, dann ist für mich die Zahl von 5 % eine Utopie.
      Ich glaube das nicht.

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        #4
        Ja die meisten Studien ermitteln ob ein weiterer Artbrief die Diagnose bestätigt, Ärzte schreiben extrem voneinander ab, es gibt zB Fälle bei denen über 1000 (TAUSEND!) Ärzte eine offensichtliche Fehldiagnose abschrieben, ganz beliebt ist es neurologische Ausfälle der Psyche zuzuschrieben. Ich halte die 99% beim Post Polie auch für eine Utopie, das würde bedeutet dass 1 Arzt von 100 ne korrekte Diagnose stellt, bei solchen Krankheiten gibts aber vielleicht 2-3 Ärzte in ganz DE die diese überhaupt korrekt Diagnostizieren können. Übrigens gerade seltene Krankheiten kentn nahezu kein Neuro, ein normaler Neuro kennt nichtmal ne Mito oder SBMA, wenn du 1000 fragst kennen vielleicht 10 MAX diese Krankeiten und da meist auch nicht klinisch.

        Wie soll man da 10 % richtige Diagnosen stellen, wenn nichtmal 10 unter 100 die Krankheit aus dem Lehrbuch kennen? Dann kommen noch viele unterschiedliche Verläufe etc pp.

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          #5
          Fehldiagnosen lassen sich gerade in der Neurologie oft nur sehr schwer beweisen.
          Es gibt aber auch nur wenige behandelbare Erkrankungen in der Neurologie, bei denen eine Fehldiagnose einer nicht behandelbaren Erkrankung oder gar einer psychosomatischen Erkrankung großen körperlichen Schaden anrichten kann.
          Gerade in der Neurologie besteht auch immer die Möglichkeit selbst bei objektiv vorhandenen Ausfällen diese zu Unrecht als psychisch/psychosomatisch verursacht zu deklarieren. Das Problem ist, dass es in seltenen Fällen von schwerster psychosomatischer Erkrankung tatsächlich zu objektivierbaren neurologischen Ausfällen kommen kann.
          Alles hat eben seine zwei Seiten...auf der einen Seite die vielfach anzutreffende Kombination aus fachlicher Inkompetenz und Arroganz bei vielen deutschen Ärzten, insb. bei Neurologen, und der Forschungsrückstand in der gesamten Neurologie im deutschsprachigen Raum im Vergleich zum angloamerikanischen Ausland.
          Das Hauptproblem ist jedoch weniger die fehlende Kompetenz ( - auch ein durchaus guter Spezialist kann mittlerweile nicht mehr alles en detail auch nur in seinem Fachbereich wissen, erst recht nicht sehr seltene Erkrankungen), sondern das Selbstverständnis, die Arroganz und Selbstgerechtigkeit vieler deutscher Ärzte, die ihre eigenen Grenzen nicht anerkennen, zum Schaden des Patienten. Darüber hinaus haben auch viele Ärzte verlernt Patienten in ihrer Persönlichkeit richtig einzuschätzen, was die Beurteilung der Klinik beeinflusst; für eine adäquate Einschätzung des Patienten besteht ja auch in der Regel keine Zeit mehr bzw. sie wird sich zum Teil auch nicht genommen. Viele Ärzte haben sich auch mit dem System, das zugegebenermaßen eher ungünstige Bedingungen für Ärzte, die ihren Beruf noch als Dienst am Menschen sehen, schafft, so arrangiert, dass nur noch das Geldverdienen im Vordergrund steht, und langwierige und komplexe Fällen sind dabei abträglich und daher unerwünscht. Zudem ist es dann auch viel einfacher das abstruse Selbstbild eines Arztes, der alles kann und weiß, aufrechtzuerhalten.
          Auf der anderen Seite besteht aber auch die reele Zunahme an Angststörungen und psychosomatischen Beschwerden in den letzten Jahrzehnten ( -- wohl infolge gesellschaftlicher Entwicklungen, die diese begünstigen) und die drastische Zunahme an Patienten, die wegen jeder Lappalie zum Arzt rennen und gleich an schwerwiegende (neurologische) Erkrankungen denken, eine gesteigerte Körperwahrnehmung haben und meinen, Ahnung zu haben, dabei nur über rudimentäres Halbwissen aus dem Internet verfügen (und zwar nicht, weil sich ein Patient Fachwissen nicht aneignen könnte, aber die Aneignung von Fachwissen bspw. durch das Lesen von online zugänglicher Fachliteratur bedarf eben eines gewissen Intellekts und dessen adäquate Anwendung auf den eigenen Fall benötigt eine gewisse Objektivität auch sich selbst und seinen Beschwerden gegenüber)... das hat sicherlich ebenfalls einen großen negativen Einfluss.
          Zuletzt geändert von pelztier86; 16.06.2017, 18:30.

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            #6
            Ja es gibt natürlich echt viele Hypochonder, das stimmt. Man braucht nur mal in die neurologidche Notaufnahme schauen, da sieht man fast keine mir neurologischen Ausfällen. Aber echte hypochonder und Menschen mit leichten Phatologien kann man ganz genau differenzieren, wen es den Neuro interssiert, aber die meisten warten mal lieber bis man grobe neurologische Ausfälle hat, Krankheiten mit leichten gibts ja angeblich organisch nicht. Naja.

            Zur "Studie" nochmal, also bei dieser Studie werden die Leser mal wieder verarscht, leider lassen sich viel zu viele Menschen zu leicht hiters Licht führen, da einem ja seit der Grundschule konditioniert wird das Denken abzustellen, insofern ist diese Dummheit die man immer wieder erlebt gar kein Mangel an kognitiver Fähigkeit, sondern ein Misch aus Vorurteilen, Wunschdenken und Denkfaulheit.

            Wie ich das hier meine:

            Neurologe A sagt er hat als ALS Spezialist eine Trefferquote von 99,9%, dann wirkt das total gut wenn man das Gehirn nicht einschaltet.

            Wenn man das aber tut fragt man nach, wer zählt zu den 0,01% - 100 % ALS Patienten.

            Das zeigt auf, dass die Fehlerquote bei der ALS inital bei fast 100% und bei subklinischer Ausprägung oder langsamer Verlauf tatsächlich b ei den meisten 100% beträgt. Da die meisten Patienten eh null Ahnung oder Interesse haben, würde das nichtmal in 100 Jahre mehr wie 2-3 auffallen.

            Selbst wenn jetzt 99,9% richtige Diagnosen gestellt werden ist das schlecht, wenn 100 oder fast 100% der betroffenen falsch diagnostiziert werden. Durch die ganzen Hypochonder und die Standard- Psycho Schiene wird auch Kompetenz und Diagnostische Qualität suggeriert, die gar nicht vorhanden ist.

            Klar, sind 30% in ärztlicher Behandlung Hypochonder und die meisten neurodegeneratioven Krankheiten wie ALS sind mit 1-2 von 100.000 selten, dann hat man wenn man imemr sagt "ist es nicht" ne super Trefferquote. Aber dann kann ich eine Kindergärtnerin mit weißen Mantel in die ALS Ambulanz stellen und sie hat. zumindest initial, die selbe Trefferqoute.
            Zuletzt geändert von letzte Frage; 16.06.2017, 22:01.

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              #7
              Wenn es den Ärzten an Fachwissen zu seltenen Erkrankungen mangelt und sie deshalb nicht die richtige Diagnose stellen können, hat das weitreichende Folgen. Häufig tippen sie fälschlicherweise auf eine psychische Ursache der Beschwerden. „Wenn kein klarer Befund erkennbar ist, lautet die Schlussfolgerung vieler Ärzte: Dann muss es psychosomatisch sein“, sagt die Soziologin Elisabeth Watermeier. Die Patienten kommen dann in Psychotherapie, obwohl sie seelisch vollkommen gesund sind.

              Meist ziehen solche Fehldiagnosen ein weiteres Dilemma nach sich. „Viele Patienten haben damit zu kämpfen, dass sie als Hypochonder oder eingebildete Kranke dastehen“, berichtet Elisabeth Watermeier. Wenn die Ärzte nicht weiterwüssten, reagierten in vielen Fällen auch Angehörige und Arbeitgeber ungeduldig. Die Folge seien nicht selten Probleme im Job und in der Ehe.

              Stiefkinder der Forschung

              Doch selbst wenn Ärzte die Krankheit korrekt erkennen, stehen die Erkrankten vor einer Reihe weiterer Probleme. Für die Pharmaindustrie lohne es sich wegen der geringen Fallzahlen oft nicht, Medikamente auf den Markt zu bringen, sagt der Berliner Arzt Hannes Haberl. Deshalb werde zu seltenen Krankheiten viel weniger geforscht als zu Volkskrankheiten. „Das gilt für viele als exotisches Problem“, betont der Neurochirurg. Darüber hinaus würden geeignete Therapieangebote meist nicht flächendeckend angeboten.

              Selbsthilfeorganisationen und Patientennetzwerke sind deshalb besonders wichtig für die Erkrankten. Hier können sie Erfahrungen austauschen und sich gegenseitig fachkundige Ärzte vermitteln. „Viele Patienten werden zwangsläufig zu Experten der eigenen Erkrankung“, sagt Elisabeth Watermeier. Auch das Internet spielt eine wichtige Rolle: Auf Websites wie der des Selbsthilfe-Dachverbandes www.achse-online.de oder des europäischen Netzwerks www.orpha.net gibt es Informationen, Adressen von Spezialisten und Therapieeinrichtungen sowie Tipps zu sozialrechtlichen Problemen, etwa wenn die Krankenkasse eine bestimmte Behandlung nicht übernehmen will.

              Raus aus der Isolation

              Der Erfahrungsaustausch in Selbsthilfegruppen hat zudem noch weitere positive Effekte, wie Elisabeth Watermeier beobachtet hat: „Die Betroffenen können meist besser mit ihrer Erkrankung umgehen, weil sie merken, dass es noch andere Menschen mit derselben Diagnose gibt.“ Das sei wichtig, um Gefühle des Alleinseins und der Isolation zu überwinden.

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                #8
                Vielen Patienten mit einer seltenen Krankheit geht das so. Sieben Jahre würden sie im Durchschnitt von einem Arzt zum nächsten geschickt, bevor die richtige Diagnose gestellt werde könne, sagt Holm Graessner, Geschäftsführer des Zentrums für seltene Erkrankungen in Tübingen. Viele würden schließlich als Hypochonder abgestempelt, weil ihre Krankenakte immer dicker werde und nichts helfe.
                – Quelle: http://www.ksta.de/4874978 ©2017

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                  #9
                  Hier ist übrigens der Trick der Studie schön zu sehen:

                  bei denen sich später herausgestellt hat, dass die Diagnose falsch war, ca. 5% betrug
                  Das ist gleich 3 mal relevant.

                  1 Viele seltenen Krankheiten werden nach der Diagnose gar nicht nochmal untersucht, wer wird einen ALS Patienten nochmal auf ALS hin untersuchen? Gar keiner, die ALS Mimics werden fast nie weiter abgeklärt, insbeondere auch, da sie meist auch tödlich verlaufen, insb wenn sie nicht behandelt werden. Nicht behandelt verläuft auch ne MMN tödlich oder GBS etc pp.

                  2 Viele gehen nach Fehldiagnosen oder augenscheinlich richtigen nicht mehr zum Arzt. Es gibt einige die nicht mehr zum Arzt gehen, wenn dieser eine falsche Diagnose gestellt hat, insb die, die ja keine klinisch relevante Pathologie entwickeln. Die anderen haben ne Diagnose bekommen und gehen dann eben wegen dieser nicht mehr zum Arzt, auch da dieser oft suggeriert diese ist sicher korrekt.

                  3 Ärzte widersprechen Ärzten nur selten. Man müsste die Studie so anlegen, dass sicher wäre, dass der neue Arzt den Befund des alten nicht kennt, wenn man das so macht wird man bei 3 Ärzten oft, gerade bei seltenen Krankheiten, 5 Meinungen bekommen.

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                    #10
                    So siehts aus wenn mal was objektiviert werden kann, bei einer SEHR gut diagnostizierbaren Krankheit:

                    Dies ist wichtig, weil sich selbst bei ausgewiesenen Experten die neurologische Parkinson-Diagnose vergleichsweise häufig als nicht zutreffend erweist. "Mehrere Studien zeigen, dass zehn bis fünfzehn Prozent der Patienten, die anhand der klinisch-neurologischen Untersuchung als eindeutige Parkinson-Fälle diagnostiziert wurden, in der anschließenden nuklearmedizinischen DAT-Scan-Untersuchung einen unverdächtigen Befund aufwiesen", sagt Meyer. In solchen Fällen sprechen die Nuklearmediziner von SWEED, also von "subjects with scans without evidence of dopaminergic deficit" - was übersetzt "Personen ohne Hinweise auf ein Dopamindefizit" bedeutet. Verlaufskontrollen ergaben, dass diese SWEED auch über Jahre hinweg keine Krankheitssymptome entwickeln, mit höchster Wahrscheinlichkeit also nicht an einem Morbus Parkinson leiden. Ärzte ohne einschlägige Expertise irren sich mit der Parkinson-Diagnose sogar in bis zu einem Viertel der Fälle.

                    http://www.bdn-online.de/index.php?id=118&tx_ttnews%5Btt_news%5D=341&cHash= 507bf4327f5463cde10eec56a6f7c3c9

                    Zwischen 5 % und bis zu 25 % ist schonmal ein ordentlicher Unterschied, und das bei einer Krankheit die als am leichtesten diagnostizierbarsten in der Neurologie gilt.

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                      #11
                      Ja die meisten Studien ermitteln ob ein weiterer Artbrief die Diagnose bestätigt, Ärzte schreiben extrem voneinander ab, es gibt zB Fälle bei denen über 1000 (TAUSEND!) Ärzte eine offensichtliche Fehldiagnose abschrieben, ganz beliebt ist es neurologische Ausfälle der Psyche zuzuschrieben.
                      Das extreme voneinander Abschreiben der Ärzte ist es, was oftmals verhindert, dass eine Diagnose überhaupt hinterfragt wird.
                      Ärzte gehen davon aus, dass das, was ihre Kollegen bisher "zu Papier gebracht haben", richtig ist und hinterfragen es nicht, selbst wenn ein Patient anders lautende Ergebnisse anderer Ärzte behauptet oder gar vorlegen kann.

                      Es gibt auch Ärzte, die durch Messergebnisse sogar belegbare Feststellung eines anderen Arztes nicht wahrhaben wollen, nur weil sie selbst als erstuntersuchender Arzt nicht darauf gekommen sind und dann lieber diese Feststellung "unter den Tisch fallen lassen".
                      D. h. die gekränkte Eitelkeit und Arroganz spielt bei den Ärzten eine große Rolle.
                      Manche Ärzte können einfach nicht zugeben, wenn sie etwas übersehen haben.

                      Viele gehen nach Fehldiagnosen oder augenscheinlich richtigen nicht mehr zum Arzt.
                      Das ist m. E. einer der Hauptgründe, wenn eine Fehldiagnose nicht mehr hinterfragt wird.
                      Viele Patienten glauben den Ärzten einfach alles.
                      Und viele (Haus-)Ärzte schicken ihre Patienten, die eine Diagnose haben, schon gar nicht mehr zu anderen Ärzten zwecks Überprüfung oder zwecks Feststellung evtl. weiterer Diagnosen
                      und seien es auch "nur" schwerwiegende Folgeerkrankungen.

                      Wie oft liest man, dass gerade bei seltenen oder weniger bekannten Krankheiten oft nur die Folgeerkrankungen diagnostiziert werden?


                      Ärzte widersprechen Ärzten nur selten. Man müsste die Studie so anlegen, dass sicher wäre, dass der neue Arzt den Befund des alten nicht kennt, wenn man das so macht wird man bei 3 Ärzten oft, gerade bei seltenen Krankheiten, 5 Meinungen bekommen.
                      Das ist auch zutreffend: 90 % der Ärzte wollen die Voruntersuchungen einsehen und lassen sich dann bei der Diagnosefindung von den Befunden der Kollegen leiten bzw. in die Irre führen.
                      Wenn sie keinen Vorbefund haben, kann es tatsächlich passieren, dass jeder Arzt einen anderen Verdacht hat.
                      Denn oftmals haben die einzelnen neurologischen Erkrankungen auch einige gemeinsame Symptome und unterscheiden sich nur in wenigen Symptomen.

                      Hinzu kommt dann noch der enorme Zeitdruck, den das Gesundheitssystem den Ärzten auferlegt. Ich will da den Ärzten nicht mal die Hauptschuld geben. Denn wenn ein Arzt fürs Nachdenken wenig Geld erhält und bei technischen Untersuchungen viel Geld erhält, so fördern diese Regelungen das Entstehen von Fehldiagnosen.

                      Sieben Jahre würden sie im Durchschnitt von einem Arzt zum nächsten geschickt, bevor die richtige Diagnose gestellt werde könne, sagt Holm Graessner ...
                      Die 7 Jahre sind dabei nur der Durchschnitt ... In Einzelfällen heißt das, dass es auch 20 Jahre sein können oder jemand nie seine richtige(n) Diagnose(n) erfährt!

                      Klar, sind 30% in ärztlicher Behandlung Hypochonder
                      Ob es so viele sind? Ich würde eher vermuten, dass die Menschen, die man als Hypochonder bezeichnet, eine organische Krankheit durchaus haben, nicht aber die, die sie selbst glauben zu haben.

                      Ich lese hier im Forum immer wieder Anfragen von Menschen, die befürchten, dass sie ALS hätten.
                      ALS wohl auch deshalb, weil es in den letzten 2 Jahren durch die Medien ging und weil diese Menschen gar nicht ahnen, welche anderen neurologischen Krankheiten bei ihren Beschwerden denkbar sind.

                      Diese Menschen haben in den meisten Fällen sicher kein ALS, dafür aber haben sie womöglich eine andere, weniger heftige neurologische Erkrankung.
                      Wenn diese Menschen aber darauf beharren, ALS zu haben, werden diese, von den Neurologen zunächst als Hypochonder bezeichnet, was wiederum dazu führt, dass die Ärzte sie nicht mehr ernst nehmen und eine evtl. andere neurologische oder andere Erkrankung so nicht festgestellt würde.

                      Ähnlich ist es sicher auch mit den vielen, die glauben, dass sie allein nur vom Amalgam krank wurden und die dann gar nicht erst auf die Idee kommen, dass sie womöglich eine ganz andere Grunderkrankung haben, die dieselben Symptome hat.



                      Also ich bleibe dabei: Die Zahl der Fehldiagnosen liegt sehr deutlich über 5 %.
                      Ich würde behaupten, sie liegt bei 30 % oder noch höher.
                      Zuletzt geändert von Lilo-6; 17.06.2017, 03:43.

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                        #12
                        Die 30% werden vom HA genannt von den Patienten, die regelmäßig kommen. Der HA der zuvor einen Krebspatienten und danach einen MS Patienten hatte, der wird ne Glutenallergie als psychosomatisch ansehen, oder kognitive Defizite durch das HWS Syndrom. Ganz interessant ist zB Kuklinskis Forschung zum HWS Syndrom. Und dass gerade die, die was haben hypochondrische Züge entwickeln ist ja auch bekannt.

                        Dass viele Ärzte extremst empindlich sind und nie zugeben würden sich geirrt zu haben ist mir auch passiert, oder dass sie beleidigt sind wenn ihr "Status" angezeifelt wird, hat ja schon mit Topakian angefangen als ich ganz sachlich mit ihm Diskutierte, da kam er dann mit "es ist aber auch nicht ok, dass Sie mir dem Experten diskutieren, Ihr Wissen haben Sie ja von Google". Das kam von jemanden, der zu dem damaligen Zeitpunkt mehrer fachliche Fehler gemacht hat, und das gemäß wissenschaftlichen Konsens. Und ich der sein Wissen ja von "Google" hätte, und nicht von alten verstaubten Büchern die seit 20 Jahren überholt sind, lese immer die Quelle insb wenn es für mich wichtiges Wissen ist. Ich gehe nicht her und übernehme Wiki Wissen ungefragt, das machen aber zB die Ärzte dauernd, ist mir schon in der Notaufnahme passiert, oder auch bei Prof etc pp.

                        Gerade diese dünnhäutigkeit und das aggressive Reagieren wenn man die Ärzte bzw die meisten auf Fehlern hinweißt ist schon ein eindeutiges klinisches Zeichen für eine narzistische Persönlichkeitsstörung, man nimmt es in Kauf Patienten zu schaden und sogar in den Tod zu schicken, wohlwissen das man es verhindern könnte, nur damit das eigene Ego erhalten bleibt. Oder, noch ärmer, um sich zu rächen wenn es angekratzt wurde.

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                          #13
                          @baal
                          Zu welchem Zweck wurde dieser Thread eröffnet?
                          Was wäre für Dich hilfreich?

                          LG
                          brev
                          Zuletzt geändert von brevet400; 17.06.2017, 10:18.

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                            #14
                            Gerade diese dünnhäutigkeit und das aggressive Reagieren wenn man die Ärzte bzw die meisten auf Fehlern hinweißt ist schon ein eindeutiges klinisches Zeichen für eine narzistische Persönlichkeitsstörung, man nimmt es in Kauf Patienten zu schaden und sogar in den Tod zu schicken, wohlwissen das man es verhindern könnte, nur damit das eigene Ego erhalten bleibt. Oder, noch ärmer, um sich zu rächen wenn es angekratzt wurde.
                            Leider schaffen es manche Ärzte nicht, ihre persönlichen Abneigungen gegen manche Patienten zu ignorieren, um auch diesen Patienten helfen zu können.
                            Persönliche Abneigungen gegen Patienten entstehen nach meiner Beobachtung vornehmlich dann, wenn ein Patient eine eigene Meinung hat und mitdenken will. Solche Patienten haben es mit vielen Ärzten schwer, weil ein Patient gefälligst gutgläubig zu sein hat.
                            Die Patienten, die gutgläubig an die Unfehlbarkeit der Ärzte glauben, sind dann aber oft die Dummen, weil sie nicht merken, dass sie womöglich eine Fehldiagnose bekommen haben.

                            Wenn ein Patient aber, weil er erkennt, dass ein Arzt ihm nicht helfen kann (oder will), zu einem anderen Arzt geht, dann wird dem Patienten "Ärztehopping" vorgeworfen <= ein weiterer Versuch einem Patienten zu schaden.
                            Auf die Idee, dass es an dem Arzt gelegen haben könnte, weswegen der Patient den Arzt wechselt, kommen Ärzte so gut wie nie ...
                            D. h. der Patient ist immer der Dumme.

                            Nur dumm ist, dass die Ärzte die Patienten "brauchen", d. h. wären alle gesund, könnte kein Arzt überleben.

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                              #15
                              Oh ja, ich hab noch kein grossartigen Marathon durch wie manch anderer hier aber trotzdem ist mir aufgefallen das es bei vielen einfach nur um Sympathie geht.

                              Nach meinem 2ten Neuro Besuch bin ich schon in der Psychoschublade. Aber ist es denn m.M.n nicht normal das man Angst hat bei den ganzen schei... Krankheiten die es gibt und wenn organisch nichts mehr grossartig zu finden ist?

                              Die Ärzte haben einen Eid geschworen vlt. sollte man sie einfach nur nochmal drauf hinweisen!

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