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    #16
    Meine Tochter 176 groß und 45 kg schwer, fängt nächstes Jahr auch mit der Diagnosesuche an, falls ich bis dahin noch nicht weiter gekommen bin.
    Hat sie denn auch Beschwerden?
    Muss sie auch ständig essen bzw. ist so dünn trotz viel Essen und keinen oder nur geringen Magen-Darm-Beschwerden?

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      #17
      Ne Myotonie kann auch eine Neuromyotonien sein. Ich kenne locker 10 international bekannte Muskelexperten die sich offensichtlich nicht besonders gut auskannten und bei mir offensichtliche Verlegenheitsdiagnosen stellten. Alleine wenn die Neuros die Befunde nicht rausrücken (haben sie bei mir auch oft nicht gemacht), ist das ein Zeichen, dass sie es selber nicht so genau wissen. Ein Facharzt muss bei jedem Besuch einen Befund schreiben und das wird er auch gemacht haben, einzig Psychiater machen das nicht (ich glaub die müssten das aber rein gesetzlich auch), aber Neurologen müssen das immer machen um den Verlauf zu kennen, der kann sich ja nicht jeden Patienten merken.

      Dass er ein MRT macht zeigt doch auch, dass er sich nicht sicher ist. Warum sonst sollte man das MRT machen? Ich würde mal eher noch Richtung Stoffwechsel, also metabolische Myophatie schauen. Dass du eine Kollangenbeteiligung hast, dazu was im Stoffwechsel und ne Dystrophie, naja, nicht so wahrscheinlich.

      Wenn du aber glaubst es wäre eine Dystrophie, dann könntest du dir die weitere Diagnose mit MRTs ja sparen, ein Muskel MRT ist bei einer gesicherten Diagnose gar nichtindiziert, ich glaub das zahlt dann nichtmal mehr die KK.

      Ich würde mir schon ne Zweitmeinung einholen und mal schauen was der sagt, gibt ja genug neuromuskuläre Ärzte, aber ich würde einen wählen wo man weiß, dass er gut ist bzw auch mal einen Experten der sich auf Neuromyotonin spezialisiert hat. Ärzte diagnostizieren gerne in ihrem Spezialgebiet.
      Zuletzt geändert von letzte Frage; 03.12.2018, 18:13.

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        #18
        Meine Tochter hat die Beschwerden ausgeprägter als ich und sie haben früher angefangen. Als Baby hatte sie keinen Saugreflex, aufgewachsen ist sie mit Zucker. Sie hat auch Gluten.- und Lactosegeschichte, aber schwerer als ich, also schwere Magen.-Darmbeschwerden.
        Ich hatte einen Kleinwüchsigen Bruder, der in der Rheumaklinik aufgewachsen ist und lange Hormonspritzen bekam, dieser ist mit 50 plötzlich verstorben, da ihn jeder Arzt als einen Simulanten bezeichnet hat, hatte er keine Chance.

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          #19
          Aber wenn deine Tochter viel ausgeprägtere Beschwerden als du hast, und du deine Beschwerden ja auch schon als ziemlich massiv beschreibst, dann frage ich mich schon, warum sie bisher keine Versuche eine Diagnose zu bekommen unternommen hat, oder ist das falsch?

          aufgewachsen ist sie mit Zucker
          Wie meinst du das hier? Zucker= Diabetes? Oder Zucker/Glucose als essentieller Bestandteil ihrer Ernährung?

          Sie hat auch Gluten.- und Lactosegeschichte, aber schwerer als ich, also schwere Magen.-Darmbeschwerden.
          ...aber Gluten- und Lactoseintoleranz, sofern man sich an die entsprechende Diät hält, machen keine "schweren Magen-Darm-Beschwerden". Was genau verstehst du also unter "schweren Magen-Darm-Beschwerden"?

          Wenn deine Tochter so schwer betroffen ist, kann sie dann überhaupt arbeiten?

          Ansonsten könnte man bei der Kombination natürlich auch an eine Mito denken.

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            #20
            Sie kann eigentlich nicht mehr arbeiten, aber sie muss, sie war bei Ärzten, aber die sagen das kommt vom Stress.
            Obwohl der Physiotherapeut beim ersten Termin gesehen hat, dass sie fast keine Kiefermuskulatur hat, am Rücken was nicht stimmt, sie eine Skoliose hat, ein kürzeres Bein ... hat er gemeint, na ein bisschen Stress, gel?!

            Nicht jeder reagiert da gleich, manche gehen einfach nicht mehr, weil sie sich blöd vorkommen, war bei mir ja auch so, nicht umsonst habe ich meinen HP reich gemacht.
            Aufgewachsen mit Zucker heißt ... sie hat nur Süßigkeiten gegessen und hat fürchterlich geschrien wenn sie ihren Zuckerbedarf nicht decken könnte. Natürlich war ich beim Kinderarzt, aber der hat gemeint, dass sich das von alleine gibt, das ist halt so, aber ich habe mir schon Sorgen gemacht, zumal sie erst mit 2 Jahren laufen konnte.

            Sie ernährt sich seit 15 Jahren komplett Gluten.- und Laktosefrei, anders geht das nicht, seither ist sie fast beschwerdefrei, dagegen kann ich, schonmal eine kleine Sünde eingehen.

            Meine Tochter macht es, wie ich es vor 10 Jahren auch gemacht habe, wenn einen jeder wegschickt. Sie hat ihren wirklich guten Arbeitsplatz, der ihr sehr viel bedeutet hat aufgegeben und geht nur noch fünf Stunden (keine körperliche Tätigkeit), mehr schafft sie nicht mehr.
            Dass da schon eine lange Familiengeschichte besteht, ist ja jetzt bekannt, deshalb werde ich versuchen, sie bei meinen Ärzten unterzubringen.
            Zuletzt geändert von Gast; 03.12.2018, 19:01.

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              #21
              Sie kann eigentlich nicht mehr arbeiten, aber sie muss
              Sorry, das mag für dich jetzt hart und ungerecht erscheinen, aber anhand meines Angebots mir die Bilder anzusehen (das auch nach wie vor gilt) sollte dir klar sein, dass es mir nicht um (prinzipielle) persönliche Verurteilungen geht: Dieser Satz ist einer der größten Unsinnigkeiten, die ich sinngemäß immer wieder lese und auch von Ärzten und anderen Leuten zu hören bekommen.
              Ja, natürlich kann man sich am Riemen reißen, und wenn man eine entsprechende Persönlichkeit hat, kann man damit weit länger durchhalten auch schon bei erheblichen med. Problemen. Das weiß ich selbst aus eigener Erfahrung. Aber ich habe ebenso erfahren müssen, dass es einen Punkt gibt, wo eben nichts mehr geht außer den Tag mehr auf kreatürlicher Ebene irgendwie zu überstehen, und DAS ist dann der Zeitpunkt, ab dem es für mich und für alle anderen, die eine solche Situation mal erleben mussten, gerechtfertigt ist von "massiven bzw. schweren Beschwerden" zu sprechen. Es ist mir egal, wie Menschen ihr Leiden subjektiv empfinden (und diese Empfindung ist auch immer gerechtfertigt, egal wie sehr diese Empfindung ganz offensichtlich von der Realität abweicht); nicht egal ist mir aber, wenn es überhaupt keinen objektiven Abgleich und keinen Blick über den Tellerrand mehr gibt, wenn subjektive Empfindung per se mit der objektiven Realität gleichgesetzt wird (ein Phänomen, das heutzutage überall und nicht nur im med. Bereich anzutreffen ist), so dass keine objektiven Wahrheiten und Fakten bzw. Übereinkünfte darauf mehr existieren, und daraus folgend, wie das subjektive Leiden kommuniziert wird insb. gegenüber Ärzten, weil das die Wahrnehmung und Einschätzung der wenigen Ärzten, die noch (halbwegs) brauchbar sind, beeinflusst. Dann kommen eben insb. von Ärzten, die nicht über das Vermögen verfügen die Persönlichkeit und die Schwere der Beschwerden des Patienten intuitiv richtig einzuschätzen, solche Kommentare und Fragen zu der Schilderung, dass man schwere Schmerzen oder andere Beschwerden habe, warum man nicht noch reduziert arbeite, warum man nicht einfach mal den Kopf freimacht, warum man nicht selbstständig lebt etc.pp....also alles Fragen und Kommentare, die alle mehr oder weniger deutlich implizieren, dass man inadäquat mit der Erkrankung bzw. den Beschwerden umgehe und daher auch so leide, dass andere mit der (vermeintlichen) Schwere der Erkrankung ja auch noch xy machen könnten.

              Nicht jeder reagiert da gleich, manche gehen einfach nicht mehr, weil sie sich blöd vorkommen,
              Das kenne ich sehr gut. Aber auch hier gibt es irgendwann einen Punkt, an dem es einem so schlecht geht bei wirklich massiven/schweren Beschwerden, dass es gar keine Alternative mehr gibt, als es doch wieder beim nächsten Arzt zu versuchen und sich dort hinzuschleppen.

              Aufgewachsen mit Zucker heißt ... sie hat nur Süßigkeiten gegessen und hat fürchterlich geschrien wenn sie ihren Zuckerbedarf nicht decken könnte. Natürlich war ich beim Kinderarzt, aber der hat gemeint, dass sich das von alleine gibt, das ist halt so, aber ich habe mir schon Sorgen gemacht, zumal sie erst mit 2 Jahren laufen konnte.
              Klingt dann wirklich nach Stoffwechselstörung bzw. metabolischer Myopathie.
              Mito wäre daher auch eine Möglichkeit. Insb. angesichts einer normalen Muskel-MRT und unspezifischen Muskel-Biopsie halte ich eine Dystrophie für zunehmend unwahrscheinlicher.
              Eine Nesidioblastose könnte man genetisch auch ausschließen lassen.
              Ebenfalls ist dann davon auszugehen, dass das niedrige Gewicht deiner Tochter nicht allein und auch nicht primär auf das Konto ihrer Magen-Darm-Probleme geht, sondern auf die Stoffwechselstörung. Der Stoffwechsel eines Menschen spielt beim Gewicht eine deutlich größere Rolle als die Absorptionsfähigkeit des Magen-Darm-Trakts. Die muss schon massiv eingeschränkt sein, damit ein erhebliches Untergewicht trotz eigentlich ausreichender (oder aber eine zwar reduzierte, aber ein starkes Untergewicht nicht allein erklärende) Kalorienzufuhr entsteht. I.d.R. handelt es sich aber im Rahmen von schweren Magen-Darm-Erkrankungen um eine Kombination aus massiven Beschwerden, Malabsorption und deutlich eingeschränkter Kalorienzufuhr, die das starke Untergewicht verursacht. Dagegen lassen zwar vorhandene Magen-Darm-Beschwerden, aber starkes UG ohne deutlich eingeschränkte Kalorienaufnahme als erstes an eine Verstoffwechslungsproblematik denken.

              Sie hat ihren wirklich guten Arbeitsplatz, der ihr sehr viel bedeutet hat aufgegeben und geht nur noch fünf Stunden (keine körperliche Tätigkeit), mehr schafft sie nicht mehr.
              Wie gesagt: ich will das nicht kleinreden und es tut mir für deine Tochter und auch dich leid.
              Aber ich kann nicht umhin auch zu sagen, dass anhand dem, was du in Bezug auf die Beschwerden deiner Tochter hier beschreibst, deine Einschätzung, dass sie stärker als du und schwer betroffen sei und schwere Magen-Darm-Probleme habe, für mich nicht nachvollziehbar ist. Ich bin nur ehrlich....

              Sie ernährt sich seit 15 Jahren komplett Gluten.- und Laktosefrei, anders geht das nicht, seither ist sie fast beschwerdefrei, dagegen kann ich, schonmal eine kleine Sünde eingehen.
              Das ist genau das, was ich meine, und ja, ich kann nicht umhin als jemand, der vor seiner Ileostomie unter wirklich massiven GI-Beschwerden litt und deswegen nur noch jede Tag irgendwie überstehen konnte, mich leicht verarscht zu fühlen, auch wenn das sicherlich nicht deine Absicht war. Bitte verstehe mich also nicht falsch. Ich hoffe, du kannst auch meine Sichtweise nachvollziehen bzw. es würde mich freuen, wenn du versuchen würdest sie nachzuvollziehen.

              Dass da schon eine lange Familiengeschichte besteht, ist ja jetzt bekannt, deshalb werde ich versuchen, sie bei meinen Ärzten unterzubringen
              Die Familiengeschichte solltest du auch unbedingt benennen.
              Zuletzt geändert von pelztier86; 04.12.2018, 17:40.

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                #22
                Zitat von sandmann Beitrag anzeigen
                Als da steht, unauffälliger Muskelmantel des Unterschenkels. Glatte kortikale Randkonturen. Auffällige netzige, konfluierende ödömatöse Veränderungen im Bereich der medialen Tibiakante.

                Kein sicherer Anhalt für Myelopathie, eher passend zu tibialem Stress- Syndrom/shin splints.
                Ich würde das mal so interpretieren:
                Kein Anzeichen für eine Erkrankung des Knochenmarks (Be V.a. auf eine Myelopathie (Knochenmarkserkrankung) ist es schon sinnvoll ein MRT des Unterschenkels zu machen, weil im Schienbein eine große Menge an Knochenmark vorhanden ist).

                Die Veränderungen im mittleren Bereich der Schienbeinkante könnte ein frühes Anzeichen für ein sich entwickelndes schin splint wegen einer Über- oder Fehlbelastung des Schienbeins sein.

                Zur Info: Das Schienbein trägt die gesamte Körperlast allein (Das Wadenbein hängt da nur so rum) und an der Vorderseite ist es wegen des 3-eckigen Querschnitts besonders empfindlich für Überlastungen.

                PS: "Atrophien / Dystrophien hast, dann kann ein Wald und Wiesen Radiologe das auch leicht übersehen ": Blödsinn. Bei meinen Knochen MRT's haben das die Radiologen schon vor mehr als 20 Jahren ungefragt reingeschrieben. Zu der Zeit bin ich noch ohne Weiteres 5 Stockwerke hochgelaufen.
                Zuletzt geändert von KlausB; 03.12.2018, 20:19.
                It's a terrible knowing what this world is about

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                  #23
                  Nein, das ist nicht hart oder ungerecht, es ist deine Meinung ;o)

                  Die Beschwerden meiner Tochter möchte ich hier nicht alle benennen, nur zur Magen.- Darmproblematik möchte ich sagen, dass es schon schlimm war und immer noch ist - für einen jungen Menschen, alles vorher lesen zu müssen, überall wo man eingeladen ist, ob zu Weihnachten oder bei Freunden, sein Essen selbst mitzubringen, auch keinen Kaffee aus der Maschine zulassen, in der Arbeit nirgends zugreifen zu können und dann immer die Fragen und Kommentare ... Im Urlaub ist es ein großes Problem z. B., da wird alles vorgekocht und eingefroren mitgenommen. Natürlich könnte sie Medikamente nehmen, aber wir sind da etwas anders eingestellt.
                  Mir ist jahrelang das Blut aus dem Hintern gelaufen, bis ich wusste, was los ist, über die Schmerzen will ich nicht reden, das ist vorbei. Wir haben uns dazu entschieden streng zu Diäten, wenn es auch die Lebensqualität einschränkt. Immerhin konnte ich dadurch meinen Darm erhalten.

                  Ich habe die letzten Jahre sehr gelitten durch die Unterzuckerungen in der Nacht und die Anfälle. Oft bin ich morgens zu mir gekommen und hab mich unter die Dusche gestellt und bin zur Arbeit. Dann irgendwann konnte ich die Unterzuckungen nicht mehr auffangen und ich bin zur Arbeit und konnte nicht nicht mehr erinnern was ich da soll, weil mein Gedächtnis nicht mehr mitgemacht hat und/oder hab morgens schon eine undeutliche Sprache gehabt, sodass die Kollegen gedacht haben ich hab einen gebechert, ich konnte mich auch an die Namen nicht mehr erinnern ...
                  Ich habs nach der Arbeit nicht mehr nach Hause geschafft, hab mein Auto im Wald geparkt und hab geschlafen.
                  Das hab ich zwei Jahre durchgezogen, weil mein HA gemeint hat, ich habe Stress. Ich hatte nie Stress, ich bin gerne zur Arbeit gegangen. Wenn ich mal sag, da geht nix mehr, dann ist schon nach zwölf.
                  Dann haben die Muskeln versagt und man hat gedacht ich spinne, daraufhin hab ich mich hier im Forum angemeldet.

                  Natürlich kann und will ich es mit deiner Krankengeschichte nicht vergleichen, die viel schwerwiegender und komplexer gelagert ist, da du dich mit Schmerzen herumplagen musst, körperlich schon viel mehr eingeschränkt bist und noch so jung ...

                  Meine Lebensqualität ist schon allein dadurch gestiegen, dass ich jetzt zu Hause bin und essen kann, wenn ich muss und mich ausruhen kann, wenn der Akku leer ist, wenn auch die Muskelproblematik schleichend schlechter wird, so kann ich doch noch alles und bin noch nicht auf Hilfe angewiesen.
                  Ich bin einfach dankbar dafür ...

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                    #24
                    Danke auch für deinen Beitrag Klaus. Ich denke bei meiner Muskelproblematik auch noch evtl. an den Zwischenzellraum, das würde auch die MRT's erklären.
                    Das mit dem Schienbein würde insofern hinkommen, da ich ja die Artophie der Ferse und der Fußmuskulatur habe. Dann fühlt man die Schwäche in den Unterschenkeln, da die Füße das Gewicht nicht mehr tragen können. Ich hoff ich habs so richtig ausgedrückt?

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                      #25
                      Zitat von sandmann Beitrag anzeigen
                      Nein, das ist nicht hart oder ungerecht, es ist deine Meinung ;o)

                      Die Beschwerden meiner Tochter möchte ich hier nicht alle benennen, nur zur Magen.- Darmproblematik möchte ich sagen, dass es schon schlimm war und immer noch ist - für einen jungen Menschen, alles vorher lesen zu müssen, überall wo man eingeladen ist, ob zu Weihnachten oder bei Freunden, sein Essen selbst mitzubringen, auch keinen Kaffee aus der Maschine zulassen, in der Arbeit nirgends zugreifen zu können und dann immer die Fragen und Kommentare
                      Sry das ist dann aber eine Erziehungsfrage und da hättest du dich als Mutter darum kümmern müssen, dass kein Leidensdruck entsteht (Psychologe zB), wenn es für deine Tochter hart wäre. Das mag schon so sein, dann ist das aber dadurch entstanden, dass sie ein psychichisches Problem mit etwas hat, das objektiv gesehen keinen Leidensdruck macht. Ich kenne genug Fittnesfreaks die alles 10mal Lesen und nur eckliges Zeug essen, die strotzen aber alle so vor Energie, weil sie sich einreden damit so gesund zu leben.

                      Deine Tochter hat Freunde, Arbeit, kann in den Urlaub. Wenn die Sachen wegfallen, dann entsteht erstmal objektiver Leidensdruck, der aber auch noch relativ gering ist, im Vergleich zu dem, was schwere Muskelkrankheiten so machen.

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                        #26
                        Moin sandmann,
                        ich muss jetzt auch mal nachfragen..
                        wie kann man denn feststellen bzw. sehen das sie "kaum noch Muskeln an ihren Kiefer hat?"
                        Das verstehe ich irgendwie nicht.
                        Ich meine, meine Sohnemann und ich sind ja nun beide dürr und bei mir hat die Muskulatur im Gesicht arg gelitten, weshalb ich auch ewig ein "langes Gesicht mache" aber tatsächlich sehen ob da nun Muskeln vorhanden sind oder nicht, sieht man trotzdem nicht.
                        Und bei meinem Sohn, der noch dünner ist als ich, auch nicht. Deshalb frag' ich mich, woran du/ihr fest macht, dass sie kaum noch Muskeln im Kiefer hat?

                        Eine Skoliose bedeutet nicht, dass man gesundheitlich eingeschränkt ist. Außerdem gibt es Möglichkeiten diese zu behandeln, sollte es tatsächlich Einschränkungen bezüglich der Skoliose geben. Einfach mal zum Orthopäden gehen. Die können einem weiter helfen.

                        Wenn deine Tochter nicht mehr arbeiten kann, es aber trotzdem noch tut.....dann stimmt "eigentlich kann sie nicht mehr arbeiten" nicht. Denn sie tut es ja noch.
                        Ein Zwischending gibt's nicht. Man kann es zwar eine gewisse (sehr kurze) Zeit probieren, aber wenn es aus gesundheitlichen Gründen nicht gehen sollte, würde sich auf Dauer auch die Gesundheit verschlechtern. Das weiß ich ja nun aus eigener Erfahrung.
                        Weshalb es eigentlich nicht möglich ist, das sie "trotzdem" noch arbeiten gehen kann, wenn es ihr gesundheitlich so schlecht geht, wie du es hier schilderst.

                        Oder aber die fünf Stunden tägliche Arbeitszeit belasten sie nicht so extrem und verstärken/ verschlimmern ihre Symptome nicht. Dann ist sie aber immernoch arbeitsfähig und dein "eigentlich kann sie nicht mehr arbeiten" passt dann auch irgendwie nicht.
                        Auch damit habe ich ja nun "eigene" Erfahrung. Denn tatsächlich hat sich der Gesundheitszustand von meinem Sohn nicht weiter verschlechtert, nachdem wir seine Arbeitszeit aus gesundheitlichen Gründen durch seinen Doc haben bestätigen lassen und deshalb auch verkürzt wurde.
                        Weshalb er trotzdem immer noch arbeitsfähig ist.....auch wenn ich als seine Mutter das ganz anders empfinde.

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                          #27
                          Man sieht den Kiefermuskeln nicht direkt, weil man ja Fettgewebe im Gesicht hat, nur wenn das auch weg ist, dann kann man ggf den Kiefermuskeln sehen, aber ich fand die Aussage auch komisch, man hat dann halt allgemein ein eingefallenes Gesicht, was aber von einem abgemagerten Gesicht nicht zu unterscheiden ist. Eigentlich würde man das klinisch merken, indem man kein Brot kauen kann, oder länger sprechen. Solange essen noch normal geht, ist ausreichend Kiefermuskel vorhanden, wenn es anders aussieht, hat man einfach zu wenig Körperfett oder eine Lipodystrophie im Gesicht.

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                            #28
                            Danke LF,
                            für deine Antwort.
                            Das erklärt nun auch warum mein Sohn zeitlebens "keine Lust dazu hat", zu kauen. Und ich mag mittlerweile auch nicht mehr all zu lange zu kauen, weil es sehr anstrengend wird. Vor allem bei härteren Dingen, wie Brötchen und so. Selbst das Schlucken geschieht manchmal nicht automatisch und ich muss das Zeug regelrecht hinunterwürgen, damit es nicht im Hals stecken bleibt.
                            Das hängt ja dann wohl auch mit irgendeinem Muskel zusammen, nehme ich an, oder?
                            Ich dachte schon, nun bin ich auch noch zu blöde zum Essen. Aber das scheint ja dann nicht so zu sein.

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                              #29
                              Das hat der Kieferorthopäde diagnostiziert.
                              Sie hat eine schwere Skoliose wegen der sie seit Geburt bei einem Orthopäden in Behandlung ist, auch weil sie ein kürzeres Bein hat.
                              Meine Tochter kann keine 8 Stunden mehr arbeiten und zusätzlich noch 2,5 Stunden insg. fahren. Jetzt hat sie eine gute Arbeit für 5 Stunden tägl. und einen Fahrtweg von 10 Minuten. Wir müssen sehen, wie sie damit zurechtkommt.
                              Zur Physio möchte ich sagen, dass es wie ein 6er im Lotto ist einen guten zu erwischen, aber wir werden auch das, lösen.

                              Ich versuchte dies zu schildern, weil Pelztier nach weiteren Beschwerden meiner Tochter gefragt hat, sonst hätte ich dbzgl. nichts geschrieben und möchte es auch gut sein lassen. Falls aus ihrer Seite das Bedürfnis besteht, kann sie sich selbst dazu äußern.

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                                #30
                                Brot kann man in Tee aufweichen, mache ich auch, Fleisch kann man, wenn mans essen will, auch als Faschiertes essen, also gibt schon wege. Nervig ist es nur, wenn man länger sprechen will und dann der Kiefer den Geist aufgibt. Bei mir ist nicht mehr viel da, aber man merkt so gar nicht, wenn ich nur wenig spreche, also so 20-30 Minuten, aber, dass ich zu wenig Kiefer hätte, hat mir noch nie wer gesagt, nur dass ich "mager im Gesicht aussehe".. wobei ich auch wenig Fettgewebe habe. Ich glaube nicht, dass Sandmanns Tochter ne starke Kieferatrophie hat, wenn es nur eingefallen aussieht, das kommt eben dann meist vom Fettgewebe, sieht man ganz oft bei Heroinjunkys, die sehen auch so aus, oder bei HIVler, haben aber einen normalen Kiefermuskel. Man braucht auch nur nen Kaugummi nehmen und schauen ob man den länger wie 5 Minuten kauen kann, dann ists noch keine dramatische Schwäche, hier merkt man auch sehr schnell wie lange der Kiefer noch funkt.

                                Btw zur Physio. Ich hab auch schon seit ewigkeiten ne starke Skoliose, mehrfach verbogen und schmale Bandscheiben, ein Bein auch deutlich kürzer als das andere. Ich hab früher die Übungen immer selber gemacht, man hat ja selber das beste Gespür dafür, was hilft. Aber ehrlich gesagt, mit Fortschreitenden Muskelschwund bringt das halt auch nichts mehr. Da ist Psychotherapie wohl besser, nur da einen guten zu finden ist noch ne andere Liga. Wobei, solange die Beschwerden Subklinisch sind, man also noch gehen oder gar Autofahren kann, kann man damit sehr viel mehr Lebensqualiutät erreichen, wie mit Physio. Wobei beides natürlich auch hilft... wobei ich da eher Wassersport machen würde, wegen den Gelenken.
                                Zuletzt geändert von letzte Frage; 04.12.2018, 09:22.

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