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    #91
    Hallo zusammen!

    Ich habe vor einer Woche erfahren, dass ich FSHD habe.
    Ehrlich gesagt bin ich noch irgendwie "benebelt" von der Mitteilung. Ich kann mir noch nichts genaues darunter vorstellen.

    Angefangen hat es als mein Sohn vor 5 Jahren zur Welt kam und ich ihn immer getragen habe (was man mit Babys ja auch macht). Schmerzen im Nacken und in der Schulter waren mein Problem damals. Mein Hausarzt schickte mich nur zur Massage und gab mir eine Spritze gegen den steifen Nacken. Danach war auch wieder alles ok. Das kam dann ca 4 Jahre immer wieder mal bis ich den Hausarzt gewechslet habe und er mich zu einem Orthopäden und dieser mich dann zu einem Neurologen schickte. Der Neurologe schaute mich nicht mal groß an sondern verwies mich gleich zu einem Muskelspezialisten, der dann FSHD feststellte.

    Mir war es in all den Jahren nicht sonderlich bewusst, dass ich nicht alles machen kann was andere. Klar die Arme bekomme ich nicht wirklich hoch, aber ich dachte das liegt an meinen "Engelsflügeln" wenn ich meine Arme allerdings "hochschleudere" sind sie zwar oben, aber ich habe keine Kraft um etwas zu halten. Pfeifen? Naja nicht jeder kann das...Luftballon aufblasen? Liegt halt daran, dass meine rechte Gesichtshälfte "anders" aussieht. Kisten schleppen? Ich mach ja eh keinen Sport, also woher soll dann die Kraft kommen um eine Sprudelkiste lange zu tragen? Für mich ist bzw war das alles völlig normal, weil ich es ja nicht anders kannte.
    Warum ich im Gegensatz zu dem was ich esse, nicht viel wiege ist mir jetzt auch klar
    Vorher habe ich immer vermutet, dass es an meiner Bauchspeicheldrüse liegt (Pancreas divisum).

    Schmerzen in der Schulter habe ich eigentlich nur, wenn ich etwas schweres hoch hebe bzw lange hebe, oder Bewegeungen mache, die in meinem normalen Tagesablauf nicht enthalten sind z.B. Kegeln. Das klappt zwar in dem Moment prima, aber am nächsten Tag habe ich das Gefühl als ob 50Kg auf meinen Schultern liegen.

    Ich habe mir hier die Beiträge zu FSHD durchgelesen und immer wieder gesehen, dass viele von euch nicht Treppensteigen oder lange laufen können. Bekomme ich das auch irgendwann? Bis jetzt geht es noch bestens, ich wohne im 2 OG und mir machen die Treppen keine Probleme. Woran merkt man das? Muskelkater oder eher so als ob man 3 Stunden gejoggt ist?

    Muss ich auf irgendwas besonders achten?
    Bis jetzt habe ich meine Wohnung so eingerichtet, dass ich nicht nach oben greifen muss, weil das bis jetzt mein Hauptproblem war. D.h. keine hohen Küchenschränke, mein Schlafzimmerschrank ist in der oberen Etage leer usw.

    Kann ich jetzt schon irgendwie "vorbeugen"? Was erwartet mich im Alter?
    Mein Arzt meinte dass ich später Schmerzen und keine Kraft mehr haben werde. Heisst das ich kann meine Arme später gar nicht mehr hoch nehmen? Um z.B. die Tür auf zu schliessen?
    Bis jetzt ist mein Bizeps (für mich) normal, für kurze Zeit kann ich auch schwere Dinge tragen.

    Ich weiß gar nicht was ich jetzt mit der Tatsache das sich FSHD habe anfangen soll. Ändert sich was für mich? Muss ich was ändern?
    Wie schnell bauen die Muskeln sich ab?
    Ist es vertretbar noch ein weiteres Kind zu bekommen?
    Mein Sohn ist jetzt 5 und er hat weder Probleme beim Laufen, noch die "Engelsflügel" noch Veränderungen im Gesicht. Soll ich ihn jetzt schon daraufhin untersuchen lassen? Wenn er es haben sollte, wie kann ich ihm helfen?

    Das und noch viel mehr wandert bei mir seit einer Woche durch den Kopf. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen und ein paar davon beantworten!? Es würde mich jedenfalls sehr freuen!

    Liebe Grüße

    Uschi

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      #92
      Hallo Uschi,

      ja so war es bei vielen hier, daß sie plötzlich die kleinen und großen Schwächen des eigenen Körpers als Krankheit erkennen mußten.
      Ich dachte immer ich hätte einfach keine Veranlagung zum Muskelaufbau weil ich immer viel Sport machte aber im Vergleich zu meinen Freunden nicht kräftiger wurde. Manche Muskeln eben trotzdem sogar schwächer.

      Wie die Krankheit verläuft kann dir wohl keiner sicher sagen, weil das bei jedem ganz verschieden ist. Aber an FSHD stirbt man nicht.
      Nach dem dein Sohn 5 ist, vermute ich mal, daß du schon an die 30 bist?
      Da du trotzdem mit dem Bizeps kurz noch schwerde Dinge heben kannst und Treppen keine Probleme machen würde schätzen, daß das meinem Verlauf nicht ganz unähnlich ist, wobei mein linke Bizeps schon mit 30 deutlich schwächer war als der rechte.
      Daraus schließe ich, daß du vermutlich eine langsam verlaufende Form hast und mit 50 wie ich noch immer relativ fit sein kannst.

      Ich werde in 2 Monaten 50 und kann Treppen noch immer wie jeder gesunde ganz locker hochgehen. Arme hochheben geht links nur bis zur Schulter und der linke Bizeps schaft nur 1,5kg. Rechts geht beides noch recht gut, wenn auch mit Mühe.
      Pfeifen, Nachts Augen zuhalten, Schwerhörigkeit und ähnliche Kleinigkeiten habe ich auch noch, fallen aber nicht so sehr ins Gewicht.

      Einschränkungen bei meinem Schreitischjob, aber auch in der Freizeit hab ich trotzdem noch so gut wie keine. Ich mache sogar noch Sportarten die man als kraftraubend einschätzen würde. Da springen eben andere Muskeln ein und man hat dabei vielleicht nicht die richtige Haltung, aber gehen tut bei mir trotzdem das meiste noch.

      Die schweren und schnell verlaufenden Formen zeigen sich meist schon als Kind sehr deutlich und dann hättest Du heute schon viel größere Probleme.
      Wobei ich persönlich die sogenannten Engelsflügel schon als Kind hatte.

      Die Krankheit ist laut Ärzte eine Erbkrankheit, obwohl viele niemand in der Familie kennen der es schon vor ihnen hatte. Es überspringt also Generationen und taucht dann plötzlich wieder auf.
      Das ist es was Du dir bei der Kinderentscheidung überlegen mußt.
      Ich als Mann sehe das bestimmt deutlich pragmatischer als eine Frau und bin daher heute nicht mehr unglücklich, daß es mit Kindern bei uns nicht geklappt hat.
      Vor der Diagnose war das anders, doch heute denke ich das ist eine gewaltige Sorge und Verantwortung weniger die mir auf der Seele liegt.
      Vor allem weil nicht gesagt ist, daß es bei meinen Kindern nicht sehr viel schwerer und schneller verlaufen wäre.

      Jeder stellt sich anders auf die Krankheit ein.
      Ich persönlich machen eben weiter Sport und sie zu bremsen.
      Hier eine Information zu diesem Thema die mir etwas Mut macht, auch wenn ich das Ergebnis einfach für meine Form Zweckentfremde ;-)
      Ist Konditionstraining sinnvoll?
      Patienten mit Dystrophinopathien wird in der Regel empfohlen, körperliche Anstrengung zu meiden. Befunde bei Muskeldystrophie Typ Becker weisen jedoch darauf hin, dass kontinuierliches leichtes Ausdauertraining durchaus sinnvoll sein kann: Patienten trainierten ein Jahr lang wöchentlich 30 Minuten auf einem Fahrradergometer. Die Kraft der Beinmuskulatur verbesserte sich signifikant, ohne dass es zu einem vermehrten Muskelfaseruntergang kam.
      [Quelle:] ÄP NeurologischePsychiatrie, 4-2009
      Hier noch ein paar interessante Links:




      Ich denk mir immer, kein Grund zur Panik, es gibt viel schlimmeres.

      Robert
      Zuletzt geändert von Robat1; 09.03.2010, 19:08.

      Kommentar


        #93
        Guten Abend!

        Ich werde dieses Jahr 28. In meinem Familien- und Freundeskreis bricht Panik aus, wenn ich erzähle was ich habe. Ich weiß gar nicht so Recht wie ich mich verhalten soll. Für mich ist es im Moment noch sehr sehr gut tragbar.
        Bis jetzt kann ich noch alles machen was ich möchte.

        Mir stellt sich halt die Frage was ist später? Kann ich irgendwas machen, damit es nicht so "schnell" geht?
        Ich zwinge mich auch gerne zum Sport, wenn das was bringt
        Durch meine Bauchspeicheldrüse musste ich schon meine Ernährung umstellen, also macht mir eine "leichte" Lebensweise auch nichs aus.

        Jedenfalls bin ich sehr froh, dass man jetzt endlich was gefunden hat und ich nicht die Einzige damit bin.

        Liebe Grüße

        Uschi

        Kommentar


          #94
          Hallo Uschi,

          ja du bist wirklich nicht alleine mit FSHD.
          Auch wenn das Forum nicht so stark belebt ist wie ein Forum über Hobbys, sind es doch sehr viele die hier mitlesen und Freud und Leid teilen.

          Dinge mit denen man den Verlauf verbessern kann..............!

          Das ist leider immer wieder schnell ein Streitthema, denn man ist sich da nicht sicher und für jeden Weg gibt es Befürworter und Leute die dies für falsch halten.

          Es gibt 2-3 Medikamente, die von vielen offiziellen Stellen in der Wirkung angezweifelt werden. Trotzdem gibt es Ärzte die sie verschreiben und Leute die sie regelmäßig nehmen.
          Manche dieser Medikamente machen dem Körper vor, daß seine Muskeln durch Sport beansprucht wurden, worauf der mit Muskelaufbau oder Mukelerhalt reagieren sollte.
          Manche Patienten sagen es nützt ihnen und andere das Gegenteil.
          Ich persönlich beanspruche die Muskeln lieber real, als daß ich ihnen was vormache. Andere denken ich könnte meinen Muskeln damit schaden.

          Es existiert eben auch die Theorie, daß Muskelbeanspruchung (zumindest übermäßige) den Muskelverfall beschleunigen kann und gleichzeitig gibt es Berichte, wie den welchen ich dir angehängt hatte, wo zumindest Ausdauersport eindeutig Fortschritte brachte.

          Ich weis nur soviel, daß es mit 50 nur wenigen hier so gut geht wie mir und daß ich mich ein Lebenlang geschunden habe um mit meinen gesunden Freunden mitzuhalten. Geschafft hab ich das nie ganz, aber ich bin überzeugt, daß es den Verlauf positiv beeinflusst hat.

          Was ich aber schon glaube, daß man den Muskel durch Überbeanspruchung schädigen kann, vor allem solange der noch nicht stark befallen ist.
          Daß ein Muskel der wie mein klinker Bizeps der nur noch 1,5kg heben kann mit diese Last geschädigt werden kann halte ich für quatsch.
          Jedenfalls gehe ich weiter jede Woche 2-3 x ins Fitnesstudio und strenge mich im Rahmen meiner Möglichkeiten dabei auch wirklich richtig an.
          Ich hab dabei ein sehr gute Gefühl und achte nur darauf mich und meine Muskeln nicht zu überfordern. Ein Hauch von Muskelkater ist mir sogar Recht, nur eben nicht mehr. Die allgemeine Körperspannung wird davon um Welten besser und meine in Faulheitsfasen aufgetretenen Nackenkrämpfe habe ich damit wieder vollkommen beseitigt.

          Sollte es mal ein Medikament geben, das eindeutig hilft, werde ich das selbstverständlich nehmen. Und im Zeitalter von Gentechnik und Stammzellenforschung ist in der Richtung ein wenig Hoffnung auch nicht falsch. Doch im Moment ist mein Weg der Sport und die reale Muskelbetätigung und keine Medikamente die den Körper den Sport nur vortäuschen.

          Du wirst hier aber gewiss auch engegengesetzte Meinugen lesen und jeder muß seinen eigenen Weg finden, der ihm am besten hilft.

          Sollte das bei dir so ein Studio sein, dann such dir eine Freundin die an festen Tagen Woche für Woche zuverlässig mit dir geht, nur so überwindet man Tage und Wochen an denen man abslut keine Lust hat.

          Robert

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            #95
            Hallo Uschi,

            ich erinnere mich, dass bei mir nach der Diagnose damals eine große Angst ausbrach und ich mich in einen wilden Aktionismus stürzte - zu verschiedenen Ärzten rennen, Klkinikaufenthalte durchführen, Heilpraktiker befragen und die absonderlichsten Therapien ausprobieren - immer schwankend zwischen Hoffnung und Verzweiflung.
            Heute - 34 Jahre später - kann ich sagen, die Panik war unbegründet, ja sogar schädlich. Denn die übertriebenen Ängste haben mir damals viel Streß gemacht und heute weiß ich, dass Streß für den Verlauf meiner FSHD ganz schlecht ist.
            Das Wichtigste könnte also erst einmal sein, die neue Situation seelisch zu "verdauen" und dann in aller Ruhe zu überlegen, was Du in der Alltagsstruktur Deines Lebens verändern könntest.
            Angst ist immer ein schlechter Ratgeber und deshalb glaube ich, dass die Überwindung von Ängsten an erster Stelle stehen sollte.

            Und noch was Konkretes: Einer Überanstrengung von Muskeln und Muskelkater beuge ich vor mit der Einnahme von Kreatin-Monohydrat.
            Das hilft zwar wohl nicht bei jedem, aber probieren kannst Du's ja mal.

            Gruß vom Hanno

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              #96
              Hallo ihr Lieben!

              Vielen Dank für die Antworten!
              Ich glaube ich werde alles erstmal auf mich zu kommen lassen. Vielleicht bringt Hanteltraining etwas, das werde ich aufjedenfall ausprobieren.
              Da ich vorher nie Sport gemacht habe, glaube ich nicht, dass es sinnvoll ist jetzt in die Vollen zu gehen und mir ein Sixpack an zu schaffen.

              Wenn ich jetzt mit Angst- und Stresszuständen anfange, dann zickt meine BSPD wieder und das sind schlimmere Schmerzen als die in der Schulter oder im Nacken. Von dem her versuche ich einfach die Ruhe zu bewahren, ändern kann ich es ja leider eh nicht.

              Meinen Sohn werde ich aufjedenfall untersuchen lassen, weil ich persönlich nur vom Augenschein nicht einschätzen kann, ob er betroffen sein könnte oder nicht. Mir selbst ist es ja schon kaum aufgefallen.

              Liebe Grüße

              Uschi

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                #97
                hi, mich und meinen bruder hats auch erwischt

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                  #98
                  Hallo zusammen,

                  nach langer Zeit habe ich mich endlich auch angemeldet...

                  also ich bin 28 Jahre alt und komme aus der Gegend um Stuttgart. Seit Kindesalter habe ich mit FSHD zu kämpfen.

                  Hat langsam angefangen: vor 10 Jahren konnte ich noch joggen, Rad fahren, Inlineskaten, Skifahren, Schwimmen und sogar Kletter, in der Halle am Kunstfelsen.
                  Heute, 2010 geht das alles nicht mehr. Ich kann beide Arme bis knapp 90 Grad heben, aber mit dem rechten Arm bin ich doch sehr eingeschränkt. Aus einem Glas trinken oder die Zähne putzen geht gar nicht. Links sieht es noch etwas besser aus, aber ein 0.5 Liter Glas kann ich auch da nicht mehr stemmen. Allgemein macht mir auch die Rumpfmuskulatur zu schaffen, was leider Inlineskaten und Skifahren unmöglich gemacht hat.
                  In den letzten Jahren kamen auch noch die Fussheber dazu. Funktionier links gar nicht mehr und rechts nur noch bedingt.

                  und da sind wir auch schon bei der Frage:

                  hat jemand tipps für Fussheber Orthesen?
                  folgendes hab ich schon durch:
                  Neurodyn-Spastic - völlig unpraktisch für den permanenten gebrauch
                  arthrosan - Prinzip funktioniert nicht gut
                  Carbon Peroneus Orthese konfektioniert (Toe off) - funktioniert sehr gut, ist aber "arg klobig" und passt nicht in jeden Schuh
                  Sporlastic Foot-up - bisher das beste, aber unterstützt nicht wirklich das abrollen des fusses.



                  Ach so: Pfeifen konnte ich noch nie, und die Tatsache, dass ich mit leicht offenen Augen schlafe hat shcon mehrmals lustige Situationen hervorgerufen

                  Kommentar


                    #99
                    Hallo zusammen!

                    Habe mich hier jetzt nach zwei Jahren auch endlich einmal angemeldet.

                    Also, ich werde demnächst 18 und komme aus Schwäbisch Hall, ca eine Stunde von Stuttgart ( für die unwissenden ) und habe 2008 die Diagnose bekommen.
                    Wir wollten damals meiner ,,Hängeschulter'' auf die Schliche kommen und wurden nach ein paar Arztbesuchen nach Würzburg an die Uniklinik geschickt, wo schon nach drei Tagen durch ein DNA Test Gewissheit geschaffen wurde.
                    Die Diagnose hat mich anfangs sehr mitgenommen, mittlerweile lebe ich ganz gut damit. Trotzdem nagt es oft an mir, dass ich nie einen perfekten Körper haben werde, so stark ich mich auch anstrenge.
                    Bei mir ist die Krankheit glücklicherweise relativ schwach ausgeprägt, ich kann noch pfeifen, den Mund spitzen und in den Beinen habe ich auch keine Probleme.
                    In den Armen habe ich dank Fitnesstraining viel Kraft, nur die Schultern bereiten mir Probleme.
                    Auf der rechten Seite ist die Schultermuskulatur stark reduziert und dort tritt mein Schulterblatt auch stark hervor.
                    Die Arme bringe ich noch gut über den Kopf, doch kann man klar erkennen, wie andere Muskelgruppen kompensieren.
                    An dieser Stelle mein Beileid an die, die es wirklich hart erwisch hat

                    noch kurz ein paar Fragen:

                    1. Ich würde gerne wissen ob FSHD alle Muskeln betrifft und sich nur an ein paar stellen stärker bemerkbar macht oder ob es nur ein paar Muskeln betrifft.

                    2. Ich betreibe gerne Krafttraining im Fitnesscenter. Wie muss ich das handhaben? Ist es schlecht, zu viel zu machen, bzw kann man mit Eiweiß und Kreatin dahingehend kompensieren, dass man sich bedenkenlos verausgaben kann,
                    Oder sollte ich auf meine Muskeln aufpassen und mich zurückhalten. Ich gehe nämlich sehr gerne an die Grenzen und würde daher gerne wissen ob ich mich einschränken muss.

                    3. Gibt es noch andere in meiner Altersstufe? Freue mich über jeden Kontakt.

                    Gruß, Jeff

                    Kommentar


                      hi, wie schon erwähnt, ich bin 10 jahre älter und wohn etwas südlich von stuttgart.

                      ich war von 6 bis 16 jahre beim Ringen, erst danach haben sich bei mir die FSHD sympthome angefangen deutlich eingestellt. z.b. die fussheber haben mir erst mit mitte zwanzig angefangen probleme zu machen, erst jetzt habe ich probleme mit dem hohlkreuz.

                      aber ob krafttraining tatsächlich gut oder schlecht ist, kann ich nicht wirklichh beurteilen.

                      und ein tipp: einfach in vollen zügen leben, wer weiß schon ob es nochmal besser wird.

                      Kommentar


                        Wie war dein Status, als du so um die 18 warst? Konntest du da noch pfeifen oder so? Ich würde gerne wissen, was noch auf mich zukommen kann...

                        Kommentar


                          Ich konnte noch nie pfeifen. Mit 18 konnte ich noch Rennen mit nem schulrucksack auf, war aber nicht besonders schnell oder was man als sportlich bezeichnen würde.
                          Hast du icq? Schreib mir doch ne privat Message

                          Kommentar


                            Zitat von Jeffexx Beitrag anzeigen
                            noch kurz ein paar Fragen:

                            1. Ich würde gerne wissen ob FSHD alle Muskeln betrifft und sich nur an ein paar stellen stärker bemerkbar macht oder ob es nur ein paar Muskeln betrifft.

                            2. Ich betreibe gerne Krafttraining im Fitnesscenter. Wie muss ich das handhaben? Ist es schlecht, zu viel zu machen, bzw kann man mit Eiweiß und Kreatin dahingehend kompensieren, dass man sich bedenkenlos verausgaben kann,
                            Oder sollte ich auf meine Muskeln aufpassen und mich zurückhalten. Ich gehe nämlich sehr gerne an die Grenzen und würde daher gerne wissen ob ich mich einschränken muss.

                            3. Gibt es noch andere in meiner Altersstufe? Freue mich über jeden Kontakt.

                            Gruß, Jeff
                            Hi Jeffex.

                            Zunächst zu deinen Fragen:

                            Ob und wie stark FSHD bei dir sich ausprägen wird kann keiner sagen. Soweit ich weiß ist es so dass man grundsätzlich sagen kann: Je früher es anfängt, desto schlimmer wirds. Aber selbst da gibt es ausnahmen. Das ist auch das spannende an FSHD. Man weiß nicht was als nächstes kommt und wann es kommt. Ich kann z.b. pfeiffen und mit den augen zwinkern und sogar besser lachen als vor 2 jahren. Dafür nur noch kurze strecken radfahren und treppensteigen macht auch tendenziell weniger spass Heben und überkopf sachen sind auch n riesen problem. Ich konnte zu meinem 19 geb. noch 2 volle bierkästen in den 2 stock hochtragen (nacheinander) und heute ist es unmöglich bis extrem schwierig einen leeren kasten aus dem 2 stock zu schleppen. Ich werde in 2 wochen 23.

                            Und da ist auch der übergang zu deiner 2ten frage. Fitnesscenter ist ein zweischneidiges schwert. Es ist enorm wichtig die muskeln zu betätigen und aktiv zu bleiben. Aber es ist auch enorm wichtig nicht zu viel zu machen. Was ist zuviel? Gute frage. Ich hatte mit 15-16 auch fitnesscenter besucht und mir mühe gegeben. Meine diagnose bekam ich mit 18. Damals wusste ich nichts von FSH und hatte auch schön schmerzen nach dem training etc. aber hätte ja nie gedacht dass es schlimm sei. Im nachhinein habe ich dadurch einiges kaputtgemacht..
                            Dieses jahr in der reha hab ich einen jungen mann kennengelernt der mit 32 in den rolli kam und das innerhalb von 1 jahr nach der diagnose. Weil er auch vorher krafttraining für die beine gemacht hat, da man auch nicht von einer Muskeldystrophie ausging.

                            Lange rede kurzer sinn: Zu viel training macht kaputt. Versuch einfach schmerzen und muskelkater zu vermeiden. Mit der zeit kriegst du den dreh raus und achtest mehr auf die hinweise des körpers. Der sinn von fitness bei FSH ist eher die muskeln zu erhalten die du noch hast und nicht mehr masse zu bekommen. Also eher mehr durchgänge mit weniger gewicht als wenige wiederholungen mit mehr gewicht.
                            Aber ich weiß auch sehr genau wie schwer das ist nicht viel zu machen wenn man es kann. Auch ich hab nach der diagnose, also mit 18 noch viel trainiert. Von september bis dezember lief alles perfekt. Mehr gewicht, mehr muskeln, mehr kraft. Dann stürzte ich so tief ab, dass ich jetzt sehr großen respekt vor überanstrengung habe.
                            Es gibt n schönes zitat: Man muss über seine Grenzen gehen, um zu sehen dass man keine hat.
                            Ich glaube auf Muskedystrophien trifft das nicht zu.

                            Und was ich empfehlen kann: Reha machen. Es ist jedes jahr ein wunder wieviel man nach 4 wochen therapie noch herausholen kann und wie lange es noch hält.
                            Ich kann aber auch verstehen dass wenn man noch jung ist und sich fit fühlt nicht unbedingt 4 wochen von zuhause weg will in eine klinik wo man niemanden kennt.

                            ps. du hast pn.
                            It doesn´t matter if you have a gun or not - just act like you have one!

                            Kommentar


                              Was haltet ihr von Stammzellen verpflanzung in China ??? Wer konnte diesbezüglich Erfahrungen sammeln ???

                              Schaut mal unter : stammzellenwelt.de

                              Ich habe vor mir das näher anzuschauen ... Und es in Betracht gezogen !!!
                              Noch jemand Lust auf Stammzellen ???

                              Gruß Andy

                              Kommentar


                                Zitat von andy75 Beitrag anzeigen
                                Was haltet ihr von Stammzellen verpflanzung in China ??? Wer konnte diesbezüglich Erfahrungen sammeln ???

                                Schaut mal unter : stammzellenwelt.de

                                Ich habe vor mir das näher anzuschauen ... Und es in Betracht gezogen !!!
                                Noch jemand Lust auf Stammzellen ???

                                Gruß Andy
                                google mal nach "Russ Kleve", der ist auch auf der stammzellenwelt homepage genannt.
                                der hat irgendwo nen blog, wo er über seine erfahrung berichtet. dort ist sein fazit: es hat ~50000$ gekostet und nach etwa einem halben jahr nach behandlungsende sind die positiven effekte nahezu verpufft.


                                vielleicht ist da einmal potential instammzellen, aber heute taugt dass wohl nicht nicht wirklich imo.

                                Kommentar

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