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Muskelzuckungen, Gangstörungen, Muskelschwäche in Corona Zeiten

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    Zitat von HansiesMuellert Beitrag anzeigen
    So sieht mittlerweile meine linke Hand aus, mit der linken bekomme ich schon keine Flasche mehr aufgedreht.
    sporadische Zuckungen habe ich nun sogar im Mundbereich, dazu noch oft Speichel im Mundwinkel. Ich denke das wars.
    Versuche noch einen Termin in Ulm zu bekommen, habe noch überlegt Tudca einzuwerfen, aber so schnell wie es bei mir geht lohnt sich das kaum
    Das stimmt , lohnt sich kaum , Flaschen kannst du keine mehr aufdrehen , aber Auto fahren geht ... arme Sau wirklich ... mein tiefstes Mitleid . Bei den Ärzten geht dann alles und die klinische Untersuchung ist ohne Befund . Schlechte Ärzte vermutlich *ironie aus* Was genau soll an deiner Hand ungewöhnlich sein ? Deine Fingerkuppen kannst du dem Rheumatologen mal vorstellen - das war’s dann aber auch.

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      Guten Morgen zusammen, anbei das Bild links im roten wird immer alles Blatt gedrückt, wenn ich z.B. die Hand auf den Tisch lege, da ist alles ganz weich. Das ist genau so wie an den Fussballen und Zehen. Wenn ich das Handy in der Hand halte, drückt es den Daumenballen tief ein und meine Fingerspitze schmerzt schon vom Halten des HAndys
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      Zuletzt geändert von HansiesMuellert; 14.02.2021, 09:45.

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        DennDenn naja beim schlucken wurde klinisch ja schon was gefunden. Ich verstehe jedoch nicht, warum das EMG nicht an der Zunge gemacht wurde. Hansi, du hast doch geschrieben, dass die Ärzte das Zungenzucken gesehen haben. Da steht im Bericht aber, dass die keine Zuckungen gesehen haben.

        Die Fingerkuppen sind mir auf dem Bild auch aufgefallen. Würde auch eher mal zum Rheumatologen, da an den Kuppen sind ja eh keine Muskeln, damit kann es nicht zusammenhängen oder?

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          Zitat von DennDenn Beitrag anzeigen

          Das stimmt , lohnt sich kaum , Flaschen kannst du keine mehr aufdrehen , aber Auto fahren geht ... arme Sau wirklich ... mein tiefstes Mitleid . Bei den Ärzten geht dann alles und die klinische Untersuchung ist ohne Befund . Schlechte Ärzte vermutlich *ironie aus* Was genau soll an deiner Hand ungewöhnlich sein ? Deine Fingerkuppen kannst du dem Rheumatologen mal vorstellen - das war’s dann aber auch.
          Das ignoriere ich einfach was hast du den für umgangsformen besser gleich auch die ignore liste aufnehmen

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            Zitat von HansiesMuellert Beitrag anzeigen
            Guten Morgen zusammen, anbei das Bild links im roten wird immer alles Blatt gedrückt, wenn ich z.B. die Hand auf den Tisch lege, da ist alles ganz weich. Das ist genau so wie an den Fussballen und Zehen. Wenn ich das Handy in der Hand halte, drückt es den Daumenballen tief ein und meine Fingerspitze schmerzt schon vom Halten des HAndys


            Sieht ganz übel aus ... rechtfertigt Aufjedenfall einen Termin in Ulm . Mal ehrlich du bist bei nem Neurologen absolut fehl am Platz , wobei viele auch eine psychiatrische Ausbildung haben - die Termine solltest du wahrnehmen

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              Zitat von HansiesMuellert Beitrag anzeigen

              Das ignoriere ich einfach was hast du den für umgangsformen besser gleich auch die ignore liste aufnehmen
              Lass dich nicht aufhalten , die Wahrheit tut weh

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                hallo,

                ich war bisher nur stille Mitleserin, aber Hansi, deinen Beitrag wollte ich kommentieren.
                Bei war es nicht ganz unähnlich.
                Letzes Jahr hatte ich sehr sehr viel Stress, im November wurde bei mir dann nach Schmerzen im Nacken, Armen, Taubheitsgefühlen und mannigfaltigen Missempfinden und Händen und Armen, sowie diversen Muskelzuckungen und Schwächegefühl ein Bandscheibenvorfall in der HWS mit Beteiligung der Armnerven diagnostiziert (ja, ich weiß, bei Dir unauffällig).
                Zum Diagnosezeitpunkt hatte ich aber bereits einen Monat ausgelöst durch einen Post bei Instagram und folgendem Symptome-Googeln auf einmal eine ausgeprägte Überzeugung entwickelt an ALS leiden zu müssen.

                Ich hab gelesen wie eine Irre, hatte solche Angst, dass ich wochenlang nicht mehr zur Ruhe kam und keine Untersuchung konnte mich vom Gegenteil überzeugen. Ich war bei meinem Hausarzt (mehrfach),2 Orthopäden, einem Neurochirurgen, einer Neurologin und wurde von oben bis unten durchgetestet.
                Alle Blutwerte relativ unauffällig (Eisenspeicher sehr sehr niedrig, Vitamin D sehr niedrig, DHEA recht niedrig, sowie Cortisoltagesverlauf gestört, sonst aber alles top).

                Klinische Untersuchungen ergaben den BSV (Protrusion auf einer ebene und Vorwölbung auf zwei Ebenen, Nervenbeteiligung auf 3 Ebenen), eine Skoliose, leichtes Facettensyndrom, MRT Schädel clean, NLG ergab ein Kubitaltunnelsyndrom, aber sonst alles gut. Alle neurologischen Tests einwandfrei.

                Allerdings ging es mir zunehmend schlechter: ich entwickelte einen Tremor, meine Hände/Unterarme zitterten bei Belastung, mein Muskeltonus war schwankend, ich konnte nicht schlafen, meine Muskeln waren teils steif, ich fühlte mich kraftlos und schlapp, hatte ständig Angst vor dieser Krankheit und entwickelte zunehmend Paranoia davor.

                Nichts und niemand konnte mich beruhigen. Ich sah an allen Ecken meines Körpers Symptome. Die Missempfindungen waren meiner Meinung nach Fibrillationen, als ich zu dieser “Erkenntnis” kam, fing meine Zunge an zu zucken und zittern, meine Mundwinkel auch beim ständigen Testen und prüfen.
                Ich hatte am ganzen Körper “Vibrationenen”, insbesondere den Rumpf entlang. Ich begann zu glauben, dass meine Aussprache bei S- und L-Lauten komisch wird und spûrte regelmäßig Zuckungen, Kribbeln und Brennen auf der Zunge (für mich dann der Beweis einer bulbären Symptomatik).
                Manchmal konnte ich eine Flasche nicht halten ohne dass meine Hand verkrampfte oder zu zittern anfing. Meine Bewegungen wurden “zäh”, die sog. extrinsischen (hoffentlich stimmt der Begriff) Bewegungen war stets ruckelnd, also beim “absenken”, ob Beine, Arme oder Rumpf.

                Ich bekam dann Opipramol verschrieben haben ne sowohl Neurologe als auch Psychotherapeut (da hatte ich mich vollkommen verzweifelt nach 8 Wochen purer Angst hinbegeben, weil ich nicht mehr konnte - mein Umfeld auch nicht mehr, denn ich zeigte allen meine Zunge, meine “atrophierten” Muskeln, meine Zuckungen etc).

                Meine Neurologin überwies mich dann ins Krankenhaus auf die Neurologie zur Abklärung. Dort schilderte ich meine Symptome, sagte aber erstmal nichts von meiner Angst. Nach den ersten Tagen Untersuchungen (NLG, SSep, evozierte Potenziale, Lumbalpunktion, massenhaft Blutwerte, Urin, neurologische Tests) - alle unauffällig- sprach ich es doch an, weil sie Angst mich wieder im Griff hatte. Es wurde dann noch mehr getestet, auch ein EMG, auch unauffällig.

                Nach all diesen Tests ein langes Gespräch mit dem Oberarzt: er sehe meine Angst, dass ich Beschwerden habe auch, aber es ließe sich keinerlei organische Ursache finden. Er sei kein Fan alles auf die Psyche und Stress zu schieben, aber in diesem Fall würde er das schon so sehen. Ich war unwillig dies einzusehen und diskutierte, er erklärte und erklärte und sagte mir dann, dass ich mich von dieser Angst befreien müsse, ansonsten würden sich auch meine Symptome nicht bessern. Er könne zu diesem Zeitpunkt zu 99.9% aussschliessen, dass ich eine Motoneuronerkrankung habe.
                Er empfahl ein psychiatrisches Konsil, das nahm ich nach längerer Ûberlegung an. Diagnose: Panikstörung.

                Was ich sagen will: ich hatte all deine Symptome, ich habe immer noch einige davon (am hartnäckigsten ist meine Zunge und der Schlafmangel, teilweise noch Zuckungen und an der linken Hand habe ich noch Missempfindungen bzw meine ich teile eine Atrophie zu sehen).

                Objektiv glaube ich zu verstehen, dass es keinerlei Hinweise auf eine ernste Krankheit, außer meiner Psyche gibt. Ich schreibe das so, weil ich trotz allem immer noch Angst habe, dass einfach alle Ärzte falsch lagen und was übersehen haben oder ich nicht gut genug meine Symptome geschildert habe oder die Auffälligkeiten während der Untersuchungen einfach nicht da waren.

                Subjektiv ist es noch schlimmer: ich bin einen Tag lang ruhig und glaube den Medizinern und dann geht die Angst los, ein Symptom beunruhigt mich und schon bin ich wieder voller Angst.

                Ich versuche gerade zu akzeptieren, dass meine ständige Anspannung viele meiner Symptome auslöst oder verschlimmert. Es ist sehr sehr schwer und dass diese Zeilen hier schreibe fällt mir auch sehr schwer, aber ich habe das Gefühl, dass auch Du gerade von deiner Angst ausgetrickst wirst.

                Ich werde mich jetzt meiner Psyche annehmen, versuche alle anderen körperlichen Wehwehchen zu akzeptieren und nicht zu bewerten und den
                Aussagen der Ärzte zu vertrauen. Es ist schwer und ich kämpfe jeden Tag mit der Angst, dass doch was sein kônnte, aber ich versuche es trotzdem und schaue was passiert. Ich habe jetzt fast 4 Monate meines Lebens damit zugebracht zu recherchieren, testen, mannigfaltige Ärzte zu besuchen, alternative Therapien anzugehen und vor allem Panik zu haben.

                es gibt viele sehr ernste Krankheiten, ALS ist dabei mein persönlicher Horror, aber ich glaube nicht, dass ich es habe (hoffentlich).

                Ich möchte hier keinem Erkrankten auf die Füße treten, aber es gibt hier einige Ängstler, denen diese Zeilen vielleicht helfen können.

                Alles Gute!
                Zuletzt geändert von aprilia; 16.02.2021, 13:39.

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                  Nachtrag: bis auf die Fingerkuppen seh ich an deiner Hand nix auffälliges ûbrigens.

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                    Hallo Aprilla, danke für deinen Beitrag.

                    Ich denke, dass es bei uns allen eine Ursache für die Symptome gibt (nicht psychisch, auch körperlich). Aber diese Ursachen sind wahrscheinlich nicht die Krankheit an die wir alle erstmal denken und in den meisten fällen harmlos und nichtmal eine neurologische oder rheumatologische Erkrankung.

                    Es ist schwer zu akzeptieren, dass die Symptome erstmal bleiben und man keine Erklärung hat. Dennoch muss man versuchen nicht in Angst zu versinken. Manchen gelingt es besser, manchen schlechter.

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                      Hallo Aprilla, vielen lieben Dank für deinen tollen Beitrag. Ich war beim Psychiater, hat mir null gebracht. Der konnte mir meine Angst auch nicht nehmen. Ich bin nicht von alleine auf die Scheiß Krankheit gekommen. Das Zucken im linken Unterarm hat im März 2020 begonnen, bis August, September 2020 habe ich mir nichts dabei gedacht, dachte ich wäre einfach nur Nervlich angespannt. Dann kam plötzlich ohne Grund der Leistungsabfall erst beim Sport, dann beim normalen spazierengehen mit dem Hund und die Beine haben sich schwach angefühlt. Das kenne ich null von mir bin sehr sportlich gewesen bis vor einem Jahr. Nun nehmen die Symptome immer mehr zu. Ich denke auch die Neuroklinik hätte solch einen Satz nicht in den Entlassungsbericht geschrieben, wenn Sie sich sicher sind dass da nichts sein kann.

                      Zitat zur Diskussion stehen eine neurodegenerative Erkrankung und die einzigen Symptome die auf eine solche passen ist bei mir die ALS

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                        mmmh, also den Bericht hab ich gelesen, das ist ja nur eine mögliche Variable: da steht ja zB auch “neuromuskuläre Ursache denkbar” - ich glaube Dir, dass Du Beschwerden hast, aber ich glaube auch, dass deine Psyche da stark mitspielt. Nachdem EMG und Neurofilamente unauffällig sind, ist das natürlich kein Beweis, aber schonmal sehr gute Zeichen, die zumindest eher weg von dieser Krankheit deuten.

                        Warst Du denn auch bei nem Therapeuten oder nur beim Psychiater? Letzterer ist ja nicht für ne Therapie zuständig und wenn Du da ansetzen willst, mussst Du versuchen dich darauf einzulassen...

                        ich bin ja auch kein Freund davon alles direkt auf die Psyche zu schieben, aber sie ist sehr sehr mächtig u d bei dauernder Angst ist dein Körper auch ständig in Habacht-Stellung, zur Ruhe kommen dürfte da ja kaum möglich sein aktuell, was aber der gesamte Körper braucht um Kraft zu tanken und raus aus diesem Teufelskreis zu kommen.

                        Es ist sau schwer, definitiv, aber ich glaube dennoch, dass dein Körper das braucht, damit eine Verbesserung eintritt. Im Moment dauten doch die meisten Zeichen eher weg von deiner Befürchtung und hin zu etwas - wenn auch unklarem - anderen (was natürlich auch nicht toll ist, mit Unsicherheit zu leben ist ja auch ne Belastung).

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                          Zitat von Tanja87 Beitrag anzeigen
                          Hallo Aprilla, danke für deinen Beitrag.

                          Ich denke, dass es bei uns allen eine Ursache für die Symptome gibt (nicht psychisch, auch körperlich). Aber diese Ursachen sind wahrscheinlich nicht die Krankheit an die wir alle erstmal denken und in den meisten fällen harmlos und nichtmal eine neurologische oder rheumatologische Erkrankung.

                          Es ist schwer zu akzeptieren, dass die Symptome erstmal bleiben und man keine Erklärung hat. Dennoch muss man versuchen nicht in Angst zu versinken. Manchen gelingt es besser, manchen schlechter.
                          Hallo Tanja,

                          vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt, ich geh mit Dir konform: es gibt sicherlich Ursachen (ob nun psychisch und/oder physisch), aber ich glaube auch, dass die Angst vieles sehr stark beeinflusst, insbesondere wenn man ja viele positive/gute Ergebnisse bekommt und trotzdem immer an das Schlimmste glaubt oder nicht glauben kann, dass vielleicht auch nur etwas eher harmloses durch einen selbst in der Angst überbewertet wird...stimmt natürlich nicht für alles und jeden, aber es gibt hier glaube ich viele Fälle im ohne Diagnoseforum, wo das durchaus zu diskutieren ist.

                          Aber ich glaub wir sind da eh einer Meinung.

                          Auch Dir alles Gute!

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                            aprilia Sehr gute Beiträge. Bin ganz deiner Meinung.

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                              Hier hatte ich immer einen muskel mittlerweile ist da nichts mehr es ist eher das Gegenteil der Fall eine eindellung.

                              Wenn ich etwas länger rede wird meine Stimme leise und heißer bzw verschwindet dann fast. Strengt dann an noch zu reden
                              Angehängte Dateien
                              Zuletzt geändert von HansiesMuellert; 16.02.2021, 17:56.

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                                Ist normal. Hab ich auch und mein Mann auch!

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