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lahaina1980

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    #61
    Um das von Jay See mal zu stützen: Mir hat gerade eben eine Freundin, die in einem KH arbeitet geschrieben, dass sie dort mit einer Frau gesprochen hat, die Muskelbiopsien ausewertet. Sie hat diese gefragt wie man denn eine Muskelbiopsie noch anders bekommen kann also über ein auffälliges MRT oder EMG. Sie sagte, dass das leider wirklich nur über diesen Weg gehe, sie aber nun in ihrer Laufbahn schon recht oft erlebt hat, dass es sich rausstellte, dass Diagnosen (neuromuskulärer Art - nicht zwingend ALS) erst sehr spät erst gestellt wurden, da das EMG lange unauffällig war...sie findet diesen Weg über das EMG/MRT nicht wirklich gut.

    Und auch hier haben wir das was Jay Cee sagt...es werden schnell die psychosomatischen oder psychischen Diagnosen gestellt...das musste ich leider auch erfahren, während einem andere Diagnostikmethoden sogar verwehrt bleiben. Mir wurde sogar von einem Psychiater (der mich einmal gesehen hatte zu diesem Zeitpunkt) die Verdachtsdiagnose einer schweren Depression mit Psychose gegeben....da hat sich dann eine Psychiaterin in meinem Bekanntenkreis sehr drüber gewundert....also ich finde auch die psychischen Diagnosen werden geradezu wie Bonbons verteilt.

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      #62
      Zitat von Lahaina1980 Beitrag anzeigen
      Um das von Jay See mal zu stützen: Mir hat gerade eben eine Freundin, die in einem KH arbeitet geschrieben, dass sie dort mit einer Frau gesprochen hat, die Muskelbiopsien ausewertet. Sie hat diese gefragt wie man denn eine Muskelbiopsie noch anders bekommen kann also über ein auffälliges MRT oder EMG. Sie sagte, dass das leider wirklich nur über diesen Weg gehe, sie aber nun in ihrer Laufbahn schon recht oft erlebt hat, dass es sich rausstellte, dass Diagnosen (neuromuskulärer Art - nicht zwingend ALS) erst sehr spät erst gestellt wurden, da das EMG lange unauffällig war...sie findet diesen Weg über das EMG/MRT nicht wirklich gut.

      Und auch hier haben wir das was Jay Cee sagt...es werden schnell die psychosomatischen oder psychischen Diagnosen gestellt...das musste ich leider auch erfahren, während einem andere Diagnostikmethoden sogar verwehrt bleiben. Mir wurde sogar von einem Psychiater (der mich einmal gesehen hatte zu diesem Zeitpunkt) die Verdachtsdiagnose einer schweren Depression mit Psychose gegeben....da hat sich dann eine Psychiaterin in meinem Bekanntenkreis sehr drüber gewundert....also ich finde auch die psychischen Diagnosen werden geradezu wie Bonbons verteilt.
      wahrscheinlich, weil es einfacher ist psychische Diagnose auszusprechen. Die Ärzte haben keine Zeit, manchen wollen es nicht oder haben keine Interesse oder einfach es nicht besser wissen.

      40 bis 60 er wurden den Frauen auch alles mögliche unterstellte bzg der Erkrankung. es waren alles psychisch erkrankte Hausfrauen.

      Jetzt weisst man es , dass es bei vielen Schilddrüse nocht richtig funktioniert hat. Aber damals wusste man es einfach nicht besser...

      und jetzt ist sehr einfach gemacht, alles gleich auf Stress zu schieben.

      Meine Oma hat Stress gehabt - 9 Kinder bekommen, ommer gearbeitet und Garten und Haus geschmissen.

      ich denke schon, dass es auch sehr mit der Umwelt, Lebensmitteln, Giften etc zusammenhängt.

      Die Menschen werden immer früher krank..



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        #63
        Tatsächlich ist es oft einfacher eine psychische Diagnose auszusprechen, weil man damit vermutlich richtig liegt. Schon rein statistisch ist das eine gute Wette. Und wenn, wie hier in einer Vielzahl der Fälle, alle körperlichen Untersuchungen zu keinem Ergebnis, dann ist das keine leichtfertige, einfache und kostengünstige Diagnose.

        Früher hat man aber nicht nur Schilddrüsenüberfunktionen nicht diagnostiziert, sondern auch Hausfrauen mit Burnout und Depressionen gerne als hysterisch und labil abgetan ohne ihnen zu helfen. (Wenn ihr mal vor Wut lachen wollt, dann schaut auf Youtube nach Werbespots für Frauengold.) Das ist einer der Gründe warum psychische Erkrankungen noch heute ein Stigma haben, aus Angst dann nicht mehr ernst genommen zu werden. Heutzutage weiß die Medizin, dass es ernst zu nehmende Erkrankungen sind und es gibt Behandlungen die helfen und Ärzte/Therapeuten die helfen wollen.

        Ich habe mal nach der Prävalenz pro Jahr geschaut. Also die Wahrscheinlichkeit einer Person in Deutschland innerhalb von diesem Jahr psychisch erkrankt zu sein. Und das betrifft mehr als jeden vierten! Man könnte soweit gehen zu sagen, dass psychische Erkrankungen normal sind. Und von den z.B. gut 15% mit Angststörungen haben wir hier eine gute Auswahl. Darunter einig,e die schon in Behandlung sind oder waren, aber auch viele, die diese zusammen mit der Diagnose "Psychoschiene" schlichtweg ablehnen.

        Quelle ist das Info PDF auf der unten verlinkten Seite.

        "In Deutschland sind jedes Jahr etwa 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das entspricht rund 17,8 Millionen betroffenen Personen, von denen pro Jahr nur 18,9 % Kontakt zu Leistungsanbietern aufnehmen.
        Zu den häufigsten Erkrankungen zählen Angststörungen (15,4 %), gefolgt von affektiven Störungen (9,8 %, unipolare Depression allein 8,2 %) und Störungen durch Alkohol- oder Medikamenten-
        konsum (5,7 %).
        Psychische Erkrankungen zählen in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bösartigen Neubildungen und muskuloskelettalen Erkrankungen zu den vier wichtigsten Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre. Menschen mit psychischen Erkrankungen haben zudem im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine um 10 Jahre verringerte Lebenserwartung."


        Vergleicht das bitte mal mit der Lebenszeitprävalenz von ALS in der selben Bevölkerung. (Die Prävalenz pro Jahr sind so kleine Zahlen, da komme ich gar nicht mehr mit...). Selbst wenn diese Erkrankung wohl inzwischen so häufig diagnostiziert wird wie Multiple Sklerose, ist es vorsichtig gesagt immer noch eine Außenseiterwette, wenn nicht mal die Symptome stringent in diese Richtung deuten und der klinische Befund dahingehend unauffällig ist.

        Auch wenn ich mich wie eine gesprungene Platte unter manchen Posts anhöre, dann jawohl, weil es jedes Mal nicht die abwegigste Vermutung ist. Egal wie oft ich zu meiner Hausärztin mit einer Erkältung kam, sie hat immer gesagt "Viel Wärme Flüssigkeit und bitte den Ball flach halten". Den Tipp hat sie garantiert auch jedem anderen Erkälteten gegeben und nur weil er häufig ausgesprochen wird, wird er nicht schlechter. Und ehrlich gesagt, hat es mir auch jedes Mal gut getan, wenn sie mir gesagt hat, dass ich langsam machen und es auskurieren soll, obwohl ich ja inzwischen genau wusste, was ich tun muss und nur noch wegen der Krankschreibung da war.
        Zuletzt geändert von Blixa; 16.09.2022, 21:51.

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          #64
          Blixa, falls du ihn nicht kennst-schau dir mal den Film „Feuer im Kopf“ an! Sehr sehenswert und eine wahre Begebenheit! Nach der Veröffentlichung wurden mehr als 1000 Menschen (genaue Zahl hab ich nicht im Kopf) geheilt und wieder aus der Geschlossenen geholt! Da hat man auch voreilig gehandelt und es gebe noch viel mehr solcher Schicksale, hätte die Betroffene das Buch nicht veröffentlicht!
          Ich finde dieses Buch oder der Film gehört in jedes Grundstudium Medizin und Psychologie!!!
          Den Film gibt es umsonst auf Netflix wen es interessiert! Nur soviel zu dem Thema: viel Flüssigkeit, Ball flach halten! Vielleicht sollte man in manchen Fällen genauer hinschauen! Auch ich wurde 2018 mit ner Bronchitis heim geschickt, welche sich dann bei einem Lungenfacharzt als schwere kalte Lungenentzündung entpuppte! Daran hätte ich damals sterben können….
          Blixa, es ist nicht immer so einfach, auch wenn es sich oft einfach gemacht wird!!!

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            #65
            Machst du einen Unterschied zwischen voreilig handeln und nach besten Wissen und Gewissen handeln? War diese Patientin im Film nicht erst die 217. Personen die damit überhaupt diagnostiziert wurde? Die Wissen um diese Krankheit steckte (und steckt vermutlich immer noch) in den Kinderschuhen.

            Anti-NMDA-Rezeptor-Enzephalitis scheint eine sehr seltene Krankheit zu sein, pro Jahr vielleicht eine(r) aus 1,5 Millionen. Vermutlich nicht ganz simpel zu diagnostizieren und deshalb könnte es in der Psychiatrie bei Schizophrenien auch noch eine erhebliche Dunkelziffer geben.
            Zeigt einmal mehr, wie wichtig Wissen und auch Kommunikation von Wissen über Krankheiten ist, damit seltene Krankheiten, die Ärzte vielleicht einmal oder nie in ihrer Laufbahn begegnen, schneller diagnostiziert werden können. In dem Fall hat also die erzählte Leidensgeschichte von einer vielen hundert anderen (und in der Zukunft noch viel mehr) das Leiden gemindert. Eben weil die Antwort (wenn ich das richtig verstanden habe von einem sehr engagierten Arzt) gefunden wurde.
            ​​​(Ich will lieber nicht wissen, wie viele Leute durch diesen Film jetzt Angst haben an dieser Krankheit zu leiden, aber das ist eine andere Geschichte, die gibt's bei allen schlimmen Krankheiten.)

            Richtig, es ist nicht immer "einfach", aber meistens. Seltene Fälle sind seltene Fälle, Fehldiagnosen kommen leider immer wieder vor. Und wenn ich eine Wald- und Wiesenerkältung habe, sie wie eine Wald- und Wiesenerkältung behandle (also im Wesentlichen dem Körper Ruhe geben, damit das Immunsystem die Viren platt macht) und sie dann immer besser wird, dann war es wohl eine Wald- und Wiesenerkältung. Meine Ärztin hat nicht fahrlässig gehandelt, weil sie mich nicht prophylaktisch ins Krankenhaus geschickt hat. Zu ihrem Standardspruch gehört nämlich auch "Falls es schlechter wird: wiederkommen". Es wäre weder dem Patienten zumutbar, noch praktikabel, noch bezahlbar in den ersten Tagen einer nicht akut lebensbedrohlichen Erkrankung das klinische Vollprogramm der Diagnostik laufen zu lassen. Viele Sachen sind handelsüblich und klingen völlig komplikationsfrei ab und wenn sie das nicht tun, dann wird weiter geschaut. So funktioniert Medizin.

            Deine Lungenentzündung klingt natürlich richtig böse, gut dass der Lungendoc sie dann diagnostiziert und behandelt hat. Wahrscheinlich mit Antibiotikum? Wie lange hat es denn zwischen den ersten Symptomen und seiner Diagnose gedauert und wie hat er das diagnostiziert? Werden da Proben aus dem Sputum genommen oder untersucht der genauso mit Abhören und Anamnese wie ein Hautarzt?

            Ich habe kurz bisschen über kalte Lungenentzündungen gelesen und wie sowas behandelt wird. Der Tipp mit warmen Getränken und Ball flachhalten ist da übrigens auch dabei. ;- )
            Wenn es für dich unbehandelt lebensgefährlich werden konnte, dann warst du einer der nicht so häufigen Fälle.

            "​​​​​​​Die meisten Fälle einer kalten Lungenentzündung sind leicht behandelbar. Aufgrund der deutlich milderen Symptome als bei einer normalen Lungenentzündung verschwindet die Infektion häufig ganz von selbst. Antibiotika kommen nur zum Einsatz, wenn die Infektion durch Bakterien verursacht wurde. Ansonsten sollten Betroffene viel trinken, damit sich der Schleim löst und gut abgehustet werden kann. Es ist wichtig, sich während der Infektion auszuruhen und auf die Signale des Körpers zu hören. Zu viel körperlicher und geistiger Stress kann die Immunabwehr weiter schwächen und die Symptome verlängern."

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              #66
              Sorry aber ich muss hier auch mal meinen Senf dazugeben... Weshalb wird DIE GANZE ZEIT immer über das gleiche Thema diskutiert!? Genau deshalb habe ich mich auch aus diesem Forum zurückgezogen...! Es kann ja sein, dass bei manchen auch einfach eine Psychische Krankheit besteht und vieles dadurch ausgelöst wird ABER mittlerweile und das kann ich aus eigener Geschichte erzählen wird die Psychische Diagnose viel zu schnell gestellt....! Man hat mir von Anfang an also schon vor Jahren als ich mit Motilitätsstörungen von Magen und Darm zum Arzt bin, eine psychische Krankheit unterstellt und wenn die einmal irgendwie ausgesprochen wird oder in einem Bericht steht hast du verloren....! Mittlerweile bin ich seit 2 Jahren bettlägrig, habe mein ganzes Leben verloren und kann schauen wo ich bleibe mit 36ig und nein, das ist keine Psychische Krankheit, ich habe eine unbekannte, schwere körperliche Erkrankung die meinen Körper zusammenfallen lässt, dass das eine psychische Belastung ist, ist ganz klar aber jetzt wurde das erste mal gesehen von einer Ärztin, dass das sicherlich nicht die Psyche ist, nachdem man mich so gedemütigt hat und mich richtig kaputt gemacht hat mit diesen Aussagen ich sei Psychisch Krank, man hat mir damit mein Leben versaut was Behördenkämpfe usw. angeht...!!! Ja auch Ärzte können sich irren...! Noch ein gutes Beispiel, die Erkrankung ME/CFS... Ich habe mit vielen erkrankten Kontakt, zwei davon sind mittlerweile gestorben und JEDE von denen wurde unterstellt sie seien psychisch Krank, mussten in Psychiatrien und Rehas und haben sooo Verschlechterung dadurch erlitten, dass sie nun 24h im Bett, im dunkeln liegen und nur noch darauf warten dass es einfach vorbei ist....! Was ich damit sagen möchte, ja ich verstehe das, wenn jemand andauernd schreibt ja es zuckt da und da und beobachte usw. Und wie gesagt vielleicht besteht bei einigen wirklich eine Psychosomatische Erkrankung aber es MUSS nicht und meine Erfahrung, wenn die Ärzte es nicht kennen aus ihrem Lehrbuch, dann ist es einfach die Psyche, zumindest war das bei mir und vielen anderen schwer Erkrankten mit denen ich im Kontakt stehe so.....! So das musste ich loswerden aber bin jetzt hier auch wieder raus... Alles Gute Euch...!

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                #67
                Vor allem….ja es war eine durch Bakterien ausgelöste Lungenentzündung und der Lungenfacharzt war damals sehr besorgt…erst wollte er mich ein 2. Mal ins Kh stecken…ich finde du urteilst viel zu schnell mit irgendwelchen Zahlen und Fakten…aber mir fehlt bei dir total das Einfühlen…kannst du einfach nicht! Aber ich werde hier jetzt auch aufhören zu diskutieren, weil es einfach keinen Sinn macht! Jeder hat seinen Standpunkt, seine Erfahrungen und glaubt es besser zu wissen! Ich denke über meinen Körper weiß Icv selbst auch am besten Bescheid…genauso Bibi und JayCee und die anderen….da kannst du uns auch nicht überzeugen…
                Ich bin mittlerweile auch psychisch sehr krank…keine Frage, aber die Ursache liegt woanders!!!!

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                  #68
                  Die immer gleiche Diskussion habe ich hier gar nicht geführt, sondern nur eine gefährliche, weil grundfalsche These widerlegt. Das ist m.E. extrem wichtig in diesem Forum, weil hier viele angstfördernde, falsche Thesen (z.B. "positiver Stress macht nicht krank", "ein sauberes EMG hat gar nichts zu sagen" oder "der Nf-l steigt bei ALS erst in der späten Krankheitsphase an") kursieren. Bleiben diese unwidersprochen, dann stehen die hier so drin und jeder Angstgestörte nimmt das für bare Münze. Das darf nicht sein. Und wenn wir nicht mal diese gemeinsame Basis finden, dass falsche Thesen nicht hierher gehören, dann gibt es gar keine Diskussionsgrundlage mehr. Und nein: wer wissenschaftlich belegten Fakten diametral widerspricht, tut nicht seine "MEINUNG" kund, sondern verbreitet schlicht Unwahrheiten mit den entsprechenden Konsequenzen. Das MUSS differenziert werden!

                  Im Übrigen ein gesamtgesellschaftliches Problem: Grüße gehen raus an Donald und Co.

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                    #69
                    Und zur Diskussionskultur im Forum fällt einem nur das Sprichwort "mit zweierlei Maß messen" ein.

                    Wenn jemand hier jede Woche seine ALS-Angst niederschreibt, obwohl mehrfach ausgeschlossen ist es okay ("Lass ihn doch!"), wenn jemand die Psyche ins Spiel bringt, ist er "nervig", "oberlehrerhaft" und was weiß ich nicht.

                    Wenn eine somatoforme Störung seitens der Ärzte vermutet wird, dann will man aber jedes Kriterium (und die meisten Threads erfüllen den Großteil aber mal locker vom Hocker!) erfüllt sehen - dass man gleichzeitig nicht EIN EINZIGES Kriterium einer ALS erfüllt, ist erstmal nicht so wichtig. Könnte ja trotzdem sein.

                    Wer mit Zahlen argumentiert, hat zu wenig Einfühlungsvermögen - wer einfach nur Symptome auflistet, spendet aber Trost.

                    Wenn Stress ins Spiel gebracht wird, "urteilt man" (Hä?) - die einzigen die hier "urteilen" sind die, die das Thema Psyche mit einem "Ich kenne meinen Körper" einfach wegwischen. DAS ist abgeurteilt.

                    Wenn falsche Thesen aufgestellt werden sind das ja nur kleine Beiträge, die nicht aufgebauscht werden sollen (obwohl sie, wie argumentativ belegt, andere verletzen und/oder verunsichern können) - aber wehe einer schreibt über Depression. Das fühlt sich nämlich an wie Hohn. Achso.

                    So und jetzt meine persönliche Meinung (die hat nichts mit Fakten zu tun): Ich schreibe hier einen anderen Blinkwinkel vor allem für stille Mitleser rein, Symptome- und Krankheitsbingo spielen schon genügend andere hier. Mir ist es persönlich völlig Latte, ob ihr die nächsten 10 Jahre in einer Angstspirale lebt - ist doch euer Bier. Wenn ihr denkt, das ist das Beste für euch und eure Mitmenschen, nur zu. Ich denke sogar, dass Leute, die seit Jahren einen ALS-Ausschluss nach dem anderen sammeln, wie andere Pokemon-Karten, und es immer noch nicht glauben, diese Angst für irgendeine Art Kompensation brauchen.

                    Aber wie gesagt - das ist nur meine Meinung. Sollte dies irgendwann klar widerlegt werden, weil eine somatische Krankheit für all die Ängstlichen hier herausgearbeitet werden sollte, lasse ich mich gerne eines Besseren belehren und ändere diesen Standpunkt selbstverständlich.

                    Viele Grüße aus dem Norden

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                      #70
                      Hi,

                      ich mische mich hier nochmal ein. In meinem Fall war es so, dass vor 6 Jahren bei mir einfach so aus dem „nichts“ Faszikulationen am ganzen Körper angefangen haben. Das war in einer Zeit in der es mir psychisch hervorragend ging. Das googeln nach dem Symptom hat mir dann aber nen entsprechenden Knax verpasst! Und ich weiß aus Erfahrung was psychisches Ungleichgewicht mit einem machen kann. Ich hab auch „Schwäche“ gefühlt, Dellen in meinen Muskeln gesehen etc..
                      ich war jedesmal stinksauer auf Ärzte als die mich einfach mit einer somatischen Störung diagnostiziert haben. Andererseits hatten sie wahrscheinlich teilweise echt. Warum ich 6 Jahre später immer noch zucke, kann mir keiner sagen. Es ist mal schlimmer und mal besser. Bestimmte Faktoren wirken sich darauf aus. Fakt ist aber: Das ist ne Sache die unabhängig von meiner psychischen Verfassung präsent ist. Warum das so ist? Das kann mir keiner erklären. Die anderen Dinge wurden allerdings durch die Psyche hervorgerufen. Ärzte haben auch nicht für alles eine Erklärung. Bei vielen hier wird es aber mit Sicherheit eine Mischung aus psychosomatischen Beschwerden und davon unabhängigen Symptomen sein. Bei dem allergrößten Teil wird es aber mit Sicherheit nicht das sein, was alle so fürchten: ALS!

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