Ich verstehe deine Neurologen, denn du bist wegen Symptomen in Armen und Beinen gekommen, keinerlei bulbäre Symptomatik. Und Beginn einer ALS in den Gliedmaßen wäre im EMG ziemlich sicher auffällig gewesen, war es aber nicht. Ich zitiere dich hier kurz, wie du in deinem Anfangspost völlig richtig bemerktest:
"Für ALS oder eine Motoneuronerkrankung wäre es eher untypisch, nach nicht mal 2 Monaten gleich alles zu haben, beide Arme und beide Beine, und ein unauffälliges EMG/ENG."
Bei dir passen klinisches Bild und EMG nicht auf eine ALS.
Der Artikel ist interessant, die bulbäre startende Verlaufsform ist, wie da ja auch geschrieben steht, etwas schwieriger zu diagnostizieren. Wenige Monate nach Beginn der Symptomatik war der Mann zum ersten mal in der Klinik und da wurde schon eine Sprachstörung diagnostiziert. Das war also ein objektiver Funktionsverlust. Zu dem Zeitpunkt wurde kein EMG in der Zungenmuskulatur gemacht, sondern großen Muskeln in Arm, Hand, Oberschenkel und Nacken/Rücken. Ein halbes Jahr später wurde die ALS dann ja schon diagnostiziert, da haben sie beim EMG in der Zunge Hinweise gefunden. Aber nicht nur dort, sondern auch in der Oberarmmuskulatur, zu einem Zeitpunkt an dem der Patient dort mit keinerlei Symptomen zu kämpfen hatte. Das illustriert also sehr schön, dass das EMG früh Auffälligkeiten zeigen kann.
Ich kann nicht beurteilen, ob schon bei seinem ersten Klinikaufenthalt ein EMG in der Zunge schneller Erkenntnisse gebracht hätte, vermute es aber zumindest.
"Für ALS oder eine Motoneuronerkrankung wäre es eher untypisch, nach nicht mal 2 Monaten gleich alles zu haben, beide Arme und beide Beine, und ein unauffälliges EMG/ENG."
Bei dir passen klinisches Bild und EMG nicht auf eine ALS.
Der Artikel ist interessant, die bulbäre startende Verlaufsform ist, wie da ja auch geschrieben steht, etwas schwieriger zu diagnostizieren. Wenige Monate nach Beginn der Symptomatik war der Mann zum ersten mal in der Klinik und da wurde schon eine Sprachstörung diagnostiziert. Das war also ein objektiver Funktionsverlust. Zu dem Zeitpunkt wurde kein EMG in der Zungenmuskulatur gemacht, sondern großen Muskeln in Arm, Hand, Oberschenkel und Nacken/Rücken. Ein halbes Jahr später wurde die ALS dann ja schon diagnostiziert, da haben sie beim EMG in der Zunge Hinweise gefunden. Aber nicht nur dort, sondern auch in der Oberarmmuskulatur, zu einem Zeitpunkt an dem der Patient dort mit keinerlei Symptomen zu kämpfen hatte. Das illustriert also sehr schön, dass das EMG früh Auffälligkeiten zeigen kann.
Ich kann nicht beurteilen, ob schon bei seinem ersten Klinikaufenthalt ein EMG in der Zunge schneller Erkenntnisse gebracht hätte, vermute es aber zumindest.

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