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Ich schreibe wohl Geschichte: Laut KI habe ich einen einmaligen ALS Verlauf? Teil 1/2

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    #31
    Hallo Sommerregen,
    Ich bin Zahnarzthelferin und kann dir sagen. So ein Kiefergelenk kann ganz schön Ärger machen. Das knacken habe ich auch wenn ich den Kopf nach rechts drehe. Ich habe aber seit Ende April überall extremes knacken in den Knochen bzw. Gelenken und vibrieren im linken Bein. Innerliche Unruhe und Nervenschmerzen am unteren Rücken und in den Beinen. Meine Messungen im KH waren segnifikant verzögert rechts am Bein und im rechten Arm. Leicht erhöhtes Eiweiß im Liqour und extreme Schmerzen in den Füßen beim aufstehen.
    Heute beim Neurologen EMG Messung war alles gut, bis auf beide Arme. Ich habe extreme muskelschwäche in den Beinen.
    In 4 Wochen muss ich nochmal zur Kontrolle. Meine Frage ist nun, reicht ein EMG aus um eine Postinfektöse polyneuropathie zu erkennen? Im KH wurden noch einige andere Messungen gemacht. Die Neurologin äußerte sich heute noch nicht so richtig. Ich bin gespannt wie es weiter geht.

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      #32
      Nur ein EMG reicht für gar Nichts. Für eine Polyneuropathie sowieso nicht.
      It's a terrible knowing what this world is about

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        #33
        Zitat von post lyme Beitrag anzeigen
        hmm weiß nicht, wenn du da an als denkst, zeigt es ja gerade, dass du eher irrational denkst ...hier ist ja ein klarer kausaler einfluss dokumentierbar ...
        bzw. warum sollte eine als, noch dazu eine sehr seltene erkrankung, gerade ausbrechen, nachdem du b6 genommen hast? noch dazu zucken muskeln bei als meines wissens nach sowieso erst, wenn die krankheit schon weit fortgechritten ist bzw. eine deutliche klinische schwäche besteht, so generalisiertes, wanderndes zucken aus einer überreizung heraus gibt es da glaube ich nicht ...

        würde mal versuchen, einen schirmer-test zu bekommen, erst einmal ganz isoliert von den nervenproblemen ... wenn eine kleine chance besteht, dass es kausal sjögren sein könnte, könnte man es wenigstens etwas behandeln und du hättest vielen pnp patienten was voraus .

        wenn alles ausgeschlossen ist, kann man auch mal beim genetiker vorstellig werden ...es gibt ja durchaus auch late-onset varianten, die auch sonst in der familie eher nicht so auffällig waren oder mild verlaufen sind ...
        Hi, Du hast natürlich Recht mit meinen irrationalen Gedanken. Irgendwann weiß man nicht weiter und sucht nach etwas, was die Symptome am besten erklärt. Da ich schon einige Tests gemacht habe (MRT, Liquor, CK, verschiedene AK‘s, ENG‘s, EMG‘s) hatte ich schon einiges angefangen auszuschließen. Wobei gerade bei den Autoimmunerkrankungen negative Tests nicht 100% verlässlich sind. So hatte ich jemanden mit CIDP (eine Autoimmun Polyneuropathie) kennengelernt, die das seit 20 Jahren hat, im Rollstuhl sitzt und bei der alle Liquor Tests negativ waren. Auch bei Myasthenia gravis gibt es seronegative… Ist wirklich schwierig bei diesen Autoimmun Krankheiten. Ich werde Mal für Sjögren Anti SSA UND Anti SSB beim nächsten Blutcheck mitmachen​ lassen.

        LG.

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          #34
          Zitat von KlausB Beitrag anzeigen
          Dir Toxizität lässt schnell nach. In maximalb6 kaum aus dem Wege wenigen Tagen, da B6 kaum gespeichert wird und schnell mit dem Urin ausgeschieden wird.
          Mit dem eingetretenen Effekt verhält es sich anders. Da müssen sich die geschädigten Nerven erst regenerieren. Darin sind Nerven nicht besonders gut. Das dauert dann schon Monate. Und ob das bei einer bestehender Neuropathie überhaupt möglich ist?
          Bei jeglicher Art von Ernährung kann dem B6 kaum aus dem Wege gehen. Das sollte reichen, wenn man nicht Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel nimmt die eine Aufnahme verhindern.
          Hi, dazu kommt noch, dass VB6 die Motoneuronen Reizbarkeit längere Zeit erhöhen kann und diese können in Form von generalisierten Faszikullationen feuern.

          LG.

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            #35
            Zitat von Solli83 Beitrag anzeigen
            Hallo Sommerregen,
            Ich bin Zahnarzthelferin und kann dir sagen. So ein Kiefergelenk kann ganz schön Ärger machen. Das knacken habe ich auch wenn ich den Kopf nach rechts drehe. Ich habe aber seit Ende April überall extremes knacken in den Knochen bzw. Gelenken und vibrieren im linken Bein. Innerliche Unruhe und Nervenschmerzen am unteren Rücken und in den Beinen. Meine Messungen im KH waren segnifikant verzögert rechts am Bein und im rechten Arm. Leicht erhöhtes Eiweiß im Liqour und extreme Schmerzen in den Füßen beim aufstehen.
            Heute beim Neurologen EMG Messung war alles gut, bis auf beide Arme. Ich habe extreme muskelschwäche in den Beinen.
            In 4 Wochen muss ich nochmal zur Kontrolle. Meine Frage ist nun, reicht ein EMG aus um eine Postinfektöse polyneuropathie zu erkennen? Im KH wurden noch einige andere Messungen gemacht. Die Neurologin äußerte sich heute noch nicht so richtig. Ich bin gespannt wie es weiter geht.
            Hi, ich schließe mich KlausB an. Für Polyneuropathien sind, so denke ich, weitere Untersuchungen wie ENGs mit Nervenleitgeschwindigkeiten (sensibel / motorisch / F-Wellen etc…) wichtig. So gibt es festgelegte Kriterien wie bei einer demyelisierenden Polyneuropathien wie CIDP wie viel Prozent NLG verlangsamt sein muß und wie hoch die F-Wellenlatenz erhöht sein muß. Oder ob es auch zu Leitungsblöcken kommt. Aber ich bin natürlich kein Arzt…

            Dein erhöhtes Eiweiß im Liqour ist verdächtig für eine Autoimmun PNP.


            LG.

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              #36


              • F‑Wellen‑Latenzen: normal (nicht verlängert)
              • F‑Wellen‑Persistenz: reduziert (links stark, rechts leicht)
              So war der Befund im Krankenhaus. Ck wert normal.
              liquour wie gesagt leicht erhöht und seit dem weiß keiner irgendwas. Ich bin 42 Jahre jung sportlich, 2 Kinder und nun heißt abwarten.
              Geduld ist nicht meine Stärke. Muskelschwäche und jeden Tag ein neues Symptom.
              Ich habe auch nach einer toxischen PNP gefragt, wegen dem Antibiotikum. Schließen die Ärzte nicht aus aber sagen das eine Postinfektiöse PNP wahrscheinlicher ist.
              Aber wie gesagt so richtig weiß niemand etwas. In meiner Familie sind 3 Leute an Gliedergürtelmuskelatrophie erkrankt. Darauf soll ich mich auch testen lassen. Meine Muskeln schwinden wie im Fluge momentan



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                #37
                Zitat von Solli83 Beitrag anzeigen
                • F‑Wellen‑Latenzen: normal (nicht verlängert)
                • F‑Wellen‑Persistenz: reduziert (links stark, rechts leicht)
                So war der Befund im Krankenhaus. Ck wert normal.
                liquour wie gesagt leicht erhöht und seit dem weiß keiner irgendwas. Ich bin 42 Jahre jung sportlich, 2 Kinder und nun heißt abwarten.
                Geduld ist nicht meine Stärke. Muskelschwäche und jeden Tag ein neues Symptom.
                Ich habe auch nach einer toxischen PNP gefragt, wegen dem Antibiotikum. Schließen die Ärzte nicht aus aber sagen das eine Postinfektiöse PNP wahrscheinlicher ist.
                Aber wie gesagt so richtig weiß niemand etwas. In meiner Familie sind 3 Leute an Gliedergürtelmuskelatrophie erkrankt. Darauf soll ich mich auch testen lassen. Meine Muskeln schwinden wie im Fluge momentan



                Hi,

                was ist F‑Wellen-Persistenz?
                • Die F-Welle ist eine motorische Spätantwort, die nach Reizung eines peripheren Nerven entsteht.
                • Persistenz bezeichnet den Anteil der Reize, auf die tatsächlich eine F-Welle folgt – normalerweise liegt dieser Wert bei 80–100 % oder über 50 % je nach Nerv und Normbereich

                Was bedeutet „reduziert“?
                • Reduzierte Persistenz heißt, dass nicht bei jedem Stimulus eine F-Welle ausgelöst werden kann – ein Zeichen für verminderte Erregbarkeit oder Leitungsstörung im proximalen Abschnitt des Nervs oder im Motorneuron selbst .
                • Das kann durch Demyelinisierung, axonale Schädigung, Leitungsblockaden oder niedrigere Zahl funktionsfähiger motorischer Neurone verursacht sein

                Ansonsten sind das nicht viele Infos zu Deiner ENG.
                Überfliege Mal meine ersten 3 Posts hier. Da kannst Du sehen, welche Infos da noch dabei sein sollten.


                LG.








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                  #38
                  Hallo zusammen,

                  langsam wird es aber echt unheimlich…

                  Seit dem 18.5 hat es ja mit Nackenverspannungen begonnen mit heftigem Knacken des Nackens (Crepitus) und seit dem 6.6 zittern die Nackenmuskeln bei Belastung. Dann hatte ich am 10.6 Nacken Belastungstests für die Flexoren (vorne) und Extensoren (hinten) gemacht. Dann merkte ich, dass wenn ich nun meinen gestreckten Kopf nach vorne senke, ein grobes Zucken (Tremor) da ist. Am 15.6 eine Stunde Mountainbike gefahren mit stark nach vorne gestreckten Kopf. Nun beim Schlucken und Gähnen Knack Geräusche in beiden Ohren. Am 30.6 Beim Essen eines Burgers rechte Kiefergelenk schmerzt (TMJ?). Seit dem 2.7 Probleme mit dem Kiefer. Die Kaumuskulatur fühlt sich manchmal klobig und verspannt an und leichte Schmerzen strahlen in beide Kieferseiten aus. Beide Kiefergelenke machen reibende Geräusche und haken bei maximaler Öffnung. Ich bin laut meinem Zahnarzt ein langjähriger nächtlicher Zähneknirscher, kann aber wegen Brechreiz keine Zahnschiene dagegen verwenden. Nun gut kann daran liegen, aber was für ein Zufall, dass ich neben der Hals- und Nackenprobleme, jetzt das auch noch da ist!?
                  in den letzten 2 Wochen extrem angespannte Schultermuskeln. Ich vermute, die Trapezmuskel kompensieren die Probleme im Hals und sind deshalb so verspannt? Gefühlt sind die Schultern schwach, deren Gelenke knacken auch seit einigen Wochen. Sobald ich was in der Hand trage, schmerzen die Trapezmuskel. Nun kam ich heute am 17.7 auf die Idee, zu testen, ob meine Schultermuskel schwach sind. Dazu habe ich ein Paar Belastungstests gemacht, die problemlos gingen - also wohl keine Schulter Schwäche. So weit so gut. Jetzt merke ich aber, dass wenn ich meine beiden Arme wie beim Belastungstest anhebe und dann senke, beim Senken ich den groben Tremor habe, wie ich ihn schon vom gestreckten Kopf senken und Kopf Hochhalte Belastungstest her kenne!
                  Es hat also für mich den Anschein, dass meine Muskeln im Nacken und Schulterbereich schwach sind, und ich mit den Belastungstests diese nachhaltig schädige?
                  Komisch ist nur, dass ich bis jetzt noch keine wirkliche Schwäche hatte. Aber vielleicht ist das nur eine Frage der Zeit, bis diese da ist?
                  Jedenfalls kann ich wegen dieser Schulter und Nackenprobleme kaum mehr was z. Bsp. im Garten machen, ohne Schmerzen und einen verspannten Nacken daraufhin zu riskieren. Jede Belastung rächt sich im Nachhinein!

                  Leute, bevor ich wieder das Word mit A sage, was habe ich bloß?


                  LG.
                  Zuletzt geändert von Sommerregen; 17.07.2025, 21:11.

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                    #39
                    Sommerregen kann dir leider auch nicht sagen was du hast, nur dass es nicht spezifisch für bestimmte Erkrankung ist. Im Laufe der Jahre haben über diese Art von grobem Tremor, Zittern, Rattern unzählige Leute berichtet, mit den unterschiedlichsten Diagnosen bzw meist o. D. Ich selbst habe das genauso, vorallem Nacken, Arme, Rücken und speziell nach Anstrengung/Belastung.

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                      #40
                      Du zählst ja gerne minutiös auf. Was hast du denn schon an Behandlungen (nicht Diagnoseverfahren) vorgeschlagen bekommen, probiert oder vielleicht auch sein lassen? Was hat dir schon geholfen?

                      Schade, dass du die Beißschiene nicht tolerierst. Das nächtliche Knirschen scheint mir den größten Knoten in den Körper zu machen. Der Kaumuskel ist, im Verhältnis zur Größe, der stärkste Muskel des Körpers. Da kommen respektable Kräfte zusammen und entsprechend zermartert ist man am nächsten Tag. Diesen Muskel aktiv und immer wieder zu entspannen, sollte mal oberste Priorität werden.

                      Physiotherapie, Massage, Entspannungstechniken, warmes Bad vor dem Pennen, Kirschkernkissen, Matratze/Kissen tauschen, Meditation, Dehnung, Yoga, schwimmen, Metal hören... es gibt viel was man seinem Kiefer/Nacken tun kann. Wenn es hart und hart kommt kann man sogar Botox in den Kiefermuskel spritzen lassen, um das Knirschen zu unterbinden.

                      Dann gibt's Sachen im Leben, die man tut und von denen man gerne ein bisschen weniger tun dürfte. Lange ins Handy und den Computer gucken, Koffein trinken, zu selten bewegen, sich ärgern, im Internet die Krankheitsangst füttern, immer wieder Belastungstests machen...

                      Hast du Fehlsichtigkeiten, die eventuell nicht korrigiert sind? Wenn man z.b beim Arbeiten permanent angestrengt ist, weil man eigentlich schon der Lesebrille bräuchte, haut das total auf's vegetative Nervensystem. Noch schlimmer ist im Prinzip eine Winkelverschiebung der Augen, bei denen auch ständig ein Muskel korrigieren muss. Kannst du üblen Nackenverspannungen führen.

                      Knirschen kommt nicht vom glücklich und entspannt sein.
                      Das Riesenthema Stress kann das Pudels Kern sein und man sollte es echt auf mannigfaltige Arten angehen. Das ist auch sehr von der eigenen Lebenssituation abhängig. Was stresst dich am meisten? Dein Job, Beziehungen, die Vergangenheit, die Zukunft? Sich ehrlich ein bisschen mit der eigenen Gefühlswelt zu beschäftigen (gern auch mit Struktur in einer Psychotherapie) hat noch selten geschadet, vor allem wenn man hochsensibel auf jede körperliche aber nicht genug auf die psychischen Zuckungen hört. Und selbst wenn wir mal als Gedankenspiel annehmen wollen, dass du mit deiner allerbruchteiligstenpromillestel Chance tatsächlich ALS hättest, dann müsstest du dich trotzdem mit deiner Psyche beschäftigen. Um mit der belastenden Situation klarzukommen und zu lernen damit zu leben und auch um mit den ständigen Unsicherheiten und schwammigen Zuständen in Leben und Gesundheit umzugehen.

                      Wenn du also diagnostisch deiner Meinung nach feststeckst (und dir deine bisherigen Diagnosen nichts geben), dann geh doch erstmal mit demselben Feuer das an, was du so oder so angehen kannst. Kümmer dich um dich und mach alles was dir gut tut. Wirklich gut tut.

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                        #41
                        Zitat von Hustinettenbaer Beitrag anzeigen
                        Sommerregen kann dir leider auch nicht sagen was du hast, nur dass es nicht spezifisch für bestimmte Erkrankung ist. Im Laufe der Jahre haben über diese Art von grobem Tremor, Zittern, Rattern unzählige Leute berichtet, mit den unterschiedlichsten Diagnosen bzw meist o. D. Ich selbst habe das genauso, vorallem Nacken, Arme, Rücken und speziell nach Anstrengung/Belastung.
                        Hi, danke für Deine Nachricht. Ein sehr erfahrener Orthopäde den ich Mal darauf angesprochen hatte, sieht das klar neurologisch. Meine Neurologen können damit aber nicht wirklich was anfangen.

                        Heute habe ich einen Termin zur Funktionsaufnahme der HWS wegen meiner gefühlten cervikalen Instabilität mit Knacken (Crepitus). Ich glaube zwar nicht, dass dabei was rauskommt, da ich eher auf geschwächte Hals- Muskulatur tippe. Aber wer weiß. Nächsten Donnerstag dann Termin beim Neurochirurgen zur Besprechung des Resultats. Ich hatte Mal gelesen, dass eine solche Instabilität der HWS auch diesen Tremor erzeugen kann?

                        LG.

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                          #42
                          Zitat von Blixa Beitrag anzeigen
                          Du zählst ja gerne minutiös auf. Was hast du denn schon an Behandlungen (nicht Diagnoseverfahren) vorgeschlagen bekommen, probiert oder vielleicht auch sein lassen? Was hat dir schon geholfen?

                          Schade, dass du die Beißschiene nicht tolerierst. Das nächtliche Knirschen scheint mir den größten Knoten in den Körper zu machen. Der Kaumuskel ist, im Verhältnis zur Größe, der stärkste Muskel des Körpers. Da kommen respektable Kräfte zusammen und entsprechend zermartert ist man am nächsten Tag. Diesen Muskel aktiv und immer wieder zu entspannen, sollte mal oberste Priorität werden.

                          Physiotherapie, Massage, Entspannungstechniken, warmes Bad vor dem Pennen, Kirschkernkissen, Matratze/Kissen tauschen, Meditation, Dehnung, Yoga, schwimmen, Metal hören... es gibt viel was man seinem Kiefer/Nacken tun kann. Wenn es hart und hart kommt kann man sogar Botox in den Kiefermuskel spritzen lassen, um das Knirschen zu unterbinden.

                          Dann gibt's Sachen im Leben, die man tut und von denen man gerne ein bisschen weniger tun dürfte. Lange ins Handy und den Computer gucken, Koffein trinken, zu selten bewegen, sich ärgern, im Internet die Krankheitsangst füttern, immer wieder Belastungstests machen...

                          Hast du Fehlsichtigkeiten, die eventuell nicht korrigiert sind? Wenn man z.b beim Arbeiten permanent angestrengt ist, weil man eigentlich schon der Lesebrille bräuchte, haut das total auf's vegetative Nervensystem. Noch schlimmer ist im Prinzip eine Winkelverschiebung der Augen, bei denen auch ständig ein Muskel korrigieren muss. Kannst du üblen Nackenverspannungen führen.

                          Knirschen kommt nicht vom glücklich und entspannt sein.
                          Das Riesenthema Stress kann das Pudels Kern sein und man sollte es echt auf mannigfaltige Arten angehen. Das ist auch sehr von der eigenen Lebenssituation abhängig. Was stresst dich am meisten? Dein Job, Beziehungen, die Vergangenheit, die Zukunft? Sich ehrlich ein bisschen mit der eigenen Gefühlswelt zu beschäftigen (gern auch mit Struktur in einer Psychotherapie) hat noch selten geschadet, vor allem wenn man hochsensibel auf jede körperliche aber nicht genug auf die psychischen Zuckungen hört. Und selbst wenn wir mal als Gedankenspiel annehmen wollen, dass du mit deiner allerbruchteiligstenpromillestel Chance tatsächlich ALS hättest, dann müsstest du dich trotzdem mit deiner Psyche beschäftigen. Um mit der belastenden Situation klarzukommen und zu lernen damit zu leben und auch um mit den ständigen Unsicherheiten und schwammigen Zuständen in Leben und Gesundheit umzugehen.

                          Wenn du also diagnostisch deiner Meinung nach feststeckst (und dir deine bisherigen Diagnosen nichts geben), dann geh doch erstmal mit demselben Feuer das an, was du so oder so angehen kannst. Kümmer dich um dich und mach alles was dir gut tut. Wirklich gut tut.
                          Hi, vielen Dank für Deine ausführliche Nachricht. Ja Stress ist leider mein zweiter Vorname. Psychotherapie mache ich auch schon seit mehr als einem Jahr. Mich versuchen zu ändern ist wie gesagt in meinem Alter von 51 Jahren schwierig. Ich bin ein sehr kopflastiger Mensch und als Informatiker werde ich sozusagen fürs Nachdenken bezahlt - was in meiner Situation nicht gut ist. Eher wäre ich lieber ein Handwerker oder Bauer, wo es mehr auf handwerkliches Geschick oder Kraft ankommt . Sch***ß Kopfkino!!!
                          Das mit der Fehlsichtigkeit ist ein guter Tipp. Die habe ich, korrigiere die aber so ohne Brille. Und das ist echt anstrengend!
                          Aktuell versuche ich schon meine Lebenseinstellung zu ändern und mehr für meine Seelenleben zu machen. Ich bin momentan länger krankgeschrieben und nutze fast jede freie Minute in meinem Garten in der Natur. Das ist momentan auch das Einzige, wo ich einigermaßen entspannen kann.

                          Egal was ich nun habe - es ist etwas was meinen Körper echt in kurzer Zeit extrem verändert hat. Sozusagen mit dem Beginn der generalisierten Faszikullationen Anfang / Mitte Mai hatte ich direkt ständig abwechselnd in allen Muskeln Schmerzen / Ziehen und dazu auch mehr Gelenkknacken. Startzeitpunkt war sozusagen der 10.5 mit diesem 40 Minuten Synchronkrampf beider Unterarme. Dann ab Anfang Juni Nacken Tremor und verstärkt Nackenschmerzen und ab Mitte Juni Kieferbeteiligung mit Ohrknacken und Schulterverspannung mit Schmerzen. Jetzt aktuell beide Waden mit Schienbein Schmerzen bei Belastung und danach in Ruhe bleiben die Schmerzen. vor Allem bei der Rechten.Teilweise wenn ich die Innenwaden massiere dort wo es weich ist, schmerzt das und ich verspüre auch eine Verhärtung tief innen.

                          Am 23.6 gibt es wieder eine Blutabnahme mit:
                          CK
                          sNf
                          Antii-SSA
                          Antii-SSB

                          Wes es interessiert, hier nochmal mein CK und sNfL (SIMOA)- Verlauf:

                          CK:
                          10.3: 470
                          12.3: 763
                          20.5: 229
                          16.6: 146
                          ​23.6: 213

                          SIMOA sNfL Referenzwert < 23,3 97,5 Percentile 51 Jahre:
                          11.4: 14,3
                          2.6: 17.1
                          23.6: 12,9






                          LG.

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                            #43
                            Zitat von Sommerregen Beitrag anzeigen

                            Hi, danke für Deine Nachricht. Ein sehr erfahrener Orthopäde den ich Mal darauf angesprochen hatte, sieht das klar neurologisch. Meine Neurologen können damit aber nicht wirklich was anfangen.

                            Heute habe ich einen Termin zur Funktionsaufnahme der HWS wegen meiner gefühlten cervikalen Instabilität mit Knacken (Crepitus). Ich glaube zwar nicht, dass dabei was rauskommt, da ich eher auf geschwächte Hals- Muskulatur tippe. Aber wer weiß. Nächsten Donnerstag dann Termin beim Neurochirurgen zur Besprechung des Resultats. Ich hatte Mal gelesen, dass eine solche Instabilität der HWS auch diesen Tremor erzeugen kann?

                            LG.
                            Da muss man aufpassen, dass die HWS nicht leichtfertig als Ursache herangezogen wird. Ab einem gewissen Alter sind nun mal häufig Abnützungen vorhanden und werden oft als Zufallsbefund gefunden. Bei mir auch Rückenmarkskompressionen in der HWS, trotzdem sind sie nicht die Ursache meiner Erkrankung.
                            Mit diesem knacken, zittern, rattern fängt niemand etwas an, weil es ja auch für sich genommen alleine noch keinen Krankheitswert hat. Es wird als Begleitsymptom etwas verständlicher, wenn man andere klinische Auffälligkeiten hat (zb muskuläre Schwäche). Nachdem du das aber Gottseidank nicht hast, würde ich persönlich damit nicht zuviele Gedanken und Zeit verbringen. Du wirst sehr wahrscheinlich ohnehin keine Antworten bekommen.

                            Kommentar


                              #44
                              Zitat von Hustinettenbaer Beitrag anzeigen

                              Da muss man aufpassen, dass die HWS nicht leichtfertig als Ursache herangezogen wird. Ab einem gewissen Alter sind nun mal häufig Abnützungen vorhanden und werden oft als Zufallsbefund gefunden. Bei mir auch Rückenmarkskompressionen in der HWS, trotzdem sind sie nicht die Ursache meiner Erkrankung.
                              Mit diesem knacken, zittern, rattern fängt niemand etwas an, weil es ja auch für sich genommen alleine noch keinen Krankheitswert hat. Es wird als Begleitsymptom etwas verständlicher, wenn man andere klinische Auffälligkeiten hat (zb muskuläre Schwäche). Nachdem du das aber Gottseidank nicht hast, würde ich persönlich damit nicht zuviele Gedanken und Zeit verbringen. Du wirst sehr wahrscheinlich ohnehin keine Antworten bekommen.
                              Hi, wegen der muskulären Schwäche der Halsmuskulatur: Ich hatte ja Belastungstests gemacht, welche ok waren, wenn man das Zittern ignoriert. Soweit hatte ich keine klinische Schwäche feststellen können. Aber das ist subjektiv. Ein Arzt hat das noch nicht objektiv kontrolliert. Wenn die HWS Funktionsaufnahme nichts zeigt, denke ich geht es wohl in Richtung Muskulatur.

                              LG.

                              Kommentar


                                #45
                                Hallo zusammen,

                                und es geht weiter rapide bergab…

                                Heute hatte ich ein Brötchen mit Würstchen recht schnell gegessen und nach einigen Minuten sind meine Kaumuskeln an den Schläfen recht stark ermüdet. Beide fühlten sich total verspannt an. Die gefühlte Spannung in den Temporalis Muskeln hat sich etwas später dann wieder gelegt. Meinen Mund kann ich weiterhin gleich weit aufmachen. Zur Erinnerung: ich habe ja seit Mitte Juni Ohrknacken beim Schlucken und seit Anfang Juli teilweise auch Schmerzen im Kiefergelenk mit Ausstrahlung. Dazu kommt seit Mitte Mai mein Hals und Nackenproblem mit ratternden Nackenmuskeln, so als ob diese geschwächt wären, obwohl bei Belastungstests ich gut abschneide. Bulbär habe ich ansonsten keine Probleme. Weder mit Trinken, Schlucken, Aussprache, Zunge, Gaumensegel und Reflexe.

                                Heute vormittag war ich Mal wieder 12 Minuten mit niedriger Intensität und mit reiner Nasenatmung auf dem Crosstrainer ohne Probleme und Anstrengung.
                                Dann bin ich um 18 Uhr spazieren gegangen und meine beiden Beine sind nach gut einem Kilometer auf einmal komplett Träge und Müde geworden. Vor allem beide Gesäße, Oberschenkel und auch etwas die Unterschenkel fühlten sich schlagartig an, als wäre ich schon 10 Kilometer unterwegs und mir wurde bange, ob ich den Weg wieder zurückschaffe. Ich habe die letzten zwei Tage wieder vermehrtes Kribbeln auf der Haut. Z. Bsp. 10 cm oberhalb des linken Knöchels an dem äußeren Schienbein fühlt sich an, als zuckt es leicht schnell hintereinander unter der Haut. Man sieht und fühlt aber nichts bei Berührung. Wenn ich die Stelle berühre, unterbricht es diese Missempfindung und wenn ich loslasse gehts nach 3 Sekunden wieder los. Ich denke, wenn es Faszikullationen wären, dann würde ich diese nicht so per Berührung unterbrechen können. Deshalb gehe ich von Parästhesien (Missempfindungen) aus. Außerdem spürte ich bei meinem Spaziergang, wo meine beiden Beine gefühlt komplett schlapp machten, ständig solche Parästhesien in Form von kalten Wassertropfen an der Wade aber auch unterhalb des Oberarms proximal. Und dazu noch vereinzelte Nsdelstiche. Das komische ist, dass ich gestern noch Belastungstests für beide Beine gemacht hatte und schnell 5 Stockwerke hochgelaufen bin. Alles ohne Probleme und dann heute das! Wie kann es sich so schlagartig verschlechtern von heute auf morgen?!

                                Was ich weiterhin habe, sind die Muskelzuckungen überall Mal sporadisch. Mal etwas mehr, Mal weniger. Und dazu kamen die letzten 2 Wochen noch teilweise schmerzhafte Waden - vor Allem nach Belastung hinzu.

                                Zur Erinnerung: meine letzte Diagnose war Polyneuropathie, bevor nach einer Einnahme einer 100 mg Vitamin B6 Tablette schlagartig die Faszikullationen losgingen und sich nach 3 Wochen generalisierten.

                                Ich bin echt ratlos!


                                LG.
                                Zuletzt geändert von Sommerregen; 19.07.2025, 21:27.

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