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    #31
    hallo samajati,

    Danke das Du vorbeischaust bei Deinen eigene Sorgen. Was das Alter angeht, ich bin etwas über 50zig. Meine Freundin und ich sind vor Ort alleine. Die von denen wir es nicht gedacht hätten, sind als erste vom Radar verschwunden. Vermutlich haben einige hier diese Erfahrung gemacht. An die große Glocke habe ich nichts gehängt, aber mein körperlicher Zustand läßt sich nicht verbergen. Einige, zT. Familie, machen ihre
    ausbleibende Zuwendung von der fehlenden Diagnose abhängig.... da fühle ich mich
    "machtlos" und verzichte inzwischen fast gerne.

    Alle die hier sind sind immer zu jung um hier zu sein, egal wie alt sie sind.

    lieben
    Gruß

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      #32
      Hallo brevet,

      ich entschuldige mich, irgendwo meine ich gelesen zu haben, dass du 17 Jahre alt bist Aber egal wie alt, sowas ist immer großer Mist. Zu dem ganzen Übel kommt dann noch hinzu, dass sich Freunde und noch schlimmer sich sogar die Familie rar macht. Auf solche Menschen kann man wirklich verzichten.
      Leider kann ich dir keine Tipps geben, das ist für mich selbst noch alles Neuland. Ich wünsche dir aber das Allerbeste und dass du bald Hilfe bekommst.

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        #33
        Das mit dem Freunden stimmt.
        Aber man weiss dann wenigstens, wer wirklich Freund ist!
        Nämlich die, die dann noch immer zu einem halte und da sind.

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          #34
          Hallo brevet400, ich habe auch ein paar Bemerkungen und Nachfragen zu deinen Schilderungen.

          Ich selbst habe natürlich auch schon schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht. Dazu gehört sicherlich auch, dass man nicht so ernst genommen wird, wie man es sich wünscht oder erwartet. Dass ein Arzt meine geschilderten Beschwerden aber in dem Sinne nicht ernst genommen hat, dass sie nicht vorhanden seien bzw. ich ein Hypochonder oder ähnliches sei, ist mir bisher noch nicht passiert.

          Man sollte sich auch mal überlegen, was die eigentliche Aufgabe eines Arztes ist. Also für die Therapie einer Krankheit ist es jedenfalls nicht notwendig sich mit für diese Krankheit irrelevanten Beschwerden oder Symptomen aufzuhalten. Klingt hart oder zumindest komisch, aber so ist es nunmal.

          Es gibt auch Ärzte die sich in entsprechenden Situationen nicht groß mit apparativer Diagnostik aufhalten, wenn diese keine therapeutische Konsequenz hat. Man braucht nicht unbedingt ein Röntgenbild, um zwischen einer Rippenprellung und einer Rippenfraktur zu differenzieren, wenn beides sowieso gleich behandelt wird. Die Nichtdurchführung einer Röntgenaufnahme ist dann nicht Ausdruck von Geringschätzung der Beschwerden oder mangelnder Sorgfalt sondern eher dem Gegenteil, Schutz vor unnötiger Strahlenbelastung. Zum gleichen Ergebnis käme man natürlich auch, wenn es für die in Betracht kommenden Krankheiten gar keine Therapie gäbe. Dann bringt die Diagnostik auch nichts. Statt gar keine Therapie kann man sich auch keine vertretbare Therapie zum jetzigen Zeitpunkt denken.

          Der Neurologe, der mich an eine Muskelspezialambulanz überwiesen hat, hat das quasi damit begründet, dass mit der sorgfältigen Suche nach der Ursache eine unspezifische Kortikoid-Therapie zunächst vermieden werden soll. Was ist aber, wenn auch die Muskelambulanz bzw. ein anderer Spezialist keine eindeutige Ursache findet. Spätestens dann würde sich die Frage stellen, ob man das Risiko einer Kortikoid-Therapie eingehen soll oder nicht. Die Frage stellt sich sowohl für den Arzt als auch für den Patienten. Wobei es ja für so eine Entscheidung noch weitere Kriterien gibt. Ich weiß es nicht genau, aber ich könnte mir vorstellen, dass ein Leistungsvermögen von 225 Watt (auch wenn dies ggü. zuvor 400 Watt einen deutlichen Abfall bedeutet) klar gegen einen Kortikoid-Therapie zur "Probe" spricht. Was wäre das Therapieziel? Wieder 400 Watt zu erreichen?

          Ich war leider bisher nie in der Lage solch hohe Leistungen abzuliefern. Auch früher nicht. Trotz Training und ohne offensichtliche Krankheiten als Ursache für die Limitierung. Wobei die Abklärung einer Limitierung nach oben ja ziemlich schwierig ist. Bei meiner Hausärztin hatte ich mit einer Leistung von 150 Watt (Abbruch wegen musk. Erschöpfung) eine gute körperliche Leistung (mit 41 Jahren). Diese Ansicht ist nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Ja, es hängt zwar von den Normwerten und den Vergleichspersonen ab, aber so wird die Belastbarkeit unter medizinischen Gesichtspunkten auf Pathologien beurteilt. Aber selbst wenn ein sportmedizinisch interessierter/erfahrener Arzt passendere Normwerte verwendet und einen Leistungsabweichung feststellt, ist damit diagnostisch so gut wie nichts gewonnen, weil eine verminderte Leistung oder ein Leistungsknick völlig unspezifisch ist. Man weiß, dass etwas nicht stimmt, aber nicht, was nicht stimmt.

          Zwischendurch an dich mal die Frage: Haben Dir die Ärzte gesagt, dass du nichts hast, dass sie nichts feststellen können? Oder "nur", dass sie noch keine Ursache gefunden haben? Und wie wichtig bzw. wofür genau ist dir die "Diagnose" wichtig?

          Das Wort Diagnose ist Bestandteil deiner Überschrift. Deine Familie macht ihre Zuwendung von der fehlenden Diagnose abhängig. "Ohne Diagnose keine Solidarität."? Und dass es um Geld geht.

          Bei mir ist eine Verdachtsdiagnose PROMM/DM2. Die wurde 1994 erstmals beschrieben. D.h. vorher gab es die noch gar nicht. Also als Namen für eine Diagnose. Die Beschwerden bzw. die Krankheit hatten die Leute natürlich schon. Im besten Fall wurde diese Krankheit früher nur anders bezeichnet, im schlechten Fall wurden die Leute falsch diagnostiziert und ggf. auch falsch therapiert.

          Das entscheidende sollte doch aber nicht eine möglichst ausdifferenzierte Diagnosebeschreibung/-aufschlüsselung sein, sondern dass man richtig therapiert und geheilt bzw. zumindest nicht falsch therapiert und noch kränker gemacht wird. Für dieses Ziel spielt der Name der Krankheit oftmals überhaupt gar keine Rolle.

          Wie haben denn deine Ärzte deine Krankheit bisher bezeichnet, in Arztbriefen, Überweisungen oder Abrechnungen ggü. der KK (da geht es ja auch um Geld)? Eine Verdachtsdiagnose ist ja auch eine Diagnose, wenn man Diagnose als Überbegriff versteht.

          Ich habe auch schon Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen mit den unspezifischen Angaben Erschöpfung oder Müdigkeit gehabt. In den Richtlinien zur AU steht drin, dass Symptome (z.B. Fieber, Übelkeit) nach spätestens 7 Tagen durch eine Diagnose oder Verdachtsdiagnose auszutauschen ist. Diese sind nach ICD-10 anzugeben, wobei nur das Kapitel XXI keine AU rechtfertigt. Sonst gibt es keine Einschränkungen.

          Die richtige medizinische Diagnose für eine Muskelerkrankung zu finden, ist etwas völlig anderes als eine "rechtlich-technische" Diagnose wegen einer Muskelerkrankung zu finden. Wie wärs mit G71.9V oder G72.9V?
          Zuletzt geändert von phb; 14.07.2016, 23:07.

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            #35
            und noch ein paar Bemerkungen:


            Ein unerklärlicher Leistungsabfall von einer sehr überdurchschnittlichen Leistungsfähigkeit auf eine nur noch durchschnittliche Leistungsfähigkeit ist sicherlich auch ein relevanter medizinischer Grund, der Ursache nachzugehen. Also zu schauen, ob sich dahinter ein relevantes Krankheitsgeschehen verbirgt. Wenn man dabei aber (noch) keine Ursache findet, dann ist der Leistungsabfall selber ja wohl nicht behandlungsbedürftig. Jedenfalls im Rahmen des allgemeinen Gesundheitssystems. Eine entscheidende Frage in diesem Stadium dürfte auch sein, wie intensiv und mit welchem Ziel man überhaupt nach der Ursache sucht. Aus eigener Erfahrung würde ich sagen, dass manche Ärzte erst gar nicht anfangen oder nur mit einer sehr "grobmaschigen" Suche anfangen würden. Also wenn man noch leistungsfähig ist und keine relevanten spezifischen Beschwerden oder Symptome hat, dann hat sich die Sache an dieser Stelle (erstmal) spätestens erledigt, wenn man überhaupt soweit gekommen ist.


            Wenn der Leistungsabfall allerdings ein Ausmaß erreicht hat, dass die Leistung nicht mehr für den Alltag ausreicht, dann sollte die Sache aber ganz anders aussehen. Das sind zwei verschiedene Situationen/Sachverhalte, zwischen denen man differenzieren sollte. Sowohl als Arzt, als auch als Patient.


            Bei der Schilderung deiner Geschichte ist mir nicht ganz klar geworden, ob das in deinem Fall auch der Fall ist.

            Vereinfacht: Wenn ein Ärzte bei einem Leistungsvermögen von bspw. 200 W keinen oder wenig Handlungsbedarf sieht, bedeutet das doch nicht, dass er es bei 100 W genauso sehen würde. Wenn man bei einer Untersuchung, bei der man noch 200 W leisten konnte, nichts pathologisches gefunden hat, bedeutet dies doch nicht, dass sich damit eine Untersuchung zu einem Zeitpunkt, bei dem man nur noch 100 W leisten kann, erübrigt.


            Und überhaupt: viele Untersuchungen stellen nur eine Momentaufnahme zum Zeitpunkt der Untersuchung dar. Außerdem ist die Sensitivität und Spezifität nie 100%, egal welche Untersuchung, welche Fragestellung, völlig egal. Man könnte genaugenommen letztlich immer nur mit Wahrscheinlichkeiten zwischen über 0 und unter 100% arbeiten. Das gilt um so mehr, wenn es um Prognosen und künftige Entwicklungen geht. Bei einfachen Diagnose-Geschichten spielen solche Differenzierungen ja keine Rolle, aber wenn es eben nicht so einfach ist, sollte man sich auch mal damit beschäftigen. D.h. hinterfragen, was mit einem "Ausschluss" von Ursache X genau gemeint ist, falls die Ärtze das überhaupt selbst als "Ausschluss" gemeint haben und nicht als "derzeit kein sicherer Hinweis auf X". Das sind verschiedene paar Schuhe. Und auch sonst würde ich eher zum Gespräch mit Ärzten raten, wie ihr diagnostisches Vorgehen und ihre Befunde zu interpretieren und zu verstehen sind. Dass das nicht mit jedem Arzt geht, ist mir auch klar. Aber grundsätzlich würde ich zum Beispiel nicht unabhängig zu 2 oder 3 Ärzten gehen, um mir eine Zweit- oder Drittmeinung zu holen, ohne diesen Ärzten jeweils voneinander zu erzählen. Das würde ich also nicht machen und auch nicht empfehlen. Sich die Befunde und insbesondere Unterschiede in den 3 Meinungen dann in einem Forum von Laien deuten und erklären zu lassen, halte ich nicht für eine gute Lösung. Viel besser ist es doch, einen ärztlichen Befund von einem Fachmann deuten zu lassen, also einem Arzt. Insofern würde ich auch die fraglichen Punkte und Differenzen bei den Zweit- und Drittärzten offensiv ansprechen. Wie soll man sonst auch gezielt auf die Antworten kommen?

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              #36
              Guten Morgen phb,

              danke für Dein Interesse und Deine ausführlichen Erklärungen und auch Deine Fragen.
              Ja, leider haben hier wohl schon alle schlechte Erfahrungen mit Ärzten machen müssen. Das und was mir passiert hätte ich mir nie vorstellen können.

              Ein anscheinend aufgetretenes Missverständnis möchte ich zuerst aufklären.
              Die auf 225Watt abgesunkene "Form" ist ja schon seit ca. einem 3/4 Jahr Geschichte.
              Das sollte bitte nicht vergessen werden. Davon ist nun nicht mehr viel übrig.
              Nach beständigem weiterem Abbau meiner Fähigkeiten bin ich heute hier natürlich vergleichsweise mobil, aber im stinknormalen Alltag eingeschränkt und erlebe ganz andere Defizite. Sport ist nicht mehr möglich. Eine klinische Schwäche ist allerdings bislang nur in dem von Parese bertroffenen Fußmuskel vorhanden. Allerdings glaube ich, das es Menschen gibt die beispielweise einen Rollator benötigen und sich trotzdem auf die Zehenspitzen stellen können.

              Das Verhalten der Ärzte ist widersprüchlich und die Erklärungen zu meinem Zustand sind es teilweise auch.
              Diesen "Krimi" werde ich jetzt nur auf ausdrücklichen Wunsch beschreiben, da das einfach kompliziert und wirr war und geschrieben dann auch so wirkt. Trotzdem ein Beispiel:
              Kurz nachdem mir "Neurologe-A" sagte bei mir würde man nichts körperliches finden, schon gar nichts weiters neurologisches, beschrieb "Allgemein-Arzt-B" Muskelschwund an allen Gliedmaßen. Selbstverständlich würde es mich freuen wenn ersteres zuträfe, es deckt sich aber nicht mit dem was ich leider an mir täglich erlebe. Die Behandlung bei "A" war demütigend und flach. Warum? Ich habe sogar nachgefragt. Ein kurzer Satz in einem Vor-Befund hatte dazu geführt dort als Spinner geführt zu werden, im Befund wirklich weitergelesen hatte man dann wohl nicht mehr.

              Bislang wurde mir eine PNP in den Beinen bescheinigt. In den Armen später ausgeschlossen. So wurden aber die anderen Ortes an mir inzwischen deutlicher auftretenden Schäden nicht erklärt, bzw. wurde als ich nachfragte behauptet das diese dann einfach eingebildet seien.
              Eine Erläuterung zu CIDP beispielweise wie sie hier pelztier86 abgab (danke nochmal), die das alles unter einen Hut bringt konnt wurde nicht geliefert.
              Die CIDP hätte ja auch Konsequenzen in der Behandlung.

              Und da sind wir bei dem Thema "Diagnose". Alles was Du über Diagnose und Behandlung schreibst ist richtig, und ich sehe das auch so. Da es sich ja hier fast ausschließlich um sehr unerfreuliche Erkrankungen handelt geht es mir auch um eine Vorbereitung auf die Zukunft. Ist das behandelbar, unbehandelbar, langsam, schnell oder zu stoppen. Da kommt nichts. Der Name der "Seuche" ist mir dann auch egal. Wie gesagt ist die Frage schnell oder langsam Radfahren durch überhaupt Radfahren und vor allem existentiellere Fragestellungen leider längst ersetzt worden.

              Mein Hausarzt hat sich um die Krankschreibung bisher gut gekümmert. Danke für Deine Detaillierten Tips zu dem Thema.
              Warum bin ich sauer und habe Befürchtungen? Auf die Befunde warte ich noch. Springt dann der MDK auf die wahrscheinliche "Psycho" Diagnose an muß ich mich mit Dingen herumschlagen, die ich nicht möchte.
              Es ist für mich ein großer Unterschied mich ggf. zusätzlich selber um psychologischen Beistand zusätzlich zu kümmern, oder möglicherweise zu einer Therapie unter Androhung der Streichung der Bezüge gezwungen und auf so eine Diagnose reduziert zu werden.
              Soetwas soll es ja geben, ist aber nur ein Szenario.

              Diagnose und "Isolation". Es hat sich wohl einfach privat die Spreu vom Weizen getrennt. Für viel ist die fehlende Diagnose vorgeschobener Grund die Segel zu streichen. Ich vermute so nach dem Motto: solange das keinen Namen hat, kann es dem Menschen nicht schlecht gehen.

              Ich sammle jetzt Befunde und schaue wie ich sie möglichst anonym hier rein bekomme.
              Und dann werde ich mich mit kompetenter Begleitung wohl privat vorstellen. Da suche ich noch eine Adresse und Termin. Ich möchte diagnostisch genullt betrachtet werden.
              Sonst wird ganz einfach nur gehört und gesehen was man sehen möchte.

              Hoffentlich habe ich Dir etwas Klarheit in die Angelegenheit bringen können.

              lieben Gruß
              an Dich und die anderen hier
              Brev

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                #37
                Dass die 225 Watt längere Zeit zurück liegen, habe ich schon verstanden. Ich verstehe aber nicht, wieso deine Leistung in Zeiten überdurchschnittlicher Leistungsfähigkeit mittels Test objektiviert wurde (auch bei 400 Watt und so), aber in Zeiten unterdurchschnittlicher Leistungsfähigkeit nicht mehr. Ein Test beim aktuellen Leistungsvermögen würde zum einen natürlich das aktuelle Leistungsvermögen objektivieren und zum anderen möglicherweise Ansatzpunkte für Ursachen liefern.


                Und so wirr oder nicht nachvollziehbar finde ich das gar nicht, was du beschreibst. Dein Hausarzt ist dir gegenüber viel empathischer eingestellt, als der Neurologe A. Und den Muskelschwund wirst du deinem Hausarzt ja sicherlich gezeigt und beklagt haben. Insofern ist dessen "Meinung" quasi doppelt voreingenommen.


                Zum Neurologen A: Auch Ärzte sind natürlich nur Menschen, mit allen Fehlern und Schwächen. War der Neurologe A auch einer deiner Sparing-Partner beim Schattenboxen? Wenn jemand charakterlich so gestrickt ist, dass er in einer Diskussion immer Recht behalten muss, neigt er dazu, Dinge zu behaupten, die er unter anderen Umständen nicht sagen würde. Nur um mal ein Beispiel für mögliche Probleme im Arzt-Patienten-Verhältnis zu nennen.

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                  #38
                  Hallo phb,

                  jetzt hatte ich was geschrieben aber nach Deinem neuer Beitrag war das schon überholt.
                  Gesunden Super-leistungen von knapp 400Watt (da mußte ich abbrechen) kommen schon mal so als Leistungsdiagnostig vor um das Trainig zu steuern. Ich sollte aber damals auf den Prüfstand wegen meines allergischen Asthmas- das können auch sehr
                  leistungsfähige Leute haben. Die Asthma- Beschwerden sind auch passe.
                  Wenn ich heute bei kleinen Anstrengungen schnaufe sind die Atemwege total frei.

                  Warum wird jetzt nichts objektiviert? Weil ich mich auf die Zehenspitzen stellen kann und es möglich ist meine Hände zur Faust zu formen.
                  In Sachen Sport kenne ich mich ganz gut aus. Wenn ich meine Anstrengung beim Gehen als Ausgangspunkt nehme schätze ich mich auf etwas über 100Wmax.

                  Empathie muß es gar nicht sein. Es wäre nur gut, wenn die Scheuklappen abgesetzt würden.

                  Der Neuro den Du ansprachst. Klar, da habe ich auch schon dran gedacht das es was menschliches sein kann. Vor allem weil dafür spricht, das er sich die Dinge so passend macht wie er es will und ich in jedem Fall abgewiesen werde. Komischerweise ist er mir gar nicht so unsympathisch gewesen als Typ.
                  Ich wollte auch niemals was beweisen oder recht haben. Aber habe ich zB. darum gebeten, mal meine Hände aus der Nähe zu betrachten und zu untersuchen. Keine Chance- da sei alles "wunderbar." Das hätten wir auch am Telefon klären können :-)

                  Was die Ambulanz anging. Da hatte ich Pech. Die haben den Hinweis auf "Spinner" in einem einzigen Satz eines Befundes gefunden und dann war der Drops gegessen. Wurde mir ja qausi so bestätigt. Es gibt wohl viele Spinner und das macht es nicht einfacher.

                  Alles Gute und
                  Brev

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                    #39
                    Welcher Arzt hat denn von "Muskelschwund" geredet?
                    Das ist keine medizinische Aussage.
                    Was hat er denn damit gemeint?
                    It's a terrible knowing what this world is about

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                      #40
                      Muskelschwund meint in diesem Kontext wie auch oft im allgemeinen Sprachgebrauch, den auch viele Ärzte vor ihren Patienten benutzen, Atrophie. Das sollte doch klar sein, auch wenn man eigentlich zwischen einer Atrophie und Dystrophie, was beides mitunter mit "Muskelschwund" übersetzt wird, differenzieren muss.
                      Die wenigsten Ärzte benutzen vor ihren Patienten ausschließlich medizinische Termini, weil viele Patienten diese nicht verstehen.

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                        #41
                        Der User behauptet für sich das er Muskelschwund hat.
                        Und wer ihm das Letzt endlich gesagt hat ist egal.

                        Bei mir haben auch 10 Ärzte 10 verschiedene Diagnosen gestellt.


                        Jeder kann selber beurteilen, ob der Muskeln dünner wird oder nicht.

                        Vieles ist psychisch! Vl. Auch die Tatsache, das man sich sportlich nimmer so verausgaben kann.
                        Aus hier ist definitiv jemanden, der glaubt dünner zu sein.

                        Es muss sich iemand rechtfertigen!

                        Das Forum soll eikwk weiter bringen und helfen und sich dazu anbieten Kontakte zu knüpfen.


                        Warum auch immer.....

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                          #42
                          Hallo pelztier86,
                          herzlichen Dank Pelztier. genauso ist das.

                          hallo KlausB,
                          danke noch für den zurückliegenden Tip bezüglich des Creatins. Zu Deiner Frage: Das war der Allgemeinarzt den ich privat kenne, dem ich absolut vertraue, und der zu mir reiste als ihm die Schere zwischen der Schilderung meines Zustandes und der zugeteilten Behandlung in Amulanz etc. zuweit aufging. Der hat gründlich geschaut und auch mal gefühlt. Natürlich reden wir hier nicht vom normalen "Muskelrückgang" der durch meine mittlerweile eingeschränkte Aktivität bedingt ist, sondern über
                          asymetrisch auftretende Atrophien einzelner Muskeln. Der dokumentiert das jetzt auch.
                          Der Hausarzt redet da übrigens auch von.
                          Das das sonst wirklich konsequent übersehene wird konnte keiner ahnen. Warum? Weil keiner hinschaut. Gerade jetzt nach 3.5Monaten ist das alles sehr deutlich geworden, viel deutlicher als vor 3.5Monaten beim ersten KH- Aufenthalt. Aber um das zu sehen muß man hinschauen. Nach erfolgreichem Zehenstand ist Schluß. Und wenn ich darum bitte, dan ist das Beleg meiner angeblichen "Meise". sorry, auch kein medizinischer Ausdruck, aber ich bin sicher Du weißt was ich meine.....:-)
                          Besten Gruß
                          Brev

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                            #43
                            Zitat von brevet400 Beitrag anzeigen
                            Warum wird jetzt nichts objektiviert? Weil ich mich auf die Zehenspitzen stellen kann und es möglich ist meine Hände zur Faust zu formen.
                            Meinst du das ernst?

                            Zitat von brevet400 Beitrag anzeigen
                            In Sachen Sport kenne ich mich ganz gut aus. Wenn ich meine Anstrengung beim Gehen als Ausgangspunkt nehme schätze ich mich auf etwas über 100Wmax.
                            s.a. http://www.trainingbeicopd.de/lunge_leistung.html

                            Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                            Ein Schwäche"gefühl", was einer Zunahme der klinischen Muskelschwäche unter Belastung entspricht, habe ich nur, wenn ich an meine Maximalbelastung gehe (die allerdings schon bei 35-40 Watt auf dem Ergometer liegt, die anaerobe Schwelle liegt sogar noch vor der Belastung, also bei "0" Watt), beim Laufen von kurzen Strecken im Haus (maximal 20 Meter am Stück) verspüre ich keine Schwäche.
                            Wie zeigt sich eine Limitierung/Anstrengung bei muskulären Ursachen eigentlich? Würden dann Herzfrequenz/Atmung trotzdem als Indikator für die Anstrengung/Mitarbeit auf die maximal ansteigen, obwohl nur eine geringe Leistung erreicht wird?

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                              #44
                              Wie zeigt sich eine Limitierung/Anstrengung bei muskulären Ursachen eigentlich? Würden dann Herzfrequenz/Atmung trotzdem als Indikator für die Anstrengung/Mitarbeit auf die maximal ansteigen, obwohl nur eine geringe Leistung erreicht wird?
                              Das kommt auf die unterliegende Ursache an. Hat man eine Dystrophie ohne relevante kardiale und respiratorische Beteiligung, wird die Untersuchung vermutlich noch vor dem Erreichen der kardialen und respiratorischen Ausbelastung abgebrochen werden aufgrund der Muskelschwäche.
                              Liegt dagegen eine mitochondriale Myopathie vor, wird es komplexer, da der veränderte Muskelstoffwechsel und die verminderte O2-Extraktionsfähigkeit zu gesteigerten respiratorischen und kardialen Antworten auf Belastung führt. Sprich es wird zu einer relativen Hyperventilation und einem relativ starken Anstieg der HF kommen. Die Ventilation wird trotz der relativen Hyperventilation nicht an ihre Grenzen kommen, sofern keine respiratorische Problematik vorliegt; schon eher wird die maximale HF auch bei nur geringer, Muskelschwäche-limitierter Belastung erreicht werden können; das muss aber auch nicht der Fall sein.
                              Eine mitochondriale Erkrankung ohne kardiale Beteiligung ist aber meist durch einen hohen kardialen Output (als Kompensationsversuch) und damit durch eine hohe Ratio CO/VO2 gekennzeichnet.
                              Betrifft die Erkrankung aber auch die Atemmuskulatur und/oder das Herz, würde man das erkennen können.

                              Charakteristisch für eine isolierte mitochondriale Myopathie ist aber ein früher und starker Anstieg des RER, wobei hier Maximalwerte erreicht werden, die selbst gut trainierte und maximal motivierte Probanden meist nicht erreichen können (über 1,5), was mit der veränderten Stoffwechsellage bzw. dem frühen und raschen Anstieg des Laktats und der kompensatorischen relativen Hyperventilation infolge der sich frühzeitig entwickelnden Laktatazidose korreliert.

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                                #45
                                Hohe Kraftanstrengungen führen bei einer Dystrophie ebenfalls zu einer kardialen und respiratorischen Ausbelastung.
                                Nur ist die Schwelle eben geringer.
                                Das ist wenigstens meine Erfahrung.
                                Allerdings vermeidet man das nach Möglichkeit.
                                Eine Ergometrie aus diagnostischen Gründen macht man bei einer Dystrophie meist nicht, weil es keine geeigneten Referenzwerte gibt. Da greift man gleich zu differenzierteren diagnostischen Mitteln.
                                It's a terrible knowing what this world is about

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