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Ich denke, ich habe ALS

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    Ich denke, ich habe ALS

    Guten Abend,

    wie viele Menschen hier habe auch ich Angst, an ALS erkrankt zu sein. Bei den meisten Menschen ist es aber ja glücklicherweise am Ende doch etwas völlig harmloses. Daher habe ich lange Zeit versucht, realistisch an diese Sache heranzugehen und keine Panik zu bekommen. Zu mir ist auch zu sagen, dass ich im 7. Semester Medizin studiere und daher von den Dingen die ich nun im Folgenden aufzähle und bei mir selbst getestet habe zumindest "etwas" verstehe und nicht anhand von "ich google meine Symptome" den Verdacht gestellt habe.

    Ich werde am besten einmal meinen Verlauf beschreiben:

    2016:
    Vor etwa zwei Jahren ist mir aufgefallen, dass ich anfange sehr zu zittern. Über fast ein Jahr habe ich dieses Zittern beobachtet. Etwa Mitte 2016 sind mir dann immer häufiger Faszikulationen aufgefallen. Zunächst nur an den kurzen Fußmuskeln und am Daumenballen, immer wieder der selbe Muskel, mehrere Faszikulationen hintereinander. Dann haben sich so langsam die Unterarme und Unterschenkel dazugesellt und auch die Häufigkeit hat zugenommen.

    2017:
    Über den gesamten Januar 2017 habe ich dann eine Excel-Tabelle geführt um den Symptomen und eventuellen Einflüssen auf den Grund zu gehen. In der Excel-Tabelle habe ich dann immer Abends etwa zur selben Zeit für 10 Minuten lang die Faszikulationen gezählt. Dann habe ich die Muskeln in die Tabelle eingetragen, mit der zugehörigen Frequenz und dann Dinge vermerkt, die ich an diesem Tag getan hab. Etwa besonders hohen Kaffee-Konsum, Stress, Alkohol oder Sport. Es hat sich anhand dieser Tabelle jedoch absolut kein Muster feststellen lassen. Klar war nur, dass ich die Faszikulationen immer häufiger bekommen habe und immer mehr Muskeln daran beteiligt waren. Deshalb habe ich beschlossen, einen Neurologen zu konsultieren. Dort wurde die Schilddrüse (ich musste vor 10 Jahren mal Thyroxin nehmen) getestet, mein Coerulopasmin-Spiegel getestet (ggf. Morbus Wilson), ein EEG geschrieben und die Nervenleitgeschwindigkeit gemessen. Die Ergebnisse jetzt vor einem Jahr mit reiner Faszikulations/Tremor-Symtpomatik lauteten wie folgt:

    Schilddrüse - Unauffällig
    Coeruloplasmin - Unauffällig
    EEG - Unauffällig
    NLG - An der unteren Grenze zu Normal bzw. leicht verlangsamt, beispielsweise mein N. Tibialis bei ich glaube 41 m/s auf der einen und 38 m/s auf der anderen Seite, bei Normwerten von 40 m/s
    Reflexe - Seitengleich, lebhaft

    Der anschließend durchgeführte neurologische Bodycheck war unauffällig. Daher hat er mich mit essentiellem Tremor diagnostiziert und meinte, ich solle versuchen so lang wie möglich mit dem Tremor zurecht zu kommen und dann ggf. vom Hausarzt niedrig dosierte Betablocker verschreiben lassen. Falls die Symptomatik stärker werden sollte, solle ich mich wieder melden.

    Nach dieser Diagnose hatte ich mich wieder einigermaßen beruhigt und bin wieder in "ach, das wird schon harmlos-Stellung" gegangen und habe es mehr oder weniger das gesamte Jahr 2017 versucht zu ignorieren. Seit Oktober 2017 ist jedoch folgendes dazu gekommen:

    - Ich habe Faszikulationen in der Zunge

    - Meine Bewegungen sind nicht mehr glatt, vor allem beim Entspannen der Extensoren. Also wenn ich z.B. meine Hand flach auf den Tisch lege, sie anhebe und dann wieder zurück sinken lasse bei fixiertem Unterarm - dann ruckelt die "Ablegebewegung" ziemlich. Schaut aus, wie bei einem Zahnradmechanismus. Das selbe Symptom habe ich auch in meiner Wadenmuskulatur. Wenn ich mich auf die Zehen stelle, ist die Bewegung noch einigermaßen fließend. Beim zurückgehen in den normalen Stand ruckelt es extrem.

    - Ich kann auch mit meinem Mund keine "glatten" Bewegungen mehr durchführen, also wenn ich versuche "langsam" in ein grinsen zu gehen, läuft auch diese Bewegung ruckelig ab.


    All das habe ich immer noch auf meine eigene Angst vor ALS zurückgeführt, da mir sehr wohl bewusst ist, dass ich zu Hypochondrie neige und man sich Symptome durchaus einbilden kann.


    2018:

    Seit Beginn diesen Jahres, also seit etwa zwei/drei Wochen sind folgende Symtpome dazu gekommen:

    - Krämpfe: Die Krämpfe habe ich vor allem wenn ich meine Muskeln zusammenstauche. Also wenn ich zb. in völlige Plantarflexion gehe und dabei versuche meinen großen Zeh einzuziehen bekomme ich instant einen Krampf in den kurzen Fußmuskeln und in der Wade. Meine Daumenmuskulatur krampft öfter, wenn ich eine Faust mache und dabei meinen Daumen umschließe. Auch im Trizeps bekomme ich spontan immer wieder kleine, sekunden andauerde Krämpfe die sich aber durch dehnen sofort wieder lösen lassen. Ich habe Versucht, die Krämpfe mit Magnesium zu therapieren und mir dafür gut resorbierbares, organisches Magnesium gekauft (Magnesiumoxalat). Geholfen hat es nichts.

    - Faszikulationen: Die Faszikulationen haben sich auch verändert. An den Händen sind sie inzwischen ziemlich selten geworden, auch am Unterarm haben sie sich von den Extrensoren eher auf die Flexoren vertauscht. Dafür sind neue Faszikulationen im Rumpfbereich dazu gekommen. Also Schultermuskeln, Brustmuskeln, Bauchmuskeln und sogar mein Zwerchfell merke ich, wenn ich versuche langsam und tief einzuatmen. Ausserdem muss ich manchmal einfach so zusammenzucken, dass ich einmal Tief einatmen muss. Ich weiß nicht, wie ich das beschreiben soll. Das ist so, als würde man einfach spontan eine Zuckung im Zwerchfell bekommen und atmet dadurch einmal vertieft ein.

    - Betablocker: Der Tremor ist immer stärker geworden, weshalb ich dann den Versuch der Therapie mit niedrigdosiertem Propanolol unternommen habe. Ich habe das Medikament den gesamten Dezember 2017 bis vor etwa einer Woche genommen. Der Tremor wurde dabei in der ersten Woche "gefühlt" etwas besser, war dann aber wieder unvermindert da. Auf die Faszikulationen oder ähnliches hatte das ganze keinen Einfluss. Da hierbei mein Blutdruck von regulär 125:85 auf 105:65 abgesackt ist und ich Teilweise einen Ruhepuls von nur noch 41 hatte (normal liege ich bei 65) habe ich die Betablocker wieder abgesetzt.

    - Muskelschwäche: Ich merke, dass ich inzwischen von Alltäglichen Bewegungen Muskelschmerzen bekomme. Wenn ich z.B. drei Minuten Zähne Putze, tut mir danach der Unterarm weh. Wenn ich 10 x 10 kg Hanteln hebe, bin ich völlig aus der puste. Wenn ich 30 Sekunden auf den Zehen stehe, brennen mir die Waden. Gleichzeitig merke ich aber im normalen Alltag wenig von einer absoluten Kraftminderung. Ich kann immer noch für kurze Zeit einen Sixpack Wasser mit zwei Fingern tragen, oder mal drei Stockwerte hochsprinten. Ich merke nur, dass ich danach mehr aus der puste bin als davor.

    - Weshalb ich jetzt schreibe - und was mir jetzt persönlich am meisten Sorgen macht und warum ich aktuell wieder in Panik verfalle: Aktuell habe ich einen Kurs an der Klinik, wo wir Reflexe testen. Unter anderem auch Pyramidenbahnzeichen. Zwar ist an meinen unteren Extremitäten alles in Ordnung, aber ich habe (von verschiedenen Kommilitonen, einem Tutor und einem Arzt getestet) einen positiven Wartenberg-Reflex an beiden Händen. Für den, der das eventuell nicht kennt: Dabei Drückt man alle Finger ausser den Daumen gegen die Finger des Untersuchers. Wenn sich der Daumen dabei zur Hand bewegt und flektiert, ist das ein positives Pyramidenbahnzeichen. Das habe ich auf beiden Seiten. Mein Dozent meinte, ob ich das schon immer gehabt hätte, was ich aber nicht beantworten konnte. Ich hatte schon immer etwas stärkere Reflexe, aber dass bei mir auch jetzt Pyramidenbahnzeichen positiv werden, ist mir neu, auch wenn ich diesen expliziten Reflex vorher nicht kannte und noch nie an mir selbst getestet hatte.

    Aufgrund dessen habe ich nun am 8.2.2018 einen erneuten Termin beim Neurologen. Ich habe bis dahin nur noch einige, ziemlich wichtige Klausuren zu erledigen aber ich schaff es kaum noch mich auf irgendetwas zu konzentrieren. Ich bin absolut panisch seit diesem positiven Pyramidenbahnzeichen. Alles, der gesamte Verlauf spricht für eine ALS. Ich weiß, die normale Inzidenz ist 1:100.000 und normal bekommt man das auch erst mit 40-50 Jahren und ich bin erst 28. Trotzdem - all das spricht eindeutig für ein malignes Geschehen. Ich bitte um Meinungen zu meinem Verlauf, würde gerne wissen ob es schon mal jemandem Ähnlich gegangen ist er aber danach keine ALS hatte, was meine Symptome denn noch sein könnten oder einfach nur um Meinungen warum es ALS ist/keine ALS ist.

    Bitte.. ich bin normal ein sehr rationaler Mensch, aber seit zwei Tagen bin ich fertig mit den Nerven. Wortwörtlich. Ich halte diese Tage bis zu dem Termin nicht mehr aus und habe keine Ahnung, wie ich dabei noch ein vernünftiges Sozialleben führen oder meine Klausuren schaffen soll.


    Ich bitte auch, Rechtschreibfehler zu entschulden. Meine Hände zittern aktuell wieder ziemlich und ich vertippe mich leicht.

    Liebe Grüße,

    M.

    #2
    Das, was du da betreibst, ist krankhafte Selbstbeobachtung. Das solltest du mal lieber einstellen, auch im Hinblick auf deine spätere Tätigkeit als Arzt, solltest du in der Klinik tätig sein wollen.

    In den oberen Extremitäten gibt es kein absolut sicheres Pyramidenbahnzeichen, also kein Äquivalent zu dem Babinski.
    Der Wartenberg-Reflex ist zwar sicherer als andere Zeichen in den OE, aber streng genommen ist es kein Reflex, sondern eine Mitbewegung/Synergie. Positive Pyramidenbahnzeichen in den OE sind zudem auch nicht der ALS exklusiv. Außerdem würde man eigentlich auch eine Hyperreflexie (nein, das sind nicht einfach nur sehr lebhafte Reflexe) erwarten, wenn es sich tatsächlich um ein positives Pyramidenbahnzeichen handeln würde, da zusätzlich keine schlaffe Parese vorliegt.
    Ein Zahnradphänomen ist im Übrigen nicht selbst festellbar im Gegensatz zu einem positivem Babinski-Reflex und selbst wenn du eins hättest, spräche das gegen ALS, da ALS üblicherweise keine extrapyramidalen Symptome macht, erst recht nicht als Initialsymptom.
    Auch ansonsten erinnert deine Schilderung nicht an einen ALS-Verlauf.
    Sinniger wäre noch ein definitiver Ausschluss von Morbus Wilson.
    Eine einmalige Bestimmung von Coeruloplasmin reicht da nicht aus, da dieser Wert sehr störanfällig und als Akut-Phase-Protein auf Entzündungen reagiert und dann „falsch-hoch“ ist. Mind. sollte eine ordnungsgemäße Bestimmung von Kupfer im Sammelurin gemacht werden.

    Da hierbei mein Blutdruck von regulär 125:85 auf 105:65 abgesackt ist und ich Teilweise einen Ruhepuls von nur noch 41 hatte (normal liege ich bei 65) habe ich die Betablocker wieder abgesetzt.
    warum? Der BD von 125:85 ist für dein Alter, gerade wenn du sportlich bist, sowieso nicht ganz optimal.
    Ein Ruhe-Puls von 41 ist in dem Fall in Ordnung, wenn der Puls bei Belastung adäquat ansteigt und keine Symptome vorliegen; auch der Blutdruck von 105/65 zeigt, dass dein Herz problemlos sein SV adäquat steigern kann und den Puls gut toleriert.
    Zuletzt geändert von pelztier86; 19.01.2018, 21:29.

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      #3
      Hallo!

      Vielen Dank für deine Antwort! Ich habe im Nachhinein auch einiges vergessen zu schreiben, bzw. wollte nicht zu viel unnötiges von mir geben was eventuell dafür sorgt, dass es dann keiner mehr liest.
      Daher werd ich jetzt kurz auf deinen Text antworten und noch einige Dinge anmerken oder hinzfügen. Trotzdem schon einmal vielen vielen Dank für deine Antwort.

      - Krankhafte Selbstbeobachtung: Ja. Ich weiß. Ich versuche das ja auch immer durch rationale Argumente zu belegen, aber ich schaff es nicht immer. Vor allem nicht, wenn neue Symptome dazu gekommen sind.

      - Dass der Wartenberg-Reflex nicht sicher ist, war mir schon bewusst. Aber es hat mich halt doch super verunsichert da das ganze zu der neu aufgetretenen Muskelschwäche in den Armen passt. Dieses "Ich hab Muskelkater vom Zähneputzen" kannte ich vorher einfach nicht... Ich habe für das erste Staatsexamen mehr oder weniger 4 Monate ohne jeglicher körperlicher Betätigung auf dem Sofa gesessen. Nach dem Examen bin ich erst mal Bergsteigen und Wandern gegangen und es hat mich 0,0 angestrengt. Jetzt bin ich wieder mehr körperlich aktiv, aber es ist alles einfach immer anstrengender. Als dann noch dieses (mehr oder weniger sichere) Pyramidenbahnzeichen dazu gekommen ist, ist bei mir eine Sicherung durchgebrannt und ich bin in Panik verfallen.

      - Ich habe dieses "flimmern in der Atmung" erwähnt. Es ist über die letzten Wochen immer häufiger, dass ich irgendwo ruhig da lieg und aus dem nichts heraus einfach mal "schnell tief einatmen muss" weil es sich anfühlt, wie wenn man mir per elektrostimulation mein Zwerchfell angeregt hätte. Das ist auch neu für mich.

      - Diese Betablocker habe ich nach Rücksprache mit dem Hausarzt abgesetzt, da sie zu keiner Besserung des Tremors geführt haben. Das war keine eigene Entscheidung, auch wenn es hier irgendwie so klingt. Ich bin Morgens nicht mehr aus dem Bett gekommen bei 2x10 mg Propanolol. Als ich das dann über zwei Wochen auf die vom Neurologen empfohlene Dosis von 3x10 mg gesteigert hab, ist mein Puls auch bei Belastung nicht mehr über 60 angestiegen, mir wars nach dem Treppensteigen schwindelig und ich hab fast 12 Stunden am Tag geschlafen. Das alles hat dazu geführt, dass mein Hausarzt meinte, ich sollte lieber nochmal erneut zum Neurologen und das Propanolol wegen fehlender Wirkung gegen den Tremor wieder ausschleichen lassen.

      - Zahnradphänomen: Ich wusste nicht, ob es auch "ein Zeichen der ALS" sein kann. Ich weiß dass das eher zu Parkinson passen würde als ALS, aber ich war mir nicht sicher ob es nicht doch irgendwie auch dazu passen könnte, da es einfach immer schlimmer wird und ich nicht zuordnen kann, woher das denn jetzt auch noch kommt. Ich hab keine Ahnung ob das NUR durch extrapyramidale Störungen/Parkinson kommen kann, oder ob es auch andere Motoneuron-bedingte Ursachen geben kann, deshalb habe ich es hier erwähnt.

      - Morbus Wilson: Ich werde es erwähnen beim nächsten Besuch. Ich war aber zu dem Zeitpunkt aber eigentlich recht gesund als das Abgenommen wurde. Ausserdem habe ich vor meinem Studium in einem Labor gearbeitet, und mich öfters mal selbst getestet - einfach weils umsonst war. Ich habe daher einige Befunde aus der Zeit vor 2014 in denen mein Coeruloplasmin-Spiegel über längere Zeit konstant in Ordnung war. Und da Morbus Wilson eine Erbkrankheit ist, hab ich diesem erneut negativem Ergebnis dann keine weitere Bedeutung mehr zugeordnet. Meine Leberwerte sind auch völlig in Ordnung und ich gehe auch regelmäßig Blutspenden. Es gibt eigentlich ausser den passenden Symptomen keinen Hinweis auf M. wilson


      Weitere Symptome die mir seit 2-3 Monaten aufgefallen sind und die ich hier nicht erwähnt habe:

      - Raynaud-Phänomen. Anfangs nur bei Kälte. Inzwischen aber so 2-3 mal pro Tag, dass mir meistens mein rechter Ringfinger einfach ohne jeglichem Stimulus weiß wird.
      - Verstärktes schwitzen - > Was ich aber auf diese Muskelschwäche zurück führe, da es mich inzwischen ja wie gesagt schon zum schwitzen bringt, wenn ich nur 10 mal eine Hantel halte.
      - Ich kann meine eigene Schrift nicht mehr lesen
      - Ich verhasple mich ständig und werd ständig korrigert, da man mich nicht mehr richtig versteht.
      - Seit etwa 3-4 Jahren durchgehende Neigung zur Anämie. Ich wurde inzwischen so oft beim Blutspenden abgelehnt, dass ichs aufgegeben habe. Mein Hb pendelt immer so bei 12-13 g/dl
      - Eine Vitamin B12 i.v. Gabe habe ich auch schon ausprobiert und hat die Symptome nicht verändert.


      Ja... das wär.. die Ergänzung.. dass dieses ruckeln in den Muskeln eher gegen ALS spricht, hat mich zumindest schonmal etwas beruhigt. Vielen Dank für deine Zeit!

      M
      Zuletzt geändert von Temporary; 19.01.2018, 21:27.

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        #4
        Wenn der Neurologe tatsächlich ein Zahnradphänomen feststellen sollte, dann müsste man in Verbindung mit dem Tremor un den Problemen mit der Handschrift (sofern die wirklich bestehen) und den vegetativen Symptomen (vermehrtes Schwitzen, Störung der Vasomotorik) an extrapyramidale Syndrome denken. Eine DD bei diesen insb. bei jungen Patienten ist der Morbus Wilson. Diesbzgl. könntest du dich beim Augenarzt auf einen Kayser-Fleischer-Ring untersuchen lassen.
        Auch die Anämie würde zu einem MW passen. Wurde mal Haptoglobin bestimmt?

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          #5
          Parkinson wurde ausgeschlossen?

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            #6
            Auch das Absetzen von diversen Berauschungssubstanzen verursacht einen kurzzeitigen Dopamin Mangel.
            Und würde dann etlicher diese Synthome verursachen.
            Rauchst du gelegentlich was?
            Zuletzt geändert von Baal; 19.01.2018, 22:19.

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              #7
              Zitat von Baal Beitrag anzeigen
              Auch das Absetzen von diversen Berauschungssubstanzen verursacht einen kurzzeitigen Dopamin Mangel.
              Und würde dann etlicher diese Synthome verursachen.
              Rauchst du gelegentlich was?
              Ehrlich gesagt habe ich mir genau sowas auch gedacht. Das Problem ist, dass ich absolut keine Drogen nehme, zumindest nicht bewusst. Ich trinke so gut wie nie Alkohol. Im Mittel etwa 2 Flaschen Bier pro Monat, wenns hochkommt. Ich hatte das in diesem Monat mit der Exceltabelle mal ausprobiert, ob Alkohol darauf einen Einfluss hat und dort zwischenzeitlich mal Wein getrunken - hatte keinen Effekt. Rauchen tu ich weder Tabak noch andere Dinge und habe ich auch noch nie. Okay, das ist etwas gelogen. Klar, ich hab schon mal daran gezogen aber es hat bei mir irgendwie keine Wirkung. Ich habe in meinem Leben glaube ich 3-4 Zigaretten geraucht und 4-5 mal Gras ausprobiert. Das einzige was ich gespürt hab, war der Effekt einer leichten CO2-Narkose oder möglicherweise das beigemischte Nikotin im Gras. Aber nichts davon würde auch nur Ansatzweise diese Symptome erklären.

              Parkinson wurde nicht ausgeschlossen. Meine Oma hatte Parkinson, ich bin also irgendwie schon genetisch prädisponiert. Dennoch fände ich einen Beginn der Parkinson-Symptome mit 25-26 (ich bin jetzt 28) auch sehr suspekt.

              Danke für die Antworten!

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                #8
                Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                Wenn der Neurologe tatsächlich ein Zahnradphänomen feststellen sollte, dann müsste man in Verbindung mit dem Tremor un den Problemen mit der Handschrift (sofern die wirklich bestehen) und den vegetativen Symptomen (vermehrtes Schwitzen, Störung der Vasomotorik) an extrapyramidale Syndrome denken. Eine DD bei diesen insb. bei jungen Patienten ist der Morbus Wilson. Diesbzgl. könntest du dich beim Augenarzt auf einen Kayser-Fleischer-Ring untersuchen lassen.
                Auch die Anämie würde zu einem MW passen. Wurde mal Haptoglobin bestimmt?
                Ja, Haptoglobin wurde auch bestimmt. Damals beim Neurologen und jedes mal beim Thrombozytenspenden... einen Kayser-Fleischer-Ring habe ich nicht, das haben wir im Augen-Praktikum an uns selbst testen dürfen...

                Was führt denn sonst noch zu solchen Symptomen wenn es kein Parkinson ist? Ich wohne mit einer Freundin zusammen seit 3 Jahren in der selben Wohnung, wir trinken das selbe Wasser (Bleivergiftung, Kupfer, Zink...), Kochen meistens zusammen.. chronische Vergiftungen schließe ich daher eigentlich aus. Und willentlich zuführen tu ich mir auch nichts (siehe einen Beitrag weiter oben).

                Meine Wirbelsäule wurde vor 5 Jahren mal geröntgt, ausser einer minimalen Skoliose (nicht behandlungsbedürftig) ist was die knöchernen Strukturen angeht alles in Ordnung. Es würde ja neben ALS (da sagt ihr, es ist ja eher unwahrscheinlich), Parkinson (so früh, macht keine Faszikulationen und Muskelschwäche) eigentlich nur ne Vergiftung oder ein Tumor in dem Bereich in Frage kommen... oder?

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                  #9
                  Leider ist Parkinson, früh beginnend (siehe M.J.Fox) bei dir mögliche, wenn du ein Zahnradphänomem hast.
                  Ist deine Handschrift auch kleiner geworden?

                  Kommentar


                    #10
                    Zitat von Baal Beitrag anzeigen
                    Leider ist Parkinson, früh beginnend (siehe M.J.Fox) bei dir mögliche, wenn du ein Zahnradphänomem hast.
                    Ist deine Handschrift auch kleiner geworden?
                    Ich glaube nicht, es ist nur insgesamt alles etwas hakeliger und völlig unleserlich geworden. Ich habe etwas aktuelles in den Anhang geladen. So sieht es aus, wenn ich versuche schön und leserlich zu schreiben.
                    Ehrlich gesagt würde mich die Diagnose Parkinson deutlich mehr beruhigen als ALS, da ich dann zumindest irgendeine Chance hätte, jemals meinen Traumberuf ausüben zu können... Aber erzeugt Parkinson auch Faszikulationen?

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                      #11
                      Ja!
                      Auch Muskelschwäche.....

                      Lass dich doch einmal von einem geschulderen "Kollegen" begutachten.

                      Falls du kein Kok... Problem hast....oder Konsument ähnlicher Substanzen bist wäre das nicht unwahrscheinlich.

                      Auf jeden Fall wahrscheinlicher als eine ALS....

                      Vor allem mit der positiven Familien Vorgeschichte!

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                        #12
                        Ps; bild lässt sich nicht öffnen, würde hier aber auch niemandne interessieren denke ich:-(
                        Kann eh niemand beurteilen.
                        Zuletzt geändert von Baal; 19.01.2018, 22:57.

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                          #13
                          Parkinson kann man auch schon „so früh“ auftreten, insb. wenn er genetisch bedingt ist.
                          Dass Faszikulationen nur bei MNE, ist eine noch vielerorts geäußerte Fehlannahme.
                          Steifigkeit kann als Schwäche empfunden werden, eine klinische Schwäche hast du ja nicht.
                          außerdem gibt es auch Parkinson plus Syndrome.

                          Kommentar


                            #14
                            Zitat von Baal Beitrag anzeigen
                            Ja!
                            Auch Muskelschwäche.....

                            Lass dich doch einmal von einem geschulderen "Kollegen" begutachten.

                            Falls du kein Kok... Problem hast....oder Konsument ähnlicher Substanzen bist wäre das nicht unwahrscheinlich.

                            Auf jeden Fall wahrscheinlicher als eine ALS....

                            Vor allem mit der positiven Familien Vorgeschichte!
                            Hab ich sicher nicht. Obwohl ich sowas inzwischen durchaus nötig hätte. Dieses zittern schränkt mich inzwischen dermaßen ein, dass ich viele Dinge nicht mehr tun kann. Der Tremor ist eigentlich auch nicht immer da, sondern immer bei "Bewegungen". Es spricht also durchaus dafür, dass irgendetwas meine Substatia nigra zerstört, aber Drogen sind es nicht.

                            Am 8.2. habe ich meinen Termin. Ich bin nur mehr oder weniger am durchdrehen, da es von Monat zu Monat und jetzt sogar von Woche zu Woche schlimmer wird. Daher musste ich hier einmal "kurz" nach Meinungen zum Verlauf fragen... Danke!
                            Zuletzt geändert von Temporary; 19.01.2018, 22:46.

                            Kommentar


                              #15
                              Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                              Parkinson kann man auch schon „so früh“ auftreten, insb. wenn er genetisch bedingt ist.
                              Dass Faszikulationen nur bei MNE, ist eine noch vielerorts geäußerte Fehlannahme.
                              Steifigkeit kann als Schwäche empfunden werden, eine klinische Schwäche hast du ja nicht.
                              außerdem gibt es auch Parkinson plus Syndrome.
                              Mein Papa ist jetzt 70 geworden und hat keine Symptome. Bei meiner Oma ist es damals um die 75 herum aufgetreten. Auf mütterlicher Seite ist alles in "Ordnung", die sind .. naja.. fast alle an Krebs gestorben. Apropos klinische Schwäche: Doch, die hab ich. Zwar nicht ärztlich attestiert, aber wir haben in Orthopädie meinen Muskelquerschnitt bestimmt und die theoretische Leistung die ich in meinem Alter damit erbringen sollte. Ich hab den Mindestwert um 20% unterschritten, hab das damals (vor 6 Monaten) aber darauf geschoben, dass wir Studenten das gemessen haben und der Arzt nur zugeschaut hat.

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