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    #91
    Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
    1. Der Schmerz hat tatsächlich auf körperlicher Eben abgenommen; manchmal ist diese Entwicklung zu beobachten bei weit fortgeschrittener diabetischer PNP, wenn dann zu wenig Nervenfasern übrig sind, die Schmerzreize generieren können, sofern der Schmerze zuvor nicht signifikant zentralisiert wurde.
    2. Die Person hat zuvor den Spielraum zur mentalen Kompensation nicht vollständig ausgenutzt, was heißt, dass der Schmerz anfangs doch nicht so schlimm/unerträglich war, wie er empfunden/bewertet wurde.
    ...und es gibt noch eine dritte Möglichkeit;
    die Person hat sich an den Schmerz gewöhnt. Heißt: was zu Beginn als Unerträglich erscheint, wird mit der Zeit erträglicher. Was nicht bedeutet, das der Schmerz weniger wird, sondern, man lernt halt nur damit umzugehen bzw. damit zu leben. Oder auch nicht. Kommt dann auf die Person an.


    Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
    Wenn jemand sagt, er habe schwere (Dauer)Schmerzen, dann kann man das heutzutage leider nicht mehr per se ernst nehmen ohne zu hinterfragen. Wie oft lese ich auch solche Kommentare a la "...habe heute wieder so extrem Schmerzen (gemeint sind Nervenschmerzen). Aber ich lasse mir den Tag davon nicht vermiesen und ging trotzdem mit meinem Hund und meiner Familie lang spazieren...." oder "....ich habe zwar täglich schlimme Symptome, aber ich lasse mich davon nicht beeinflussen und lebe mein Leben; ich habe die Erkrankung und nicht die Erkrankung mich..."...oder "Ratschläge" von Leuten, die tatsächlich meinen, sie könnten mit einem Schmerzgrad von 8/10 24h/Tag allein durch ihre Einstellung ein annähernd normales Leben führen, und andere dann auch die entsprechenden Tipps für den richtigen Umgang mit schweren Dauerschmerzen geben.
    ...und auch das ist möglich. Aber auch das liegt an der jeweiligen Person. Und nicht an den Schmerzgrad, weil jeder Mensch mit Schmerzen anders um geht. Wobei natürlich das eigene Schmerzempfinden dabei auch eine Rolle spielt. Während der eine aufschreit wegen einem Krampf in der Wade, ist dies für den anderen ein Witz. Blödes Beispiel, aber es zeigt nun mal den empfundenen Schmerzpegel ziemlich deutlich.
    Hinzu kommt dann noch die Lebenseinstellung. Während die einen sich ihrem Schmerz "hingeben", versuchen die anderen trotzdem ihr Leben zu leben. Auch das kann verschiedene Gründe haben. Eines davon ist Verantwortung bzw. Verantwortungslosigkeit.
    Jemand mit einem sehr ausgeprägten Verantwortungsbewusstsein wird sich nicht so schnell dem Schmerz "hingeben", wie jemand der gar kein Verantwortungsbewusstsein hat, egal ob nun seiner eigenen Person gegenüber oder aber einem anderen Wesen gegenüber.

    Verantwortungsbewusste Menschen sind zum Beispiel Mütter, - wenn sie denn "normal" ticken. Da gibt es natürlich auch Ausnahmen.
    Aber Mütter können in der Regel eine ganz Menge aushalten. Nicht weil sie es wollen, sondern weil ihr Verantwortungsbewusstsein gar nichts anderes zu lässt. Weil das Leben derer, denen sie gegenüber Verantwortlich sind, schließlich weiter geht. Egal wie Mum sich gerade fühlt.
    Diese Art von Mensch kann tatsächlich, - und trotz Schmerzen, immer und immer weiter "funktionionieren"...

    ​​​​​

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      #92
      Zitat von smoykie Beitrag anzeigen

      ...und es gibt noch eine dritte Möglichkeit;
      die Person hat sich an den Schmerz gewöhnt. Heißt: was zu Beginn als Unerträglich erscheint, wird mit der Zeit erträglicher. Was nicht bedeutet, das der Schmerz weniger wird, sondern, man lernt halt nur damit umzugehen bzw. damit zu leben. Oder auch nicht. Kommt dann auf die Person an.




      ..Aber auch das liegt an der jeweiligen Person. Und nicht an den Schmerzgrad, weil jeder Mensch mit Schmerzen anders um geht.
      Beim ersten Punkt stimmt es, das gilt aber nur, ebenso wie Punkt 2, bis zu einem gewissen Punkt an Schmerz. Niemand kann mit dem Schmerz assoziiert schwerste Schmerz aushalten. Denkst du, mit Verantwortung ist es möglich, dass man problemlos den Thorax öffnet, mal das Herz tauscht und ein paar Knochen tauscht? Kein Mensch hält solche Schmerzen aus, darum gibt es auch eine Narkose. Bei leichten bis moderaten Schmerzen, wobei ich unter moderat Zahnarzt OP ohne Spritze auf die Wurzeln heranziehe, mag das gelten, nur da gibts noch ne Liga drüber.

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        #93
        Und btw Elter, Männer wie Frauen, sind in aller Regel nie verantwortungsvoll, das ist auch wohl bekannt. (Auch wenn sie es immer meinen) Was du verwechselt ist Verantwortung mit Lebensgrund, und dass man wesentlich mehr physische wie mentale Schmerzen mit Lebensgrund aushalten kann, is wohl bekannt. Das hatte auch der KZ Üblerlene Frankl, wie auch das gewöhnen an Schmerzen, darunter auch absterben von Zehen im kalten Winter, beschrieben, in seinem Bestseller. Ein Lebensgrund hat aber nichts mit dem Charakter zu tun.

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          #94
          @LF
          wer hat denn geschrieben, das irgendwer eine notwendige Operation am Herzen ohne Narkose aushalten muss oder kann? Ich zumindest nicht.
          Davon abgesehen gibt es tatsächlich Menschen die sich z. B. unter Hypnose operieren lassen ohne sich vorher Narkotisieren zu lassen. Selbst beim Zahnarzt....nur mal zur Info.

          Den Rest, - was Eltern/Vater/Mutter und deine Meinung darüber betrifft. Schreib' ich besser nix. Nicht weil es vielleicht beleidigend sein könnte, da scheiß ich ja drauf, sondern weil du weder das eine noch das andere bist.
          Und wenn du als Kind schlechte Erfahrungen mit Eltern oder Mutter oder Vater gemacht hast, dann ist das traurig aber nicht die Regel.

          Nein. Es ist Verantwortung und nicht Lebensgrund.
          Lebensgrund, sagt ja schon das Wort selbst was es bedeutet. Verantwortung bedeutet aber, nicht für sich selbst durch zu halten, sondern für, - wenn Mutter, eben für die Kinder. Klar kann das auch ein Lebensgrund sein. Aber ebenso kann Lebensgrund auch ein egoistischer Grund sein. Das ist bei einem Verantwortungsbewusstsein eben nicht der Fall.

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            #95
            ...und es gibt noch eine dritte Möglichkeit;
            die Person hat sich an den Schmerz gewöhnt. Heißt: was zu Beginn als Unerträglich erscheint, wird mit der Zeit erträglicher. Was nicht bedeutet, das der Schmerz weniger wird, sondern, man lernt halt nur damit umzugehen bzw. damit zu leben. Oder auch nicht. Kommt dann auf die Person an.
            Sorry, aber das ist genau der Unsinn, den ich vielfach lese und der von allen Leuten, die glaubhaft wirklich mal schwerste (Dauer)Schmerzen aushalten musste, bestritten wird.
            Mag sein, dass ein Schmerz zu Beginn unerträglich ERSCHEINT und dann mit der Zeit erträglich wird, aber dann ist die Erklärung mein Punkt 2 und nicht die, dass derjenige sich an den körperlich gleich starken Schmerz gewöhnt hätte. Jeder Mensch (außer irgendwelche völlig vergeistigen Menschen vll.) hat seine körperliche Grenzen, die er nicht überschreiten kann. Er kann sie mithilfe seiner mentalen Kräfte weit ausdehnen, das ja, aber irgendwann gibt es eine Grenze. Das sehe ich wie LF. Und diese Grenze liegt bei einem Dauerschmerzgrad von 8/10 24h/Tag. Die Aussage damit gut umgehen und aufgrunddessen ein annähernd normales Leben führen zu können, ist für mich geradezu lachhaft, anmaßend und selbstgerecht. Für mich schließt sich eine solcher Dauerschmerzgrad und guter Umgang bzw. ein annähernd normales Leben führen zu können aus. Und das sage ich als jemand, der mit Schmerzen aufgewachsen ist und lernen musste recht viel Schmerz zu tolerieren. Es ist mir unbegreiflich, wie anmaßend und selbstgerecht man sein muss, um eine solche Aussage wie die gerade Genannte tätigen zu können.

            Wobei natürlich das eigene Schmerzempfinden dabei auch eine Rolle spielt. Während der eine aufschreit wegen einem Krampf in der Wade, ist dies für den anderen ein Witz. Blödes Beispiel, aber es zeigt nun mal den empfundenen Schmerzpegel ziemlich deutlich.
            Das ist natürlich richtig. Und die Mehrheit der Patienten wird heutzutage immer wehleidiger und hysterischer, wobei die Selbstüberzeugung, Selbstdarstellung (und sei es als vermeintlich ach so schwer erkrankter, ach so tapferer, ach so schwere Schmerzen gut aushaltender Patient) und die vermeintlichen Ansprüche auch immer größer werden. Aber auch das gerade von mir Zitierte gilt, wie LF schon ausführte, nur bis zu einem gewissen Punkt. Insofern ist dein Beispiel nicht passend und irreführend.
            Wirklich schwere Dauerschmerzen, noch dazu vom neuropathischen Charakter, kann man über eine längere Zeit nicht gut ertragen geschweige denn akzeptieren; da ist das maximal Mögliche sie irgendwie durchzustehen und weiterzumachen, weiter nach einer Linderung zu suchen.

            Hinzu kommt dann noch die Lebenseinstellung. Während die einen sich ihrem Schmerz "hingeben", versuchen die anderen trotzdem ihr Leben zu leben. Auch das kann verschiedene Gründe haben. Eines davon ist Verantwortung bzw. Verantwortungslosigkeit.
            Auch das stimmt, aber auch hier gilt wie wieder die Einschränkung: nur bis zu einem gewissen Punkt/Grad der Schmerzen.
            Ich halte sehr viel von (Eigen-)Verantwortung und die Leute, mit denen ich Kontakt halte und ebenfalls jung schwer krank sind, tun das ebenso. Genützt hat ihnen das bisher nur bedingt.
            Ich habe bei derlei Diskussionen immer das Gefühl, dass die meisten Menschen nicht wahrhaben wollen, dass es tatsächliche Ausnahmesituationen gibt (wie schwere Dauerschmerzen), die sich ihrer Kontrolle entziehen. Deshalb blüht auch die Ratgeber-Kultur. Für angeblich alles, jeden und jede denkbare Situation gibt es eine gute Lösung, noch dazu eine, bei der man weitgehend die Kontrolle behalten kann. Für mich ist das nichts anderes als eine Perversion des Menschenbild der Aufklärung, in der das eigene, hochpotente Ego, die übersteigerte Individualität und die subjektive Wahrheit der Maßstab aller Dinge sind, was zwangsläufig Neurosen und Ängste hervorbringen musste.
            Und das spiegelt sich in der Entwicklung unserer Gesellschaft und auch unserem Gesundheitssystem wider. Es ist auch der Grund dafür, warum alle, die vermeintlich versagt haben, weil sie diesem Bild nicht (mehr) entsprechen können, von vielen bewusst oder unbewusst abgelehnt werden, weil der Grund ihres Schicksals in ihrem vermeintlichen Unvermögen (oder noch schlimmer: Unwillen) Verantwortung für sich und ihr Leben zu übernehmen und Kontrolle über ihr Leben zurückzuerlangen gesucht und gefunden wird.
            Ja, natürlich gibt es Menschen, bei denen diese Analyse zutrifft, aber es gibt auch viele, bei denen sie es nicht tut, und diese werden zunehmend von unserer Gesellschaft entweder gar nicht mehr wahrgenommen oder stigmatisiert bzw. mit der ersten Gruppe undifferenziert in einem Topf geworfen. Wobei man auch nicht vergessen sollte, dass die wenigsten Menschen aus der ersten Gruppe freiwillig so geworden sind und ein wirklicher Unwille vorliegt; auch hier können Schicksalsschläge, psychische Erkrankungen etc.pp. Grund ihres Verhaltens und Unvermögens sein. Ist das dann zu verurteilen? Man kann immer nur dann das Verhalten eines Menschen moralisch verurteilen, wenn dieser die reelle Chance hatte anders zu handeln.

            Hinsichtlich des Verantwortungsgefühls für andere bzw. im Besonderen der Mutter gegenüber ihrem Kind gebe ich dir allerdings recht, dass das noch einmal etwas anderes als bloßer Lebensgrund ist. Natürlich ist ein Kind im Normalfall auch immer ein Lebensgrund, aber darüber hinaus hat eine Mutter üblicherweise auch ein Verantwortungsgefühl. Trotzdem ist auch das nicht in Stein gemeißelt, und es gibt Extremsituationen, in denen eine Mutter ohne eine psychische Erkrankung ihr Kind aufgibt, ja vll. sogar aufgeben muss.
            Ganz allgemein stört mich unheimlich undifferenziertes, fixiertes, Ausnahmesituation nicht Rechnung tragendes Denken, und leider nimmt das in der heutigen Gesellschaft mMn unter der Oberfläche wieder zu, gerade wenn es um die Beurteilung anderer Menschen geht. Dabei sind die meisten Menschen (und ja,auch Mütter) nicht schwarz oder weiß, sondern weisen in der Mehrheit unterschiedliche Schattierungen von Grau auf, dazwischen wenige Sprenkel von Weiß und Schweiz.
            Zuletzt geändert von pelztier86; 10.04.2019, 16:36.

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              #96
              Zur Verantwortung gabs doch die große Harvard-Studie, mit zig tausenden Kindern/ Jugendlichen (hundertaúsenden).

              Und btw sind gerade Frauen, auch Mütter, viel empfindlicher bei Schmerzen, oder sie schlucken es nicht so runter, weil Männer Härte demonstrieren wollen, das meinte nicht nur ich, also in meinem 1 Jahren KH und zig KH Besuchen, sondern selbst die Frau, die das erste EMG bei mir gestochen hat. Ist natürlich pauschaliert, aber, dass gerade Mutter generell schmerzunempfindlicher sind, sehe ich weniger so, und Verantwortungsgefühl mag vorhanden sein, ist aber kein Lebensgrund und resultiert meist nicht in Verantwortung.

              Liebe zu einem Menschen kann natürlich wieder zu einem Grund werden, sehe ich aber generell bei jeden, egal ob Partner, Freund oä. Aber davon abgesehen, auch im Krieg sah man das, selbst bei den Nazis. Frankel war ja ein Psychologe und hat das schon gut beschrieben mit den Lebensgrund, ua kamen da auch neuropatische Schmerzen vor. (Zehen frieren ab, werden schwarz und fallen ab etc im kalten Winter....)

              Schau man sich die ganzenschwer Kranken Kinder an, dann sieht man sofort, dass die Elter die Verantwortung dem Arzt abschieben und das habe ich oft gehen. (Machen viele selber auch, aber genauso auch Eltern.) Für mich schließt sowas echte Verantwortung völlig aus, Eltern die davon ausgenommen wurden habe ich auch gesehen, das waren aber 2 unter tausenden und da noch dazu Männer. (Ist jetzt nicht repräsentativ, nur, dass es soviele verantworungsvolle Eltern gibt, glaube ich nicht, ich glaube aber auch, dass Menschen generell nicht sehr verantworungsvoll sind, siehe Umweld usw, weil man diesen Wert leider verloren hat, es bleib nur ein animalischer Trieb, der wie der Lebenserhaltrungstrieb aber auch abklingt bzw kann).

              Zu Verantwortung braucht man ja gar keine Harvard-Studien, sieht man sich an was den Mensch mit der Umwelt macht, da wird 10 Cent billiger gekauft, im Plastik, was weder Gesund für sich selber ist, noch für die Kinder und dieses Unwissen was Mikroplastik mit der Umwelt macht, ist ja auch Verantwortungslosigkeit, oder Gleichgültigkeit, geschuldet.

              Und btw hlte ich mich auch nicht für "so seriös" (Zitat geklaut), dass ich Kinder erschaffen hätte, da ich mich von der oben beschriebenen Verantwortung gegenüber Kinder auch nicht ausklammere. Zumindest zu meinem bisherigen Leben. Und bevor ich was "nicht richtig" mache, lasse ich es bzw hätte es gelassen. Zumal ich mit VA Gendefekt, nie, aber auch basolut nie meine Gene weitergeben würde, hat sich das Thema für mich, selbst bei Spontanheilung/ bzw Remission, erledigt. Alleine, wie viele Eltern mit Gendefekt, bekannten, noch Kinder zeugen.
              Zuletzt geändert von letzte Frage; 10.04.2019, 17:45.

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                #97
                Ich weiß zwar nicht was mit euch los ist, aber auch dir pelztier sei gesagt; von "gut" umgehen hab' ich nix geschrieben, sondern lediglich, das man lernt damit umzugehen oder aber eben auch nicht. Kommt halt auf die Person an.

                Das ist weder Unsinn, noch anmaßend oder selbstgerecht. Warum auch.
                Ich verurteile niemanden. Warum sollte ich.

                ​​​​​​Natürlich gibt es noch unzählige andere Gründe warum eine Mutter ihr Kind aufgibt oder aufgeben muss. Darum ging es aber nicht.


                LF,
                wenn du so besorgt bist um unsere Umwelt und dem Tun der Menschen mit unserer Umwelt, liegt es doch an dir es besser zu machen...

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                  #98
                  ...ist in dem Fall/Kontext fast dasselbe und ich schrieb ja auch „(gut) umgehen“.
                  Man kann nicht lernen mit schweren Dauerschmerzen umzugehen und ein halbwegs lebenswertes Leben zu führen, sondern nur lernen trotz diesen weiterzumachen in der Hoffnung, dass sich die Situation doch noch einmal ändern möge. Und doch, jeder der meint, dass er das könne (was automatisch impliziert, dass andere, die das aufgrund ihrer Erfahrungen nicht von sich behaupten lediglich unfähig oder unwillig sind...), ist entweder anmaßend oder tätigt zumindest eine anmaßende Aussage , ob er sich dessen bewusst oder nicht.
                  Zuletzt geändert von pelztier86; 10.04.2019, 20:18.

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                    #99
                    Zitat von smoykie Beitrag anzeigen
                    ... das man lernt damit umzugehen oder aber eben auch nicht. Kommt halt auf die Person an....
                    Bei der Art von Schmerzen von denen hier die Rede ist stimmt das in sofern, dass es da 2 Arten gibt damit umzugehen:
                    1. Man erträgt diese Schmerzen und lebt ein vom Schmerz kontrolliertes Leben. Das hat aber nicht mehr viel mit wirklicher Lebensqualität zu tun.
                    2. Man begeht Suizid.

                    Was die Schmerztoleranz von Müttern angeht. In Ausnahmesituationen für einen kurzen Zeitraum (hier Geburt) können sie große Schmerzen aushalten, so wie jeder Mensch (auch Männer). Hinzukommt, dass das Nervensystem einer Frauen allgemein, aufgrund einer anderen Hormonausstattung als bei Männer rein physiologisch weniger Schmerzsignale produziert.
                    It's a terrible knowing what this world is about

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                      Ich gebe Klaus recht außer bei dem Folgenden:
                      Hinzukommt, dass das Nervensystem einer Frauen allgemein, aufgrund einer anderen Hormonausstattung als bei Männer rein physiologisch weniger Schmerzsignale produzie
                      Außer bei der Geburt und Schwangerschaft verstärkt die andere Hormonlage bei Frauen sogar Entzündungsprozesse und Schmerzen/Schmerzsignale. Daher auch die höhere Prävalenz von Autoimmunerkrankungen und Schmerzsyndromen bei Frauen.
                      Zuletzt geändert von pelztier86; 10.04.2019, 20:35.

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                        Ich bin nicht um den Planeten / Umwelt besorgt, sicher nicht auch anhand es Plastiks, auch wenn ich derartiges Zeug nicht kaufe (kaufen würde, könnte ich noich einkaufen). So wie sich die Menschheit gegenseitig aufhetzt, aufhetzen lässt, wird der nächste Weltkrieg eh kommen und dann in den Flammen der Atombomben auch das Mikroplastik vernichten (wie die Menschen, jetzigen Kinder, zukünftigen Kinder usw), da ich das aber wohl weder selber erleben werde, noch Kindnr gezeugt habe, ist mir die Umwelt weit weniger wichtig, wie mein Leben und wenn ich nichtmal das retten kann, warum sollte ich mich um die Umwelt sorgen, in der ich nicht mehr leben werde. Ich meine nur, hätte ich Kinder, müsste ich das, mmn, zumindest bedenken. Da diese das durchaus, Kriege wie auch Umweltvergiftung und Krankheiten, etc pp, miterleben würden.

                        Ich woltle nur den Widerspruch aufzeigen, soviele halten sich für verantwoirungsvolle Eltern, aber sieht man in eine Klasse, wird in jeder, oder fast jeder, ein Kind fertig gemacht, was zu unvorstellbaen hohen Zahlen von Suiziden führt. Wie können verantwortungsvolle Eltern Kinder erziehen, die andere in den Suizid mobben, und dazu gibt es genug Videos auf YT, Suizide (zT Abschiedsvideos) wie auch versuche.

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                          Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                          Daner auch die höhere Prävalenz von Autoimmunerkrankungen und Schmerzsyndromen bei Frauen.
                          Stimmt. Ersteres wohl rein physiologisch letzteres verzerrt durch den geschlechterspezifischen Umgang mit Gesundheitsstörungen und die bei Männern doppelt so hohe Suizidrate.

                          Die Schmerzreize bei Frauen sind aber hormonbedingt geringer. Das liegt nicht an den Sexualhormonen, sondern an anderen Botenstoffen die bei Frauen weniger gebildet werden, wie z.B. Prostaglandine.
                          Andererseits sind Frauen anfälliger für Entzündungen. Das liegt an dem geringen Testosteronspiegel.

                          It's a terrible knowing what this world is about

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                            Zitat von pelztier86 Beitrag anzeigen
                            ...ist in dem Fall/Kontext fast dasselbe und ich schrieb ja auch „(gut) umgehen“.
                            Man kann nicht lernen mit schweren Dauerschmerzen umzugehen und ein halbwegs lebenswertes Leben zu führen, sondern nur lernen trotz diesen weiterzumachen in der Hoffnung, dass sich die Situation doch noch einmal ändern möge. Und doch, jeder der meint, dass er das könne (was automatisch impliziert, dass andere, die das aufgrund ihrer Erfahrungen nicht von sich behaupten lediglich unfähig oder unwillig sind...), ist entweder anmaßend oder tätigt zumindest eine anmaßende Aussage , ob er sich dessen bewusst oder nicht.
                            Nein Hoffnung benötigt man nicht, darauf versuche ich die ganze Zeit hinaus zu argumentieren, ich finde die Hoffnung schädlich, ich denke man kann, bzw weiß es, auch ohne Hoffnung versuchen die Situation zu bessern, das muss halt gelernt werden, Hoffnung kann sehr stark Wirken, man kennt ja das Lied "trotzdem ja zu leben sagen" aus dem KZ... den Titel kenne ich jetzt nicht genau, aber so wie es auch Leute gab die im KZ ohne Hoffnung weiterlebten und sogar überlebten, auch unter massiven Schmerzen, übler Mengele Folter usw, so gilt das auch bei anderen Situationen. Ich halte Hoffnung für ein Zweischneidiges schwert, man kann damit den Lebensbaum schnitezn und sich Kraft schenken, aber man kann sich auch schneiden. Da sind Menschen unterschiedlich. Sofern aber Hoffnung immer wieder in Seelischen qualen münden und die Versuche der Lebensqualitätverbesserung nicht an Hoffnung geknüpft sind, würde ich sie abschütteln wie Staub auf den Schultern. Dann ist zumindest etwas last abgefallen.

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                              ...KOMPLETT ohne JEDE Hoffnung bzw. den kleinsten Hoffnungsschimmer? das kann ich mir nicht vorstellen. Es reicht zuweilen nur ein ganz geringer Hoffnungsschimmer, wenn ein anderes starkes Motiv vorliegt, wie Überlebenswille, Trotz, Rache, Auflehnung gegen das Schicksal oder ein starker Lebensgrund (Verwntwortung für Kinder, Liebe zu einem Menschen)
                              Aber ganz ohne? Das bezweifle ich. Vll ist es den Menschen nicht immer bewusst, dass sie noch ein ganz klein wenig hoffen.
                              Dass Hoffnung, wenn ausgeprägt, ein zweischneidges Schwert ist, ist klar.
                              Zuletzt geändert von pelztier86; 10.04.2019, 21:01.

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                                Klaus: eine höhere Entzündungskaktivität führt zur verstärkten Ausschüttung der schmerzverstärkenden Botenstoffe.
                                Insofern halte ich es für plausibel, dass die Häufigkeit von Schmerzsyndromen wie CRPS, Fibromyalgie etc.pp. bei Frauen größer ist.

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