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Ich schreibe wohl Geschichte: Laut KI habe ich einen einmaligen ALS Verlauf? Teil 1/2

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    #61
    Blixa Hi. Also, dass Du der Ärztin recht gibst, obwohl du, wie du selbst gesagt hast, Polyneuropathie nicht wirklich kennst und dass man, wenn man neue Symptome kriegt, sich damit nicht beschäftigen soll, kann ich nicht nachvollziehen. Eine Poloneuropathie kann eine ernstzunehmende Krankheit sein. Eine CIDP ist eine Polyneuropathie, zum Beispiel. Oder auch Sjögren ist eine Polyneuropathie. Und das sind Krankheiten, die auch einen in den Rollstuhl bringen können. Und wenn sie weiter verlaufen, zu Invalidität führen können, und wenn sie auf das vegetative Nervensystem überspringen, auch noch schlimmere Sachen. Eine Polyneuropathie sollte man nicht unterschätzen. Und ich finde, wenn man neue Symptome kriegt, sollte ein Arzt sich diese anschauen. Und deshalb frage ich hier auch andere Forumsteilnehmer, ob die, wenn die meine Symptome sehen, mir eine Einschätzung geben können, ob demnächst negative Sachen bevorstehen. Ja, und auch bei einer Polyneuropathie gibt es negative Sachen. Wie die Dame, die ich kenne, die seit 20 Jahren im Rollstuhl ist, mit einer CIDP-Polyneuropathie. Deswegen verstehe ich nicht deine Aussage, dass du der Ärztin komplett recht gibst. Ich finde es eigentlich ehrlich gesagt etwas enttäuschend.

    Außerdem ist es nicht selten, dass eine Diagnose fehlerhaft ist und geändert wird, gerade wenn die Symptome sich ändern und nicht mehr wirklich passen.

    Und alles immer nur auf einen psychosomatischen Angstpatienten abzuschieben ist wirklich zu einfach. Ich habe neue Symptome. Mir geht es in den letzten Tagen abrupt schlechter mit Schwäche. Und da ist es doch vollkommen normal zu schauen, was mit einem passiert. Und ob vielleicht auch die Diagnose richtig ist, die gestellt wurde. Außerdem kann man, wenn man weiß, welche Polyneuropathie es ist, zum Beispiel auch Medikamente geben. Ja, aber solange man das nicht feststellt, kann man noch nichts dagegen machen. Und falls es eine Fehldiagnose ist, muss man weiterdenken. Und deshalb bin ich in diesem Forum und ich bitte auch die anderen Forumsmitglieder, ihre Meinung zu äußern. Oder kann es sein, dass ihr alle einer Meinung seid? Das fände ich wirklich sehr schade.

    LG.
    Zuletzt geändert von Sommerregen; 25.07.2025, 21:34.

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      #62
      Jetzt erzähl mir nicht wie schwer Polyneuropathien sein können, wenn ich gerade gesagt habe dass du ja was hast was nicht weggewischt werden kann.
      Zitat von Blixa Beitrag anzeigen
      Deine Erkrankung ist ja nicht lapidar. Aber deine Reaktion darauf wirkt nicht angemessen.
      Du schreibst wie ein Angstpatient (gigantische Auflistungen von jedem einzelnen Zucken, tägliche Berichte von weiteren rapidem Verfall bei weiterhin erhaltener Funktion), du machst dieselben Sachen wie Angstpatienten (ununterbrochene Selbstbeobachtung, Tests die Richtung Selbstverletzung gehen) und du verhältst dich sicherlich auch Ärzten gegenüber wie ein Angstpatient. Das bekommen die mit und das steigert nicht eben deine Chancen ernst genommen zu werden, obwohl du ja was schon diagnostiziertes hast.
      Zitat von Blixa Beitrag anzeigen
      Was ich dich gefragt habe, war was denn die Ärzte als Handlungsempfehlung mitgeben. Nicht diagnostisch, sondern wie man im Leben damit umgeht. Schmerzmanagement, das Linderung bringt, wie man sich verhalten soll.
      Und jetzt nimmst du es mir persönlich, dass ich deinen zwölf Ärzten nicht widerspreche. Wenn dir die Akzeptanz eines Wildfremden im Internet mehr wiegt, dann sei halt beleidigt. Du hast jetzt auch beim zweiten oder dritten Nachfragen nicht gesagt, was du als Handlungsempfehlung von Ärzten mitbekommen hast und ob die irgendwelche Medikamente auf Lager haben. Dann willst du es eben nicht erzählen. Ich bin raus.

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        #63
        Blixa Hi. Die Handlungsempfehlungen für meine Krankheit seitens der Ärzte sind aktuell nicht gegeben, da man den Ursprung, also den Grund der Krankheit, nicht kennt. Der Ursprung und der Grund der Krankheit kann vielfältig sein. Von Diabetes, Toxine, Alkoholismus und auch Autoimmune Gründe und so weiter und so weiter. Und das ist ja genau der Punkt, warum ich hier bin. Und wie auch andere Forumsteilnehmer mir ja schon Tipps gegeben haben, wie zum Beispiel beim Sjörgen-Syndrom. Und da habe ich auch die Antikörper für Sjörgen bestimmt und die waren negativ. Andere Forumsteilnehmer haben auch was von Small Fiber Neuropathie gesagt. Und da gibt es auch Tests, wie man herauskriegen kann, ob man eine Small Fiber Neuropathie hat. Genauso wie bei Sjörgen man anhand der Tränenproduktion sehen kann, ob man vielleicht Sjörgen hat. Das doofe an der ganzen Geschichte ist, auch wenn man seronegativ ist, also Antikörper negativ, es nicht bedeutet, dass man die Krankheit nicht hat. Deshalb gibt es aktuell keine Handlungsempfehlung der Ärzte außer Verlaufskontrolle. Und die Verlaufskontrolle zeigt, dass die Krankheit leider von der Symptomatik her zunehmend motorisch sich ändert und es mir von Woche zu Woche schlechter geht. Zu deinen Belastungstests. Wie kann man denn jetzt argumentieren, dass man schwächer geworden ist, außer man testet, wie es vorher war? Und deshalb gibt es Belastungstests. Das ist eigentlich total logisch. Wenn ich zu einem Arzt gehe und sage, ich habe das Gefühl, ich bin schwächer geworden, dann wird er mich fragen, wie kommen Sie darauf? Ja, ich konnte bis vor drei Monaten 50 Kilo stemmen, jetzt nur noch 10. Ah, okay, Sie sind schwächer geworden. Ich konnte so und so viele Wiederholungen von dem und dem machen und jetzt nicht mehr. Und da ich keine speziellen Geräte zu Hause habe, um das besser zu testen, ist es natürlich immer am einfachsten, mit Hausmitteln, das so zu testen. Und das ist halt einfach der Grund. Mittlerweile stelle ich fest, dass ich, ich sage mal, subjektiv schwächer geworden bin. Klinisch schwach bin ich noch nicht. Klinisch bedeutet aber auch, man kann sich nicht mehr auf die Zehenspitzen stellen oder auf die Ferse. Und dann hat man schon so gut wie gar keine Kraft mehr. Da will man gar nicht hin, weil normalerweise hat man viel mehr Kraft. Persönlich habe ich das alles nicht gemeint, nur ich habe mein Unverständnis geäußert. Ich bin also nicht einer Meinung mit dir. Das soll nicht persönlich sein und auch nicht beleidigend. Wenn du das so verstanden hast, dann tut mir das leid. Das war so nie gewollt. Außerdem habe ich momentan ganz andere Sachen im Kopf, außer irgendjemanden hier etwas böse zu nehmen. Ja, ich bin ein Angstpatient. Das habe ich gesagt. Ich gehe auch einmal die Woche, wenn es klappt zur Therapeutin. Aber mein Verstand ist trotzdem da. Und wenn ich minutiös aufschlüssel, was mir widerfährt, dann mit der Hoffnung, dass jemand anhand der Informationen meine Situation besser versteht. Deshalb, die ganzen Daten, wo jeder selbst nachlesen kann und vielleicht eine Idee hat, woran es liegen kann, welche Art von Polyneuropathie oder vielleicht doch eine ganz andere Diagnose. Vielleicht übertreibe ich es manchmal, indem ich zu viele Daten gebe. Man möge es mir verzeihen. Ich habe es mehrfach geschrieben.

        Zu guter Letzt, ich schreibe ja, dass ich seit dem 17.04. Faszikullationen habe und seit Anfang Mai generalisiert. Solange ich nicht das Gefühl hatte einer nebenbei auftretenden Schwäche, waren diese Faszikulationen für mich auch nicht so wichtig. Seitdem ich aber seit einiger Zeit feststelle, dass sich mehr und mehr eine Schwäche entwickelt, sind diese Faszikulationen für mich leider deutlich bedeutsamer geworden. Und sie zeigen mir eine weitere mögliche Diagnose, an die ich gar nicht denken möchte. Aber es ist leider die Realität. Deshalb muss ich meine Augen aufmachen und in alle Richtungen denken.

        LG.

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          #64
          Hi, der Vollständigkeit halber wollte ich noch den letzten Status geben für die Leute, die meinen Fall verfolgen (falls es noch welche gibt ;-) ).

          Gestern war meine Beinschwäche gefühlt schlimmer wie vorgestern. Heute ist es ähnlich zu gestern. Ich kann zwar noch einige Meter auf den Fersen gehen und auch auf den Fußspitzen und jeweils 10 Sekunden drauf stehen bleiben, wobei ich das Gefühl habe, dass gerade die rechte Seite leicht schwächer ist wie die linke.
          Jeweils eine halbe Minute einbeinig stehen geht auch, wenn aber auch wackelig. Und 10 Sekunden auf dem Tisch mein Bein jeweils gestreckt anheben geht auch mit Anstrengung und tief in die Hocke und zurück geht.

          Update: Was wirklich auffällig ist, ist das vermehrte Knacken von Gelenken wie Knöchel, Fersen, Knie und Hüfte. Teilweise mit Schmerzen. Und was ich schon länger nicht mehr hatte bis heute: Brennen und Stiche in den Fußzehen von unten, besonders großer Fußzeh. Small Fiber Neuropathie?

          Ich möchte aber momentan durch Tests nichts weiter provozieren, nur soviel, dass ich mir einigermaßen sicher bin, dass ich mich noch vorsichtig raus trauen darf. Nach Belastung nehmen die Faszikullationen beidseitig, vor Allem an den Waden, zu.
          Die Schwäche fühlt sich weiterhin ziemlich symmetrisch an und verursacht bei Belastung Schmerzen, die bei Ruhe sich wieder bessern. Die Gelenke knacken weiterhin vermehrt in den Beinen beim Laufen.

          Ich schone mich jetzt ein bisschen, damit ich, wenn es irgendwie hinkommt, noch meinen Termin in der neuromuskulären Ambulanz in der Universitäts Klinik übermorgen wahrnehmen kann. Bei diesem Termin wird auch eine EMG gemacht und dann werde ich mehr wissen, ob die meisten hier recht hatten, dass es nichts Schlimmeres ist und vor Allem psychosomatisch verstärkt, oder am Ende doch noch schlimmere Befürchtungen auf meiner Seite sich bewahrheiten, auch wenn sie rein logisch und auf dem Papier nicht kommen sollten.

          Ich wollte mich noch mal bei allen, die an meinem Thread teilgehabt haben - kritisch und unkritisch - bedanken. Ich weiß, es ist nicht immer leicht mit mir.

          Ja, dann drückt mir die Daumen für den Dienstag, was dabei herauskommt und dass ich bis Dienstag noch einigermaßen laufen kann.

          LG​
          Zuletzt geändert von Sommerregen; 27.07.2025, 19:08.

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            #65
            Hi, dann mache nicht den Fehler und erzähle der Ambulanz minutiös deine Selbsttests....da wirst dann nicht mehr ernst genommen. Versuche so sachlich wie möglich und ohne ausschweifende Erklärungen deine momentanen Symptome und Beschwerden zu schildern. Es würde mich aber wundern, wenn du dort eine eindeutige Diagnose bekommst. Dazu sind deine Symptome nicht eindeutig genug bzw. nicht stark genug. Vermutlich werden sie auch eine Neuropathie unklarer Genese feststellen. Ich drücke dir die Daumen dass ich mich irre und sofort eine harmlose Diagnose gestellt wird, die zudem noch harmlos ist.

            LG Marillian

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              #66
              Marillian Hi, ja mache ich. Mal sehen, ob die mich dann gleich im Krankenhaus dalassen wollen, so schwach wie ich auch heute auf den Beinen bin. Tendenz weiter fallend.
              Das Knacken der ganzen Gelenke sieht mir ziemlich nach generalisierter Muskelschwäche aus. Es kam auch so erst, seit letzter Woche seit dem ich so schwach auf den Beinen bin und direkt im Anschluß nach einem „kleinen“ Belastungstest: 35 Sekunden Wall sit und 15 Kniebeugen.
              Ist schon auffällig, dass eigentlich immer nach Belastung diese Schübe kamen die nicht mehr weg wollen.
              Zuletzt geändert von Sommerregen; 28.07.2025, 16:38.

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                #67
                "dass es nichts Schlimmeres ist "
                Das hat ja keiner gesagt. Eine Polyneurophatie ist "schlimm" genug. Deine Symptome passen doch und werden wahrscheinlich fortschreiten. Häufig findet man die Ursache nicht und kann daher wenig tun, außer vielleicht Physiotherapie.
                Mit Deinen grenzwertig belastenden Test beschleunigst Du den Verlauf nur. Dir bleibt nichts Anderes übrig als die zunehmenden Einschränkungen zu akzeptieren und Dich mit dem zufrieden zu geben was Du noch kannst solange Du es noch kannst.
                It's a terrible knowing what this world is about

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                  #68
                  KlausB Hi. Nana, sind wir mal nicht so pessimistisch. Ich hatte heute den Termin in der Neuromuskulären Ambulanz in der Uniklinik. Die Ärztin hatte mich dort richtig gut untersucht, ich denke eine Dreiviertelstunde lang, wenn nicht mehr, und Kraft, Atrophie, Zeichen, Reflexe, lange geredet über meine ganze Geschichte und hat da nichts entdecken können. Was jetzt die Polyneuropathie betrifft, habe ich schon viel Antikörper Tests machen lassen, die alle negativ sind. Es gibt aber noch ein paar, die ich noch machen könnte, und das Ganze kann natürlich auch seronegativ sein. Deswegen, das nächste wäre dann, hatte sie glaube ich gesagt, Steroide oder so ähnlich, ja, und danach dann IVIG, also Autoimmunbehandlung, um zu gucken, ob es dann besser wird. Aber das natürlich macht auch Nebenwirkungen. Danach habe ich dann noch eine EMG gemacht, aber sie wollten mich nur in ein Muskel stechen, nicht in mehr. Wir haben dann den Muskel ausgewählt, wo ich am 20. Mai bei der EMG chronische neurogene Veränderungen hatte, also im linken Schienbeinmuskel mit einer 4000er Amplitude, und dort dreimal reingestochen, und das Ergebnis war positiv, es wurde nichts gefunden. Die Amplituden waren maximal 1000 und keine Fibrillationen, keine Polyphasie und keine spontanen Aktivitäten. Tja, wie geht es jetzt weiter? Komischerweise auf dem Rückweg aus der Klinik bis zum Auto waren die Schmerzen, zum Beispiel in meinem rechten Bein, deutlich weniger - nahezu weg - weil ich mich so sehr auf mein linkes Bein konzentriert hatte, weil das Schienbein nach der EMG-Behandlung mit der Nadel echt fies wehgetan hatte. Und ich habe auf einmal gemerkt, dass mein rechtes Bein und die anderen Muskeln gar nicht mehr wehtun. Und auch auf der Rückfahrt hatte ich keine Probleme mehr mit dem Schienbein gehabt, bei der Bedienung des Gaspedals. Also kann man sagen, dass da schon auch eine psychische Komponente dabei ist, aber mein Gelenkknacken im ganzen Körper und teilweise der verspannte Hals, ich kann es mir nicht vorstellen, dass das alles psychisch ist. Ich bleibe weiter dran und ich tue mich jetzt auch mehr wieder belasten, das heißt, ich steige wieder mehr Treppen und habe weniger Angst. Die Faszikulationen sind weiterhin da. Ich habe dann auch nächste Woche noch einen Neurologentermin und übernächste noch bei einem anderen und da überlege ich mir, ob ich bei denen noch EMG mache der restlichen interessanten Muskeln oder halt das Thema mit IVIG und Autoimmunsuppression anspreche. Mal schauen.

                  LG.

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                    #69
                    Unbedingt mal die BioVis Mitochondriale Diagnostik machen lassen. Blut abnehmen beim Arzt des Vertrauens und dorthin schicken. Muss natürlich selbst bezahlt werden. Die Nackenproblematik kann leider von der Gabe des Kontrasmittels kommen. Dies greift unter Umständen die ligamentären Strukturen in der HWS an. Geschädigte Mitochondrien bemerkt man in vielen Fällen ebenfalls zuerst bei den vorderen Halsmuskeln.

                    Empfehlung:

                    - BioVis Mitochondrien Test
                    - Gandolinium ausleiten
                    - Kalium Wert prüfen
                    - Vagus Nerv Übungen zur Unterstützung des Nervensystems
                    - Magnesiumbysglycinat vor dem Schlafen
                    - Versuchen vom ALS Gedanken wegzukommen (Stress fürs ZNS)

                    Falls Mitochondrien geschädigt:

                    - Nahrungsergänzungsmittel
                    - Infusionsthetapie
                    - Magnesium Sauerstoff Therapie


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                      #70
                      "Unbedingt mal die BioVis Mitochondriale Diagnostik machen lassen."
                      Wozu denn Das?
                      Natürlich werden die was finden um Ihm das Geld aus der Tasche zu ziehen. Helfen wird es aber wohl nicht.
                      Die würde ich zu einer der Firmen zählen, die Geschäfte mit Leuten machen die aus Angst oder Hilfslosigkeit nach jedem Strohhalm greifen.
                      Zuletzt geändert von KlausB; 30.07.2025, 14:11.
                      It's a terrible knowing what this world is about

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                        #71
                        Hallo, ich war gestern bei einer Neurologin alter Schule die mich sehr gut untersucht hat und mangels klinischer Schwäche und und anderer pathogener Anzeichen sofort wieder mich in die psychosomatische Ecke gestellt hat. Nicht dass ich es nicht gewohnt bin, diese Antwort zu hören - egal was ich sage und obwohl ich nachweißlich noch bei vielleicht 40 % meiner alten Kraft bin die gefühlt täglich weniger wird. Vor Allem in den Beinen (dabei stärker im rechten Fußheber und Hüftbeuger).

                        Danach hat sie eine EMG folgender Muskeln gemacht mit jeweils nur einem Stich! Und ich sage es gleich mit so einem Dilettantismus sondergleichen fachlich und vom Wissen her:

                        -Rechte Wade
                        -Rechtes Schienbein
                        -Linker Oberschenkel
                        -Rechter Daumenballen


                        Es folgt immer das selbe Schema:
                        Sie speichert jedes mal manuell eine Momentaufnahme mit der Computer Maus im Programm per Klick.
                        Immer oben links in der Grafik oberste Linie sollte als Nachweis dass es keine Spontanaktivitäten (positive sharp waves, Fibrillationen, Faszikullationen,...) gibt, im besten Fall eine gerade Linie sein. Darunter links das Interferenzmuster bei leichter Anspannung und daneben rechts das bei maximaler Anspannung. Im besten Fall sollte das rechts so gut wie eine schwarze Wand sein ohne Einbuchtungen. Dann gefolgt von den getroffenen MUPs (Motor Unit Potentials) als Kurven- Grafik. Und dann darunter die Tabelle mit den MUP Einzelwerten und dann die Tabelle mit der MUP Werte- Zusammenfassung.



                        Bei der rechten Wade hatte sie den inneren Wadenbauch genommen:

                        ​​ Rechte_Wade.jpg

                        In diesem Fall, hatte ich entweder bisschen gewackelt, oder diese scharfkantige unregelmäßige leichte Kurve könnte was pathogenes sein. Sie sagte, das wäre nichts.
                        Dann sieht man, da Sie dort im Muskel keine MUP getroffen hat, weil die Nadel falsch platziert war, oder der Muskel dort schon denerviert ist (also pathogen schon geschädigt ohne Funktion), sind beide Innervations- Muster links und rechts kaum gefüllt (das rechte Muster sollte eine Wand sein).


                        Rechtes Schienbein Muskel:

                        Rechtes_Schienbein.jpg

                        Oben links ist die Linie gerade, also keine Spontanaktivität. Darunter rechts die Innervation ist weit von schwarzer Wand entfernt - also keine Maximalkraft.
                        Darunter links die Grafik der einzigen MUP die eingefangen wurde. Komisch, gab es keine weitere in der Nähe? Die MUP ist sehr groß mit einer Amplitude von 1638 und einer Dauer von 16,9. Typisch was passiert wenn nach Denervation eines Motorneurons, wenn ein andereres die Arbeit mit übernimmt für die die ausgefallen sind.
                        Unten dann die Zusammenfassung der MUPs.



                        Linker Oberschenkel:
                        Linker_Oberschenkel.jpg

                        Oben links eine gerade Linie, keine Spontanaktivität. Darunter rechts bei dem maximalen Krafttest auch keine Maximalinnervation (zu viele Lücken).
                        Dann 8 MUP Grafiken, wobei einige starke Overlays haben. Das sind die grauen jitter Kurven die die schwarze jeweils überschneiden, sich deutlich von der schwarzen unterscheiden und von instabiler Reinnervation zeugen.
                        Darunter die MUPs mit einem gigantischen MUP mit einer 8428 Amplitude und 29,8 Dauer! Amplituden über 8000 sind hoch pathogen und entstehen nach langer Zeit der Reinnervation vieler MUPs über lange Zeit. Die lange Dauer von 29,8 ist bezeichnend. Bei Phase zeigt er nur 3 an. Aber es ist die Frage, ob das Programm die vielen Turns (nämlich 8) fälschlicherweise nicht teilweise der Phase zugeordnet hat. Zur Erinnerung Phasen größer 4 gelten als polyphasisch und sind problematisch je größer sie sind.



                        Rechter Daumenballen:
                        Rechter_Daumen.jpg

                        Oben links eine gerade Linie, keine Spontanaktivität. Dann zwei weiter runter sieht man schon eine nahezu schwarze Wand. Also dicht an Maximalinnervation würde ich sagen.
                        Dann 6 Kurven wieder mit starkem jitter overlay (bezeichnend für instabile Reinnervation).
                        Dann für diesen Muskel viel zu große Amplituden und Dauer bei den MUPs.



                        So man könnte sich nun erst Mal freuen, dass es keine Spontanaktivitäten gab, da diese teils für Reinnervation stehen, wenn nach Motorneuronen Schaden die Nerven zu verbliebenen Motorneuronen neu verknüpft werden. Zur Erinnerung: Verbliebene Motorneuronen übernehmen die Nerven Axone der untergegangenen. Dadurch wird die MUP dann immer größer von ihrer Amplitude und Dauer und gegeben falls auch polyphasisch. Aber wenn es nur noch große MUPs gibt, wird klar dass die bestehenden keine weiteren Nerven Axone mit übernehmen können und keine kleinen verblieben sind, die das könnten. Dazu passt auch das Overlay jitter bei den MUP Grafiken, welches von instabiler Reinnervation zeugt.


                        So zu diesem offensichtlich hoch pathogenen EMG schreibt die Neurologin:

                        Ärztliche_Bewertung.jpg
                        Wo sie da wirklich dichte Interferenzmuster gesehen hat bei allen Muskeln ist hier die Frage?

                        Nach der Untersuchung hatte ich sie direkt auf die riesen MUPs mit hoher Amplitude und Dauer angesprochen - keine Antwort.


                        Und von solchen kriege ich immer noch gesagt, ich habe nichts, weil ich ja noch 3 Meter auf den Fersen und Zehenspitzen laufen kann!!!
                        Dadurch wird einem zeitnah die Möglichkeit genommen, wenn es Medikamente gibt, was frühzeitig dagegen zu unternehmen und den Schaden zu begrenzen.


                        Ich hoffe, dass diese krasse EMG mit den Riesen MUPs und den starken jitter Overlays ein Bedienungsfehler ist, da die naheliegendste Diagnose dafür leider gar nicht erfreulich ist, aber zu meinem sich progressiv weiter verschlechternden Befinden passt.
                        Ja und es handelt sich sehr wahrscheinlich nicht um eine Polyneuropathie!

                        Und bevor wieder sinnbefreite Kommentare mit psychosomatisch und so kommen - bitte lasst es!



                        LG.

                        Angehängte Dateien
                        Zuletzt geändert von Sommerregen; 02.08.2025, 21:52.

                        Kommentar


                          #72
                          1. Bist du Arzt und kannst ein EMG interpretieren?
                          2. Wenn du ein sorgfältig durchgeführtes und interpretiertes EMG möchtest, dann geh in eine neuromuskuläre Ambulanz. Das ist kein Vergleich zu normalen Neurologen.
                          3. Vergiss das EMG, das bringt dich nicht weiter. Es bringt dir diagnostisch nichts und deine Symptome werden dadurch nicht weniger.

                          Kommentar


                            #73
                            Hustinettenbaer Hi, die wenigsten Ärzte sind zertifiziert durch die DGKN. Meistens lernen die sich selbst an und durch die Kollegen.

                            Mittlerweile habe ich bei der Auswertung oft leider mehr Ahnung als so mancher Wald und Wiesen Neuro.
                            Man muss echt schauen einen Arzt mit EMG oder auch ENG Zertifikat zu finden. Dann steigt die Chance rapide, dass er Ahnung hat.

                            Über die Seite https://dgkn.de/ kann man weitere Infos zu Profis finden und den Stümpern aus dem Weg gehen.

                            Zu Punkt 3: das halte ich für einen Trugschluss.


                            LG

                            Kommentar


                              #74
                              Zitat von Sommerregen Beitrag anzeigen
                              Hustinettenbaer "Mittlerweile habe ich bei der Auswertung oft leider mehr Ahnung als so mancher Wald und Wiesen Neuro."
                              LG
                              Das würde ich stark bezweifeln.
                              Siehe diese aussage "Die MUP ist sehr groß mit einer Amplitude von 1638 und einer Dauer von 16,9. Typisch was passiert wenn nach Denervation eines Motorneurons,"
                              Sehr große pathologische Amplituden (Riesenpotenziale wie sie bei Nervenschäden durch Reinnervation entstehen) fangen bei 5 mV (5000 myV) an. Deine liegen größtenteils um die1 mV. Die 2 Ausreißer haben keine Bedeutung, es kommt schon mal vor, dass einzelne Fasern mal den Kontakt verlieren. Daher gelten die auch erst als eindeutig pathologisch wenn man sie an ca. 20 Stellen messen kann.

                              Übrigens kann man mit 1 Stich in einen großen Muskel gut 10 MUPs ableiten, da man immer nur Signale aus der Umgebung von ca. 1mm um die Nadelspitze erfassen kann. Wenn man einem Stich keine besonderen Auffälligkeiten feststellt kann man es auch dabei belassen. Masochisten können natürlich auch zur Domina gehen.

                              Die Interferenzmuster sind doch auch völlig in Ordnung.

                              Die Jitter würde ich mal als Einstichaktivitäten abhaken. Anfänger interpretieren das gern mal als pathologisch.

                              In Punkt 3 würde ich Hustinettenbär recht geben. EMGs sind in der Diagnostik keinesfalls Richtungsweisend. Patienten haben ganz gerne hübsche gedruckte Kurven zum anschauen. So Sinngemäß mein Neurologe, als ich Ihn nach dem diagnostischem/therapeutischem Sinn fragte.

                              Sorgen, dass Du nicht rechtzeitig Medikamente bekommst brauchst Du Dir übrigens nicht zu machen. Es gibt keine wirklich wirksamen. Außer vielleicht gegen MS oder MG. Sowas hast Du aber sicher nicht.
                              Zuletzt geändert von KlausB; 03.08.2025, 01:55.
                              It's a terrible knowing what this world is about

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                                #75
                                Sommerregen

                                Zur Nutzlosigkeit des EMGs: entweder dein EMG ist sauber, dann solltest du aber auch nur bedingt beruhigt sein denn es kann beim nächsten Mal bereits pathologisch sein (war bei mir so). Oder es ist pathologisch, dann weißt du aber noch immer nicht welche Erkrankung du hast. Du hast lediglich bestätigt, dass du neuromuskulär nicht gesund bist, was du aber ohnehin aufgrund deiner Beschwerden weißt.

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