Da muss ich Dir widersprechen, Psychosomatisch ist keine Ausrede, sondern sehr häufig. Ca 20 bis 30% der Patienten einer Hausarzt praxis sind psychosomatisch. Wir kennen das alle Wenn man vor einer Prüfung ganz schnell auf die Toilette muss hat man ja auch kein Magen Darm virus. Oder was ist mit Hinterbliebenen , die in der Trauerphase 20 kg abnehmen. Wenn jemand nicht gelernt hat dass Gefühle auch körperliche Reaktionen auslösen , dass zB Angst oder Stress Herzklopfen auslöst, der wird dann immer denken er hat einen Herzinfarkt. Das Ekg beim Arzt beruhigt nur kurz und dann kommt die Angst wieder Und dann steht derjenige irgendwann jeden Tag in der Arztpraxis. Das ist Alltag bei Hausärzten. Und deshalb muss man immer auch an psychosomatische Ursachen denken. Auch damit man den Patienten vorzuviel Diagnostik schützt. Wenn man nämlich oft genug in der Rettungsstelle mit Brustbeschwerden aufschlägt, dann bekommt man auch irgendwann den Herzkatheter. Solange dabei nichts passiert ist es OK aber manchmal passiert doch eine Komplikation und wenn dann die Untersuchung unnötig war ist das schon ein Problem. Also psychosomatik ist keine Ausrede um den Patienten loszuwerden. Funktioniert auch nicht, die kommen nämlich immer wieder. Und psychisch ist auch nichts wofür man sich schämen muss. Das geht vielen so .
Schönen Abend noch Birgit
Schönen Abend noch Birgit

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