Hallo, Klaus,
ich glaube, das Du es sehr schwarz/weiss siehst.
Ich denke, dass wir unterscheiden müssen, ob eine neuromuskuläre Erkrankung vorliegt (also eine Erkrankung, die direkt Muskeln oder Nerven krankhaft verändern) oder eine andere Erkrankung, die indirekt am Muskel Symptome macht - wie z.B. Muskelkrämpfe, Zuckungen oder schneller Ermüdbarkeit der Muskeln.
Du hast bisher Alles richtig gemacht. Du leidest darunter, dass Deine Muskeln schneller erschöpfen (Du längst nicht mehr so viel machen kannst wie früher) und Deine Muskeln zucken und krampfen. Der erste Gedanke ist, dass es am Muskel oder an den Nerven liegt (das ist erst mal logisch).
Der Facharzt für Muskel- und Nervenerkrankungen hat nun mehrere diagnostische Möglichkeiten. Er macht eine Blutuntersuchung, misst die Nervenleitgeschwindigkeit, macht evtl. ein MRT vom Kopf und der Wirbelsäule und macht ein EMG. Ausserdem misst er natürlich den Kraftstatus und prüft die Reflexe; und betrachtet, ob eine bestimmte Muskelgruppe auffällig kleiner / schmaler ist. Wenn er nun einen krankhaften Wert / Befund hat, weiss er, dass eine Erkrankung am Muskel / Nerv vorliegt. Nun muss er nach der Ursache suchen. Nicht immer ist aber eine Diagnose möglich, weil die Erkrankung so selten ist. Es kann also sein, dass der Patient den Kraftstatus 0/5 hat und im Rollstuhl sitzt - aber keine Ursache dafür gefunden wird.
Sind aber alle Untersuchungsergebnisse negativ, liegt keine Erkrankung der Muskeln oder Nerven vor. Nicht mehr - und nicht weniger.
Das heisst aber nicht, dass der Patient nicht krank ist oder Hypochonder ist. Für den Facharzt für Muskel- und Nervenerkrankungen ist aber hier erst mal Schluss - alles Weitere übersteigt sein Fachgebiet. Jetzt ist ein anderer Facharzt dran, die Ursache zu finden.
Wenn sich der Patient nun aber darauf zu sehr fixiert, dass es doch eine Muskelerkrankung ist (weil ja der Muskel "schlapp" macht), vergibt man sich die Chance, die "richtige " Ursache zu finden.
Fast jede Erkrankung, die den Körper zehrt, führt zu einer Erschöpfung der Muskulatur. Etwas spezifischere Erkrankungen können z.B. die Myalgische Enzephalomyelitis, das metabolische Syndrom, Adipositas, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Nierenfunktionsstörungen, Virusinfektionen u.v. a. sein.
Also vergib Dir nicht die Chance und schau auch mal in eine andere Richtung
LG
Lilie24
ich glaube, das Du es sehr schwarz/weiss siehst.
Ich denke, dass wir unterscheiden müssen, ob eine neuromuskuläre Erkrankung vorliegt (also eine Erkrankung, die direkt Muskeln oder Nerven krankhaft verändern) oder eine andere Erkrankung, die indirekt am Muskel Symptome macht - wie z.B. Muskelkrämpfe, Zuckungen oder schneller Ermüdbarkeit der Muskeln.
Du hast bisher Alles richtig gemacht. Du leidest darunter, dass Deine Muskeln schneller erschöpfen (Du längst nicht mehr so viel machen kannst wie früher) und Deine Muskeln zucken und krampfen. Der erste Gedanke ist, dass es am Muskel oder an den Nerven liegt (das ist erst mal logisch).
Der Facharzt für Muskel- und Nervenerkrankungen hat nun mehrere diagnostische Möglichkeiten. Er macht eine Blutuntersuchung, misst die Nervenleitgeschwindigkeit, macht evtl. ein MRT vom Kopf und der Wirbelsäule und macht ein EMG. Ausserdem misst er natürlich den Kraftstatus und prüft die Reflexe; und betrachtet, ob eine bestimmte Muskelgruppe auffällig kleiner / schmaler ist. Wenn er nun einen krankhaften Wert / Befund hat, weiss er, dass eine Erkrankung am Muskel / Nerv vorliegt. Nun muss er nach der Ursache suchen. Nicht immer ist aber eine Diagnose möglich, weil die Erkrankung so selten ist. Es kann also sein, dass der Patient den Kraftstatus 0/5 hat und im Rollstuhl sitzt - aber keine Ursache dafür gefunden wird.
Sind aber alle Untersuchungsergebnisse negativ, liegt keine Erkrankung der Muskeln oder Nerven vor. Nicht mehr - und nicht weniger.
Das heisst aber nicht, dass der Patient nicht krank ist oder Hypochonder ist. Für den Facharzt für Muskel- und Nervenerkrankungen ist aber hier erst mal Schluss - alles Weitere übersteigt sein Fachgebiet. Jetzt ist ein anderer Facharzt dran, die Ursache zu finden.
Wenn sich der Patient nun aber darauf zu sehr fixiert, dass es doch eine Muskelerkrankung ist (weil ja der Muskel "schlapp" macht), vergibt man sich die Chance, die "richtige " Ursache zu finden.
Fast jede Erkrankung, die den Körper zehrt, führt zu einer Erschöpfung der Muskulatur. Etwas spezifischere Erkrankungen können z.B. die Myalgische Enzephalomyelitis, das metabolische Syndrom, Adipositas, Schilddrüsenfunktionsstörungen, Nierenfunktionsstörungen, Virusinfektionen u.v. a. sein.
Also vergib Dir nicht die Chance und schau auch mal in eine andere Richtung
LG
Lilie24

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