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    #61
    @Klaus
    aber der nervus lingualis ist doch hauptsächlich für die Sensorik zuständig...?

    @medienwien
    ja, ich habe periphere Faszikulationen, aber nicht überall, sondern in der unteren Hälfte der Oberschenkel, in der oberen Hälfte der Unterschenkeln, und in den Oberarmen/Schultergürtel.
    Bei den Füßen kann man es schlecht einschätzen, weil ich dort starke Ödeme und schwere trophische Störungen habe, die auch die untere Hälfte der Unterschenkel mit einschließen.
    Daher macht es auch keinen Sinn dir ein Foto von meinen Füßen zu schicken/zeigen; es ist wirklich aufgrund der Ödeme, der schweren trophischen Störungen und der Mikrorzirkulationsstörung kein schöner Anblick, und das möchte ich ehrlich gesagt nicht zeigen. Aber nur, damit du dir eine grobe Vorstellung machen kannst:

    Das Bild der stark atrophierten Füße/Beine, unter dem "severe chronic denervation" steht. Ich habe natürlich keine so stark ausgeprägte Atrophie, wobei man die Atrophie in meinem Fall insbesondere in den Füßen und in dem unteren Teil der Unterschenkel schlecht optisch quantifizieren kann aufgrund der Ödeme.
    Allerdings sind die Haut- und Nagelveränderungen (also die trophischen Störungen) sehr ähnlich den meinigen.
    Insgesamt ähnelt die Form meiner Unterschenkel/Waden der Form bei Charcot Marie Tooth.
    [level-membership-for-internal-medicine-category]56 Charcot–Marie–Tooth disease (peroneal muscular atrophy) Instruction Examine this patient’s legs. Salient features Examination • Wasting of muscles of calves and thighs that stops abruptly, usually in the lower third of the thigh, and is described as ‘stork’ or ‘spindle’ legs, ‘fat bottle’ calves and ‘inverted champagne bottles’ (Fig. 56.1) • Pes cavus (high arched…


    Die Knie erscheinen dadurch unproportional groß. Allerdings sind bei mir auch die proximalen Oberschenkel atrophiert, äußerlich allerdings weniger stark als die Unterschenkel/Waden. Außerdem habe ich eine scapula alata, d.h. die Schulterblätter stehen ab, insbesondere, wenn ich meine Arme anhebe.
    Seltsamerweise ist die Atrophie distal etwas ausgeprägter als proximal, die Schwäche ist jedoch proximal ausgeprägter als distal. Ich vermute, das hängt damit zusammen, dass in den distalen Extremitäten auch eine Neuropathie-Komponente vorliegt (vor einem Jahr hat man eine damals leichte sensomotorische Neuropathie festgestellt), und die neurogene Atrophie ist zumindest anfänglich immer stärker ausgeprägt als die Atrophie bei Myopathien, bei denen zunächst die Schwäche dominiert und relativ langsam die Atrophie einsetzt.

    Die Hände sind mittlerweile auch von den trophischen Störungen und der Mikrozirkulationsstörung betroffen, allerdings (noch) weniger stark. Da könnte ich versuchen ein Foto zu machen, aber nicht mehr heute.

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      #62
      Guten Morgen,

      Eine kurze Guten MORGEN Geschicht :
      Ich habe seit 2014 Ödeme unterhalb des Schienbeines beidseitig imnenseitig.
      Lypmphografie ergab keinen Lymphstau.
      Im Ultraschall sieht man nur Flüssigkeit.
      Meine Hautärztin meinte das wäre Wasser. Seit dem trage ich bei anstrengenden Tätigkeiten wie Rasemähen (Hügel) oder beim Spazierengehen mit dem Hund immer spezielle Sport Stützstrümpfe.
      Mir kommt vor, die Muskulatur ist damit ausdauernd.
      Meine Hausärztin meinte es wäre eine beginnende venenschwäche aber die Angiologie war OB.

      Ich dachte bis jetzt immer, ich wäre mir diesen Phänomen alleine☺

      Was glaubst du woher die Ödeme bei dir kommen?
      Ich glaube, das bei mir die kleinen Venenpumpen Muskeln was haben.
      Und deswegen bildet sich das Wasser.

      Siehst du das auch so?

      Wir haben was beinander,was?


      Aber ich lass mich auch nicht unter kriegen☺☺☺!!!!

      Und du sichtlich auch nicht☺☺☺☺

      Wünsche dir einen schönen Tag☺☺☺

      Marlies

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        #63
        Meine Ödeme kommen hauptsächlich von einer schweren autonomen Neuropathie/Dysautonomie. D.h. die Funktion der kleinen Nervenfasern vom alpha-Typ ist gestört, was sich untere anderem in einer gestörten Tonusregulierung der kleinen Blutgefäße und der Lymphgefäße sowie trophischen Störungen äußert. Schwere Dysautonomien betreffen aber auch viele Organfunktionen, wie der Funktion des Darms und der Blase, des Herzkreislaufsystems und beeinflussen den Flüssigkeitshaushalts, die Sekretion von Neurotransmittern etc pp. Leichtere somatische (also körperlich) Dysfunktionen des autonomen Nervensystems werden oft nicht erkannt und von deutschen Ärzten gerne als vegetative Dysfunktion bezeichnet, deren Ursache sie von vorneherein als psychosomatisch ansehen. Die Sache wird dadurch verkompliziert, dass psychosomatische Beschwerden tatsächlich hauptsächlich durch eine leichtgradige Dysfunktion des autonomen Nervensystems (durch einen übersteigerten Sympathikus) verursacht werden, in dem Fall eben durch den Kopf.

        Wenn du eine Borreliose hast, kann es gut sein, dass du eine leichte autonome/small fiber-Neuropathie-Komponente hast. Die c-Fasern, der andere Typ der dünnen Nervenfasern neben den alpha-Fasern, ist hauptsächlich für das Schmerz-, Berührungs- und Temperaturempfinden zuständig, so dass sich Dysfunktionen dieser Fasern vor allem im reduziertem Temperaturempfinden, in einem veränderten Berührungssinn, sowie Missempfindungen und neuropathischen Schmerzen äußern.
        Häufig sind beide dünnkalibrigen Nervenfasertypen (also alpha- und c-Fasern) zugleich betroffen, wobei eine Komponente häufig überwiegt und das klinische Bild ausmacht.

        Meine Ödeme sind aber auch mit Stützstrümpfen nicht mehr in den Griff zu bekommen. Ödeme sprechen also für eine Neuropathie (und zwar vor allem der kleinen Nervenfasern, wobei die kleinen Nervenfasern auch häufig im Verlauf bei schweren Neuropathien der großen Nervenfasern mit betroffen sind, siehe das Foto vom Link) und nicht für eine Muskelerkrankung.
        Ich habe in jedem Fall eine schwere autonome Neuropathie zusätzlich zu meiner Myopathie und ZNS-Symptomatik. Fraglich ist noch, ob sich auch die leichte sensomotorische Neuropathie (sprich eine Neuropathie der großen, myelinierten Nervenfasern), die letztes Jahr festgestellt wurde, verschlechtert hat und für die größere Atrophie in den distalen Extremitäten verantwortlich ist, obwohl die Schwäche in den proximalen Extremitäten insgesamt stärker ausgeprägt ist. Die neurogene Atrophie ist bei gleichem Schwächegrad in der Regel stärker ausgeprägt als eine Atrophie durch eine Myopathie.
        Zuletzt geändert von pelztier86; 25.08.2016, 16:16.

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          #64
          Also keine Ahnung, wie das hier mit dem Anhängen von Bildern geht. Bei mir funzt das irgendwie nicht. Weder im Beitrag noch im Profil/im Album.

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            #65
            @medienwien
            also ich habe jetzt mal versucht ein paar Bilder zu machen und diese hochzuladen (nachdem das hier nicht ging, habe ich kurzerhand meinen alten deviantart account genommen und die Bilder dort in meine Galerie gestellt).

            War aber erstens schon Nacht, als ich die Bilder machte, also sind die Lichtverhältnisse entsprechend. Und zweitens tue ich mich schwer damit das IPad einhändig zu halten, so dass ich es immer irgendwo "zwischenklemmen" muss, um es mit einer Hand halten zu können. Daher sind die Fotos nicht so soll und nur aus einem Winkel. Wenigstens sehen die Finger nicht so verändert aus, wie sie es eigentlich mittlerweile sind (also bzgl. der Durchblutung und trophischen Störungen), weil die am meisten betroffenen distalen Finge/Fingerkuppen und Nägel im Schatten liegen.
            Die Hände sind aber mit am wenigsten von der Atrophie betroffen (die sich hauptsächlich am Daumenballen und zwischen Zeigefinger und Daumen bemerkbar macht. Die Schwäche in den Fingern betrifft hauptsächlich die Abduktion und etwas die Fingerstreckung (wenn ich die Finger ganz durchstrecken will, beuge ich automatisch das Handgelenk ein wenig nach unten, weil das bei der Streckung der Finger hilft)
            In den oberen Extremitäten ist eher der Schultergürtel von der Atrophie betroffen, in den unteren Extremitäten sind allerdings wie bereits erwähnt die Unterschenkel/Waden mehr von der Atrophie betroffen als die Oberschenkel, obwohl die Schwäche in den Oberschenkeln/Hüftmuskulatur insgesamt ausgeprägter ist.
            Zuletzt geändert von pelztier86; 27.08.2016, 16:16.

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              #66
              Aber wie gesagt: dieses Atrophie-Ding ist gar nicht so entscheidend, sofern sie nicht gravierend ist. Ansonsten ist die Schwäche das Entscheidende. Und wenn die Atrophie wirklich unzweifelhaft deutlich erkennbar ist, dann ist auch eine entsprechend ausgeprägte Schwäche vorhanden. Dann erübrigt sich aber auch ziemlich die Frage nach einer Atrophie...
              Davor ist eine Atrophie oft schwer zu objektivieren und ist relativ vom Auge des Betrachters abhängig, noch dazu von Fotos, gerade wenn man nicht den Vorzustand kennt. Und wenn dann noch Dinge wie Ödeme dazukommen, wird's ganz schwierig. (habe im Übrigen auch leichte Ödeme in den Händen/Fingern, aber nicht zu vergleichen mit den schweren Ödemen in den Füßen/untere Hälfte der Unterschenkel).
              Da ist das MRT zur Quantifizierung der Muskelmasse wesentlich besser.
              Zuletzt geändert von pelztier86; 26.08.2016, 02:10.

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                #67
                "die am meisten betroffenen distalen Finge/Fingerkuppen"
                Meinst Du das ernst?!
                Im 2. und 3. Fingerglied (Fingerkuppen) gibt es überhaupt nichts was nur im entferntesten mit Muskeln zu tun hat.
                It's a terrible knowing what this world is about

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                  #68
                  Hallo Pelztier,
                  also habe mir Deine Handbilder mal angesehen.
                  Ich persönlich kann da keine Atrophie am Daumenballen und auch nicht am interosseus dorsalis I erkennen.
                  Deutlich sieht man die Durchblutungsstörung und ich persönlich finde Deine Unterarme (zumindest den sichtbaren Teil) sehr schlank.
                  Wie sieht es denn mit Deiner Kraft in den Händen aus?
                  Alles Liebe Patrick

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                    #69
                    @medien_wien
                    Wasser in den Beinen kann auch ein erstes Anzeichen einer Herzschwäche sein.
                    Mein Kardiologe schaut sich vor dem Kontroll-Herz-Echo auch erst einmal meine Unterschenkel und Füße an.
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                      #70
                      Zitat von KlausB Beitrag anzeigen
                      @medien_wien
                      Wasser in den Beinen kann auch ein erstes Anzeichen einer Herzschwäche sein.
                      Mein Kardiologe schaut sich vor dem Kontroll-Herz-Echo auch erst einmal meine Unterschenkel und Füße an.
                      Hallo Klaus,
                      Ich weiss, aber nicht dort, wo ich das Wasser habe.
                      Das ist lt.internist ok☺
                      Und mein herzi ist auch gesunde ☺☺☺

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                        #71
                        Hallo Pelztier,
                        Für mich sieht das nach Dermotosytis, Skleodermie, Morphäa aus.
                        Bist du da schon mal Diagnostisch durch?
                        Athrophie sehe ich auch keine☺

                        Gruß Marlies

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                          #72
                          Wenn Du die schuppigen Hautstellen meinst, könnte das ein subtoxisches Handekzem sein (wenn das nur an der Hand ist).
                          It's a terrible knowing what this world is about

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                            #73
                            Meinst Du das ernst?!
                            Im 2. und 3. Fingerglied (Fingerkuppen) gibt es überhaupt nichts was nur im entferntesten mit Muskeln zu tun hat. Klaus, du solltest schon richtig lesen. ich sprach hier nicht von Atrophie, sondern davon, dass hier meine Durchblutungsstörung und trophischen Störungen (und nicht Atrophie, das ist etwas anderes!) am ausgeprägtesten sind.

                            Ich sagte ja bereits, dass die Muskelatrophie in den Händen am geringsten ist. Wenn man nur den Ist-Zustand betrachtet, kann man vielleicht auch annehmen, dass es noch normal aussieht.
                            Ja, meine Unterarme sind auch schmaler geworden, auch die Unterseite des Handgelenks.
                            Wie gesagt, mag sein, dass ich das schlecht auf den Fotos einfangen kann, aber die leichtgradige Atrophie (auch am Daumenballen) ist bestätigt. Wobei da natürlich auch eine Rolle spielen kann, dass ich eben eine Schwäche in den Fingern/Händen/Unterarm neben der proximalen Schwäche habe, und da in dieser Situation mglw. eine Atrophie bei nicht ganz eindeutigen Befunden angenommen bzw. gesehen wird.
                            Eine Atrophie der interossei habe ich auch nie behauptet, ich schrieb nur von einer Schwäche (Abduktion der Finger).

                            Ich glaube aber nicht, dass ich mich jetzt hier rechtfertigen muss. Ob nun Atrophie oder nicht, ist mir selbst herzlich egal, das tut nichts zur Sache - Tatsache ist, dass ich eine Schwäche in den Händen/Fingern und auch im Unterarm habe. Tatsache ist auch, dass die Atrophie in den Unterschenkeln/Waden und im Schultergürtel recht deutlich ist. Medienwien fragte nach Fotos von den Händen, ich tat ihr den Gefallen. Das ist alles.
                            Ich kann auch wie bereits gesagt nicht verstehen, warum man sich auf eine Atrophie fokussieren soll bzw. auf die Frage, ob die Muskeltrophik noch normal ist oder nicht, wenn das eigentliche Problem die Schwäche ist.
                            Zuletzt geändert von pelztier86; 26.08.2016, 19:03.

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                              #74
                              Das ist weder ein Handekzem noch ist das ein Hinweis auf eine autoimmune Erkrankung, sondern tritt regelhaft bei meiner seltenen Mikrozirkulationsstörung auf, zumindest, wenn diese einen bestimmten Schweregrad erreicht hat.
                              Autoimmunologisch bin ich durchuntersucht, da gibt es nichts. Das einzige, worin sich alle einig sind, ist eine genetisch bedingte Erkrankung.

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                                #75
                                Und die seltene Mikrozirkulationsstörung (nein, KEIN Raynaud) ist ein Produkt aus einer bei mir nachgewiesenen Mutation, lange Zeit nicht erkannter zu starker Gerinnung, und autonomer Neuropathie.
                                Ich hatte hier wirklich nicht nach einer Diagnose gefragt, nur um Idee bzgl. der Spastik und der Zungenbewegungen.
                                Und diesbezüglich war meine Frage zuletzt, ob ich der von Klaus angesprochene Zungennerv nicht nur für die Sensorik zuständig ist.

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